7 Urbilder des Märchens und des Lebens

UrbilderWas Urbilder mit der Zahl „7“ zu tun haben

Wussten Sie übrigens, dass unterschiedliche Experimente in der Verhaltensforschung gezeigt haben, dass die Lieblingszahl des Menschen meist die Sieben ist? Nun wissen wir ja alle, dass die Woche sieben Tage hat, aber war Ihnen bewusst, dass das weiße Licht der Sonne auch die sieben Spektralfarben enhält, jene Farben, die wir im Regenbogen als rot, organge, gelb, grün, hellblau, indigo und violett erkennen können?

Auch im Märchen kommt uns die Sieben entgegen, in den „sieben Raben“, beim Schneewittchen die „sieben Zwerge“, die kleinen Geißlein beim Wolf und die „sieben Geißlein“ und schließlich noch beim tapferen Schneiderlein mit den „sieben auf einen Streich“. Diese siebener Reihe könnte man endlos fortsetzen und besonders in den Märchen der Brüder Grimm taucht die Zahl 7 immer wieder auf. Das kommt nicht von ungefähr, denn sie ist seit Jahrtausenden ein Symbol für Glück und Vollkommenheit.

Aber kennen Sie auch die sieben Urbilder des Märchens und des Lebens?

Anhand dieser Urbilder kann sowohl die Biographie des Menschen wie auch die der gesamten Menschheit erkundet werden. Weit mehr noch, denn diese Urbilder schildern nicht nur seelisch-spirituelle Prozesse, sondern bewirken diese auch! Daher sind sie besonders hilfreich und heilsam in der Märchen-Erzähler-Ausbildung und in der Märchen-Therapie. Obwohl es diese 7 Urbilder (wie auch viele anderen „Menschheitsgeschenke“) schon seit Ewigkeiten gibt, so sind sie in dieser Art, wie sie im Märchen- und Lichtimpuls in Vlotho entdeckt, entwickelt und angewandt werden, noch nie dagewesen!

Die 7 Urbilder in der MärchenerzählerInnen-Ausbildung

Gerade in den Seminaren zum/r Geschichtenerzähler/in oder Märchenerzähler/in sind diese 7 Urbilder eine große Hilfe, sowohl die Geheimnisse hinter den Märchen und Geschichten zu entdecken, wie auch die eigenen Lebensprozesse besser zu verstehen, zu ergründen und sie für ein erfüllteres Leben in Glück, Liebe, Erfolg und Gesundheit anzuwenden.

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter

Frei erzählen lernen von Geschichten und Märchen

Ein Märchenfest der schönsten Märchen und Geschichten

Passend zum 200. Jahr des erstmaligen Erscheinens der Grimmschen Märchen trafen sich am Wochenende vom 22. auf den 23. September 2012 auf dem Caterinenhof in Ehra-Lessien acht Märchenerzählerinnen und -erzähler, um Kinder und Erwachsene mit einer Fülle von zauberhaften und wundersamen Märchen und Geschichten zu erfreuen.

Als Märchenerzählerin ausgebildet

Ursprung für dieses Märchenfest sei ihre Ausbildung zur Märchenerzählerin in Vlotho gewesen, erzählte die Gastgeberin Caterina Kautz, die nun zum dritten Mal mit dieser märchenhaften Veranstaltung alle Altersgruppen einige Stunden lang in die Welt der Märchen eintauchen ließ, die nicht nur unterhielten und entspannten, sondern auch tiefste Lebensweiheiten vermittelten.

Der „Goldene Kugel“ Märchenparcours für Kinder

Zuerst kamen die Kinder in den Genuss des „Goldenen Kugel“ Märchenparcours mit dem Motto „Überwinde den Drachen und lasse Dich krönen“! Dabei galt es mit einer goldenen Kugel sieben Orte zu finden, die zum Versteck des Drachen führten. Mit viel Begeisterung und Kreativität konnten die ca. 100 Kinder schließlich den Drachen besiegen, sein Geheimnis lüften und wurden dann am Ende mit ihrer eigens gebastelten Krone zum König und zur Königin gekrönt.

Märchenabend für Erwachsene

Der Samstagabend gehörte schließlich den Erwachsenen. Bereits am späten Nachmittag tummelten sich zahlreiche Gäste im märchenhaften Garten des Caterinenhofs, um sich von den Rittern der Freien Wulfesburger Ritterschaft im Bogenschießen unterweisen zu lassen, das Körpertheater Carlotta zu bewundern, dem Harlekin Friederike Schiebenhöfer mit seinen heiteren Lebensweisheiten zuzuhören, einfühlsame und farbenprächtige Märchenbilder von Christine Winkel zu betrachten oder kunstvoll gefertigte Märchenwollebilder von Bärbel Siegroth zu bestaunen.

