Was eine sprechende weiße Taube mit himmlischer Inspiration zu tun hat

taubeIn der Sammlung der Brüder Grimm finden sich einige Märchen, in denen sprechende weiße Tauben vorkommen. Aber auch in biblischen Darstellungen wird die weiße Taube als Überbringerin himmlischer Botschaften dargestellt. Ob es sich dabei z. B. um das Märchen Aschenputtel, die Drei Sprachen oder die Weiße Taube handelt – immer spielen diese Vögel eine bedeutende Rolle, die meist mit einer Botschaft oder Nachricht an die Märchenheldin oder den Märchenhelden in Verbindung zu bringen sind.

In einer ganz einfachen Betrachtung über solche Märchenbilder entdecken die TeilnehmerInnen der Geschichten- und MärchenerzählerIn-Ausbildung, wie erfüllend es sein kann, nicht gleich irgendwelche in der Vergangenheit von berühmten Koryphäen geäußerten Aussagen oder Interpretationen über solche oder andere Symbole zu übernehmen. Viel wichtiger ist es, im eigenen INNEREN und ganz INDIVIDUELL diese seelisch-spirituellen Bilder zu entdecken und zu ERLEBEN, so dass sich das Geheimnis jener Botschaften einfach, natürlich und ganz von alleine offenbaren kann.

Himmlische Inspiration, die JEDEM Menschen zuteil werden kann

Es liegt doch nahe, dass es sich bei einer sprechenden weißen Taube wohl nicht um ein reelles Tier handelt. Zwar steht die besondere Fähigkeit eines solchen Tieres im Vordergrund. Und diese Fähigkeit wurde früher verwendet, um Botschaften über eine lange Strecke hinweg zu übermitteln. Noch heute kennen wir den Begriff „Brieftaube“. Die Taube kann also über große Distanzen hinweg ihr Bestimmungs-Ziel finden und darüberhinaus an ihren Ursprungs-Ort wieder zurück fliegen.

Doch wenn im Märchen ein solches weibliches Wesen geschildert wird, das sich in den Lüften (im Himmel) bewegt, spricht (zum Herzen des Menschen) und darüberhinaus auch noch weiß (rein, ursprünglich) ist, dann können wir ziemlich sicher sein, dass es sich hier um eine Art himmlische Inspiration handelt, die JEDEM Menschen zuteil werden kann, sofern er sich dafür öffnet. Und dies ist völlig unabhängig von jedweder Religion, Konfession oder Glaubensrichtung.

Pfingsten – die weiße Taube in der christlichen Tradition

So wird die weiße Taube auch mit dem christlichen Fest Pfingsten in Verbindung gebracht, das erstmals im Jahre 130 erwähnt wurde und die Entstehung des „Heiligen Geistes“ zum Inhalt hat. Wen oder was nun jener geheimnisvolle Heilige Geist letztendlich symbolisieren soll, ist trotz vielerlei theologischer Erklärungen nicht einleuchtend. So liegt in der christlichen Dreieinigkeit „Vater, Sohn und Heilige Geist“ die Vermutung nahe, dass es sich beim „Heiligen Geist“ um das mütterliche oder weibliche „Prinzip“ handelt und in der menschlichen Urbeziehung „Vater, Kind UND Mutter“ seine Wurzeln findet.

Warum nun diese von der Schöpfung angelegte Urbeziehung (besonders das mütterliche bzw. weibliche Prinzip) als Entstehung jedes menschlichen Lebens von christlicher Seite her so rätselhaft umschrieben und mysteriös verklärt wird, ist wohl eine andere Geschichte. Ein wesentlicher Hinweis wäre wohl darin zu finden, dass gerade große Teile der kirchlichen Führung (aber auch anderer Religionen) in Bezug auf ihre geschichtliche Vergangenheit und Gegenwart schon immer eine sehr zweifelhafte und gespaltene Beziehung zu allem „Weiblichen“ hatten.

Dringender Reform-Bedarf: „Vater-Gott, Mutter-Gott, Kind-Gott“

Es wäre schon längst an der Zeit, dieses Dogma schnellstens zu reformieren und dieser Dreieinigkeit „Vater, Sohn, Heiliger Geist“ einen neuen, gleichwertigeren und gleichberechtigteren Stellenwert einzuräumen, der in der Bezeichnung „Vater-Gott, Mutter-Gott, Kind-Gott“ einen zeitgemäßen, einfachen und natürlichen Ausdruck fände und dem wahren Leben sicherlich am Nächsten käme.

