Traum oder Wirklichkeit?

Neulich träumte ich, ich wäre ein Schmetterling. Und als ich erwachte, da wusste ich nicht, ob ich nun ein Mensch bin, der träumte ein Schmetterling zu sein, oder vielleicht ein Schmetterling, der träumt ein Mensch zu sein?
(Nach dem altchinesischen Philosophen Zhuangzi)

Die Realitäten sind verschieden in der Wahrnehmung, so heißt es jedenfalls. Und nicht selten hört man, dass Träume nichts anderes sind, als „Schäume“, also null und nichtig. Beobachtet man aber Kinder, so gibt es für sie keine Trennung zwischen Traum und Wirklichkeit. Sie sind sowohl in der Traumwelt als auch in der sogenannten Realität gleichzeitig zu Hause.

Wenn nun Träume nicht nur beschränkt werden auf das, was wir in der Nacht erleben können oder darauf, was wir an Wünschen mit uns tragen, dann ist die Traumwelt ja etwas, was viel mehr mit unserer gesamten Innenwelt zu tun hat. Ist sie deshalb unwirklich, nur weil wir diese Innenwelt nicht mit den äußeren Augen sehen oder mit unseren Händen greifen können?

Nahezu alles stammt aus der Traum- oder Innenwelt!

Stammt nicht vieles oder nahezu alles, was wir im Äußeren wahrnehmen oder kreieren, aus der Innenwelt, aus einer Idee, einem kreativen Gedanken, einer Inspiration bzw. einer Eingebung? Kein Mensch, ob Erfinder oder Künstler, etc., hat jemals etwas geschaffen, wenn es nicht zuvor in seinem Traum oder seiner Innenwelt vorhanden war.

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Die weiße Taube – Wahres Glück findest du in Dir!

Die weiße Taube

Wer kennt nicht die bekannten Märchen der Brüder Grimm? Rumpestilzchen, Rotkäppchen, Dornröschen, Aschenputtel – über 200 Märchen und Fragmente haben die beiden Brüder gesammelt, die von Beruf eigentlich Sprachforscher, -wissenschaftler und Volkskundler waren.

Viele der von den Brüdern Grimm gesammelten Märchen schildern in seelisch-spirituellen Bildern den Weg des Märchenhelden (oder der Märchenheldin) durch viele Prüfungen hindurch bis er (oder sie) schließlich die Herausforderungen meistert und das Glück findet, die Vereinigung mit der zweiten, „verlorenen Hälfte“.

Man glaubt ja immer noch, dass die Märchen für Kinder sind, aber in früheren Zeiten wurden sie sowohl Kindern, wie auch Erwachsenen erzählt. Daher schildern sie als Sinnbilder auch keine historischen, sondern innere Reife- oder Unreifeprozesse des Menschen. Märchen sind eben poetische Geschichten der Seele und deren Wahrheit kann eben nur mit dem Herzen verstanden werden.

Das Streben nach Glück

Schließlich hat noch kein Mensch eine Taube gesehen, die sich in eine Prinzessin verwandelt, wie zu hören in dem gleichnamigen Märchen „Die weiße Taube“. So schildern uns die Märchen immer wieder von Neuem in unzähligen Varianten, dass sich wahres Glück nur im Inneren des Menschen finden lässt und jede Bestrebung nach äußerem Glück kurz- oder mittelfristig zu immer mehr Frust und Unzufriedenheit führt.

Der Märchenerzähler Karlheinz Schudt von der Märchenbühne aus Vlotho erzählt in obigem Video vor Kindern und Erwachsenen das relativ unbekannte Märchen von der weißen Taube, das erstmals in der Grimmschen Urfassung von 1810 veröffentlicht wurde.

Wahres Glück findest Du in Dir - Broschüre und Hör-CD


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Warum die Hummel nach Ansicht der Wissenschaft nicht fliegen kann …

Die Hummel fliegt doch!Wussten Sie schon, dass die Hummel eigentlich gar nicht fliegen kann? Nein? Nun, nach wissenschaftlich-flugtechnischen Erkenntnissen des Menschen ist ihr Körper im Verhältnis zu ihren Flügeln viel zu schwer, so dass sie gar nicht erst vom Boden abheben kann. Dem Himmel sei Dank, dass die Hummel dies nicht weiß. Sie fliegt einfach!

Warum immer so kompliziert?

