Selbsterkenntnis – Nichts verdrängen, nicht dran hängen!

Selbsterkenntnis

Es war einmal eine junge Frau, die lebte in einem kleinen Dorf. Eines Tages, da beschloss sie, einige Rosen anzupflanzen. Sie grub die Erde um und pflanzte die schönsten Rosen ein, die sie finden konnte. Nach einiger Zeit, als die Rosen immer prächtiger wurden, da freute sich die Frau über ihre außergewöhnliche Schönheit.

Doch mit Schrecken musste sie feststellen, dass zwischen den wunderschönen Rosen auch eine Menge Löwenzahn hervorkam. Nun war guter Rat teuer. Alles was sie tat, um den Löwenzahn zu vernichten, schlug fehl. Der Löwenzahn wurde sogar immer kräftiger und unberechenbarer und kam an Stellen zum Vorschein, an die sie vorher gar nicht gedacht hatte. Das ärgerte die Frau, da ja nun die ganze Schönheit der Rosen darunter litt und sie wurde beinahe krank davon.

Eines Tages, da kam eine alte, weise Frau vorbei. Beide begrüßten sich freundlich und die jüngere der beiden klagte der älteren ihr Leid und was sie schon alles getan hatte, den Löwenzahn auszumerzen. Die ältere hörte geduldig zu und nach einer Weile da sprach sie ganz ruhig: „Tja, in diesem Falle kann ich Dir nur raten: Lerne den Löwenzahn lieben!“

(nach einer alten Sufigeschichte,
bearbeitet von Karlheinz Schudt)

Alles was wir bekämpfen, wird stärker …

Der Dichter und Schriftsteller Christian Morgenstern (1871 – 1914) ließ einmal in seinen Veröffentlichungen das Zitat verlautbaren: „Liebe das Böse gut!“

Nun klingt das ja für viele Menschen sehr abwegig, zumal wir eher noch nach dem alttestamentarischen Grundsatz handeln, „Auge um Auge, Zahn um Zahn!“ Obwohl wir uns als christliches Abendland  bezeichnen und die Lehren von Jesus gerne auf unsere Fahne schreiben, so wird es doch bei „Liebe Deinen Nächsten, wie Dich selbst“ oder „Wenn einer Dich auf die eine Wange schlägt, so halte ihm auch die andere hin“ schon etwas schwieriger, vor allem wenn es uns ganz persönlich betrifft. 

Nun geht es ja in der Regel und im Alltag selten um Differenzen und Streitigkeiten, die wir mit anderen Personen haben. Meist oder zunächst sind es Schwierigkeiten oder Disharmonien, die wir mit uns und in uns selbst zu bewältigen oder zu verwandeln haben und die sich nicht selten in seelischen Unstimmigkeiten bis hin zu Krankheiten ausdrücken. Dass dies dann Auswirkungen auf unsere Mitmenschen hat, ist naheliegend. Denn wer seine eigenen Probleme nicht löst oder sich selbst nicht schätzt und „liebt“, der kann auch niemand anderen lieben.

… und kommt da zum Vorschein, wo wir es nicht vermuten!

Wie aber in der obigen Geschichte sinnbildlich beschrieben, sind eben gerade jene unbewältigten oder immer wiederkehrenden, häufig leidvollen Schwierigkeiten oder Ärgernisse diejenigen, die wir am liebsten verdrängen oder ausrotten möchten. Aber sind gerade jene Schwierigkeiten nicht Herausforderungen, ja womöglich großartige Hinweise, um nach innen zu „hören“, was sie uns „sagen“ möchten, wie wir sie sinnvoll nutzen können und wozu sie für unser Leben gut sind? Denn jedes Verdrängen oder Auslöschen von vermeintlich Unangenehmen führt mittelfristig nur noch zu größeren Problemen, deren Lösung immer komplizierter wird. 

Und wer weiß, vielleicht verhält es sich dann wie in dem Grimmschen Märchen „Vom Sommer und vom Wintergarten“, auch bekannt in der französischen Fassung als „Die Schöne und das Biest“. Aus dem vermeintlich Bösen, Unliebsamen und Abstoßenden wird dann am Ende sogar etwas Königliches und Liebenswertes, etwas, das wir zu Beginn unseres begrenzten Verstandes und Vorstellungsvermögens niemals vermutet hätten.

Somit liegt es hauptsächlich an unserer inneren Einstellung zum Leben, nicht am Leben selbst. Und wie ein altes Sprichwort sagt: „Wie ein Mensch in den Wald hinein ruft, kommt es wieder heraus!“, so könnte man auch anders formulieren: „Wie ich mich und alle meine Seelenanteile betrachte, achte und schätze, so werden es auch meine Mitmenschen, mein Umfeld tun!“.

In diesem Sinne und sinnbildlich: „Lernen wir auch den Löwenzahn lieben!“

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter

Selbsterkenntnis durch kreativ schreiben lernen

Ist die Maerchenerzaehlerin Ausbildung überhaupt erschwinglich?

Märchenerzählerin oder Märchenerzähler

MaerchenerzaehlerIn Ausbildung: Nicht zu teuer?

Frage von Elisabeth L. an das Ausbildungs-Team der Erzählerin-Ausbildung.