Wenn auch Sie den Eindruck haben, dass dies ein wesentlicher Ansatz wäre, um sich wieder diesen Aspekt jener weiblichen Kraft bewusst zu machen, die ganz besonders in der heutigen Zeit für Frau und Mann notwendiger denn je wäre, um aus dem Kreislauf der unendlichen Diskussionen, Besserwisser und Rechthaber allmählich herauszukommen, dann besuchen Sie doch die Märchen- und Lichttage.

Sie finden jährlich und regelmäßig zu Himmelfahrt im Märchenzentrum in Vlotho, zu Pfingsten in der Lebenskunstschule „Die Blaue Rose“ bei Fischerhude, voraussichtlich im Juni im Märchen- und Lichthaus Großarl (Salzburger Land) und im September im Märchen- und Lichthaus Hannover statt. Diese festlichen, entspannenden und erfüllenden Kreativ-Tage widmen sich u. a. den 7 weisheitsvollen Urbildern des Lebens und des Märchens sowie den 4 wichtigsten Bereichen des Alltags „Glück, Liebe, Erfolg und Gesundheit“.

Hier die nächsten Termine der Märchen- und Lichttage im Überblick:

04. bis 08. Mai 2016 in Vlotho (Märchenzentrum)
14. bis 16. Mai 2016 Fischerhude, Ottersberg (Die Blaue Rose)
Juni 2016 in den Salzburger Bergen (Großarl, Österreich)
09. bis 11. September 2016 Märchen- und Lichthaus in Hannover

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter

Das alte Denken erneuern und den eigenen Traum leben

Das alte Denken erneuernIn einem lettischen Volksmärchen sagt ein armer Vater zu seinem Sohn: „Geh hinaus zum Königsschloss und bring die Prinzessin zum Lachen. Du hast schon immer Glück im Leben gehabt und wirst es auch diesmal haben.“ Ist das nicht schön, wie der alte Vater großes Vertrauen in seinen Sohn setzt und ihm sogar Dinge zutraut, an denen andere, reichere und vermeintlich klügere Männer kläglich scheiterten?

Denken Sie, Sie gehören zu den Glückspilzen?

Können Sie sich in Ihrem Leben an solche Menschen erinnern, die ihnen soviel Mut gemacht und sie in allem bestärkt haben, was zu Ihrem Glück wichtig war? Falls ja, dann gratuliere ich! Sie gehören zu den wenigen Glückspilzen, denen ein solches zuteil wurde.

Falls nein, dann haben Sie bestimmt solche oder ähnliche Sprüche gehört:
„Das schaffst Du nie, das ist unmöglich!“, „Daraus wird nichts, das kannst Du nicht!“, „Das geht nicht!“, usw.

Hätte man auf solche Einflüsterungen gehört, so würde es viele dem Menschen dienliche Neuerungen und Erleichterungen in der Technik, der Kultur, der Kunst, dem Sozialen, dem Gesundheitswesen, der Religionen, u.v.m. auf dieser Erde nicht geben.

Auch ich musste mir das oft genug anhören, sei es als professioneller Geschichten- und Märchenerzähler, als Autor oder bei jeder anderen ungewöhnlichen Tätigkeit, die mit der Mode, dem aktuellen Trend oder der Tradition nicht konform ging. Wenn ich mich danach gerichtet hätte, wäre wohl kaum etwas Neues entstanden und selbst wenn ich noch heute in so manchen Kreisen belächelt werde, kann nichts darüber hinwegtäuschen, dass ich es doch, durch viele Höhen und Tiefen hindurch, verwirklicht habe und weiterhin praktiziere.

Neues Denken: „Sich mehr beflügeln als belasten!“

Aber was treibt Menschen dazu, andere (und am meisten sich selbst) mit diesen negativen Glaubenssätzen zu belasten, anstatt sie zu beflügeln? Ist es der Neid, das mangelnde Vertrauen, der Mangel an sich oder die Angst, plötzlich mit Offenbarungen konfrontiert zu werden, die schon lange im tiefsten Innersten schlummern und auf Verwirklichung warten?

