Wie Dornröschen hilft, Deinen Traum zu leben!

Dornröschen - Märchen gesammelt von den Brüdern Grimm

Als Tschuang Tschou nach seinem Traum unter einem Baum erwachte, so sprach er zu sich:

„Im Traum da war es mir, als ob ich als Schmetterling durch die Lüfte flog. Nun weiß ich nicht, bin ich jetzt ein Mensch, der träumte ein Schmetterling zu sein, oder bin ich ein Schmetterling, der träumt ein Mensch zu sein?“

Gleichnis des altchinesischen Philosophen Zhuangzi

Die Realitäten sind also recht verschieden und manch einer entdeckt, dass der Traum eine Menge Aufschluss über das innere Wesen eines Menschen geben und demzufolge positiv das Alltagsgeschehen beeinflussen kann.

Im Grunde ist es eine Frage des „Schlüssels“, den ein Mensch benützt, um in diesen Welten sich zurechtzufinden. Die Traumwelt ist kein notwendiger Umstand unseres Schlafes, sondern die Botschaft einer Welt, die sich jenseits unseres rationalen Vorstellungsvermögens befindet und durchaus auch bewusst betreten werden kann.

Diese oder eine ähnliche Welt finden wir ebenso in den Märchen. Gerade in dem Märchen Dornröschen geht es ja auch um den Schlaf, das Verschlafen und den Zustand danach, den man gemeinhin als Erwachen oder Bewusstsein bezeichnet.

Dornröschen und die Brüder Grimm

So berichten die Brüder Grimm in der von ihnen bearbeiteten Dornröschen Fassung aus dem Jahre 1857:

„…Es stieg die enge Wendeltreppe hinauf, und gelangte zu einer kleinen Türe. In dem Schloss steckte ein verrosteter Schlüssel …“

>>> Klicken Sie hier für den vollständigen Märchentext von 1857 <<<

In der Urfassung von Dornroeschen – also jener, wie sie die Brüder Grimm mündlich überliefert bekamen – heißt es im Jahre 1810:

„… so ging sie im Schloss herum und gelangte endlich an einen alten Turm. In den Turm führte eine enge Treppe, da kam sie zu einer kleinen Tür, worin ein gelber Schlüssel steckte…“

>>> Klicken Sie hier für den vollständigen Märchentext von 1810 <<<

Das Märchen als Schlüsselerlebnis zum Erwachen

Oberflächlich betrachtet könnte man an diesem „Schlüssel-Erlebnis“ nichts Ungewöhnliches entdecken. Schlüssel ist Schlüssel und die Funktion liegt eben darin, etwas Verborgenes aufzuschließen, sichtbar zu machen, am allerliebsten, wenn es noch – wie in so manchen Märchen – verboten ist.

Dennoch erleben wir hier zwei völlig gegensätzliche Schlüsselqualitäten. Ein verrosteter Schlüssel weist eher auf etwas altes, sterbendes, sich auflösendes und vergangenes hin, wohingegen ein gelber Schlüssel den Hinweis auf etwas neues, aufbauendes, lichtes und zukünftiges gibt.

Da wäre gleich die Frage an uns selbst zu stellen, mit welchem Schlüssel wir gerne unser Bewusstsein aufschließen und mit welchen Qualitäten wir unser Bewusstsein füllen.

Sind es die Gedanken, mit denen wir uns immer und immer wieder an unseren scheinbaren Mangel, unsere Krankheiten und unsere Unfähigkeit erinnern oder lenken wir lieber unsere Gedanken und Gefühle auf das, was uns voranbringt, aufbaut und Vertrauen schenkt?

Der Mensch ist im Grunde Gott,
der träumt, ein Mensch zu sein.

Das seelisch-spirituelle Erwachen ist heute keinesfalls mehr in irgendwelchen Einweihungsstätten, Kraftorten oder heiligen Zentren zu finden, sondern ganz praktisch im Alltag und im Denken und Fühlen, wie jeder Mensch sein eigenes Leben einfach und natürlich gestaltet und Mitgefühl für sein Umfeld aufbringt.

