Märchen Kindergarten – Brauchen Kinder überhaupt Märchen?

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Der Märchen Kindergarten – Brauchen Kinder Märchen?

Im Zeitalter von Radio, Fernsehen, Kino, Computer und Internet stellt sich doch die Frage, ob die Form des freien Erzählens von Märchen und Geschichten vor Kindern noch angebracht ist. Ist es nicht einfacher, die Kinder vor den Fernseher zu setzen, um sie dort meist höchst dramatische und nicht selten überzogene Bilder und Gefühle erleben zu lassen, bei denen ihre eigene Vorstellung und individuelle Empfindung für die Dauer des Films in den Hintergrund gestellt werden?

Sicherlich wäre es nicht ratsam, diese technische Entwicklung zu verleugnen oder gar zu bekämpfen, gehört sie offenbar zu einem menschlichen Entfaltungs-Prozess dazu, der durchaus auch seine positiven Seiten beinhaltet. Dies zeigt u. a. das starke Interesse an der „Bild- und Stimmungs-Sehnsucht“ der Kinder und Erwachsenen, die im Grunde ein tiefes Bedürfnis nach inneren Bildern und Empfindungen sichtbar macht.

Freies Erzählen von Märchen und Geschichten im Kindergarten

Wer aber einmal bei einer Märchen-Veranstaltung z. B. im Kindergarten frei erzählte Märchen von unterschiedlichen MärchenerzählerInnen erlebt und dabei sich selbst und auch die Kinder beobachtet hat, der kann sehr schnell feststellen, dass die aktive Art des Märchen Hörens ganz anders auf die menschliche Seele wirkt, als z. B. „Bilder und Stimmungen aus der (Steck-)Dose“.

Das innerlich aktive Hören und ganz besonders das ruhige, individuelle und lebendige FREIE Erzählen von Märchen mit direktem Blickkontakt zu den Kindern bewirkt, dass sich das Gemüt der Kinder auf eine sanfte und friedliche Weise beruhigt. Die Konzentration wird auf spielerische Weise gestärkt, die Kreativität ganz natürlich angeregt und neue Ideen können „empfangen“ werden, da sich die Kinder ihre eigenen inneren Bilder und Stimmungen machen, ohne dabei durch manipulative und wirkungspsychologische Darstellungen von häufig einseitigen Film- und Fernsehbildern abgelenkt zu werden.

Märchen mit Happy End im Kindergarten

Leider gibt es heute noch Menschen, die der Meinung sind, dass Märchen grausam sind und aus der „mittelalterlichen Folterkammer“ stammen. Doch Märchen schildern nichts Historisches und wurden ursprünglich auch nicht erzählt, um Kindern angst zu machen, sondern im Gegenteil, um ihnen in Gleichnissen und Seelenbildern zu zeigen, dass jeder Mensch mit Urvertrauen und Mitgefühl, selbst durch die schwierigsten Lebens-Situationen hindurch, zu seinem Ziel gelangen kann, dass „äußeres“ Glück nur durch „inneres“ Glück entstehen und bestehen kann, und dass selbst jedes „Unglück“ den Keim zu einer glücklichen Wendung in sich trägt.

Das typische Märchenalter beginnt ja mit ca. 4 Jahren, also im Kindergarten. Selbstverständlich gibt es auch Kinder, die durchaus schon mit 3 Jahren höchst interessiert zuhören können, wohingegen andere wiederum erst einige Jahre später für Märchen zu begeistern sind. Auch wenn sich bestimmte Entwicklungs-Zyklen im menschlichen Leben ablesen lassen, so ist das individuelle Kind (und auch der Erwachsene) keine „Schraube“, die nach einer DIN Norm festgelegt werden kann. Dieses Prinzip der Gleichmacherei hat im technischen am Beispiel der Schraube durchaus seinen Vorteil, für das Kind jedoch birgt es die größte Gefahr, da so die eigene Persönlichkeit massiv in den Hintergrund gestellt wird und individuelle Fähigkeiten und Neigungen kaum zum Tragen kommen geschweige denn angemessen gefördert werden können.

So können Sie Märchen im Kindergarten erzählen

Im Alltag sind wir unzähligen Herausforderungen ausgesetzt, die ganz schön an unseren Kräften zehren. Kinder machen da übrigens keine Ausnahme, schaut man einmal auf den gut durchstrukturierten Tagesplan eines heutigen Kindes, bei dem der Punkt „Spielen“ (und damit ist Smartphone und Co. NICHT gemeint) nur noch selten zu finden ist.

Manchmal reicht einfach eine kurze Zeit, um nach Innen zu gehen und zu entspannen. Wie gut, dass es da die Märchen und Geschichten gibt, die zur Ruhe führen und gleichzeitig beim Hören ohne viele Erklärungen tiefe Lebens-Weisheiten vermitteln. Dieses Hören von Märchen und Geschichten ohne überzogene Dramatik stärkt und nährt wohltuend die menschliche Seele, da die eigene innere Bilderwelt noch im Vordergrund steht, sowohl im Kindergarten, in der Schule und auch später noch in der Berufswelt.

