Arbeit UND Vergnügen, eine Geschichte über Ruhe und Glück

Arbeit und Vergnügen

Hoffentlich geht es Ihnen nicht wie dem Kaufmann in der nachfolgenden Geschichte, der sein Lebtag lang schuftet, um am Ende seines Beruflebens erst das zu tun, was schon immer sein Herz begehrte:

Noch ein langes Programm

Ein Kaufmann hatte hundertfünfzig Kamele, die seine Stoffe trugen, und vierzig Knechte und Diener, die ihm gehorchten. An einem Abend lud er einen Freund zu sich. Die ganze Nacht fand er keine Ruhe und sprach fortwährend über seine Sorgen, Nöte und die Hetze seines Berufes. Er erzählte von seinem Reichtum in Turkestan, sprach von seinen Gütern in Indien, zeigte die Grundbuchauszüge seiner Ländereien und seine Juwelen.

„Oh Freund“, seufzte der Kaufmann, „ich habe nur noch eine Reise vor. Nach dieser Reise will ich mich endlich zu meiner wohlverdienten Ruhe setzen, die ich so ersehne, wie nichts andres auf der Welt. Ich will persischen Schwefel nach China bringen, da ich gehört habe, dass er dort sehr wertvoll sei. Von dort will ich chinesische Vasen nach Rom bringen.

Mein Schiff trägt dann römische Stoffe nach Indien, von wo ich indischen Stahl nach Halab bringen will. Von dort will ich Spiegel und Glaswaren in den Jemen exportieren und von dort Samt nach Persien einführen.“ Mit einem träumerischen Gesichtsausdruck verkündete er dem ungläubig lauschenden Freund: „Und danach gehört mein Leben der Ruhe, Besinnung und inneren Einkehr, dem höchsten Ziel meiner Gedanken.“

(Nach Saadi, persischer Dichter)

Wie man sein Leben lang schuftet, die Arbeit nur als Last und notwendiges Übel sieht, um am Ende des Lebens endlich sein Glück genießen zu können.

Nur der Mensch glaubt, dass „erst die Arbeit, dann das Vergnügen“ kommt. Das Leben aber denkt parallel! Oder haben Sie schon einmal erlebt, dass der Körper erst den linken, dann den rechten Arm entwickelt? Oder dass ein Baum erst ein Blatt, dann das nächste, usw. wachsen lässt?

Alles geschieht parallel und gleichmäßig. Es wird in der Regel in keinem lebendigen Organismus etwas bevorzugt oder gar benachteiligt.

Je gleichmäßiger wir unseren Blick sowohl auf das Äußere, wie auch auf das Innere lenken, desto mehr werden wir die wahre Lebensfreude entdecken und erkennen, dass erst die Einheit zwischen „Außen“ UND „Innen“, „Arbeit“ UND „Vergnügen“, „Alltag“ UND „Urlaub“ zur Erfüllung führt.

Machen Sie also Ihre Arbeit zum Vergnügen und Ihren Alltag zum Urlaub und Sie werden entdecken, dass das Glück viel näher ist, als man meint und dass gerade die willentliche Suche danach letztendlich nur zur Enttäuschung führt, denn das Glück ist niemals da, wo man es verbissen sucht, und schon gar nicht in der Ferne!

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter
Schreibkurs für kreative - kreativ schreiben lernen

Wie das Wasser des Lebens in jeder Seele sprudelt

wasser des lebens

Wer kennt nicht das Märchen von „Hans im Glück“ (Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm), jenem naiven und gutgläubigen Burschen, der seinen Klumpen Gold gegen immer geringere Dinge eintauscht, bis er schlussendlich gar nichts mehr hat.

Dieses Märchen hat einen recht ungewöhnlichen Schluss. In vielen Märchen erlangen die Märchenhelden gegen Ende ihren Reichtum, im Märchen vom „Hans im Glück“ aber gibt der Märchenheld all seine Schätze hin, um letztendlich befreit von allen drückenden Lasten in Glück zu leben.

In einem anderen Märchen der Brüder Grimm, das „Wasser des Lebens“, lässt sich die Königstochter eine Straße von Gold bauen und spricht zu ihren Leuten, wer darauf geritten käme, der wäre der rechte Bräutigam und den sollten sie einlassen, wer aber daneben käme, der wäre der rechte nicht, und den sollten sie nicht einlassen.

Dem ersten war die Straße zu kostbar, da er beim Überqueren etwas beschädigen könnte und er ritt nebenher. Am Schloss aber wurde er abgewiesen. So ging es auch dem zweiten Prinzen. Beide Brüder hatten vorwiegend das Gold im Sinn.

Nur noch sein Herzens-Ziel im Sinn haben!

Erst der jüngste, der sich nicht um die Straße kümmerte und sich von ihr auch nicht verblenden ließ, führte sein Pferd geradewegs über die Straße hinweg zur Königstochter. Er sah die goldene Straße nicht einmal, sondern benutzte sie und hatte dabei nur sein Ziel im Sinn, die Hochzeit mit der Königstochter, die Verbindung mit seiner fehlenden Hälfte, die Liebe. Mit diesem Ziel standen ihm alle Tore offen und er wurde mit großer Freude und Glück empfangen.