Nicht wenige Zeitgenossen und -genossinen verschlafen ihr Erwachen in den höchsten geistigen Höhen und warten noch immer vergeblich, bis der Königssohn sie wach küsst. Die so viel gepriesenen und angestrebten spirituellen Höhen sind eben nicht irgendwo, meist weit, weit weg zu finden, sondern im oftmals so scheinbar eintönigen und langweiligen Alltag.

Fangen wir also an, unseren Alltag zu einem Fest zu machen. Schätzen und bejahen wir die alltäglichen und allnächtlichen Dinge und sie werden ganz von alleine ihre tiefsten Geheimnisse offenbaren.

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter

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Geschichten von der Einzigartigkeit jedes Menschen

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Ist das nicht ein unbeschreibliches Wunder, wie einzigartig alle Wesen auf dieser Welt doch sind? Noch deutlicher wird es beim Menschen, ob Kind oder Erwachsener. Keiner gleicht dem anderen – alle sind wir Individualitäten mit unterschiedlichen Stärken und Fähigkeiten. Doch viele Menschen leben heute ein Leben, das überhaupt nicht ihren Fähigkeiten und Neigungen entspricht und sie immer unglücklicher und kränker macht.

Geschichten, die das wahre Leben schreibt

Was haben wir nicht alles in der Schule gelernt, meist soviel, dass es zur Abschluss-Prüfung reichte. Aber wie wenig verwenden wir noch von all diesem Wissen im täglichen Leben? Warum wurden gerade jene lebenswichtigen Fächer des Lebens wie Glück, Liebe, Erfolg und Gesundheit in der Schule nicht gelehrt und folgende lebenswichtige Fragen vernachlässigt?

Wie finde ich meine individuellen Stärken heraus und lerne sie immer mehr zu entfalten und im Alltag umzusetzen?

Was benötige ich, um glücklich, geliebt, erfolgreich, und gesund zu leben?

So können Märchen, Geschichten und Meditative Texte helfen

Gott sei Dank gibt es ja die Märchen, die trotz aller Widrigkeiten immer gut ausgehen und uns gerade jene Tugenden auf bildhafte und spielerische Weise näher bringen, die wir für ein glückliches Leben benötigen. Oder Lehrgeschichten bzw. Weisheitsgeschichten, die auf humorvolle und besinnliche Art Lösungen für Probleme zeigen können.

Eine weitere, sehr tiefgehende Möglichkeit sind Meditative Texte, die helfen, die eigene innere Stimme immer besser wahrzunehmen oder innere Bilderreisen, die entspannen, auf ein erstrebenswertes Ziel lenken und innere Blockaden lösen.

Mehr über diese großartigen Möglichkeiten erfahren Sie hier!

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter
Schreibkurs für kreative - kreativ schreiben lernen

Geburt in der Wüste: Die goldene Straße der Wahrheit

Geburt in der Wüste

Wissen Sie, „Wie der Mensch auf die Erde kam“?
Möchten Sie auch „Die goldene Straße der Wahrheit“ kennen lernen?
Kennen Sie „Die sieben Welten des Menschen“?

Wenn Sie gespannt darauf sind, was „Der kürzeste Weg zum Glück“ ist, warum „Die Sehnsucht ihre Sucht verlor“ und was Sie noch Wundersames auf dieser Reise nach Innen erwartet, dann dürfen Sie sich die Hörbuch-CD

DIE GEBURT IN DER WÜSTE von Karlheinz Schudt

nicht entgehen lassen.

… „Eines Tages ging ein kleines Mädchen aus der Familie der Wüstenbewohner etwas weiter in die Wüste hinein, um den Grund zu suchen, warum die Menschen alle leiden mussten.

Wie sie eine Weile gegangen war, da fand sie doch die Sonne, die sich in den Stacheln eines Kaktus verfangen hatte. Die Sonne war ganz verzweifelt und bat das kleine Mädchen, es möge ihr doch helfen und sie wieder befreien, damit sie erneut ihre Aufgabe erfüllen konnte.

