Inspiration durch sprechende Tauben

Inspiration durch sprechende Tauben

Nicht selten findet man sprechende Tauben in der Märchen Sammlung der Brüder Grimm. Mit „Aschenputtel“, „Die drei Sprachen„, „Die Alte im Wald“ oder „Die weiße Taube“ sollen hier nur einige genannt werden. Ebenso in biblischen Darstellungen wird die weiße Taube symbolisch als Überbringerin himmlischer Botschaften dargestellt. Immer spielen diese Vögel eine bedeutende Rolle, die meist mit einer ungewöhnlichen, übersinnlichen Botschaft oder Nachricht an den oder die MärchenheldIn in Verbindung gebracht wird.

Inspiration durch sprechende Tauben

Es liegt doch nahe, dass es sich bei einer sprechenden Taube wohl nicht um ein reelles Tier handelt, obwohl die besondere Fähigkeit eines solchen Tieres nicht unerheblich ist. So wurde diese früher genutzt, um Botschaften über eine lange Distanz von einem zum anderen Ort zu übermitteln. Noch heute kennen wir den Begriff „Brieftaube“. Die Taube kann also über große Entfernungen hinweg ihr Bestimmungs-Ziel erreichen und  an ihren Ursprungs-Ort wieder zurück finden.

Wenn im Märchen nun ein solches weibliches Wesen geschildert wird, das sich in den Lüften bewegt (im Himmel), spricht (zum Herzen des Menschen) und darüberhinaus auch noch weiß ist (rein, ursprünglich), dann können wir ziemlich sicher sein, dass es sich hier um eine Art himmlische Inspiration handelt, die JEDEM Menschen zuteil werden kann, sofern er sich dafür öffnet. Und dies ist völlig unabhängig von jeglicher Religion, Konfession oder Glaubensrichtung.

Pfingsten und die weiße Taube

Auch mit dem christlichen Fest Pfingsten wird die Taube in Verbindung gebracht, das erstmals im Jahre 130 erwähnt wurde und die Entstehung des „Heiligen Geistes“ zum Inhalt hat. Wen oder was nun jener geheimnisvolle Heilige Geist letztendlich symbolisieren soll, ist trotz vielerlei theologischer Erklärungen nicht einleuchtend. So liegt in der christlichen Dreieinigkeit „Vater, Sohn und Heilige Geist“ die Vermutung nahe, dass es sich beim „Heiligen Geist“ um das mütterliche oder weibliche „Prinzip“ handelt und in der menschlichen Urbeziehung „Vater, Kind UND Mutter“ seine Wurzeln findet.

Warum nun das Weibliche bei jenen „Herren“ so ungern genannt oder verschwiegen wird, mag wohl daran liegen, dass gerade große Teile der kirchlichen Führung (aber auch anderer Religionen) in Bezug auf ihre geschichtliche Vergangenheit und Gegenwart schon immer eine sehr zweifelhafte und gespaltene Beziehung zu allem „Weiblichen“ hatten.

Inspiration aus dem Inneren in der ErzählerIn-Ausbildung

In der Geschichten- und MärchenerzählerIn-Ausbildung entdecken die TeilnehmerInnen in einfachen Betrachtungen solcher und ähnlicher Märchenbilder, wie erfüllend es sein kann, nicht gleich irgendwelche Aussagen oder Interpretationen von vermeintlichen Koryphäen über solche Bilder bzw. Symbole zu übernehmen. Viel wichtiger ist es, im eigenen INNEREN und ganz INDIVIDUELL diese seelisch-spirituellen Bilder zu entdecken und zu ERLEBEN, so dass sich das Geheimnis jener Botschaften einfach, natürlich und ganz von alleine offenbaren kann.

Denn diese ErzählerIn-Ausbildung …

… ist NICHT, einen anderen Menschen aus Ihnen zu machen, SONDERN den Menschen mit all seinen Fähigkeiten und Chancen in sich zu entdecken, der Sie von Kindheit an schon waren, sind und sein werden.

… ist NICHT, künstliche Übungen zu praktizieren oder Lehrmeinungen zu übernehmen, SONDERN Ihnen zu zeigen, wie Sie alle Möglichkeiten aus sich selbst heraus schöpfen können, die Ihrem Naturell gemäß wahrhaftig die besten Werkzeuge auf dem Weg zum/r Erzähler/in sind.

… ist NICHT, jemanden anderen zu kopieren, abzulehnen oder „anzuhimmeln“, SONDERN Ihren eigenen Qualitäten und Stärken zu vertrauen, diese immer bewusster zu erkennen und sie mit Freude ganz praktisch umzusetzen.

… ist NICHT, mit Willen den Erfolg herbei zu zwingen, SONDERN mit Freude und Begeisterung das eigene Leben zu bejahen, Herausforderungen zu meistern und mit Humor, Gelassenheit und Güte den eigenen Weg zu gehen.

… ist NICHT, Märchen und Geschichten auswendig zu lernen, SONDERN Sie in Ruhe zu betrachten und zu verinnerlichen, um sie so mit der eigenen poetischen Sprache anderen Menschen von Herzen und natürlich frei zu erzählen.

… ist NICHT, (Volks-)Märchen als Lügengeschichten zu betrachten, SONDERN ihre Geheimnisse mit dem Herzen zu entdecken und staunen, welche pädagogischen, therapeutischen und seelisch-spirituellen Hilfen sie beinhalten.

… ist NICHT, Sie unter Druck zu setzen, SONDERN Sie in unseren Seminaren sanft und liebevoll erleben zu lassen, wie Sie hobbymäßig, neben- oder hauptberuflich als MärchenerzählerIn aktiv sein und wie wir Sie auf diesem Weg individuell fördern können.

Mehr über diese Ausbildung finden Sie auch in der Berufsbeschreibung, die Sie sich hier als PDF-Datei downloaden können:

>>> Hier gehts zum Download <<<

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter

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