Engel – kosmische Wesen oder süßliche Vorstellung?

EngelSind nun Engel jene kleinen, putzigen Wesen mit Flügelchen, die mit verklärtem, hochheiligem Blick auf vielen alten, aber auch modernen, meist spirituellen Gemälden, zu finden sind? Oder sind sie eher jene geschlechtslosen, menschenähnlichen, mit Flügeln versehenen Gestalten, so wie sie als Skulpturen in vielen Kathedralen und Kirchen dargestellt werden?? Oder was???

Unser menschliches Vorstellungsvermögen ist da recht begrenzt und reicht sehr oft nicht über die personifizierte, ganz individuelle Vorstellung hinaus. Dies mag mitunter daran liegen, dass wir durch die in der Vergangenheit geprägten künstlerischen und/oder kirchlichen Bilder von Engeln vom eigentlichen Wesen und Wirken jener „Kräfte“ abgelenkt werden, da wir SIE viel zu oft im Äußeren vermuten.

Nicht der Glaube ist entscheidend,
sondern das lebendige Wissen und Erleben im eigenen Herzen!

Anstatt die Beurteilung über ihre Existenz und ihr Aussehen allein Künstlern, Theologen, Geistlichen oder sogenannten Engel-Experten zu überlassen, wäre es doch viel sinnvoller, jene himmlischen Wesen in uns selbst wahrzunehmen und zu schätzen.

Ähnlich verhält es sich mit dem Begriff „Gott“. Sowohl gläubige Befürworter jener „Universellen Kraft“ als auch überzeugte Atheisten sind religiöse Menschen. Beide machen sich den Begriff Gott zum zentralen Thema. Sie sind nichts anderes, als zwei gegenüberliegende Extreme von ein und derselben Sache. Jeder ist überzeugt von dem, was er glaubt. Doch leider findet diese Überzeugung meist im Verstand statt. Der Glaube an sich, der weder bewiesen werden kann noch muss, ist somit reine Kopfsache.

Es sei denn, jemand glaubt nicht mehr, sondern weiß! Und dieses tiefe, lebendige Wissen, jene himmlische Offenbarung ist womöglich nur im Herzen eines jeden Menschen zu entdecken und braucht ebenso absolut keinen Beweis, schon gar keinen wissenschaftlichen!

Den Engeln ist es egal, ob wir an SIE glauben!

So ist es den Engeln oder Gott im Grunde völlig egal, wie wir SIE uns vorstellen, wo wir SIE wahrnehmen und ob wir überhaupt von IHRER Existenz überzeugt sind. SIE wirken einfach und natürlich! Ob und wie wir Menschen IHRE Inspirationen, Visionen, Weisheiten oder Kräfte empfangen und in welcher Intensität, hängt gänzlich von unserem unendlichen Vertrauen in den eigenen Lebensplan ab, dem Wissen von unserer individuellen Lebensaufgabe und der tiefen Sehnsucht nach unserem höchsten Lebensziel.

Kontakt zu einem Engel – wie macht es das Märchen?

Wie aber ist es in den Märchen? In den gesammelten Märchen der Brüder Grimm werden Sie nicht allzu viele Schilderungen von Engeln finden, so wie wir SIE uns gerne vorstellen. Eines von wenigen allerdings ist das unbekannte Märchen vom Vogel Phönix, KHM 75, aus der Grimmschen Sammlung von 1812. Darin steigt ein Jüngling zu einem sehr hohen Engel-Wesen empor, das ihm letztendlich hilft, seine Lebensaufgabe und sein Ziel zu verwirklichen.

Dieser Engel jedoch frisst alle Menschen auf, die ihm entgegentreten. ER verzehrt sie, da kein menschlich physischer Körper eine Konfrontation mit einem derart gigantischen Wesen aushalten könnte. So gibt es immer wieder Schilderungen, dass die Ausstrahlung eines Engels so mächtig ist, dass sie z. B. die Licht-Intensität unzähliger Sonnen übersteigt. Engel treten laut Überlieferung häufig in der Funktion von göttlichen und überwältigenden Boten auf, weshalb SIE oftmals „Fürchte Dich nicht!“ sagen (tönen, summen, donnern, jubilieren, …).