Wahrscheinlich mag von allem etwas eine Rolle spielen. Wer aber seine innerste Vision, seinen Traum entdeckt hat und sich mit Begeisterung und Herzblut daran macht, sie/ihn zu verwirklichen, der muss sich keinesfalls mit anderen Personen vergleichen und auch niemandem beweisen, was für ein toller Mensch er oder sie doch ist.

Was hätten diese Menschen nicht alles verwirklichen können, würden sie genügend auf ihr Urvertrauen hören und mit Selbstvertrauen handeln! Schließlich sind beide Kräfte nötig, um die eigene Vision verwirklichen zu können.

Mein Tipp:

Spüren Sie doch selbst einmal nach, was Sie denn von Herzen gerne im Leben alles verwirklicht hätten und was Sie davon, zu Gunsten anderer Tätigkeiten, aufgegeben haben? Welcher Mensch hat Sie darin bestärkt, Ihrem ursprünglichen Wunsch, Ihrem Traum oder Ihrer Vision treu zu bleiben? Wie können Sie sich heute unabhängig machen, von Meinungen und Ratschlägen anderer, die Sie von Ihrer Vision, Ihrem Traum abhalten wollen? Welche Möglichkeiten gibt es heute, zunächst einmal wenigstens schrittweise, Ihren ursprünglichen Traum zu verwirklichen?

Denken Sie niemals, es ist zu spät!

Vielleicht haben Sie ja den dringenden Wunsch, als Geschichten- oder MärchenerzählerIn neben oder sogar hauptberuflich tätig sein zu wollen? Wenn Sie sich also selbst in Ihrem Alltag inspirieren, entschleunigen, erfüllen und anderen Menschen dabei helfen möchten, dann lassen Sie sich doch einmal von dem Berufsbild eines Märchenerzählers und Geschichtenerzählers oder einer Märchenerzählerin und Geschichtenerzählerin überraschen.

Mehr darüber finden Sie hier:
http://www.maerchen-ausbildung.de

Oder Sie klicken gleich anschließend auf eines der Bilder unten und staunen, wie schnell und effektiv es möglich ist, eine solche Wunsch-Berufung mit dem Lernprogramm zuhause zu beginnen und anschließend, mit persönlicher Terminabsprache und ganz individuell, in unserem Basiskurs zu erlernen.

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter

Märchenhafte Feste in Vlotho, Hannover und Fischerhude

In fast allen Seminaren und Schulungen des Märchenhaft leben Impulses sind zu über 80% Frauen vertreten und auch andere Seminarveranstalter, die seelisch-spirituelle Inhalte anbieten, sprechen von einem ähnlichen Phänomen. Sind Frauen nun besonders empfänglich für seelisch-geistige Inhalte oder nehmen sie sich einfach viel mehr Zeit, sich solchen, für viele Männer befremdlichen Themen, zuzuwenden?

Dass Frauen weniger verstandesbetont sind als ihre männlichen Kollegen, ist ein Trugschluss, aber bedingt durch ihr weibliches Naturell haben sie es gewiss leichter, sich diesen mehr inneren Themen zu öffnen. Dies muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass Männer zu diesen Welten keinen Zugang finden, aber ihre Angst vor dieser inneren Tiefe, ihrer Konfrontation mit sich selbst oder ihrer eigenen Weiblichkeit lässt sie vor solchen Themen zurückschrecken.

Der Weg des Herzens

Gerade der weibliche Weg, der Weg des Herzens, der Weg der Intuition wäre in Anbetracht der vielen Krisen und Naturkatastrophen in der Welt eine Möglichkeit, nach innen zu gehen, um dort, direkt an der „Quelle“, Lösungen für viele scheinbar unlösbare Probleme im Alltag zu finden. Vor allen Dingen könnte man so allmählich eine lebensbejahende Perspektive für die Zukunft schaffen, die jedem Menschen, ob Mann oder Frau, zugänglich wäre.

„Das ewig Weibliche zieht uns hinan“,
sagte bereits Johann Wolfgang von Goethe.

Wäre dies nicht ein wesentlicher Ansatz, um sich wieder diesen Aspekt jener Kraft bewusst zu machen, die ganz besonders in der heutigen Zeit notwendiger denn je wäre, um aus dem Kreislauf der unendlichen Diskussionen, Besserwisser und Rechthaber allmählich herauszukommen?