Es ist doch erstaunlich, wie kompliziert wir Menschen uns doch das Leben immer wieder machen! Erinnern Sie sich noch, wie mühsam Sie damals als Kind laufen gelernt haben? Nein, wahrscheinlich nicht. Aber wenn Sie kleine Kinder heute anschauen, wie sie laufen lernen durch Hinfallen, Aufstehen, Hinfallen, Aufstehen …, dann ist dies doch die natürlichste Sache der Welt.

Kein Kind käme jemals auf die Idee, zu glauben, es würde nie laufen lernen. Es muss also im Innersten seines Wesens überzeugt sein, dass es Erfolg haben wird. Und Recht hat es! Also lernt es auch laufen.

Das Bewusstsein der Erde

Ein anderes Beispiel: In immer mehr Kreisen spricht man heute von einem „Bewusstsein der Erde“. Stellen Sie sich einmal vor die Erde würde von heute auf morgen sagen: „Nun habe ich keine Lust mehr, Erde zu sein. Ich habe schon viel zu lange die Materie verdichtet und zusammengehalten für eine so genannte intelligente Schöpfung, die mich doch nur gnadenlos ausbeutet und zerstört. Ich hab’s satt, ich löse mich auf!“

Dummer Gedanke? Vielleicht, aber Tatsache ist, dass die Erde seit undenklichen Zeiten Ihre Aufgabe beharrlich vollzieht und die Basis gerade durch den Zusammenhalt der Materie auch für die körperliche und seelisch-geistige Entwicklung des Menschen bereitet.

Nichts wie weg!

Aber wie verhalten wir so genannten erwachsenen Menschen uns bei Schwierigkeiten? Wie schnell werfen wir bei jedem kleinen Problem die Flinte ins Korn, anstatt es als Wegweiser für den schnellsten und besten Weg zum Ziel zu sehen? Wir gehen meist davon aus, dass das Leben oder die Schöpfung uns unvollständig, falsch und äußerst fehlerhaft geschaffen hat.

Daher meinen wir, jemanden zu brauchen, der uns sagt, was für uns richtig ist und der unsere scheinbaren Probleme löst. Wie enttäuscht oder gar wütend sind wir dann, wenn auch von dort die Lösung nicht kommt oder gar alles noch komplizierter und undurchschaubarer wird: in der Politik, der Wirtschaft, dem Gesundheitswesen, der Pädagogik oder im spirituellen Leben (Religion, Weltanschauung, etc.).

Welche Konsequenzen nehmen wir auf uns?

  • Sind wir wirklich weiser geworden oder haben wir nur neue (Lehr-)Meinungen, Weltanschauungen und Vorurteile aufgeladen?
  • Sind wir wirklich liebevoller und glücklicher geworden oder haben wir uns mit immer neuen äußeren Vergnügungen und Ablenkungen beschäftigt?
  • Sind wir wirklich erfolgreicher geworden oder nur ein paar Schritte auf der Gehaltsstufe bzw. Karriereleiter nach oben gerutscht?
  • Sind wir dadurch wirklich gesünder geworden oder ist unser Medikamentenschrank noch voller geworden?

Anstatt wirklich frei und glücklich zu werden, fühlen sich viele Menschen als „arme Sünder“ in diesem „irdischen Jammertal“ und leben Tag für Tag in dem Glauben, dass es reiche und arme Menschen geben muss. Doch die Natur zeigt uns etwas ganz anderes: Sie produziert alles in Überfülle. Viel mehr als überhaupt nötig ist!

Die Hummel kümmert sich um keine Meinung – sie fliegt einfach!

Auch die Hummel kümmert sich nicht um irgendeine Meinung, schon gar nicht darum, ob sie nun nach menschlicher Vorstellung fliegen kann oder nicht. Es wird ihr nicht einmal gesagt, ob sie dies auf dem Kopf, auf einem Beinchen oder mit einer besonders demütigen Haltung vollziehen sollte. Sie tut es einfach. Einfach so! Und mit welcher Ruhe, mit welcher Kraft und Ausdauer! Ob aus Spaß an der Freude, aus Instinkt, aus göttlicher Voraussicht, aus einem Überlebensdrang heraus – ganz egal, die Gründe sind überhaupt nicht wichtig für sie. Sie folgt einfach ihrer inneren „Lebens-Sehnsucht“.

Den ureigenen Weg gehen!