In diesem Märchen jedoch hat der Jüngling eine geistige Helferin, die sowohl einen fast gefahrlosen Kontakt zu ihm, wie auch zum Vogel Phönix, ermöglichen kann. Auf diese Weise lässt diese Helferin den Jüngling an dem tiefen Wissen jenes vogelähnlichen Engel-Wesens Anteil haben. Welche Voraussetzungen allerdings der Jüngling dafür mitbringen muss, erfahren Sie in dem Märchen.

Wenn Sie nun immer noch glauben, dass Märchen harmlose Geschichten sind, die man bestenfalls Kindern oder vermeintlich „naiven“ Erwachsenen erzählt, dann sollten Sie sich unbedingt einmal das Berufsbild eines Märchenerzählers oder einer Märchenerzählerin etwas näher anschauen. Es lohnt sich!

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter

Intelligenz: Märchen fördern das lebendige Wissen

Märchen fördern die Intelligenz

Haben Sie sich schon einmal gefragt, was der Physiker Albert Einstein mit Märchen zu tun hat? Ja, Sie haben richtig gelesen, jener Albert Einstein, der auch heute noch als Inbegriff des ungewöhnlichen und humorvollen Forschers und Genies gilt. Er nutzte seine große Bekanntheit auch fernab der naturwissenschaftlichen Fachwelt bei seinem unermüdlichen Einsatz für mehr Völkerverständigung und Frieden.

Nun, als Genie wird man ja ganz gerne mit einer besonders ausgeprägten Intelligenz in Verbindung gebracht, wenngleich der Begriff Intelligenz doch recht unterschiedlich interpretiert wird.

Wie entsteht Intelligenz?

Ist Intelligenz nun das Wissen, das sich viele Menschen in Schule und Universität aneignen und – sofern es überhaupt im Leben noch gebraucht wird – für anstehende Prüfungen oder Abschlüsse gebetsmühlenartig nachplappern?

Oder geht es mehr um jene „Intelligenz der Gefühle“, die unabhängig von den meisten schulischen und universitären „Wissensfabriken“ vielmehr dem tatsächlichen Leben gerecht wird und ungewöhnliche Lösungen für so manche Alltagssituation bereithält?

Warum werden wirklich wichtige Dinge
wie z. B. Glück, Liebe, Erfolg und Gesundheit nicht vermittelt?

Nebenbei bemerkt – haben Sie sich schon einmal gefragt, warum heute so viel Wert auf jenes nachgeplapperte Wissen gelegt wird, als auf im Leben wirklich wichtige Dinge wie z. B. Glück, Liebe, Erfolg und Gesundheit?

Ist es Eitelkeit, Karriere, Besserwisserei oder einfach nur Dummheit? Oder sind Menschen, die alles nachplappern besser zu handhaben, als jene, die selbstständig und eigenverantwortlich, mit Herz und gesundem Menschenverstand ihr Leben ergreifen?

Aber lassen wir nochmals Albert Einstein zu Wort kommen, der für die damals hochrangigen Personen aus Politik und Wissenschaft immer ein unbequemer Zeitgenosse war:

„Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die menschliche Dummheit; aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“

Gibt es wirklich dumme Menschen?

Nein, bitte verstehen Sie mich nicht falsch, ein Mensch, der ein tiefes und lebendiges, dem Leben gerechtes Wissen besitzt, ist keinesfalls dumm, es sei denn, er plappert es aus rein eigennützigen und wirtschaftlichen Zwecken nach. Aber dann ist dieses Wissen auch nicht mehr lebendig.

Außerdem würde ich persönlich in Einsteins obigem Zitat „Dummheit“ mit „Ignoranz“ ersetzen, zumal ich nicht an angeborene Dummheit glaube, sondern viel mehr an gemachte Dummheit aufgrund fehlender oder vorenthaltener Bildung und Kultur, insbesondere in den Bereichen Glück (= kein Lottogewinn), Liebe (= nicht nur körperliche), Erfolg (= nicht nur finanzieller) und Gesundheit (= nicht nur Pharmaindustrie und Schulmedizin).