4 mal im Jahr gibt es „Die Märchen- und Lichttage“

Die Märchen- und Lichttage finden jährlich und regelmäßig zu Himmelfahrt im Märchenzentrum in Vlotho, zu Pfingsten in der Lebenskunstschule „Die Blaue Rose“ bei Fischerhude, voraussichtlich im Juni im Märchen- und Lichthaus Großarl (Salzburger Land) und im September im Märchen- und Lichthaus Hannover statt. Diese festlichen, entspannenden und erfüllenden Kreativ-Tage widmen sich besonders den 7 weisheitsvollen Urbildern des Lebens und des Märchens und den 4 wichtigsten Bereichen des Alltags „Glück, Liebe, Erfolg und Gesundheit“.

Das Hauptthema 2016 der Märchen- und Lichttage wird sein:

Lebe Dein Helfer-Dasein,
im Inneren, wie im Äußeren.
Gib und empfange die Hilfe,
die gebraucht wird.

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter

Die Märchen- und Lichttage in Vlotho

Lebenskraft ist nicht von äußeren Faktoren abhängig

Lebenskraft

Nun scheint sie ja, die Sonne, und eigentlich sollten wir uns jetzt über diese sommerliche Wärme recht freuen!

Aber 90% der Deutschen, die nicht von (Flut-)Katastrophen betroffen sind, jammern laut Umfragen über das aktuelle Wetter. Mal ist der Winter zu lang, dann regnet es zuviel und schlussendlich ist die Wärme oder Hitze schier unerträglich.

Man wird unwilkürlich an die Geschichte vom Vater, dem Sohn und dem Esel erinnert:

Nicht allen kann man es recht machen!

Einst zogen ein Vater, sein kleiner Sohn und ihr Esel durch die Straßen einer Ortschaft. Der Vater saß auf dem Esel und der Sohn lief nebenher. Da kam eine Frau vorbei und rief ganz entsetzt: „Das arme Bübchen, seine kleinen Beine kommen doch niemals mit dem Esel mit! So ein herzloser Vater, der bequem sitzt und seinen Sohn laufen lässt.“

Nun, der Vater stieg ab und ließ seinen Sohn aufsitzen. Nach einiger Zeit kam ein Mann vorbei, der ärgerlich schimpfte: „Hast Du keinen Respekt vor dem Alter, du Bengel? Sitzt faul auf dem Esel herum und lässt deinen armen alten Vater hinterher trotten.“

Der Junge hatte sogleich ein schlechtes Gewissen und bat seinen Vater, mit ihm gemeinsam auf dem Esel zu reiten. Da kam doch wieder eine Frau vorbei, die schrie: „Der arme Esel wird nun bald unter der Last dieser beiden Faulpelze zusammen brechen. Ihr unverschämten Tierquäler!“

So stiegen beide ab und liefen neben dem Esel her. Ein vorbeikommender Mann sah das und lachte spöttisch: „Solche Dummköpfe! Wozu hat man denn einen Esel, wenn er einen nicht trägt?“

Die beiden gaben dem Esel zu trinken und schauten sich lange an. Dann sprach der Vater: „Nun bleibt uns nur noch übrig, den Esel zu tragen oder das zu tun, was wir für richtig halten. Schließlich wird es immer jemanden geben, der mit unserem Tun nicht zufrieden ist.

(Nach einer orientalischen Geschichte,
neu geschrieben von Karlheinz Schudt)

Nun ja, nicht jedem kann es der „Himmel“ recht machen, aber 90% sind schon eine ganze Menge! Als ob das seelische Wohlbefinden alleine vom Wetter abhinge!

