Fundevogel. Ein Märchen. Oder gemeinsam sind wir stark!

Fundevogel

„Es war einmal ein Förster, der ging in den Wald auf die Jagd, und wie er in den Wald kam, hörte er schreien, als ob’s ein kleines Kind wäre. Er ging dem Schreien nach und kam endlich zu einem hohen Baum, und oben darauf saß ein kleines Kind.“ …

Das ganze Märchen vom Fundevogel (KHM 51) aus der Sammlung
der Brüder Grimm von 1857 finden Sie mit einem Klick >>> H I E R <<<.

Wie immer verblüffen uns die wundersamen Geschehnisse in den Märchen, denen unser Verstand keinen Glauben schenken kann. Wie soll er auch, denn es liegt nicht in seinem Aufgabenbereich. Er ist mehr für das Erinnern, Strukturieren und Organisieren zuständig, aber nicht um intuitive Lösungen im Leben zu finden.

Vom Flüchten und Verdrängen,
von Chancen und Möglichkeiten!

Auch dieses Märchen zeigt uns keine historischen Figuren, sondern schildert sinnbildlich seelisch-spirituelle Prozesse, die sich in uns abspielen und die auf verdrängte oder ungelöste Geschehnisse, aber auch großartige Fähigkeiten und Möglichkeiten in unserem Inneren hinweisen.

Wenn ein Mensch seine Probleme nicht lösen kann oder will, dann flüchtet er vor ihnen oder verdrängt sie, was am Ende auf dasselbe hinausläuft. Doch flüchten oder verdrängen bedeutet, dass die Schwierigkeiten keinesfalls behoben sind und meist in kurzer Zeit wieder auftauchen werden, womöglich sogar noch massiver.

Fundevogel – Nur gemeinsam sind wir stark!

Und so finden wir unter anderem in diesem Märchen vom Fundevogel ein schönes Sinnbild, das uns zeigt, zu welchen Lösungsmöglichkeiten Verstand und Intuition gemeinsam imstande wären, wenn sie sich vereinen könnten.

Diese Verbundenheit wird in dem Sprüchlein „Verlässt Du mich nicht, so verlass ich Dich auch nicht“. „Nun und nimmermehr“, immer wieder von Neuem bekräftigt. Jener Spruch aber ist mehr als eine routinemäßige Bekundung zwischen „Tür und Angel“. Es ist ein lebenslanges Versprechen, eine tiefe Bejahung der eigenen Fähigkeiten, Möglichkeiten und Einzigartigkeit und selbstverständlich die des anderen.

Dies kann aber nur von Erfolg gekrönt sein, wenn sich beide in Liebe vereinen. Nur so können sich ihre Kräfte ergänzen und entfalten. Denn wer sich der Liebe hingegeben hat, der kämpft nicht gegen einen vermeintlichen Feind, sondern für sein höchstes Lebensziel. Er richtet sein Augenmerk auf das, was es wahrhaftig gilt zu bewahren, zu erneuern und zu verwirklichen auf dem Weg zum Glück: die Liebe und Weisheit.

Was das Märchen vom Fundevogel noch alles an tiefen Weisheiten offenbaren kann und wie dies ganz praktisch für einen erfüllteren und glücklicheren Alltag angewandt werden kann, erfahren Sie in Kürze in dem im Verlag Märchenhaft leben erscheinenden Betrachtungs-Büchlein mit Meditations-CD zur Selbstbetrachtung.

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter

Frei erzählen lernen von Geschichten und Märchen

Pilgern nach Innen – Eine märchenhafte Pilgerreise

Pilgern zum eigenen Herzen

Es heißt „Der Weg ist das Ziel“ und meint vermutlich, dass das Gute oder das Glück viel näher ist, als man gemeinhin glaubt und zwar so nahe, dass man es im eigenen Herzen findet.

Und doch ist es immer wieder erfüllend, sich auch äußerlich auf den Weg zu begeben, um die Wunder der Natur und des Lebens zu bestaunen, selbst wenn man am Ende entdeckt, dass nicht in der Ferne, sondern dort, wo das eigene Herz schlägt, das Glück zu finden und man nur dort wahrhaftig zuhause ist. Gerade jene, die den Pilgerweg des Lebens auch gerne im Äußeren vollziehen, erleben in den Bäumen ein großartiges Wunder, das die Natur hervorgebracht hat.

Besonders in den Märchen spielt der Wald mit seinen wundersamen Bäumen immer wieder eine große Rolle. Der Wald ist Schutz und Lebensgrundlage vieler Märchenfiguren, aber auch geheimnisvoll, unheimlich, dunkel und unüberschaubar.

Was ein Pilger dort so alles erleben kann, lesen Sie in folgender Weisheitsgeschichte:

Als der Mensch die Bäume verstand
© 2012 Karlheinz Schudt und Troubadour Verlag Vlotho

Ein Wanderer ging eines Tages durch einen großen Wald. Majestätisch und hochgewachsen standen die Bäume auf beiden Seiten des Weges. Ihre Blätter rauschten sanft in den Gipfeln und diese wiegten sich im milden Abendwind behutsam hin und her. Unzählige Strahlen der rötlich-goldenen Abendsonne blitzten aufgeregt zwischen den Ästen und Blättern hindurch und tanzten verspielt auf dem Waldboden.

Ein wundersames, kaum hörbares Tönen erfüllte plötzlich die Luft und die Bäume sprachen untereinander: „Seht, ein Mensch! Ist er nicht klein und zierlich? Keiner von ihnen hat jemals die Größe und Stattlichkeit eines Baumes erreicht. Niemand ihrer Sippe ist so stark wie wir und doch ist er zu etwas fähig, was keiner unserer Brüder und Schwestern jemals vollbringen mag: Er geht seinen Weg!“

Dieses Gespräch unter Bäumen wäre eigentlich für ein menschliches Ohr unhörbar gewesen, aber der Wanderer war schon lange Zeit einsam und alleine auf seinem Pilgerweg und hatte gelernt, auf seine innere Stimme zu hören.

Und wer in tiefer Ruhe mit seiner inneren Stimme stets Zwiesprache hält, für den ist das Tor bereits weit geöffnet, um auch das Wesentliche und Wahre hinter den äußeren Dingen zu erkennen. So war es nicht verwunderlich, dass auch er in diesem Augenblick die Sprache der Bäume verstand. Und je länger er zuhörte, desto nachdenklicher wurde er und als das Tönen der Bäume langsam verstummte, da antwortete er …

Welche Erkenntnis der Pilger nun aus der Zwiesprache mit seiner inneren Stimme und den Bäumen zog und was er darauf antwortete, können Sie in obigem Video in vollständiger Länge hören und sehen.

Das vollständige E-Book „Als der Mensch die Bäume verstand“ mit dieser und weiteren neuen märchenhaften Weisheitsgeschichten von Karlheinz Schudt, erschienen im Troubadour-Verlag Vlotho, finden Sie hier: http://klickjetzt.de/baeume

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter
Schreibkurs für kreative - kreativ schreiben lernen

Das Glück ist ganz nahe ODER Der Weg ist das Ziel

Ziel„Der Weg ist das Ziel“ so sagt man jedenfalls und es meint vermutlich, dass das Glück viel näher ist, als man eigentlich glaubt. Es liegt sogar so nahe, dass man es im eigenen Herzen findet.

Der Weg ist das Ziel

Und doch ist es immer wieder erfüllend, sich auch äußerlich auf den Weg zu begeben, um die Wunder der Natur und des Lebens zu bestaunen, selbst wenn man am Ende entdeckt, dass nicht in der Ferne, sondern dort, wo das eigene Herz schlägt, das Glück zu finden und man nur dort wahrhaftig zuhause ist.

Gerade jene, die den Pilgerweg des Lebens auch gerne im äußeren vollziehen, erleben in den Bäumen ein großartiges Wunder, das die Natur hervorgebracht hat. Besonders in den Märchen spielt der Wald mit seinen wundersamen Bäumen immer wieder eine große Rolle.

Gerade ganz NEU erschienen ist nun das E-BOOK: „Als der Mensch die Bäume verstand“ mit NEUEN Weisheitsgeschichten und Märchen von Karlheinz Schudt für NUR 4,50 Euro. Versandkosten fallen beim E-Book-Versand KEINE an! Weitere Infos und Bestellmöglichkeiten finden Sie hier:

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© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter
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Frau Holle Märchen und Sagen

In welchem Märchen kommt dieses Motiv vor: „Ein Mädchen springt in einen Brunnen und wacht im „Himmel“ wieder auf!“

Haben Sie es erkannt?

Ja, es ist das von den Brüdern Grimm gesammelte Märchen der „Frau Holle“,das landläufig unter „Goldmarie und Pechmarie“ bekannt ist. Aber vielleicht wissen Sie bereits, dass es viele Märchen und Sagen von der Frau Holle gibt und jede dieser weisheitsvollen Geschichten übt eine besondere Faszination aus. Ob es sich nun um „die 3 Wünsche“, „Goldener“, „Die Blaue Blume von Tirol“ oder „Die Herrin vom Rosengarten“ handelt, sie alle und noch viele mehr beschreiben die „Große Mutter“ oder „Urmutter“, so wie sie auch gerne gerufen wird, als helfendes aber auch strafendes Wesen.

Frau Holle, der Hohe Meißner und der Frau Holle Teich

Frau Holle, Frau Hulda, auch Berchta, Frau Gode, Frau Herke oder Große Mutter genannt, ist als bedeutendste mythologische Gestalt oder wesenhafter Naturgeist in Sagen und Märchen überliefert. Sie wacht besonders über die häusliche Ordnung und Liebestreue. Bekannt ist sie vor allem aus dem Märchen der Brüder Grimm, aber auch durch die vielen Sagen, deren Heimat der Hohe Meißner ist, der „König der hessischen Berge“. Besonders vertraut ist dieser 740 m hohe Berg durch den Frau-Holle-Teich, der seine Wasser zu gleichen Teilen ostwärts zur Werra und nach Westen hin in die Fulda entsendet. Bei Münden treffen sie dann wieder in der Weser zusammen.

Über diesen mystischen Ort des Frau-Holle-Teichs
wissen die Brüder Grimm folgendes zu berichten
:

„Dieser Teich, an der Ecke einer Moorwiese gelegen, hat gegenwärtig nur vierzig bis fünfzig Fuß Durchmesser; und nicht selten sind auf ihr Pferde versunken. Von dieser Holle erzählt das Volk vielerlei, Gutes und Böses. Weiber, die zu ihr in den Brunnen steigen, macht sie gesund und fruchtbar, die neugeborenen Kinder stammen aus ihrem Brunnen, und sie trägt sie daraus hervor. Blumen, Obst, Kuchen, das sie unten im Teiche hat und was in ihrem unvergleichlichen Garten wächst, teilt sie denen aus, die ihr begegnen und zu gefallen wissen …

… Gern zieht sie die Kinder in ihren Teich, die guten macht sie zu Glückskindern, die bösen zu Wechselbälgen. Jährlich geht sie im Land um und verleiht den Äckern Fruchtbarkeit, aber auch erschreckt sie die Leute, wenn sie durch den Wald fährt, an der Spitze des wütenden Heers. Bald zeigt sie sich als eine schöne weiße Frau in oder auf der Mitte des Teiches, bald ist sie unsichtbar, und man hört bloß aus der Tiefe ein Glockengeläut und finsteres Rauschen.“

Vom historischen Schauplatz zu märchenhaften Seelenbilder

Doch wenden wir uns wieder diesem uns bekannten Motiv der Brüder Grimm zu. Ist es nicht seltsam, dass jemand in den Brunnen springt und im Himmel wieder erwacht, schließlich schüttelt das Mädchen die Betten aus und es schneit auf der Erde.