Sowohl „Hans im Glück“ als auch der jüngste Bruder im „Wasser des Lebens“ haben eines gemeinsam: Sie verwenden Gold, um schließlich ihr Lebensziel zu erreichen. Wesentlich dabei aber ist, dass sie nicht an diesem Reichtum haften. Hans gibt sogar alles her, was ihn den ganzen Weg über so schwer gedrückt und belastet hat. Hätte er nicht gleich, ohne den Goldklumpen als Lohn, zu seiner Mutter gehen können? Nein, er musste die Erfahrung des „Loslassens“ machen, da er sonst nicht das Wesentliche in seinem Leben erkennen konnte  – das Glück!

Ähnlich und doch ganz anders erging es dem Königssohn im Wasser des Lebens. Die beiden älteren ließen sich vom Gold (ver-)blenden, wollten es nicht beschädigen und verloren darüber hinaus ihr wahres Ziel aus den Augen. Der Jüngste aber dachte nur an die Königstochter und sah nicht einmal die Goldene Straße. Er trug sein Ziel tief in seinem Herzen. Deshalb erreichte er es auch.

Wie viele Menschen  lassen sich heutzutage von äußeren Dingen verblenden und vergessen dabei völlig ihr eigentliches, wahres Lebens- oder Herzensziel? Sie reagieren nur noch auf Impulse, die von außen kommen und bemerken nicht, wie ihre „Innere Stimme“ immer leiser wird. Im Grunde geht es immer nur um das eine:

Bin ich mir und meinem innersten Herzens-Ziel treu?
Bin ich in meiner Mitte oder lasse ich mich von jeder Äußerlichkeit ablenken?

Eigentlich sind solche äußeren Ablenkungsmanöver die besten Übungsfelder, um zu lernen, sich selbst treu zu bleiben. Sie zeigen, was ich loslassen und was ich wieder in die Mitte meines Bewusstseins, meines Lebens bringen sollte, um konstruktiv voranzukommen.

Tipp: Wenn die Wogen im Leben von außen heftig auf Sie einschlagen, versuchen sie erst recht sich an einem stillen Ort ein paar Minuten immer wieder in die innere Ruhe und Stille zu begeben und sich dabei zu fragen:

Wo bin ich von meinem inneren Lebensweg abgekommen?
Was habe ich nicht mehr im Bewusstsein?

Sie sind immer nur da verwundbar (oder werden angegriffen), wo Sie schwach sind. Machen Sie sich in Ruhe wieder Ihr wesentliches Herzens-Ziel bewusst, stellen Sie es sich bildhaft vor und lassen Sie das Gefühl der Freude dabei aufkommen, auch wenn es zunächst noch so klein und unscheinbar ist. Nach einiger Zeit werden sie feststellen, dass sich die Wogen wieder glätten und sich so mancher „Drache“  als unscheinbare Luftblase entblößt.

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter

Einfach nur die Augen schließen, hören UND entspannen …

Entspannen mit Märchen und GeschichtenMärchen und Weisheitsgeschichten entspannen

Im Alltag sind wir unzähligen Herausforderungen ausgesetzt, die ganz schön an unseren Kräften zehren. Manchmal reicht einfach eine kurze Zeit, um nach innen zu gehen und zu entspannen. Wie gut, dass es da die Märchen und Geschichten gibt, die zur Ruhe führen und gleichzeitig tiefe Lebensweisheiten vermitteln.

Gerade das Genre Märchen eignet sich da besonders gut. Wenn man einmal von verschiedenen irrigen und leider noch weit verbreiteten öffentlichen Meinungen von Menschen absieht, die Märchen nur historisch betrachten und als Lügengeschichten abtun, dann findet man in diesen sinnbildlich geschilderten Geschichten (Märchen = Mär = Maerlin = mittelhochdeutsch: Botschaft, Kunde, kleine Geschichte) eine Vielzahl von seelisch-spirituellen Anregungen, die den Geist beleben, der Seele „Nahrung“ zuführen und dem Körper Ruhe und Entspannung schenken.

Märchenhafte „Schlaftablette ohne Nebenwirkungen“

Dass diese Märchen und Geschichten mit ihren positiven Wirkungen nicht nur bei Kindern großen Anklang finden, zeigt schon die Tatsache, dass auch immer mehr Erwachsene diese entspannenden, unterhaltsamen und innerlich erfüllenden Schilderungen schätzen und mögen.

Jeden Abend vor dem Schlafen gehen ein Märchen mit glücklichem Ausgang gelesen oder gehört (z. B. aus der Sammlung der Brüder Grimm, aber auch andere Volksmärchen aus allen Ländern der Welt), bewirkt nicht nur bei Kindern einen entspannten und gesunden Schlaf, es hilft auch den Erwachsenen auf ähnliche Weise in den Schlaf zu finden. Diese „Schlaftablette ohne jegliche Nebenwirkungen“ regelmäßig „verinnerlicht“, hilft nicht nur beim Einschlafen, sondern gibt gerade durch das  „Happy End“, das in jedem echten Volksmärchen zu finden ist, den kleinen und großen ZuhörerInnen eine Menge Zuversicht und Hoffnung mit auf ihren nächtlichen „Weg“ ins Traumland.