Auch jedes echte Märchen zeigt dies immer wieder aufs Neue: Die Märchenheldin oder der Märchenheld, meist der von anderen ausgeschlossene und verlachte Dummling, fragt sich niemals, in welche Schwierigkeiten er denn während seines Lebens geraten könnte.

Er geht seinen Weg voller Vertrauen auf das Gelingen all seiner Vorhaben. Aber nicht mit einem Kopf voller Meinungen, Vorurteile und Wissen, sondern mit einem freudigen Gemüt, einer gehörigen Portion Mitgefühl für die Welt und mit der Bereitschaft, von Herzen ungewöhnliche und lebensbejahende Lösungen zur Bewältigung anstehender Krisen zu finden – und er/sie kommt damit immer ans Ziel und wird ein/e weise/r und liebende/r König oder Königin.

Warum die Hummel nun tatsächlich fliegen kann und woraus der Märchenheld und die Märchenheldin ihre ungewöhnlichen, lebensbejahenden Lösungen und ihr Vertrauen in die Welt schöpfen, das ist ein offenes, einfaches und völlig natürliches Geheimnis, das uns meist näher ist, als der eigene Atem.

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter
Erzählerkurs, Lernprogramm Märchen erzählen lernen

Was eine sprechende weiße Taube mit himmlischer Inspiration zu tun hat

taubeIn der Sammlung der Brüder Grimm finden sich einige Märchen, in denen sprechende weiße Tauben vorkommen. Aber auch in biblischen Darstellungen wird die weiße Taube als Überbringerin himmlischer Botschaften dargestellt. Ob es sich dabei z. B. um das Märchen Aschenputtel, die Drei Sprachen oder die Weiße Taube handelt – immer spielen diese Vögel eine bedeutende Rolle, die meist mit einer Botschaft oder Nachricht an die Märchenheldin oder den Märchenhelden in Verbindung zu bringen sind.

In einer ganz einfachen Betrachtung über solche Märchenbilder entdecken die TeilnehmerInnen der Geschichten- und MärchenerzählerIn-Ausbildung, wie erfüllend es sein kann, nicht gleich irgendwelche in der Vergangenheit von berühmten Koryphäen geäußerten Aussagen oder Interpretationen über solche oder andere Symbole zu übernehmen. Viel wichtiger ist es, im eigenen INNEREN und ganz INDIVIDUELL diese seelisch-spirituellen Bilder zu entdecken und zu ERLEBEN, so dass sich das Geheimnis jener Botschaften einfach, natürlich und ganz von alleine offenbaren kann.

Himmlische Inspiration, die JEDEM Menschen zuteil werden kann

Es liegt doch nahe, dass es sich bei einer sprechenden weißen Taube wohl nicht um ein reelles Tier handelt. Zwar steht die besondere Fähigkeit eines solchen Tieres im Vordergrund. Und diese Fähigkeit wurde früher verwendet, um Botschaften über eine lange Strecke hinweg zu übermitteln. Noch heute kennen wir den Begriff „Brieftaube“. Die Taube kann also über große Distanzen hinweg ihr Bestimmungs-Ziel finden und darüberhinaus an ihren Ursprungs-Ort wieder zurück fliegen.

Doch wenn im Märchen ein solches weibliches Wesen geschildert wird, das sich in den Lüften (im Himmel) bewegt, spricht (zum Herzen des Menschen) und darüberhinaus auch noch weiß (rein, ursprünglich) ist, dann können wir ziemlich sicher sein, dass es sich hier um eine Art himmlische Inspiration handelt, die JEDEM Menschen zuteil werden kann, sofern er sich dafür öffnet. Und dies ist völlig unabhängig von jedweder Religion, Konfession oder Glaubensrichtung.

Pfingsten – die weiße Taube in der christlichen Tradition

So wird die weiße Taube auch mit dem christlichen Fest Pfingsten in Verbindung gebracht, das erstmals im Jahre 130 erwähnt wurde und die Entstehung des „Heiligen Geistes“ zum Inhalt hat. Wen oder was nun jener geheimnisvolle Heilige Geist letztendlich symbolisieren soll, ist trotz vielerlei theologischer Erklärungen nicht einleuchtend. So liegt in der christlichen Dreieinigkeit „Vater, Sohn und Heilige Geist“ die Vermutung nahe, dass es sich beim „Heiligen Geist“ um das mütterliche oder weibliche „Prinzip“ handelt und in der menschlichen Urbeziehung „Vater, Kind UND Mutter“ seine Wurzeln findet.

Warum nun diese von der Schöpfung angelegte Urbeziehung (besonders das mütterliche bzw. weibliche Prinzip) als Entstehung jedes menschlichen Lebens von christlicher Seite her so rätselhaft umschrieben und mysteriös verklärt wird, ist wohl eine andere Geschichte. Ein wesentlicher Hinweis wäre wohl darin zu finden, dass gerade große Teile der kirchlichen Führung (aber auch anderer Religionen) in Bezug auf ihre geschichtliche Vergangenheit und Gegenwart schon immer eine sehr zweifelhafte und gespaltene Beziehung zu allem „Weiblichen“ hatten.

Dringender Reform-Bedarf: „Vater-Gott, Mutter-Gott, Kind-Gott“

Es wäre schon längst an der Zeit, dieses Dogma schnellstens zu reformieren und dieser Dreieinigkeit „Vater, Sohn, Heiliger Geist“ einen neuen, gleichwertigeren und gleichberechtigteren Stellenwert einzuräumen, der in der Bezeichnung „Vater-Gott, Mutter-Gott, Kind-Gott“ einen zeitgemäßen, einfachen und natürlichen Ausdruck fände und dem wahren Leben sicherlich am Nächsten käme.

Wenn auch Sie den Eindruck haben, dass dies ein wesentlicher Ansatz wäre, um sich wieder diesen Aspekt jener weiblichen Kraft bewusst zu machen, die ganz besonders in der heutigen Zeit für Frau und Mann notwendiger denn je wäre, um aus dem Kreislauf der unendlichen Diskussionen, Besserwisser und Rechthaber allmählich herauszukommen, dann besuchen Sie doch die Märchen- und Lichttage.

Sie finden jährlich und regelmäßig zu Himmelfahrt im Märchenzentrum in Vlotho, zu Pfingsten in der Lebenskunstschule „Die Blaue Rose“ bei Fischerhude, voraussichtlich im Juni im Märchen- und Lichthaus Großarl (Salzburger Land) und im September im Märchen- und Lichthaus Hannover statt. Diese festlichen, entspannenden und erfüllenden Kreativ-Tage widmen sich u. a. den 7 weisheitsvollen Urbildern des Lebens und des Märchens sowie den 4 wichtigsten Bereichen des Alltags „Glück, Liebe, Erfolg und Gesundheit“.

Hier die nächsten Termine der Märchen- und Lichttage im Überblick:

04. bis 08. Mai 2016 in Vlotho (Märchenzentrum)
14. bis 16. Mai 2016 Fischerhude, Ottersberg (Die Blaue Rose)
Juni 2016 in den Salzburger Bergen (Großarl, Österreich)
09. bis 11. September 2016 Märchen- und Lichthaus in Hannover

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter

Erfolg mit Märchen – Mit Weisheit und Liebe zum Ziel!

Erfolg mit Märchen

Was hat Erfolg mit Märchen zu tun? Nun, schauen wir uns die Märchen etwas näher an, so stellen wir fest, dass im Grunde jeder Märchenheld, und ganz besonders der Dummling, von vorn herein auf Erfolg eingestellt ist – er weiß es nur (noch) nicht!

Erstaunlicherweise gibt es im Märchen unzählige Dummlinge, die aus sehr ärmlichen Verhältnissen stammen und König werden. Und das ist etwas sehr Bemerkenswertes. Was den Dummling oder Einfältigen jedoch von vielen zeitgenössischen Erfolgsmenschen unterscheidet, ist die Tatsache, dass er weniger oder gar nicht an seinen persönlichen Erfolg denkt, sondern eher daran, wie er seine ihm eigene Lebensaufgabe und sein Lebensziel verwirklichen kann und anderen gleichermaßen dazu verhilft.

Das Ziel im Märchen (und im Leben):
Weisheit und Liebe!

Und dieses Ziel ist im Märchen die Weisheit und die Liebe, was sich sinnbildlich in der Vollendung und Vereinigung des inneren Königs und der inneren Königin ausdrückt. Wahres Königsein im Märchen (und im Leben) bedeutet also nicht, andere zu knechten oder zu beherrschen, sondern ihnen zu helfen, ebenfalls König oder Königin, HerrscherIn über ihr inneres und äußeres Reich zu werden, in dem sie in Glück, Liebe, Erfolg und Gesundheit leben können.

