Die Antwort einer Weinbergschnecke

In einem unbekannten Märchen aus der Sammlung der Brüder Grimm („Die weiße Taube“, Urfassung von 1812) muss der älteste Königssohn ein Jahr lang unter einem Birnbaum wachen, dessen Früchte in der Nacht vor der Ernte gestohlen werden. Seine Aufgabe ist es, den Dieb zu entdecken. Das gelingt ihm jedoch nicht, denn im entscheidenden Moment schläft er ein. Nun könnte man sich als vernünftig denkender Verstandesmensch die Frage stellen, warum er sich die Mühe machen soll, ein ganzes Weiterlesen …

NEU: Onlinekurs “Märchen erzählen lernen”

Ein Märchen kann trösten, ermutigen, heilen, verbinden. Es kann Kinder verzaubern, Erwachsene berühren und in uns selbst etwas zum Klingen bringen, das im Alltag oft leise geworden ist. In diesem Onlinekurs lernen Sie, Märchen frei, lebendig und aus dem Herzen heraus zu erzählen – ohne Auswendiglernen, ohne Schauspielerei, ohne Druck. Sie brauchen keine Vorerfahrung. Sie müssen nichts beweisen. Alles, was Sie mitbringen dürfen, ist Ihre Freude an Geschichten, Ihre Lebenserfahrung und die Bereitschaft, Ihrer eigenen Stimme wieder Weiterlesen …

Der kleine Tschou – Altes loslassen, Neues ergreifen!

“Wahrlich, ich sage euch, so ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, werdet ihr nimmermehr in das Reich der Himmel eingehen” so oder so ähnlich soll es Jesus einst gesagt haben. Auch in den Märchen ziehen meist die Kinder (die jugendlichen Kräfte) los und bringen Lösungen für festgefahrene Probleme. Ihre Neuerungen sind es, die die Welt schließlich verändern und verbessern. Die Eltern oder die “alten Könige” sind meist nicht mehr in der Lage, über ihren Tellerrand Weiterlesen …

Der Augenblick – Der weise König und das Tor zwischen den Zeiten

“Lebe im Jetzt”, “Genieße den Augenblick”, “Verschiebe dein Leben nicht auf morgen. Lebe heute!”, “Lebe im Jetzt und nicht in der Vergangenheit.”, “Genieße deine Zeit, denn du lebst nur jetzt und heute”, “Carpe diem = Pflücke den Tag!” Ich bin mir sicher, dass Sie noch unzählige ähnlich lautende Zitate finden oder kennen, die den Menschen darauf hinweisen, wie wichtig es doch ist, im Hier und Jetzt zu leben. Weiterhin glaube ich, dass die meisten Menschen die Inhalte Weiterlesen …

Der Fliegenfurz und die Wahrheit

Seit mehr als 25 Jahren entwickelt das Team des Märchenhaft leben e.V. ein Motto für das jeweilige Jahr. Dieses Jahresmotto umfasst ein Logo, einen Leitspruch sowie ein kleines Heft mit sieben meditativen Texten, Bildern und einem Lied. Hinzu kommt ein Märchen, das gesondert veröffentlicht wird. Besonders im Alltag stärken die darin enthaltenen tiefen Weisheiten das Team. Aber auch bei Veranstaltungen, Seminaren und Festen wirken sie still im Hintergrund, nähren die Seele und bauen auf. Einkehr, Meditation und Weiterlesen …

Prinzessin Leben, Prinz Einkommen und Drache Armut

In vielen Märchen wird immer wieder variationsreich geschildert, wie die Märchen-Protagonisten nicht selten aus tiefer Armut zu Glück und Reichtum gelangen: “Und als sie an der Hochzeitstafel saßen, da schwieg auf einmal die Musik, die Türen gingen auf, und ein stolzer König trat herein mit großem Gefolge. Er ging auf den Jüngling zu, umarmte ihn und sprach: “Ich bin der Eisenhans und war in einen wilden Mann verwünscht, aber du hast mich erlöst. Alle Schätze, die ich Weiterlesen …

Die sieben Türen

Türen spielen im Märchen immer eine besondere Rolle. Und es ist nicht zufällig, dass es Türen oder Tore sind. Ein Beispiel wäre die 13. Türe (Z. B. im Märchen “Die gleißende Kammer”, oder “Marienkind”) . Hierbei handelt es sich nicht um die vermeintliche Unglückszahl “13”, die gerne einem Volksaberglauben zugeschrieben wird, sondern um einen urbildlichen Prozess, den die Menschheit immer wieder seit Urzeiten von Neuem durchlebt. Dieser 13. Prozess wird auch sehr urbildlich in dem Märchen “Dornröschen” Weiterlesen …