Ich würde furchtbar gerne die Ausbildung zur Märchenerzählerin machen, aber kann sie mir nicht leisten. Ich finde diese Ausbildung ist sehr teuer und zeitaufwändig. Man hat sehr lange Anfahrtswege mit Übernachtungen und Verpflegung. Das ist dass, was diese Ausbildung noch teurer macht. Ich bin Erzieherin und habe schon den größten Teil meines Berufsleben hinter mir. Könnte man nicht für Leute in pädagogischen Berufen, die sich sehr fürs Erzählen eignen, verkürzte Kurse anbieten und zwar in Wohnortnähe? Eignen sich nicht ausgebildete Märchenerzähler dafür, diese Kurse zu halten? Muss es immer ein Profi sein?

Und zu mir: Ich kann erzählen. Ich könnte mich zur Not als Märchenerzählerin ausgeben, aber mir mangelt es an Ideen, was die Aufmachung betrifft, die Kulisse und das ganze drum herum. Da wäre ein kurzer Kurs mit vielen Tipps hilfreich. Geben Sie doch mal Ihrem Herz einen Stoß und lassen Sie sich dazu etwas einfallen. Ich freu mich auf Ihre Antwort.

Antwort dazu:

Teuer ist nur das, worin man persönlich keinen wirklichen Nutzen sieht

Danke für Ihre Nachfrage, aber die Ausbildung ist viel zu intensiv, zeit- und personalaufwändig, als dass wir sie in Hände geben könnten, die nicht aktiv in unserem Team mitarbeiten.

Wie Sie vielleicht in unseren Beschreibungen erkennen konnten, handelt es sich hier nicht „nur“ um eine erzählerische Darstellung nach außen hin, sondern gleichzeitig auch um einen „inneren Weg“, insbesondere mit den 7 Urbildern des Märchens und des Lebens (Urheber: Troubadour Märchenzentrum e.V.).

Das Zentrale dieses „Weges“ ist, die Menschen in ihrer persönlichen Lebensart hinsichtlich Weltanschauung bzw. Religion zu akzeptieren, ihre kreative Individualität zu fördern, ihr Urvertrauen zu stärken und das eigene Lebensziel klar zu erkennen und es Schritt für Schritt in die Tat umzusetzen. Dies ist u. a. ein besonderer und einzigartiger Teil dieser Ausbildung, der ja gerade das undogmatische, erlebte, individuelle und charismatische freie Erzählen aus dem Herzen ermöglicht.

Dieser MärchenerzählerInnen-Weg ist sowohl im Rahmen unserer Klassischen Ausbildung, wie auch im Rahmen unserer SOLO-Ausbildung möglich:
http://www.maerchen-erzaehler.de/seminare

Eine solche Lehrtätigkeit können also nur Menschen durchführen, die diesen Prozess über Jahre hinweg (durch alle Tiefen und Höhen hindurch) bewusst und praktisch gehen, lernbereit sind und sich sowohl auf die Inhalte, als auch auf die Gründer und AusbilderInnen und nicht zu vergessen, die Individualität der TeilnehmerInnen dieser Schulung einlassen können.

Solche Menschen zu finden, ist leider nicht einfach.

Selbstverständlich sollte man sich als potentielle(r) Teilnehmer(in) für diese Seminare innerlich entscheiden, um die Kosten inkl. Anfahrt und Übernachtung etc. auch zu bejahen. Das kann man/frau natürlich nur, wenn persönlich darin auch ein wirklicher Nutzen zu erkennen ist. Nebenbei erwähnt ist im Vergleich zu anderen Anbietern die Seminargebühr für ein Wochenende mit solchen Inhalten wirklich nicht teuer, zumal unser Team bisher ohne öffentliche und private finanzielle Unterstützung auskommen musste und muss.

Eine sehr preiswerte, effektive und erfüllende Alternative, um mit dem Märchen Erzählen lernen zu Hause schon zu beginnen, wäre auch das einmalige Lernprogramm Starterset für 69,- Euro zzgl. Versand.
(Mehr Infos beim Klicken auf diesen Text)

Man darf diese Seminar- und Schulungs- Preise nicht mit Preisen evtl. Einrichtungen vergleichen, die finanziell durch irgenwelche Institutionen (z. B. Staat, Kirche, Wirtschaft, Sponsoren, etc.) unterstützt werden und womöglich auch nach deren Richtlinien arbeiten müssen bzw. diese seminaristische Arbeit nicht als Ihre Haupterwerbs-Quelle sehen. Wir sind frei und möchten dies auch bleiben, zumal wir dann auch die besonderen Inhalte, die Qualität und nicht zu vergessen die vielen wertvollen Ergänzungen und Neuentwicklungen unserer Arbeit gewährleisten können.

Mehr dazu finden Sie hier:
http://klickjetzt.de/maerchenseminar

Wer Lösungen sucht, findet auch welche!

Wenn Sie natürlich in Ihrem Umfeld Menschen finden, die bereit sind, verbindlich einen Workshop (z. B. mit dem Thema Märchen Erzählen lernen) zu machen, dann sind wir auch gerne bereit, in Ihre Gegend zu kommen und dieses Seminar an Ihrem Ort durchzuführen. Somit würden zumindest Ihre Anfahrts- und Verpflegungs-Kosten wegfallen.

Weitere Infos dazu finden Sie über folgenden Link:
http://www.maerchenfest.de/maerchenworkshop

oder hier:
http://www.maerchenfest.de/maerchenvortrag

Vielleicht wäre dies eine Lösung, die allerdings auch Ihr Engagement erfordert!?

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter
märchenerzählenlernen