Mit Urvertrauen und Mitgefühl kommt jede(r) zum Lebensziel war dann das Motto des Märchenabends für Erwachsene. Jedes echte Märchen hat immer ein glückliches Ende und die Märchen-Protagonisten kommen jedesmal gestärkt, mit neuen Erkenntnissen und Chancen aus diesen Lebens-Prüfungen hervor. Wie das Glück und die Fülle letztendlich sich aber nur jenen zeigen, die mitfühlend und mit einer gehörigen Portion Urvertrauen sich auf den Weg machen, erlebten die ca. 100 erwachsenen Zuhörer an diesem Märchen-Abend. Eine ganz besondere Vielfalt von Geschichten und Märchen aus unterschiedlichen Kulturen bezauberte das Publikum an diesem Abend, die besinnlich, zum Schmunzeln und von Herzen frei von den anwesenden Märchenerzählerinnen und erzählern vorgetragen wurden.

Und zuguterletzt …

Auch die Natur machte keinen Hehl daraus, dass ihr dieser märchenhafte Tag besonders gefallen hat. So zeigte sich am Mittag ein wunderschöner Regenbogen am Himmel und der Sonnenuntergang am Abend ließ ebenfalls vermuten, dass sich auch die Sonne zufrieden in ihr Bett legte, wenngleich es dann doch noch einige unermüdliche gab, die diese märchenhafte Stimmung am Lagerfeuer ausklingen ließen.

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter
märchenerzählenlernen

Kann der Regenbogen sprechen?

Der Regenbogen kann sprechenEine Geschichte über den Regenbogen und das Märchen erzählen

Vor vielen Jahren ging ich einmal mit meiner Tochter spazieren. Mein Blick war zur Erde geneigt und ich grübelte gerade über ein Problem zu Hause im Büro nach, das ich nicht lösen konnte. Meine Tochter hingegen sprang neben mir her und beobachtete die Vögel am Himmel.

Es hatte kurz zuvor geregnet und über uns konnten wir einen prächtigen Regenbogen sehen. Ganz spontan und mit einer Selbstverständlichkeit fragte mich plötzlich meine Tochter: „Papa, kann denn der Regenbogen sprechen?“ Während ich noch über diese Frage grübelnd nachdachte, fing der Regenbogen schon längst an, meiner Tochter die schönsten Märchen zu erzählen.

Zeit für die schönen Dinge des Lebens

Vielleicht kennen Sie diese Menschen, die gar keine Zeit mehr haben, den schönen und natürlichen Dingen des Lebens etwas abzugewinnen, da sie nur noch mit ihrer Karriere, dem Geld Verdienen und einer Menge Geschäfts-Problemen beschäftigt sind. Ja, sie haben meist finanziellen Erfolg aber leider bleibt auf Dauer auch ihre Kreativität und Fantasie auf der Strecke und schließlich wundern sie sich, warum sie immer verbitterter und kränker werden.

Viel Fantasie aber kaum Geld!

Dann gibt es noch die anderen, die voller Fantasie und kreativer Schöpferkraft gar nicht bemerken, dass ihnen der Magen knurrt. Na, Sie ahnen schon, wen ich meine – die Kreativen, die „Träumer“, die immer voller neuer Ideen sind und heute meist nicht wissen, wie es morgen weitergehen soll. So erstaunlich und großartig ihre fantasievollen Ideen auch sind, so gähnend leer sind auch ihre Portemonnaies.

Vielleicht mag Ihnen diese Gegenüberstellung etwas extrem vorkommen, aber sie ist gar nicht einmal so weit hergeholt. Schauen Sie sich um in Ihrem Bekannten-Kreis und fragen sich, zu welcher Kategorie der eine oder andere gehört oder zu welchem „Menschenschlag“ Sie selbst gehören!

Wie Märchen mehr Glück und Wohlstand bewirken können!

Glücklich jedenfalls werden wohl die sein, die sowohl das eine mit dem anderen verbinden und ihre Ideen auch in die Tat umsetzen können. Nicht selten gehören sie zu den Menschen, die ihren Herzenswunsch zur Berufung gemacht haben.

Auch dazu können die Märchen mit ihrer weisheitsvollen Bildsprache dienliche Hinweise geben, denn oft genug heißt es ja am Schluss sinngemäß: „Und sie lebten glücklich, zufrieden und in großem Wohlstand, bis ans Ende ihrer Tage.“ 

Und wie auch Sie als Geschichten- und MärchenerzählerIn mehr Glück, Zufriedenheit und Wohlstand unter die Menschen bringen könnten, erfahren Sie in der Ausbildung zum(r) Märchen- und GeschichtenerzählerIn oder im Lernprogramm „Märchen erzählen lernen beginnt schon zu Hause“.

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter