Geschichten von Himmel und Hölle.

Geschichten zu Himmel oder Hölle

© aboutpixel.de, Jörg Kleinschmidt

Geschichten über Geschichten:
Hier eine von Himmel und Hölle!

Ein Mann hatte den dringenden Wunsch, einmal Himmel und Hölle kennen zu lernen. So träumte er eines Nachts, dass er durch einen großen Raum ging. In der Mitte des Raumes stand ein großer Topf auf einem Feuer, in dem eine köstliche Suppe kochte. Um den Topf standen Menschen mit ungewöhnlich langen Löffeln. Aber die Menschen sahen mager, blaß, gehetzt und elend aus, denn jeder versuchte verzweifelt, sich selbst mit seinem langen Löffel die Suppe in den Mund zu schieben.

Welch unsinniges Unterfangen! Die Löffel waren so lang, dass sie überall anstießen und die Speise verkleckerten. Den Weg zum Mund jedoch, fanden sie nicht. Als der Mann den Raum verließ, da sah er über der Türe ein Schild, auf dem stand: „Das ist die Hölle“.

Gleich darauf betrat er einen anderen Raum. Dieser unterschied sich vom ersten durch gar nichts. In der Mitte auf dem Feuer stand der Topf mit der köstlichen Suppe. Auch die Menschen um den Topf hatten dieselben langen Löffel.

Aber sie sahen alle wohlgenährt und gesund aus, waren freundlich und glücklich. Denn niemand versuchte sich selbst zu sättigen sondern benutzte seinen Löffel dazu, die Suppe dem anderen vorsichtig in den Mund zu schieben. Jener wiederum, wurde von einem anderen gesättigt.

Beim Verlassen dieses Raumes stand auf dem Türschild:
„Das ist der Himmel“.

Nach einer orientalischen Lehrgeschichte

Der Himmel ist viel näher, als wir denken!
(Die Hölle aber auch!)

Spekulationen, Mutmaßungen und Meinungen gibt es mehr als genug über den Himmel und die Hölle. Wie immer man über diese „Orte“ oder „Zustände“ auch denken mag, ob man an ein Leben nach dem Tode glaubt (im Himmel oder der Hölle), oder auch nicht – eines jedenfalls ist sicher: Der Himmel und die Hölle sind viel näher, als wir glauben.

Denn wir leben schon darin und merken es nicht einmal. So, wie wir Menschen geartet sind, geben wir uns ja niemals mit etwas zufrieden, z. B. mit dem Glück, auf diesem wunderschönen Planeten leben und das Leben als solches entdecken und auch genießen zu können.

Unwillkürlich ist man an das alte Volkslied „Der Hans im Schnakenloch“ erinnert.

Der Ursprung dieses Liedes „De Hans im Schnakeloch“ ist offenbar nicht genau festzulegen, es wurde aber immer wieder literarisch aufgegriffen und gilt bis heute im Elsass als eine Art selbstkritische „Nationalhymne“. Hier ist die 1. Strophe:

De Hans im Schnakeloch
het alles, was er will
und was er will,
des het er net
Un was er het,
des will er nitt
De Hans im Schnakeloch
het alles, was er will.

Übersetzung:

Der Hans im „Sumpfloch“
hat alles, was er will.
Und was er will,
das hat er nicht,
und was er hat,
das will er nicht.
Der Hans im „Sumpfloch
hat alles, was er will.

Wie und was auch immer wir darüber denken – ob konfessionell religiös, esoterisch, frei spirituell oder eben nicht -, die Geschichte von Himmel und Hölle zeigt uns, dass jede Spekulation oder Mutmaßung über die Existenz eines Himmels oder einer Hölle zu leeren Phrasen werden, solange wir nicht das uns zur Verfügung stehende Leben, das unserer Mitmenschen und das der ganzen Natur schätzen und lieben lernen. Erst dann wird allmählich das Mitgefühl (nicht Mitleid) die Gier, Rücksichtslosigkeit und den Egoismus ablösen.