Nicht die Hochmütigen, Eitlen oder „Gescheiten“ werden König, sondern jene, die ein offenes, einfaches und kindliches Gemüt haben, die Mitgefühl und Einfühlungsvermögen zeigen und die sich vollkommen und unbeirrbar der Aufgabe hingeben, die sie im Herzen tragen.

Wenngleich dieser Weg im Leben aufgrund vieler Anfechtungen von außen nicht immer ganz leicht ist, so ist er doch weitaus erfüllender, seine wahren Fähigkeiten und Stärken zu entdecken, bejahen und einzusetzen, als tagtäglich eine Aufgabe verwirklichen zu müssen, die nicht dem eigenen Naturell entspricht und meist von „außen“ bestimmt ist.

Am Beispiel des Grimmschen Märchens vom Wasser des Lebens können wir sehr schön erkennen, wie uns gerade der tiefste Herzens-Wunsch zum Ziel bringt.

Wie das „Wasser des Lebens“ zum Erfolg führt!

Da lässt sich die Königstochter eine Straße von Gold bauen und spricht zu ihren Dienern, wer darauf geritten käme, das wäre der rechte Bräutigam. Wer nicht, den sollen sie wieder zurückschicken.

So kamen nun also die drei Prinzen daher, einer nach dem anderen. Dem Ältesten war die Straße zu schade, da er beim Überqueren etwas beschädigen könnte und er ritt nebenher. Am Schloss aber wurde er abgewiesen mit den Worten, dass er nicht der Rechte wäre. So ging es auch dem zweitältesten Prinz.

Erst der jüngste, der sich nicht um die Straße kümmerte und sich von ihr nicht verblenden ließ, führte sein Pferd geradewegs über die Straße hinweg zur Königstochter. Er sah die goldene Straße nicht einmal, sondern benutzte sie und hatte dabei nur sein Ziel im Sinn, die Hochzeit mit der Königstochter, die Verbindung mit seiner fehlenden Hälfte, die Liebe.

Den vollständigen Text dieses von den Brüdern Grimm gesammelten Märchens finden Sie beim Klicken auf folgenden Link:

>>> Märchen vom Wasser des Lebens <<<

Ich wünsche auch Ihnen, dass Sie Ihr inneres Ziel nicht aus dem Auge verlieren und sich nicht durch äußere Bestimmungen, Anfechtungen und Ablenkungen vom Wesentlichen entfernen. Sie werden sehen, der glückliche Erfolg lässt nicht lange auf sich warten.

Schließlich endet ja jedes echte Märchen gut. Und falls einmal doch nicht, dann war dies noch nicht das Ende …

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter

maerchenlernprogramminfo

Märchen-Zeitschrift für Erwachsene: lichtvoll und märchenhaft

Märchen Zeitschrift

Im Märchen und im Leben geht es zunächst alles andere als lichtvoll zu, denn die Märchenheldinnen und -helden begegnen zuweilen Herausforderungen, die sie an die Grenzen ihrer Möglichkeiten bringen. Dennoch scheuen sie sich nicht, diese Herausforderungen dankbar, ohne Jammern und Klagen anzunehmen, und jede/r MärchenliebhaberIn weiß, dass die Prüflinge gerade daran wachsen und ihrem Ziel immer näher kommen. Nur so können sie es schließlich auch erreichen!

Dabei möchten Ihnen alle Autorinnen und Autoren dieser zeitlosen Märchenzeitschrift „Alles fließt in Fülle“ mit ihren Anregungen beistehen. Aber bitte erwarten Sie nicht, dass diese Zeitschrift nur etwas für’s „Köpfchen“ ist! Seit jeher ist der Märchen und Licht-Impuls bestrebt, den Menschen zu zeigen, dass wahre Lebensfreude, Schöpferkraft, das Glück und die Liebe aus dem Herzen kommen! Auf diesem Wege kann uns das „Köpfchen“ ein wenig dienen, aber auch nicht mehr! Daher unsere Empfehlung:

Lesen Sie diese Zeitschrift von Herzen! Spüren Sie nach, was die einzelnen Beiträge, Mini-Seminare, Märchen und Lehrgeschichten oder Meditativen Texte in Ihnen bewegen, was sie auslösen an Lichtvollem und zuweilen auch weniger Lichtvollem! Es hat alles etwas mit Ihrem Weg zu tun! Nützen Sie es als Hinweis, als Chance, Ihren eigenen Alltag noch glücklicher, liebevoller und erfolgreicher zu gestalten!

