Liebe – die ganze Welt dreht sich darum!

Liebe

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Es gibt sicherlich nicht einen Begriff in unserer Gesellschaft, der so belastet ist, wie das Wort Liebe. Kein Wunder, alle Menschen sehnen sich danach und keiner weiß im Grunde so richtig, nach was er oder sie sich sehnt.

Ist es nun jenes karitative, süßliche Gefühl, das so manche(r) missionsbeauftragte Mitbürger oder Mitbürgerin seinen „Glaubensschäfchen“ vermitteln möchte, um dadurch ewiges Seelenheil zu erlangen?

Vielleicht ist es gar der sentimentale und heroische Zustand, den uns so unzählige „Hollywood“-Filme (oder deren europäische Kopien) vermitteln und die uns zuweilen so manches Tränchen aus den Augen rollen lassen?

Kann es sein, dass sich Liebe in einer besitzergreifenden Zweisamkeit erschöpft nach dem Motto „Ich bin dein und du bist mein“?

Oder ist es schließlich die so viel gepriesene sexuelle Freiheit, mit der doch eine ganze Menge Menschen die Suche nach der Liebe begonnen und vor lauter „Freiheit“ vergessen haben, weswegen sie sich eigentlich auf die Suche begaben?

Was also ist nun jener Gefühlszustand, Gedanke oder Seins-Zustand Liebe?

Es geht nur um die Liebe

Fragen über Fragen, aber schauen Sie sich doch einfach einmal in Ihrem Umfeld um und beobachten Sie einmal, wo Ihnen das Wort Liebe begegnet. Achten Sie besonders einmal auf den Rummel, den die Menschen um diesen Zustand Liebe vollführen (besonders gut in der Vor- und Weihnachtszeit zu beobachten). Im Grunde dreht sich in der ganzen Welt alles nur darum. Selbst der Hass ist eine ins Gegenteil umgekehrte Liebesenergie.

Nahezu jeder Mensch versucht nun mit allen Mitteln diesen Zustand zu bestimmen, einzuordnen und zu kategorisieren. Vergeblich – eine solche Kraft lässt ich nicht zwingen, ein- bzw. verkaufen oder gar vermoralisieren – SIE IST EINFACH!

Und vor diesem, wie auch allen anderen unberechenbaren, wissenschaftlich nicht festzulegenden Zuständen haben die Menschen eben Angst. So ist es nicht verwunderlich, dass die meisten Bekundungen zur Liebe eher überlaute Hilfeschreie aus Angst vor dem „Selbst-nicht-geliebt-zu-werden“ sind, als tatsächliche Offenbarungen!

Was Märchen mit Liebe zu tun haben

Die echten Märchen sind da viel direkter und unkomplizierter! Sie schildern keine heftigen und überzogenen Gefühlswallungen des Märchenhelden, sie schildern auch sonst nicht sehr viel von seiner Gedankenwelt.

Was sie uns aber zeigen ist, dass jede(r) Märchenheld(in) mit einer gewaltigen Portion Urvertrauen in die Welt geht, sein/ihr Leben voller Kraft und Zuversicht in die Hand nimmt und Probleme meistert, da er/sie seinen/ihren Blick nur noch auf das Ziel richtet:

die Verbindung mit der zweiten Hälfte, seiner (ihres) inneren Braut (Bräutigams), die Verbindung der Gegensätze, das Auflösen und Vereinigen der Widersprüche, Polaritäten und schließlich das Eintauchen in jene universelle Kraft, die die Religionen gemeinhin als „göttlich“ bezeichnen und deren Wirken durch die Kraft der Liebe am Besten erfasst werden kann.

Vielleicht können uns auch hier die echten Märchen und weisheitsvollen Geschichten helfen, den Begriff Liebe unter weitaus mehr Blickwinkeln zu betrachten (und vor allen Dingen zu erleben), als wir dies bisher geahnt oder getan haben.

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter
Frei erzählen lernen von Geschichten und Märchen

Wie das Christkind wieder den Weihnachtsmann ablöste!

geburtAls Märchenerzähler ist man ja besonders in der Vorweihnachtszeit viel unterwegs, zumal gerade da die Märchen sehr gerne gehört werden. Wie erstaunt bin ich da immer wieder, wie viele erwachsene Menschen vom Weihnachtsmann sprechen, das Christkind aber kaum erwähnen.

Diese bereits aus dem 19. Jhdt. stammende Figur des Weihnachtsmanns soll angeblich eine Mischung aus dem Schutzpatron der Kinder, dem Myraer „Bischof Nikolaus“ und dem strafenden „Knecht Ruprecht“ sein.

Was der Weihnachtsmann mit Coca Cola zu tun hat

Die Coca-Cola Company nutzte ab 1931 alljährlich zur Weihnachtszeit diese Figur für eigene verkaufsträchtige Werbekampagnen. Ob sie damit entscheidend zur weltweiten Verbreitung des „Weihnachtsmanns“ beitrug, ist zwar umstritten, es kann aber auch nicht verleugnet werden, dass sie so mitgeholfen hat, das eigentlich Wesentliche des Weihnachtsgeschehens zu verschleiern.

Nicht der Weihnachtsmann ist der Mittelpunkt

Denn schließlich geht es ja um die Geburt des Christus-Impulses, deren Übermittler der „kleine“ Jesus war und dessen Hauptbotschaft die LIEBE zu den Mitmenschen, zu den Tieren, der ganzen Natur, zu den himmlischen Wesen und last but not least zu SICH SELBST war und ist.

Inwieweit diese Botschaft dann über die 2000 Jahre im Christentum verwirklicht wurde und heute noch wird, ist wohl eine sehr lange und nicht immer rühmliche Geschichte und kann im Rahmen dieses Beitrages leider nicht behandelt werden.

Das ist aber auch nicht so wichtig, denn das eigentliche Weihnachtsgeschehen war kein konfessioneller Akt und auch im späteren Wirken von Jesus ist nicht bekannt, dass er jemals eine „spirituelle Institution“ gegründet hatte.

Ihr werdet noch größere Wunder vollbringen als ich

„Und ihr werdet noch größere Wunder vollbringen als ich!“ war ein Satz, den er einmal gesagt haben soll, und er lässt vermuten, dass nicht Jesus der „Erlöser der Welt“ ist, sondern dass JEDER Mensch selbst die Fähigkeiten und Möglichkeiten in sich trägt, dies auf seine individuelle Art und Weise innerhalb der Menschen-Gemeinschaft zu tun.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen eine erfüllende und fröhliche Weihnachtszeit und möchten Ihnen mit folgenden drei Videos einen Jahres-Rückblick des Märchen- und Lichtimpuls eröffnen, der Sie erleben lässt, wie wichtig es in Zunkunft sein wird, immer mehr auf die innere Stimme zu hören und die eigene Lebens-Vision mit Freude und Begeisterung zu verwirklichen.

Um die Videos anschauen zu können, klicken Sie bitte hier:
http://www.maerchen-zentrum.de/jahresmotto

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter
Schreibkurs für kreative - kreativ schreiben lernen