Ohne zu zögern und ohne Angst vor den spitzen Stacheln des Kaktus machte sich das Mädchen daran, die Strahlen der Sonne aus den stacheligen Klauen des Kaktus zu entwirren. Dabei aber verletzte sie sich an einer Stachelspitze und ein Tropfen Blut fiel auf den Wüstenboden.“ …

Auszug aus der märchenhaften Geschichte:
„Die Geburt in der Wüste“

Erfreuen Sie sich erstmalig an diesen märchenhaften Weisheitsgeschichten, die auf langen Autofahrten eine sinnvolle und innerlich erfüllende Unterhaltung bieten oder bei einem wohlig warmen Bad gleichzeitig Ihrer Seele eine wohltuende und nährende Kostbarkeit zukommen lassen und schließlich abends, beim Einschlafen, völlig natürlich und ohne Nebenwirkungen zu einem gesunden und entspannenden Schlaf verhelfen.

Schauen Sie doch gleich einmal in den Märchenshop und staunen Sie, was diese kleinen runden Scheiben, die auf jedem handelsüblichen CD-Abspielgerät zu hören sind, an wundersamen Weisheitsgeschichten beinhalten. Weitere Infos und Hörproben finden Sie hier:

DIE GEBURT IN DER WÜSTE

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter
Schreibkurs für kreative - kreativ schreiben lernen

Hochzeit von Sonne und Mond

Hochzeit von Sonne und Mond

„Einst lebten Sonne und Mond noch ganz eng beieinander und man hätte sie am Himmelsgewölbe sicherlich miteinander vertraut spielen sehen, wenn, ja wenn es zu dieser Zeit schon Menschen gegeben hätte.

Nun trug es sich zu, dass der Mond eines Tages bei einem besonders leidenschaftlichen Spiel sich mit seinen beiden Spitzen in den unzähligen Strahlen der Sonne verhakte und einfach nicht mehr von ihr loskam. Das  war eigentlich gar nicht so übel, denn die Wärme der Sonne tat dem etwas kühlen Mond doch recht gut, so dass er sich dabei ganz wonniglich und geborgen fühlte. Und auch die zuweilen etwas hitzige Sonne empfand die Nähe und die erfrischende Kühle des Mondes als sehr beruhigend.

So ging es eine lange Zeit, beide fühlten sich gut und wenn zwei so unterschiedliche Wesen über eine Zeit so inniglich, liebevoll und geborgen ineinander verschlungen sind, dann dauert es meist nicht lange, bis sich etwas Großartiges und Neues ereignet. Und so etwas geschah auch bei diesen beiden.

Eines Tages, da wurde der Mond immer dicker und sein Bauch wuchs beträchtlich. Als er nun ganz voll und kugelrund war, da hielt er es vor Leib-Schmerzen einfach nicht mehr aus und fing an zu drücken und zu pressen und hast du nicht gesehen, da purzelte der erste Mensch aus ihm heraus und plumpste auf die Erde nieder.

Mond und Sonne erschraken darüber so sehr, dass sie beide für lange Zeit ihre Augen schlossen. Durch die Wucht des Schreckens wurde der Mond auf die andere Seite des Himmels geschleudert, auf der er nun getrennt von seiner geliebten Sonne leben musste.

Das neue Wesen aber, das auf die Erde fiel, staunte nicht schlecht, als es sich so anschaute und nach langem Überlegen sprach es zu sich: „Was bin ich? Wo bin ich? Was suche ich hier?“ …

Wie es weitergeht erfahren Sie in der Doppel-Hörbuch-CD
>>> Die Geburt in der Wüste <<<

mit 12 märchenhaften Weisheits-Geschichten von Karlheinz Schudt
oder in dem gleichnamigen >>> Büchlein „Die Geburt in der Wüste“ <<<

mit 13 Weisheitsgeschichten und Märchen.

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter
Schreibkurs für kreative - kreativ schreiben lernen

Unterschied zwischen Tier und Mensch oder Gott kommt rum

Einmal wurde ein Weiser gebeten, den Unterschied zwischen einem Menschen und einem Tier zu erklären. Der Weise lächelte und sprach: „Wenn wir z. B. eine Ratte in ein Labyrinth mit 4 Tunneln setzen und am Ende des 4. Tunnels ein Stück Käse legen, dann wird die Ratte schließlich lernen, dass sie den köstlichen Käse immer im 4. Tunnel findet und somit auch immer gleich in den 4. Tunnel gehen. Das lernt der Mensch auch. Wenn er Käse möchte, dann geht er ebenfalls in den 4. Tunnel.