Dann müssen wir auch nach keinem spirituell selbstgemachten Himmel mehr streben oder gar ein manipulativ erfundenes Höllenszenario fürchten, da wir wissen, dass es jeder Mensch selbst in der Hand hat, seinen Himmel oder seine Hölle auf Erden schon zu gestalten.

Was dann nach dem Tod kommt, das werden wir noch früh genug erfahren 😉

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter
Schreibkurs für kreative - kreativ schreiben lernen

Das Glück ist viel näher, als wir oftmals denken!

Glück

Das Glück ist ganz nahe!

Ein Mönch hörte eines Tages von einem Ort, an dem der Himmel die Erde küssen solle. Jeder, der diesen Ort aufsuche, wäre sofort mit unendlicher Weisheit, fortwährendem Glück und nie versiegendem Wohlstand gesegnet.

Ohne zu zögern verließ der Mönch seine Klosterzelle und machte sich auf den Weg, diesen Ort zu suchen. Viele viele Jahre wanderte er durch die Welt, traf Philosophen, Schriftgelehrte, Rechthaber und Besserwisser. Aber den Weg zu diesem wunderbaren Ort konnte ihm niemand sagen. Endlich aber, sollte sein Wunsch in Erfüllung gehen und eines Tages stand er vor einem großen Tor, hinter dem sich dieser sagenumwobene Ort befinden sollte.

Ganz aufgeregt und voller Erwartungen öffnete er vorsichtig das Tor und schloß dabei seine Augen. Er trat ein und als er die Augen wieder öffnete, da stand er wieder in seiner eigenen Klosterzelle.

(Nach einer alten Lehrgeschichte, bearbeitet von Karlheinz Schudt)

Haben Sie Ihr Glück gefunden?

Kennen Sie solche Seminare, aus denen man beglückt herauskommt und nach einigen Tagen zu Hause feststellt, dass einen der graue Alltag mit seiner täglichen Routine wieder erfasst hat und allmählich die aus diesem Seminar gewonnenen Glücksmomente zunichte zu machen scheint?

Wie viele Bücher und Schriften haben Sie schon gelesen, wie viele Vorträge haben Sie besucht, die Ihnen ein glücklicheres Leben versprochen haben und von deren Versprechungen sich nur sehr wenige erfüllt haben? Wie oft haben Sie sich selbst schon gefragt, dass Lebensglück, Liebe, Erfolg und Gesundheit Privilegien sind, die nur für auserwählte Persönlichkeiten bestimmt sind? Was haben Sie sich für Ihre innere Entfaltung aus finanziellen Gründen nicht geleistet, weil Sie sich selbst dafür nicht genügend wert gefühlt haben?

Viele Menschen glauben, dass ihre Schwierigkeiten im Leben von äußeren Faktoren abhängig sind und auch nur dort zu lösen sind. Aber das ist ein Irrtum! Krisen oder Probleme sind Chancen, die das Leben einem schenkt, um zunächst die eigene innere Einstellung zu ändern, Konsequenzen aus alten Vorstellungen, Meinungen und Handlungen zu erkennen und sich an das Wesentliche im Leben zu erinnern:

– Was kann ich ohne Zwang und ohne komplizierte Übungen mit Freude tun, um selbst in kurzer Zeit und dauerhaft immer mehr in Lebensglück, Liebe, Erfolg und Gesundheit zu leben?

– Wie kann ich anderen Menschen beistehen, dasselbe zu tun?

Sie möchten sich weiter in dieses Thema vertiefen? Nichts leichter als das!

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter

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Sei doch (k)ein Frosch! Glaube an Dein Lebensziel!

Lebensziel„Einst lebten in einem Teich ein paar Frösche, die den sehnlichsten Wunsch verspürten, ihr größtes Lebensziel, den höchsten Berg ganz in der Nähe zu erklimmen, um endlich einmal den Sonnenaufgang in seiner ganzen Pracht bewundern zu können. Sogleich machten sie sich auf den Weg.