Dass es sich bei diesen sinnbildlichen Schilderungen, auch wenn sie sich an historischen Orten abspielen oder abspielen sollen, nicht um historische Prozesse sondern um Seelenbilder handelt, dürfte jedem Menschen einleuchten, der vorurteilsfrei, offen und von Herzen dieses Märchen betrachtet.

Im sogenannten realen Leben stehen wir nicht selten vor einer schier unlösbaren Aufgabe und nur das Urvertrauen und die Zuversicht auf das gute Ende treibt uns voran. Wie es ausgeht, wissen wir nicht, aber unsere Ahnung oder innere Stimme sagt uns, dass diese Herauforderung gerade jetzt für unsere Entwicklung entscheidend und notwendig ist, auch wenn wir mit unzähligen Zweifeln zu kämpfen haben.

Das Mädchen stellt sich seinen Herausforderungen, springt in den Brunnen, verliert die „irdische Besinnung“ und erwacht in einer „anderen Dimension“. Und gerade in jener Dimension, nennen wir sie „Anderswelt“, „Traumwelt“, „Himmel“, etc. erhält es die Hilfe, die es schließlich zu Glück und Reichtum führt. Dies alles ist aber nur möglich, weil es selbst mitfühlend und demütig (nicht unterwürfig) genug ist, anderen ihr Herz (Brot, Apfelbaum, Frau Holle) zu öffnen und nahezu selbstlos zu handeln.

Wie es aber denen letztendlich ergeht, die eine solche Gesetzmäßigkeit schamlos nur für ihre eigene Gier, Habsucht und Macht missbrauchen, zeigt uns sinnbildlich die Gestalt der Pechmarie.

Nicht nur die Goldmarie, sondern auch die Pechmarie lebt in uns!

Aber „Hand aufs Herz“, so gerne wir uns mit der „Goldmarie“ identifizieren, so gerne wir die Rolle des „Gutmenschen“ spielen, so gerne wir die Gestalt der „Pechmarie“ nur in den anderen Menschen sehen und verurteilen, so ungern müssen wir uns auch eingestehen, dass wir das Wesen der „Pechmarie“ ebenso in unserer eigenen Seele tragen, auch wenn wir es nicht wahrhaben wollen.

Aber ist es denn wirklich so schlimm? Gehören nicht beide zu einem vollkommenen (nicht perfekten) Menschen oder hat DIE SCHÖPFUNG alles verkehrt gemacht?

Schlimm wird es erst, wenn wir an diesem Anteil der „Pechmarie“ hängen oder in gar verdrängen, denn dann können wir auch nicht die letztendlich wichtigen Fragen stellen:

>>> WIE erkennen wir diesen Anteil in uns, vor allem die Konsequenzen auf Mit-Mensch und Natur und
>>>
WAS machen wir konstruktives und lebensbejahendes für alle daraus?

Wie Sie selbst diese märchenhaften Seelenbilder entschlüsseln und für ein erfüllteres Leben anwenden können, wie gerade jene Sinnbilder ungewöhnliche Lösungen für festgefahrene Probleme im Alltag weisen können und wie man damit Erwachsene und Kinder beglücken kann, erfahren Sie

>>> im einmaligen Lernprogramm-Starterset
>>>
im Einführungs-Seminar der Märchen-ErzählerInnen-Ausbildung,
>>> oder im Intensiv-Basiskurs der individuell begleiteten SOLO-Ausbildung
(Weitere Infos dazu beim Klicken der obigen Links)

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter
Im Paradiesgarten der Frau Holle