Wo die wahre Lebenskraft zu finden ist und wie Sie glücklicher und zufriedener
Ihren Alltag bewältigen können, erfahren Sie in folgendem Film:
http://klickjetzt.de/kraftdeslebens

oder gleich im Lebenskraft-Minikurs für zu Hause:

Finde DIE KRAFT DES LEBENS in Dir selbst
und SIE entfaltet sich einfach und natürlich:

http://klickjetzt.de/festivalminikurs

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter
Schreibkurs für kreative - kreativ schreiben lernen

Geschichten vom Esel, dem Vater und seinem Sohn

Wie es einem ergehen kann, wenn man auf Besserwisser oder Meinungen hört, anstatt sich selbst treu zu sein, beschreibt eine von vielen Weisheits-Geschichten:

Ein Vater zog mit seinem Sohn und einem Esel in der Mittagshitze durch die staubigen Gassen einer Stadt. Der Sohn führte und der Vater saß auf dem Esel. „Der arme kleine Junge“, sagte ein vorbeigehender Mann. „Seine kurzen Beinchen versuchen mit dem Tempo des Esels Schritt zu halten. Wie kann man so faul auf dem Esel herumsitzen, wenn man sieht, dass das kleine Kind sich müde läuft.“

Der Vater nahm sich dies zu Herzen, stieg hinter der nächsten Ecke ab und ließ den Jungen aufsitzen. Es dauerte nicht lange, da erhob schon wieder ein Vorübergehender seine Stimme: „So eine Unverschämtheit. Sitzt doch der kleine Bengel wie ein König auf dem Esel, während sein armer, alter Vater nebenherläuft.“

Dies tat dem Jungen leid und er bat seinen Vater, sich mit ihm auf den Esel zu setzen.
„Ja, gibt es sowas?“ sagte eine alte Frau, „So eine Tierquälerei! Dem armen Esel hängt der Rücken durch, und der junge und der alte Nichtsnutz ruhen sich auf ihm aus. Der arme Esel!“

Vater und Sohn sahen sich an und stiegen beide vom Esel herunter und gingen neben dem Esel her. Dann begegnete ihnen ein Mann, der sich über sie lustig machte: „Wie kann man bloß so dumm sein. Wofür hat man einen Esel, wenn er einen nicht tragen kann?“

Der Vater gab dem Esel zu trinken und legte dann die Hand auf die Schulter seines Sohnes. „Egal, was wir machen“, sagte er, „es gibt immer jemanden, der damit nicht einverstanden ist. Ab jetzt tun wir das, was wir selber für richtig halten!“ Der Sohn nickte zustimmend.

(Nach einer orientalischen Geschichte,
aus dem Buch von Nossrat Peseschkian. „Der Kaufmann und der Papagei“)

Werden Sie MärchenerzählerIn oder GeschichtenerzählerIn!

Und wenn auch Sie den tiefen Wunsch in sich tragen, GeschichtenerzählerIn oder gar MärchenerzählerIn zu werden, als Hobby oder womöglich neben- bzw. hauptberuflich, dann lassen Sie sich doch einfach gratis die 7 Märchentipps zum freien Erzählen zukommen.

Wie? Machen Sie einfach unten Ihre Angaben und klicken auf Abschicken. Sie können damit sofort schon die ersten Erlebnisse im freien Geschichten und Märchen Erzählen zuhause machen.

Viel Freude dabei!

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter
Schreibkurs für kreative - kreativ schreiben lernen

Was haben Märchen, Riesen, Eier und Ostern gemeinsam?

Ostern mit Märchen und GeschichtenMittlerweile weiß ja fast jedes Kind, dass der Osterhase keine Eier legt, obwohl „Hase“ und „Ei“ traditionell mit Ostern in Verbindung gebracht werden. Doch beide deuten auf die (Wieder-)Geburt von etwas Neuem hin. Dass all dies auch in den ersten Wochen des Frühlings geschieht, ist aufgrund des neu entstehenden Lebens in der Natur kein Zufall.

Wer Hasen kennt, weiß, wie äußerst fruchtbar diese Tiere sind und auch im Dreihasenbild im Paderborner Dom, auf dem 3 Hasen gleichzeitig 3 Ohren haben, und doch keinem eines fehlt, vermutet man ein Symbol der Dreieinigkeit „Vater, Heiliger Geist, Sohn“.

Vom „Ur-Ei“ zur „Ur-Familie!

Wer immer auch hinter dem geheimnisvollen „Heiligen Geist“ stecken mag, in Kreisen, die dem Weiblichen ebenfalls zugeneigt sind, wird diese Ur-Familie einfach „Vater, Mutter, Kind“ genannt. Was das Ei betrifft, so ist es doch fast schon ein Wunder, dass aus einem nahezu leblosen Gegenstand aktives Leben entsteht! Im alten Ägypten, in Phönizien und in Persien galt das Ei als Ursprung der Welt. Alles Leben kam aus dem Ur-Ei, das eines Tages vom Himmel fiel.