Schon nach einer kleinen Wegstrecke in Richtung Ziel, gaben die ersten auf und riefen: ‚Den Gipfel des Berges erreichen wir niemals, wir sind ja nur Frösche!‘ Nach einer Weile riefen wieder ein paar: ‚Der Berg ist viel zu hoch, das ist unmöglich!‘ und blieben zurück. Schließlich, einige Stunden später, da keuchten die letzten: ‚Die anderen haben bereits aufgegeben, warum sollten wir uns noch abhetzen für einen sinnlosen und verrückten Traum?‘ So kehrten auch sie wieder um.

Nur einer, ein einziger Frosch hüpfte ungeachtet der Mahnungen und Zweifel der anderen Frösche weiter. Was immer ihm die zurückgebliebenen auch zuriefen, wie sinnlos sein Unterfangen wäre und welche Gefahren ihm unterwegs begegnen könnten, er ließ von seinem Vorhaben nicht ab und erreichte schließlich den Gipfel des Berges, von dem er auch heute noch die wunderschönsten Sonnenauf- und Sonnenuntergänge bewundern konnte.

Wollt Ihr wissen, warum er sein Lebensziel erreicht hat?
Ganz einfach – er war taub!“

(Verfasser unbekannt, neu bearbeitet von Karlheinz Schudt)

Sei doch (k)ein Frosch! Glaube an Dein Lebensziel!

Sicherlich kennen Sie das auch: Sie haben einen Traum, eine Vision, ein Lebensziel, das Sie schon seit vielen Jahren umsetzen wollen. Aber immer wieder werden Sie von den Meinungen und angeblich gut gemeinten Ratschlägen Ihrer Mitmenschen von der Verwirklichung abgehalten.

Ich jedenfalls kenne diese Situation sehr gut und ein solches Szenario wiederholt sich Zeit meines Lebens in nahezu regelmäßigen Abständen. Mittlerweile habe ich diesen „menschlichen Mechanismus“ durchschaut und er hilft mir jetzt sogar dabei, noch schneller an mein Lebensziel zu kommen. Dabei sind mir die Märchen, Lehrgeschichten oder Weisheitsgeschichten immer eine sehr große Hilfe gewesen!

Wer diese Märchen oder Geschichten frei und von Herzen erzählen kann, hat eine beglückende Tätigkeit für sich und andere gefunden. Wie man aus dieser Leidenschaft ein Hobby, eine Berufung oder sogar einen Beruf machen kann, das erfahren Sie beim Klick auf nachfolgenden Link oder auf das linke Bild unten:
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Und wenn es sich dabei auch noch um die EIGENEN Märchen oder Geschichten handelt, dann ist das Glück komplett! Mehr darüber erfahren Sie im einmaligen  Schreibkurs für kreative. Klicken Sie einfach auf den nachfolgenden Link oder auf das rechte Bild unten:
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© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter

Wenn der Tod kommt, dann ist Sense!

sonnedunklewolken

Wenn der Tod kommt, dann ist Sense!

Die lateinische Redewendung „taliter aliter“ (vollkommen anders) hat ihren Ursprung in einer mittelalterlichen Erzählung von zwei Mönchen, die sich das Jenseits in den schönsten Farben ausmalten, und sich dann gegenseitig versprachen, dass der, welcher zuerst sterben würde, dem anderen im Traum erscheinen und ihm nur ein einziges Wort sagen solle.

Entweder „taliter“ – es ist so, wie wir uns das vorgestellt haben, oder „aliter“ – es ist anders, als wir es uns vorgestellt haben. Nachdem der erste gestorben war, erschien er dem anderen im Traum, aber er sagte sogar zwei Worte: „Taliter aliter!“ – Es ist VOLLKOMMEN ANDERS als in unserer Vorstellung.

Stellen Sie sich einmal vor, Sie haben Ihr ganzes Leben lang meditiert, gebetet, eine spirituelle Übung nach der anderen gemacht, sich unzählige Vorstellungen über ein „Leben nach dem Tod“ zurechtgelegt, Vorträge, Kurse und Seminare besucht und sich eine Meinung nach der anderen gebildet.