Albert Einstein und das Märchen

Aber lassen wir doch einmal das Märchen sprechen, zu dem Einstein ein weiteres Zitat auf Lager hatte:

„Wenn du intelligente Kinder willst, lies ihnen Märchen vor. Wenn du noch intelligentere Kinder willst, lies ihnen noch mehr Märchen vor.“

Ja, jedes echte Märchen zeigt dies besonders im Bild der drei Brüder aufs Neue. Märchenhelden oder Märchenheldinnen sind meist diejenigen, die von anderen ausgeschlossen und verlacht werden. Sie werden kurzerhand Dummling genannt. Jener Dummling aber fragt sich niemals, in welche Schwierigkeiten er denn während seines Lebens geraten könnte.

Der Dummling im Märchen ist nicht dumm,
sondern einfach und natürlich!

Er geht seinen Weg voller Vertrauen auf das Gelingen seines Vorhabens. Aber nicht mit einem Kopf voller Meinungen, Vorurteile und Wissen, sondern mit einem freudigem Gemüt, einer gehörigen Portion Offenheit und Mitgefühl für die Welt und mit der Bereitschaft, ungewöhnliche und lebensbejahende Lösungen zur Bewältigung all seiner Probleme zu finden. Und er kommt damit, wenn auch mit Hindernissen, immer ans Ziel, was man von seinen beiden älteren, meist höchst intelligenten aber eitlen und berechnenden Brüdern nicht sagen kann.

Märchen drücken in Seelenbildern Wahrheiten aus

Echte Märchen fließen somit einfach und unkompliziert in die Seele der ZuhörerInnen ein und wirken dort wie Balsam. Sie steigern die Konzentration, beruhigen das Gemüt und fördern sogar die (lebendige) Intelligenz. Besonders in einer stark verstandesgeprägten und Konkurrenz fördernden Zeit geben sie die Möglichkeit, auch mit dem Herzen dabei zu sein und die Kreativität, das Mitgefühl und die Offenheit nicht verkümmern zu lassen.

So sind gerade Märchenerzähler und Märchenerzählerinnen heute mehr denn je gefragt und sofern nicht jedes Dorf oder jede Stadt in einem Land nicht wenigstens 1 praktizierenden Märchenerzähler oder Märchenerzählerin hat, solange gibt es noch jede Menge zu tun, um dies aufzuholen.

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter

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Geschichten von der Einzigartigkeit jedes Menschen

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Ist das nicht ein unbeschreibliches Wunder, wie einzigartig alle Wesen auf dieser Welt doch sind? Noch deutlicher wird es beim Menschen, ob Kind oder Erwachsener. Keiner gleicht dem anderen – alle sind wir Individualitäten mit unterschiedlichen Stärken und Fähigkeiten. Doch viele Menschen leben heute ein Leben, das überhaupt nicht ihren Fähigkeiten und Neigungen entspricht und sie immer unglücklicher und kränker macht.

Geschichten, die das wahre Leben schreibt

Was haben wir nicht alles in der Schule gelernt, meist soviel, dass es zur Abschluss-Prüfung reichte. Aber wie wenig verwenden wir noch von all diesem Wissen im täglichen Leben? Warum wurden gerade jene lebenswichtigen Fächer des Lebens wie Glück, Liebe, Erfolg und Gesundheit in der Schule nicht gelehrt und folgende lebenswichtige Fragen vernachlässigt?

Wie finde ich meine individuellen Stärken heraus und lerne sie immer mehr zu entfalten und im Alltag umzusetzen?

Was benötige ich, um glücklich, geliebt, erfolgreich, und gesund zu leben?

So können Märchen, Geschichten und Meditative Texte helfen

Gott sei Dank gibt es ja die Märchen, die trotz aller Widrigkeiten immer gut ausgehen und uns gerade jene Tugenden auf bildhafte und spielerische Weise näher bringen, die wir für ein glückliches Leben benötigen. Oder Lehrgeschichten bzw. Weisheitsgeschichten, die auf humorvolle und besinnliche Art Lösungen für Probleme zeigen können.

Eine weitere, sehr tiefgehende Möglichkeit sind Meditative Texte, die helfen, die eigene innere Stimme immer besser wahrzunehmen oder innere Bilderreisen, die entspannen, auf ein erstrebenswertes Ziel lenken und innere Blockaden lösen.

Mehr über diese großartigen Möglichkeiten erfahren Sie hier!

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter
Schreibkurs für kreative - kreativ schreiben lernen