Eine Frau hatte vor einiger Zeit während einer Einkehr eine bemerkenswerte Vision, von der sie einen kleinen Teil folgendermaßen beschrieb: “Überall spürte ich vollkommene Ruhe, Frieden und Freude und noch merkwürdiger als alles andere war, dass ich das Gefühl einer ruhigen, alles durchdringenden, unendlich weisheitsvollen Gegenwart empfand. Ich ging auf einer großen Straße, der Straße nach oben, die die Menschheit mit blutenden Fußsohlen, aber ewiger Hoffnung im Herzen und Liedern über Liebe und Vertrauen auf den Lippen gegangen war. Ich fühlte mich geborgen und geliebt.”
Gibt es ein Ende? Gibt es einen Anfang?
Nun geht die Menschheit ja immer noch auf dieser Straße nach oben, mit blutenden Fußsohlen und zuweilen wenig Hoffnung. Das liegt wohl auch daran, dass ihr Blick viel zu sehr auf den blutenden Fußsohlen haftet, als auf dem, was am Ende der Straße wohl vorzufinden ist. Doch gibt es wirklich ein Ende? Muss auf dem Weg der Erkenntnis zunächst nicht alles durch die Dunkelheit gehen, um wieder Licht zu werden und dann erneut aus der Dunkelheit hervor zu brechen?
Auch in den Volksmärchen werden immer die Herausforderungen oder Prüfungen gezeigt, welche die Märchen-Protagonisten zu meistern haben. Schließlich kann es keine Entwicklung geben, wenn die Herausforderungen fehlen. Durch was sollten wir uns letztendlich überhaupt entwickeln können, wenn es nicht die Krisen sind, die uns im persönlichen, aber auch im gesellschaftlichen und politischen Leben heimsuchen? An dem, was wir schon können oder erreicht haben, werden wir kaum oder gar nicht mehr wachsen.
Der Verstand ist für ungewöhnliche Lösungen nicht brauchbar
Wäre es nicht an der Zeit, Lösungen für solche Krisen nicht ausschließlich unserem Verstand zu überlassen, der letztendlich doch nur Altes aus der Vergangenheit hervorbringen kann, noch mehr Uneinigkeit, Feindbilder und Besserwisserei sät und am Ende gänzlich unfähig ist, sich auf Neues, Ungewöhnliches einzulassen?
Gewiss erfordert es Mut und Offenheit, sich dem Allerinnersten, der inneren Stimme oder Gott anzuvertrauen (Oder wie immer man sonst diesen metaphysischen Zustand bezeichnen mag), der uns am Ende weitaus tiefer oder höher blicken lässt, als wir je ahnen können. Diese Offenbarungen lassen uns nicht nur hoffen, sondern schenken uns Gewissheit, dass nicht das Ende die glückselige Erfüllung bedeutet, sondern der nie endende Weg dorthin: “Aus der Dunkelheit ins Licht und wieder zurück“.
Hören Sie nun die Geschichte eines Mannes, der plötzlich vom Licht überrascht wird und zunächst alles andere empfindet, als Glückseligkeit:
Der märchenhafte Podcast
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© 2010 “Aus der Dunkelheit ins Licht”: Karlheinz Schudt und Märchenhaft leben e.V.
Mit märchenhaften Grüßen
Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Coach


