Wie das Lebenswasser zu finden ist

Lebenswasser

Das Lebenswasser im Märchen und Alltag

Der größte Teil unserer Aufmerksamkeit heutzutage wird dem äußeren Schein gewidment, obwohl wir doch ganz tief in uns wissen, dass gerade unsere Träume, Visionen, Ideen, Sehnsüchte, Gefühle, etc. weitaus umfassender und wichtiger sind, da sie sogar maßgeblich den Verlauf unseres äußeren Lebens bestimmen.

Nun verrät im Brüder Grimm Märchen vom „Wasser des Lebens“ der Zwerg dem jüngsten Königssohn, dass das Wasser des Lebens aus einem Brunnen quillt, im Hof eines verwünschten Schlosses.

Der Begriff „verwünscht“ deutet darauf hin, dass es sich nicht um ein historisches oder existierendes Schloss handelt, in dem dieses besondere Wasser zu finden ist, sondern um eine Welt, die sich in jedem Menschen abspielt.

Leicht ist es zunächst nicht (vor allem für Menschen, die nur noch Augen für das Äußere haben), die „eiserne Pforte“ in diese Welt bzw. in das „verwünschte Schloss“ zu überschreiten und sich darin zurechtzufinden, denn nicht selten verschläft man dort den entscheidenden Moment. Doch mit der richtigen Absicht gelingt alles, und so kann auch der jüngste Königssohn das Wasser des Lebens erlangen.

Wenn Sie selbst lernen möchten, wie Sie diese tiefgründigen Weisheiten der Märchen auf Ihre Weise erkunden und für Ihren Alltag nutzen können, dann empfehle ich Ihnen das einmalige Lernprogramm oder das Märchen-Erlebnis-Wochenende. Hier erhalten Sie auch eine Anleitung, wie Sie diese Weisheiten der Märchen zu Hause entdecken und anwenden können, denn selbstverständlich enthält dieses Lernprogramm gleichzeitig Anweisungen, wie Sie Märchen am besten verinnerlichen und frei erzählen können.

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter
maerchenausbildungblog

Ergreife und verwirkliche Deine Talente!

Die Talente des geizigen Mannes

Wer seine Talente, seine Fähigkeiten, seine Interessen, seine Sehnsucht und seine Visionen nicht nutzt, der gleicht dem geizigen Mann, der in seinem Garten einen Schatz vergraben hatte. Einmal in der Woche grub er ihn nachts heimlich aus und betrachtete ihn im Schein einer Lampe stundenlang.

Zufällig hatte ihn ein Dieb beobachtet und raubte den Schatz am nächsten Tag aus dem Versteck. Als der Geizige in der nächsten Woche wiederkam, da fand er seinen Schatz nicht mehr vor. Er verfluchte und beschimpfte den Dieb, doch der Schatz kam dadurch nicht wieder.

Die Nachbarn kamen von seinem Geschrei vorbei und erfuhren nun von dem heimlichen Reichtum des Geizigen. Einer der Nachbarn fragte ihn: „Hast du denn niemals etwas von dem Schatz für deinen Lebensunterhalt gebraucht?“ „Nie hätte ich mich von einem der Goldstücke getrennt, rief der Geizige ganz entrüstet. Ich hab sie nur einmal in der Woche in Ruhe betrachtet.“

Da sagte der Nachbar: „Wenn du deinen Schatz bisher nicht gebraucht hast, kannst du weiterhin jede Woche hier herkommen und genauso gut das leere Loch anstarren.“

Nach einer alten Lehrgeschichte

Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter
Schreibkurs für kreative - kreativ schreiben lernen