Dass sich dies selbstverständlich auch positiv während des Tages auswirkt, versteht sich fast schon wie von selbst. Denn wer mit Zuversicht und Freude am Morgen erwacht und so seinen Tag beginnt, dem werden sich auch märchenhafte und ungewöhnliche Lösungen für so manches festgefahrene Alltagsproblem offenbaren.

Märchen und Weisheitsgeschichten können also von unschätzbarem Wert sein, das eigene Leben in Ruhe und völlig zwanglos zu betrachten. Nehmen Sie sich doch einfach ein paar Minuten Zeit, schließen die Augen und entspannen sich bei diesen Hörbüchern.

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter
Entspannen mit Märchen und Weisheitsgeschichten

Entdecke Deine wahren Talente …

TalenteLebe Deine Talente!

Ein Maler vollendete eines Tages ein prächtiges Kunstwerk. Allen, die es sahen, schien es so vollkommen, als wäre es von Götterhand geschaffen. Der König fragte den Maler, wie er eine solche vollkommenen Fähigkeit erlangen konnte. „Mein König“, sprach dieser, „ich bin nur ein einfacher Maler. Aber bevor ich anfing, mein Bild zu malen, da hütete ich mich vor jeder Minderung meiner Lebenskraft und vor allem vor meinen Zweifeln und niederdrückenden Gedanken. Ich ging in die Ruhe, um meinen Geist und meine Seele auf die Arbeit einzustimmen.

Nach drei Tagen hatte ich allen Lohn, den ich für meine Arbeit erwerben könnte, vergessen. Nach fünf Tagen hatte ich allen Ruhm, den ich erwerben könnte, vergessen. Nach sieben Tagen waren auch die Gedanken an deinen Hof, für den ich arbeiten sollte, verschwunden. Von nichts äußerem mehr gestört ging ich tief in mein Innerstes. Ich betrachtete sanft und ohne zu werten meine inneren Seelenlandschaften. Plötzlich und ganz zwanglos tauchte ein Bild in leuchtenden Farben, wohltuenden Formen und beglückenden Stimmungen in mir auf. So ging ich ans Werk. Hätte ich nicht auf mein Innerstes gehört, ich hätte die Arbeit lassen müssen.“

Nach einer alten Lehrgeschichte
bearbeitet von Karlheinz Schudt.

Drei wichtige Fragen,
um erfolgreich seine Talente zu verwirklichen!

Am Beispiel des Malers aus der voran gegangenen Lehrgeschichte erfahren wir, wie wichtig es ist, auf sein Innerstes zu hören und danach zu handeln. Wie viele Menschen gehen heute einem Beruf nach, den sie hauptsächlich aus äußeren, finanziellen (Karriere-)Gründen ausüben? Obwohl sie mit der Zeit doch immer mehr entdecken, wie gerade diese berufliche Tätigkeit auf Kosten ihres Glücks, ihrer Kreativität und ihrer Gesundheit geht.

Erstaunlicherweise haben gerade Menschen den inneren und finanziellen Durchbruch geschafft, die trotz vieler Widrigkeiten und Misserfolge im Leben mit Ausdauer und Lebensfreude ihrem Herzens-Ziel treu geblieben sind und drei wesentliche Fragen immer wieder ins Zentrum ihres Lebens gerückt haben:

1. Welche Stärken, Talente, Vorlieben und Impulse habe ich?
2. Wo sind die Menschen, die meine Stärken und Talente brauchen?
3. Wie kann ich mich bei diesen Menschen bemerkbar machen?

Vielleicht steckt ja auch in Ihnen das (verborgene) Talent,
als Geschichten- und MärchenerzählerIn die Menschen zu beglücken?

Sollten Sie also den tiefen Wunsch verspüren, z. B. als Märchen- und Geschichtenerzählerin mehr Vertrauen, Mitgefühl und Zuversicht in die Welt und unter die Menschen bringen zu wollen, dann staunen Sie über die vielfältigen Möglichkeiten, die Ihnen diese Berufung bietet:

Hier erfahren Sie,
http://www.maerchen-ausbildung.de

>>> wie Sie die Kunst des freien Erzählens
von Märchen und Geschichten mühelos erlernen,

>>> wie Sie sogar Vorträge und Präsentationen
zu verschiedenen Themen frei halten können,

>>> wie Sie in jedem Alter mit Leichtigkeit und Freude
Ihr Gedächtnis trainieren können,

>>> wie Sie von Herzen und natürlich
frei vor Publikum Geschichten und Märchen erzählen,

>>> wie Sie dadurch mehr Vertrauen
und noch mehr Lebensfreude erhalten,

>>> wie Sie aus Ihrer Lebensfreude ein sinnvolles Hobby,
eine Berufung oder sogar einen Beruf machen können,

>>> wie Sie auch über diese Ausbildung hinaus
von uns gefördert werden können.

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter

Frei erzählen lernen von Geschichten und Märchen