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter
Schreibkurs für kreative - kreativ schreiben lernen

Liebe – die ganze Welt dreht sich darum!

Liebe

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Es gibt sicherlich nicht einen Begriff in unserer Gesellschaft, der so belastet ist, wie das Wort Liebe. Kein Wunder, alle Menschen sehnen sich danach und keiner weiß im Grunde so richtig, nach was er oder sie sich sehnt.

Ist es nun jenes karitative, süßliche Gefühl, das so manche(r) missionsbeauftragte Mitbürger oder Mitbürgerin seinen „Glaubensschäfchen“ vermitteln möchte, um dadurch ewiges Seelenheil zu erlangen?

Vielleicht ist es gar der sentimentale und heroische Zustand, den uns so unzählige „Hollywood“-Filme (oder deren europäische Kopien) vermitteln und die uns zuweilen so manches Tränchen aus den Augen rollen lassen?

Kann es sein, dass sich Liebe in einer besitzergreifenden Zweisamkeit erschöpft nach dem Motto „Ich bin dein und du bist mein“?

Oder ist es schließlich die so viel gepriesene sexuelle Freiheit, mit der doch eine ganze Menge Menschen die Suche nach der Liebe begonnen und vor lauter „Freiheit“ vergessen haben, weswegen sie sich eigentlich auf die Suche begaben?

Was also ist nun jener Gefühlszustand, Gedanke oder Seins-Zustand Liebe?

Es geht nur um die Liebe

Fragen über Fragen, aber schauen Sie sich doch einfach einmal in Ihrem Umfeld um und beobachten Sie einmal, wo Ihnen das Wort Liebe begegnet. Achten Sie besonders einmal auf den Rummel, den die Menschen um diesen Zustand Liebe vollführen (besonders gut in der Vor- und Weihnachtszeit zu beobachten). Im Grunde dreht sich in der ganzen Welt alles nur darum. Selbst der Hass ist eine ins Gegenteil umgekehrte Liebesenergie.

Nahezu jeder Mensch versucht nun mit allen Mitteln diesen Zustand zu bestimmen, einzuordnen und zu kategorisieren. Vergeblich – eine solche Kraft lässt ich nicht zwingen, ein- bzw. verkaufen oder gar vermoralisieren – SIE IST EINFACH!

Und vor diesem, wie auch allen anderen unberechenbaren, wissenschaftlich nicht festzulegenden Zuständen haben die Menschen eben Angst. So ist es nicht verwunderlich, dass die meisten Bekundungen zur Liebe eher überlaute Hilfeschreie aus Angst vor dem „Selbst-nicht-geliebt-zu-werden“ sind, als tatsächliche Offenbarungen!

Was Märchen mit Liebe zu tun haben

Die echten Märchen sind da viel direkter und unkomplizierter! Sie schildern keine heftigen und überzogenen Gefühlswallungen des Märchenhelden, sie schildern auch sonst nicht sehr viel von seiner Gedankenwelt.

Was sie uns aber zeigen ist, dass jede(r) Märchenheld(in) mit einer gewaltigen Portion Urvertrauen in die Welt geht, sein/ihr Leben voller Kraft und Zuversicht in die Hand nimmt und Probleme meistert, da er/sie seinen/ihren Blick nur noch auf das Ziel richtet:

die Verbindung mit der zweiten Hälfte, seiner (ihres) inneren Braut (Bräutigams), die Verbindung der Gegensätze, das Auflösen und Vereinigen der Widersprüche, Polaritäten und schließlich das Eintauchen in jene universelle Kraft, die die Religionen gemeinhin als „göttlich“ bezeichnen und deren Wirken durch die Kraft der Liebe am Besten erfasst werden kann.

Vielleicht können uns auch hier die echten Märchen und weisheitsvollen Geschichten helfen, den Begriff Liebe unter weitaus mehr Blickwinkeln zu betrachten (und vor allen Dingen zu erleben), als wir dies bisher geahnt oder getan haben.

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter
Frei erzählen lernen von Geschichten und Märchen