Eines sicheren Tages werden wir Menschen ja alle diesen „Weg ins Jenseits“ gehen, aber kam Ihnen auch schon einmal der Gedanke, dass alles „dort“ ganz anders sein könnte, als wir es uns jemals ausmalen konnten?

Alles ist ganz anders!

Nun stellt doch der religiöse Mensch auf einmal fest, dass „Gott“ ganz anders ist und sich überhaupt nicht an seine menschlichen Vorstellungen hält und der Atheist erkennt plötzlich die geistige Fülle des Universums und dass „Gott“ im Grunde niemand anderes war und ist, als er selbst.

Wie viele Vorstellungen, Bilder und Meinungen machen wir uns doch im Laufe des Lebens? Wir bewegen uns voll von alten Erfahrungen nur noch in der Vergangenheit, sind von politischen und spirituellen Meinungen über etwas zum ziellosen Dahinvegetieren getrieben, klammern uns an Geld, materiellem Gut, Besitz und äußerem Reichtum fest und bemerken nicht einmal, dass wir unseren „Rucksack“ fürs Leben mit „altem Zeug“ nur noch voller packen. Das eigentliche Leben rauscht an uns vorbei und wir, wir sind nur noch mit der Last unseres Rucksackes beschäftigt.

So kommen wir eines Tages an dieGrenzen unseres so scheinbar mühsamen Lebens und überschreiten die Schwelle zum Tod – und was erleben wir?

Dunkelheit, Regungslosigkeit und absolute Stille!

Erschreckt Sie der Gedanke? Und wenn ja, was erschreckt Sie daran? Ist es die Tatsache, dass Sie plötzlich vollkommen auf sich gestellt sind, dass es keine Flucht mehr in äußere Ablenkungen gibt, dass die jahrzehntelangen Vorstellungen und Meinungen über etwas sich urplötzlich auflösen in „Schall und Rauch“?

Ist es die scheinbare Leere, die Sie vielleicht antreffen?

Wer nicht stirbt, bevor er stirbt, verdirbt, wenn er stirbt.
(Jacob Böhme, Mystiker und Schuster von Görlitz, 1575 – 1624)

Vielleicht aber hat diese Leere gar nichts mit dem eigentlichen Tod zu tun, sondern nur mit unserer Einstellung zum „vorangegangenen“ Leben? Eventuell ist sie nichts anderes, als die Konfrontation mit unserem ureigenen Selbst? Möglicherweise zeigt sie uns das, was wir ein ganzes Leben lang vernachlässigt haben, da wir viel mehr mit unseren Vorstellungen über das Leben beschäftigt waren, als mit dem Leben selbst!

Auch hier könnte uns das Märchen wertvolle Hinweise bieten, Leben und Tod einmal von einem ganz anderen Blickwinkel aus zu betrachten.

Das Märchen ist in seiner wohlbekannten und vertrauten Art völlig unkompliziert. Wie oft bemerken wir, dass im Märchen die Ebenen sich blitzartig ändern. Der Märchenheld hat Kontakt mit einem Menschen und im nächsten Augenblick unterhält er sich mit Zwergen, sprechenden Tieren oder anderen zauberhaften und übersinnlichen Wesen.

Für das Märchen gibt es die Trennung zwischen Leben und Tod nicht. Der Märchenheld ist wach im Diesseits und wach im Jenseits. Er lässt sich z. B. vom Fährmann über den Strom des Lebens hinüberfahren und trifft am anderen Ufer den Teufel, den er mit Hilfe seiner Ellermutter um drei goldene Haare beraubt, die ihm schließlich zu einem weisen und liebenden König verhelfen.

Der Märchenheld lebt und handelt in einer Welt mit unterschiedlichen „Bewusstseinsebenen“, aber auf jeder Ebene ist er wach und präsent.

So können wir vieles von den Märchenhelden und -heldinnen lernen und so manche Schwellenerlebnisse im Alltag könnten neue Türen öffnen, die wir vorher niemals vermutet hätten.

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter
Schreibkurs für kreative - kreativ schreiben lernen