Inspiration zu Ostern mit Märchen und Weisheitsgeschichten

Ach ja, haben Sie bereits erraten, in welchem Grimmschen Märchen ein Ei und zwei Riesen eine wichtige und erlösende Rolle spielen? Nein? Dann genießen Sie das Märchen und lesen Sie meinen Tipp:

Das Märchen finden Sie übrigens mit einem Klick hier:
>>> Märchen von der Kristallkugel <<<

Mein TIPP zu Ostern:

Lassen Sie sich niemals von Ihrem wahren, inneren Lebensziel abhalten! Auch wenn Sie schon unzählige Um- und Irrwege gegangen sind, konzentrieren Sie sich immer wieder auf das Wesentliche in Ihrem Leben und machen Sie es wie der Jüngling im Grimmschen Märchen „Die Kristallkugel“. Der bewahrte sein Ziel so tief in seinem Herzen, dass er sich nicht einmal von zwei gewaltigen Riesen ablenken ließ und schließlich mit einem glühenden Ei und seinem kostbaren Inhalt die wahre Liebe entdeckte!

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter

Was ist Glück, was ist Unglück?

Glück, Unglück

Im alten China lebte einst ein armer alter Bauer, dessen einziger Besitz ein wundervoller und kräftiger Hengst war. Eines Tages wollte der Kaiser dieses schöne Pferd für viel Geld kaufen, doch der Bauer antwortet nur: „Mir fehlt es an nichts. Einen Freund verkauft man nicht.“
 
Die Dorfbewohner lachten über soviel Dummheit. Wie konnte der Alte bloß wegen eines Pferdes soviel Reichtum und Glück ausschlagen? Eines Morgens war das Pferd davongelaufen. Die Dorfbewohner liefen aufgeregt zusammen, um das Unglück des Bauern zu beklagen: „Ach, das Unglück hat dich schwer getroffen.“ Der alte Bauer blickte ruhig in die Runde, nickte bedächtig und sagte: „Vielleicht ist es ein Unglück, vielleicht auch nicht. Wer weiß das schon?“ Kopfschüttelnd gingen die Leute auseinander. Der Alte musste verrückt geworden sein.
 
Wenige Tage später stürmte der vermisste Hengst laut wiehernd die Dorfstraße entlang, gefolgt von sechs wunderschönen wilden Stuten, die ihm in die Koppel neben dem leeren Stall folgten. „Du glücklicher Bauer“, riefen da die Dorfbewohner! „Jetzt hast du sieben Pferde und bist doch noch reich geworden. Bald wirst Du jede Menge Fohlen haben. Du musst nun ein glücklicher Mann sein!“ Der Alte schaute gelassen in die aufgeregte Menge und sprach: Vielleicht ist es ein Glück, vielleicht auch nicht. Wer weiß das schon?“

Der alte Bauer hatte einen einzigen Sohn. Er begann die Wildpferde zu zähmen und stürzte eines Tages beim Zureiten vom Pferd. Dabei brach er sich beide Beine und konnte Zeit seines Lebens nur noch humpeln. Wieder versammelten sich die Leute vor dem Haus des Alten. „O du armer, unglücklicher Mann!“ jammerten sie, „Dein einziger Sohn ist nun ein hilfloser Krüppel und kann dir keine große Hilfe mehr im Alter sein“.  Abermals schaute der Alte in die Runde und antwortete: „Ihr könnt nur urteilen und seht die Welt entweder schwarz oder weiß. Vielleicht ist es ein Unglück, vielleicht auch nicht. Wer weiß das schon?“

Einige Zeit später wollte der Kaiser einen Krieg gegen sein Nachbarland führen. Alle jungen Männer wurden zwangsweise zu Soldaten eingezogen, obwohl alle wussten, dass die meisten Männer aus diesem blutigen Krieg nicht mehr zurückkommen würden. Wieder einmal liefen die Dorfbewohner vor dem Haus des alten Bauern zusammen: „Wie recht du doch hattest. Jetzt bringt dein verkrüppelter Sohn dir doch noch Glück. Wir sehen unsere Söhne bestimmt nie wieder, wenn sie erst einmal im Krieg gefallen sind.“

