Das wundersame Sternentor – Eine Geschichte über das innere Kind

Das wundersame Sternentor - Eine Geschichte über das innere Kind.

Der Begriff “Innere Kind” kommt anscheinend aus der Psychologie der Siebzigerjahre. Jeder trage ein inneres Kind in sich, das Verletzungen erfahren habe. Extreme emotionale Reaktionen wie z. B. Wut, Ärger und Trotz seien Ausdruck des inneren Kindes. Sowohl Erbanlagen als auch Prägungen aus der Kindheit sollen das Wesen und Selbstwertgefühl eines später erwachsenen Menschen bestimmen. Neben dem Bedürfnis nach Bindung, Autonomie und Kontrolle sehnt sich das innere Kind auch nach Lustbefriedigung, Unlustvermeidung und Anerkennung. So soll sich das innere Kind in ungesundem Verhalten und emotionalen Mustern ausdrücken. Um es zu heilen, sollen diese erkannt und aufgelöst werden.

Das innere Kind ist viel mehr, als die Psychologie glauben macht

Soweit in Kürze das Konzept der Psychologie jener Zeit. Doch wird man dem inneren Kind wirklich gerecht, wenn man es auf emotionale Reaktionen und Verletzungen reduziert, die geheilt werden müssen? Ist das innere Kind nicht wesentlich mehr oder womöglich etwas ganz anderes, als das, was die Psychologie dazu meint? Gewiss ist es wichtig Verhaltensmuster oder Verletzungen, die aus der Vergangenheit stammen, zu erkennen und zu verwandeln. Leider bleibt man dabei zu oft bei der berühmten “WARUM” Frage hängen und die womöglich viel entscheidendere Frage “WOZU” war oder ist das alles gut bleibt im Hintergrund. “Warum” heißt ja immer, dass man sich hauptsächlich der Vergangenheit zuwendet und Ursachen, Negatives bzw. Schuldige sucht. Ob dies der Heilung wirklich zuträglich ist oder unter Umständen sogar noch weitaus mehr “Altes” hervorbringt, das zusätzlich bewältigt werden muss, wäre eine andere Frage.

Nicht das “Warum?”, sondern das “Wozu?” bringt uns weiter

Die “WOZU”-Frage bringt uns dem Wesen des inneren Kindes schon etwas näher, denn wer in allem, was ihm auf seinem Lebensweg begegnet, einen höheren Sinn und größeren Zusammenhang sieht, der wird nicht an alten Verletzungen, Verhaltensmustern und Schuldzuweisungen hängen bleiben, sondern sich immer wieder von Neuem aufmachen, um seine individuelle Lebensaufgabe und sein höchstes Ziel in den Mittelpunkt zu stellen und Schritt für Schritt zu verwirklichen. Auch in den (Volks-)Märchen ziehen fast immer die Kinder oder kindlichen bzw. jugendlichen Kräfte voller Urvertrauen, Mitgefühl und Tatkraft in die Welt. Ja sogar die Dummlinge, die von Hause aus die schlechtesten Voraussetzungen haben, erreichen am Ende mit Bravour ihr Ziel und werden König, wohingegen die beiden älteren, gescheiteren Brüder an ihrem Hochmut und ihrer Selbstsucht scheitern.

Das wahre innere Kind wieder entdecken

Vielleicht haben ja wir Erwachsenen es versäumt, das wahre Wesen des inneren Kindes in uns zu bewahren, weil wir unseren Urimpulsen nicht treu geblieben sind oder unseren Fähigkeiten, Stärken ja vielleicht sogar unserer Bestimmung nicht getraut haben. Selbst wenn die Kindheit für so manche Menschen äußerlich nicht die schönste war, so bleibt uns das innere Kind immer erhalten, selbst dann, wenn wir glauben, es vergessen oder niemals gehabt zu haben.

Der Märchen-Podcast

Hören Sie nun in der nachfolgenden Podcast-Geschichte “Das wundersame Sternentor”, wie gerade die kindlichen Kräfte unser Leben immer wieder von Neuem befruchten und uns über die kleinen und großen Wunder tagtäglich zum Staunen bringen:

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© 2021 “Das wundersame Sternentor”: Karlheinz Schudt und Märchenhaft leben e.V.
© 2021 Kleine Betrachtung, Musik und gesprochen von Karlheinz Schudt, Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter

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