Sollten Sie als Erzieherin oder Erzieher im Kindergarten, als Lehrerin oder Lehrer in der Schule oder sonst in einem pädagogischen Umfeld tätig sein, dann erzählen Sie doch die Märchen und Geschichten frei, mit direktem Blickkontakt zu den Kindern. Es ist viel einfacher als man gemeinhin denkt, vor allem aber weitaus beglückender für alle Beteiligten. Fordern Sie gleich anschließend und kostenlos die 7 Märchentipps zum freien Erzählen von Märchen und Geschichten an.

Ich wünsche Ihnen und Ihrem Publikum dabei viel Freude und tiefe Erfüllung.

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter
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Geschichten von der Einzigartigkeit jedes Menschen

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Ist das nicht ein unbeschreibliches Wunder, wie einzigartig alle Wesen auf dieser Welt doch sind? Noch deutlicher wird es beim Menschen, ob Kind oder Erwachsener. Keiner gleicht dem anderen – alle sind wir Individualitäten mit unterschiedlichen Stärken und Fähigkeiten. Doch viele Menschen leben heute ein Leben, das überhaupt nicht ihren Fähigkeiten und Neigungen entspricht und sie immer unglücklicher und kränker macht.

Geschichten, die das wahre Leben schreibt

Was haben wir nicht alles in der Schule gelernt, meist soviel, dass es zur Abschluss-Prüfung reichte. Aber wie wenig verwenden wir noch von all diesem Wissen im täglichen Leben? Warum wurden gerade jene lebenswichtigen Fächer des Lebens wie Glück, Liebe, Erfolg und Gesundheit in der Schule nicht gelehrt und folgende lebenswichtige Fragen vernachlässigt?

Wie finde ich meine individuellen Stärken heraus und lerne sie immer mehr zu entfalten und im Alltag umzusetzen?

Was benötige ich, um glücklich, geliebt, erfolgreich, und gesund zu leben?

So können Märchen, Geschichten und Meditative Texte helfen

Gott sei Dank gibt es ja die Märchen, die trotz aller Widrigkeiten immer gut ausgehen und uns gerade jene Tugenden auf bildhafte und spielerische Weise näher bringen, die wir für ein glückliches Leben benötigen. Oder Lehrgeschichten bzw. Weisheitsgeschichten, die auf humorvolle und besinnliche Art Lösungen für Probleme zeigen können.

Eine weitere, sehr tiefgehende Möglichkeit sind Meditative Texte, die helfen, die eigene innere Stimme immer besser wahrzunehmen oder innere Bilderreisen, die entspannen, auf ein erstrebenswertes Ziel lenken und innere Blockaden lösen.

Mehr über diese großartigen Möglichkeiten erfahren Sie hier!

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter
Schreibkurs für kreative - kreativ schreiben lernen

Mitten im Urwald …

Mitten im Urwald gab es eine Schule für Tiere. Um dort aufgenommen zu werden, mussten sich die Tiere einer Eignungsprüfung unterziehen. Der Prüfer war ein Mensch. So stand nun ein Elefant, ein Flusspferd, eine Antilope und ein Affe vor einem hohen Baum. Der Mensch stellte sich ganz feierlich vor die Tiere hin und begann nun die erste Prüfungs-Aufgabe mit ernster Mine zu verkünden: “Im Zuge der Gleichstellung aller Tiere bitte ich Sie nun, alle auf diesen Baum zu klettern.”

Nach einer Lehrgeschichte

Keine Benotung im Urwald – und auch sonstwo!

Ob Sie nun schmunzeln oder weinen möchten, diese Urwald Geschichte verdeutlicht die verrückte Situtation, in der wir Menschen mit unserem seltsamen Benotungs-Wahn uns befinden. Kein noch so ausgeklügeltes Benotungs-System kann tatsächlich etwas über den Wert eines Menschen und seine speziellen Fähigkeiten aussagen.

Ich kann mich noch gut an meine Schulzeit erinnern. Wie oft hat ein guter Schüler in der Prüfung seinen Notendurchschnitt verschlechtert. In den meisten Fällen lag das nicht an seinem Können, sondern am Prüfungsdruck und der Angst, zu versagen.

Die begrenzte Tauglichkeit von Zensuren zur Feststellung von Lernfortschritten ist heute in der pädagogischen Diskussion unumstritten. Ein gleicher Bewertungs-Maßstab für alle Schüler ist nicht möglich, wenn man den unterschiedlichen Lern- und Entwicklungs-Rhythmus des einzelnen berücksichtigt.

Es wäre nun wirklich an der Zeit, dass sich unsere Lehrpläne an der Individualität, den Stärken und Talenten eines Menschen orientieren und nicht an einer Gleichmacherei. Letztere mag wohl gesellschaftsfähig sein, aber auf Dauer kaum wirklich lebensfähig.

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter
Schreibkurs für kreative - kreativ schreiben lernen