Lange redeten die Dorfbewohner aufgeregt unter sich weiter und schließlich wandten sie sich wieder an den alten Bauern und sprachen: „Du bist so ein weiser Mann. Wir möchten dich als Bürgermeister haben.“ Der Alte schaute nachdenklich in die Gesichter der Leute, dann erwiderte er: „Wenn ich euch nur helfen könnte, weiter und tiefer zu blicken, als ihr es bisher tatet. Niemand von uns weiß, wie sich das große Bild der Schöpfung zusammensetzt. Was eben noch wie ein großes Unglück scheint, mag sich im nächsten Moment als Glück erweisen.

Ihr wollt mich als Bürgermeister haben? Nun, vielleicht ist es ein Glück, vielleicht auch nicht. Wer weiß das schon? Geht nach Hause und freut euch über jeden Moment des Lebens, der euch geschenkt wird.“ Nachdem der Alte seine letzten Worte gesprochen hatte, drehte er sich um und ging in sein Haus.

Ob er Bürgermeister wurde, ich weiß es nicht, was glaubt Ihr???

Nach einer alten taoistischen Parabel,
bearbeitet von Karlheinz Schudt

Könnten wir jemals das Licht schätzen,
wenn es keine Dunkelheit gäbe?

Der Mensch verbringt sein ganzes Leben lang in dieser Polarität und je mehr er sich der einen Seite zuwendet, desto massiver kommt die andere. Das ist wohl das „Prinzip des schöpferischen Ausgleichs“. Hierbei geht es nicht um „Göttliche Bestrafung“, „Himmel und Hölle“, „Karma“ oder was man sich sonst noch an dogmatischen Weltbildern geschaffen hat.

Das schöpferische Prinzip strebt von Natur aus immer einen Ausgleich an. Es kennt kein „Gut“ oder „Böse“ sondern ist nur darauf bedacht, im Gleichgewicht zu sein. Was für den einen als „Gut“ erscheinen mag, ist für den anderen abgrundtief „Böse“.

Weise wird wohl der Mensch sein, der es versteht, die Goldene Mitte zu finden und immer weniger sein Leben nach „Glück“ und „Unglück“ oder „Licht“ und „Dunkelheit“ aufzuteilen, sondern in allen Dingen einen Sinn und eine Stufe zur eigenen Entwicklung und folglich auch zur Entwicklung der gesamten Menschheit zu sehen, auch wenn diese Sicht- und Lebensweise zuweilen mehr als schwierig scheint und mit Passivität nichts zu tun hat.

Höhen und Tiefen wechseln sich ab!

In den typischen klassischen Märchen wird das Ergebnis dieser Entwicklung durch Höhen und Tiefen am Ende immer durch die Vereinigung von Liebe und Weisheit, durch Hochzeit und Krönung ausgedrückt. Selbstverständlich geht es da um die innere Vereinigung oder „Himmlische Hochzeit“, also auch um die Integration oder Versöhnung mit all jenen sogenannten „Untaten“, die man an sich selbst UND an anderen nicht ausstehen konnte (oder kann).

Körper, Seele und Geist „wissen“ sehr wohl, was „gut“ für sie ist!

Schließlich kann man ja nur ganz und heil sein, wenn man alle „Seiten“ in sich vereint und sinnvoll für alle nutzt. Denn wenn wir z. B. als Mensch kein x-beliebiges Zufallsprodukt irgendeiner Laune der Natur sind, dann wird sich doch die „Vollkommene Schöpfung“ etwas dabei „gedacht“ haben, uns so zu kreieren, wie wir sind? Also vollkommen (nicht perfekt) und somit wäre es viel sinnvoller, uns selbst zu entdecken in unserer wahren und einfachen Natürlichkeit, als nach immer neuen künstlichen Wegen und komplizierten Methoden zu suchen, uns zu verwirklichen.

Als ob Körper, Seele und Geist nicht selbst „wüssten“, was „gut“ für sie ist. Lauschen wir also nach innen, bewegen wir es in unserem Herzen, anstatt uns durch starre Regeln, unnatürliche Übungen und Dogmen noch mehr zu entfremden.

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter