Die sieben Türen

Türen spielen im Märchen immer eine besondere Rolle. Und es ist nicht zufällig, dass es Türen oder Tore sind. Ein Beispiel wäre die 13. Türe (Z. B. im Märchen “Die gleißende Kammer”, oder “Marienkind”) . Hierbei handelt es sich nicht um die vermeintliche Unglückszahl “13”, die gerne einem Volksaberglauben zugeschrieben wird, sondern um einen urbildlichen Prozess, den die Menschheit immer wieder seit Urzeiten von Neuem durchlebt. Dieser 13. Prozess wird auch sehr urbildlich in dem Märchen “Dornröschen” Weiterlesen …

Die Sprache der Toten

Unlängst unterhielt ich mich mit einer älteren Dame, deren Mann kürzlich verstorben war. Sie erzählte mir, wie sie besonders in der Trauerzeit aber auch danach intensiv mit ihm verbunden war, so dass sie oft den Eindruck hatte, er säße neben ihr. Nur gesprochen habe er nicht zu ihr. Was immer sie gefragt habe, er antwortete nicht. Machte sie etwas falsch oder bildet sie sich nur die Nähe ihres verstorbenen Mannes ein? Nun ist es ja immer schwer Weiterlesen …

Die Zauberschuhe: “Wohin führt Dich Dein Weg?”

Im Märchen kommen ja wirklich immer wieder sonderbare Dinge vor, die den Verstand zur Verzweiflung bringen. Da gibt es die “Siebenmeilenstiefel”, die dem Träger die Fähigkeit verleihen, in kürzester Zeit weite Entfernungen zurück zu legen. Das Kunstmärchen vom “Kleinen Muck” aus der Feder von Wilhelm Hauff erzählt von einem kleinwüchsigen Menschen, der Zauberschuhe in Form von Pantoffeln trägt, mit denen er schneller laufen kann, als der schnellste Mensch der Welt. Und im “Kleinen Däumling” in der Bearbeitung Weiterlesen …

Die Wahrheit auf einem Bein

Haben Sie schon einmal ein Tier gesehen, das den Himmel oder die Natur anbetet? Gut, es gibt die kleine Gottesanbeterin, eine europäische Insektenart, die aufgrund ihres von der Natur ausgestatteten Äußeren schon so aussieht, als ob sie betet. Aber das tut oder ist sie gemäß ihres Namens nicht wirklich, denn sie gehört keiner besonderen religiösen Bewegung 😉 an, die sich im Tierreich gegründet hat, sondern weil sie von der Schöpfung eben so geschaffen wurde, wie sie ist. Weiterlesen …

Diesseits und Jenseits, Leben und Tod

„Wer nicht stirbt bevor er stirbt, der verdirbt, wenn er stirbt.“ Dieser Spruch kommt von dem deutschen Mystiker Angelus Silesius, mit dem eigentlichen Namen Johann Scheffler, der zwischen 1624 und 1677 lebte und wirkte. Mit dieser Äußerung könnte er zunächst jeden nüchtern denkenden Menschen leicht aus der Fassung bringen. Wie kann jemand sterben, bevor er stirbt? Und was hat sein Tod mit Verderbnis zu tun? In den meisten Fällen richtet der Mensch sein Augenmerk zu sehr auf Weiterlesen …

Die drei Rätsel des Drachen

Meist sind es wunderschöne Prinzessinnen oder kostbare Schätze, die von einem Drachen bewacht werden. Nun ist ja ein Drache in den Märchen oder Sagen alles andere als die billige Kopie eines Dinosauriers oder das sensationsträchtige Produkt eines aus dem Hirn entsprungenen Hollywood-Filmemachers. Drachen sind Wesen, die in unserer eigenen Seele hausen und die nichts anderes als all jene negativen Gedanken, Gefühle, Widerstände und Abneigungen symbolisieren, die wir im Laufe unseres Lebens angezogen oder geschaffen haben. Das ist Weiterlesen …

Goldmarie und Pechmarie gehören zusammen

Eigentlich gewinnt das bekannte Märchen von der Goldmarie und Pechmarie in Frau Holle aus der Sammlung der Brüder Grimm in der landläufigen Erzähltradition erst im Winter so richtig Bedeutung, da man es dann gerne erzählt, wegen dem Schnee und so. Aber hat dieses Märchen überhaupt etwas mit einer Jahreszeit zu tun? Es kommt ja auch eine blühende Wiese darin vor, mit tausenden von den schönsten Blumen und die Sonne scheint! Märchen werden gerne in jahreszeitliche, historische oder Weiterlesen …