Wenn aber eines Tages DIE große Schöpfung des Lebens den Käse nun in einen anderen Tunnel legt, dann wird die Ratte weiterhin in den 4. Tunnel gehen und zwar so lange, bis sie kapiert, dass dort der Käse nicht mehr zu finden ist. Irgendwann aber hört sie auf, dort hineinzugehen und sucht in einem anderen Tunnel, bis sie den Käse findet.

Hier zeigt sich jetzt der Unterschied zwischen Tier und Mensch. Menschen gehen immer in den 4. Tunnel, denn sie sind davon überzeugt! Ratten sind von nichts überzeugt, sie interessieren sich für den Käse. Der Mensch aber konstruiert eine Weltanschauung über den 4. Tunnel und davon ist er überzeugt. Er hält es für wichtig, immer in den 4. Tunnel zu gehen, denn das ist seine Überzeugung, sein Glaube. Es ist gar nicht mehr so wichtig, ob dort Käse drin ist oder nicht. Der Mensch hat lieber recht als seinen Käse (oder sein Glück!).

Also merkt euch gut, dass ihr den Käse nie bekommt, wenn ihr ihn dort sucht, wo er gerade noch war. Gott oder DIE große Schöpfung des Lebens verlegt ständig den Käse. Ihr aber werdet nie glücklich werden, wenn ihr nur noch an eure Überzeugungen, an euren „4. Tunnel“ glaubt.

Wenn es euch einmal gelingen sollte, Gott (oder wie immer ihr IHN, SIE, ES nennen mögt) zu begegnen, dann lasst euch keinesfalls von euren Überzeugungen und eurem Verstand steuern und versucht nicht, IHN dort noch einmal zu treffen, denn Gott kommt rum!“

Nach einer alten Zen-Geschichte, bearbeitet von Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter

Schreibkurs für kreative - kreativ schreiben lernen

Mitten im Urwald …

Mitten im Urwald gab es eine Schule für Tiere. Um dort aufgenommen zu werden, mussten sich die Tiere einer Eignungsprüfung unterziehen. Der Prüfer war ein Mensch. So stand nun ein Elefant, ein Flusspferd, eine Antilope und ein Affe vor einem hohen Baum. Der Mensch stellte sich ganz feierlich vor die Tiere hin und begann nun die erste Prüfungs-Aufgabe mit ernster Mine zu verkünden: “Im Zuge der Gleichstellung aller Tiere bitte ich Sie nun, alle auf diesen Baum zu klettern.”

Nach einer Lehrgeschichte

Keine Benotung im Urwald – und auch sonstwo!

Ob Sie nun schmunzeln oder weinen möchten, diese Urwald Geschichte verdeutlicht die verrückte Situtation, in der wir Menschen mit unserem seltsamen Benotungs-Wahn uns befinden. Kein noch so ausgeklügeltes Benotungs-System kann tatsächlich etwas über den Wert eines Menschen und seine speziellen Fähigkeiten aussagen.

Ich kann mich noch gut an meine Schulzeit erinnern. Wie oft hat ein guter Schüler in der Prüfung seinen Notendurchschnitt verschlechtert. In den meisten Fällen lag das nicht an seinem Können, sondern am Prüfungsdruck und der Angst, zu versagen.

Die begrenzte Tauglichkeit von Zensuren zur Feststellung von Lernfortschritten ist heute in der pädagogischen Diskussion unumstritten. Ein gleicher Bewertungs-Maßstab für alle Schüler ist nicht möglich, wenn man den unterschiedlichen Lern- und Entwicklungs-Rhythmus des einzelnen berücksichtigt.

Es wäre nun wirklich an der Zeit, dass sich unsere Lehrpläne an der Individualität, den Stärken und Talenten eines Menschen orientieren und nicht an einer Gleichmacherei. Letztere mag wohl gesellschaftsfähig sein, aber auf Dauer kaum wirklich lebensfähig.

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter
Schreibkurs für kreative - kreativ schreiben lernen