Welche Meinung ist die richtige? Eine Geschichte über Ansichten.

Welche Meinung ist die richtige?

Ein König rief einmal drei blindgeborene Menschen aus seinem Land zu sich, um ihnen einen Elefanten vorzustellen. Er führte sie vor das Tier und bat sie, ihm doch mitzuteilen, um welches Wesen es sich da handelte. Die Blinden wussten nichts über jenes für sie fremde Tier und betasteten es mit ihren Händen. Nach einer Weile sprach der König: „Nun, meine lieben Gäste, habt Ihr erkannt, um welches Tier es hier geht?“

Alle riefen wie aus einem Munde: „Ja, wir wissen nun, was ein Elefant ist!“ Und der erste Blinde, der das große Ohr des Elefanten abtastete, fuhr fort und sprach: „Der Elefant ist wie eine große Schaufel.“ Gleich darauf hörte man die Stimme des zweiten Blinden, der den Rüssel berührt hatte: „Nein, der Elefant ist wie eine Schlange.“ Ja und schließlich rief der dritte, der das Schwanzende des Tieres in seinen Händen hielt: „Auf gar keinen Fall, der Elefant ist wie ein Besen“.

So ging das eine ganze Weile. Jeder hatte die Meinung, den Elefanten in seiner Art erfasst zu haben. Mittlerweile gerieten sie in einen solchen Streit über das Aussehen des Elefanten, dass es immer bedrohlicher wurde. Jeder wollte recht haben und traute nur seinen eigenen Erfahrungen. Das Ganze jedoch, wie ein Elefant in Wahrheit von seiner Gestalt beschaffen ist, vermochten sie nicht zusammen zu bringen. Hätten sie nur einmal die Plätze getauscht, sie hätten sich gewiss ein umfassenderes und wahres Bild des Elefanten machen können und auch verstanden, was der andere meinte.

(Nach einer indischen Lehrgeschichte,
bearbeitet von Karlheinz Schudt)

„Ich finde einfach niemanden, der so häufig recht hat, wie ich!“

Selbstverständlich ist es immer eine Ansichtsache, wie man Dinge im Leben betrachtet, insbesonders, wenn es sich um Glaubensfragen handelt. Aber das ist schließlich die Freiheit des Menschen und so verhält es sich in Bezug auf jede Weltanschauung, Religion oder Lebenseinstellung. Gefährlich wird es nur, wenn eine dieser Ansichten zur allgemein gültigen Meinung erkoren wird und andere Menschen aufgrund ihrer Ansichten oder Erfahrungen ausgeschlossen oder bekämpft werden.

Ähnlich zeigt es sich bei der Interpretation, Deutung, Analyse oder Betrachtung von Märchen. Auch hier ist es immer eine Frage des Standpunktes, der eigenen Meinung und Lebenseinstellung, was man darin sehen möchte und was sie schließlich tatsächlich offenbaren. Nur wer genügend Bereitschaft und Offenheit mitbringt, seinen Blickwinkel zu ändern, wird weitaus mehr vom „Ganzen“ oder vom Geheimnis des Märchens (und des Lebens) erfahren, als jemand, der mit aller Macht und Vehemenz seinen Standpunkt oder seine Meinung verteidigt.

Rotkäppchen, nur eine harmlose Kindergeschichte?

So sagte einmal eine Teilnehmerin während einer Märchenfortbildung für Pädagoginnen:

„Ich dachte immer, dass es sich beim Märchen vom Rotkäppchen um eine pädagogische Moral-Geschichte mit erhobenem Zeigefinger handelt. Aber jetzt wird mir so langsam klar, dass es gar nicht darum geht, sondern um den ureigenen Weg, die Lebensaufgabe und das Lebensziel des Menschen in Gestalt von Rotkäppchen mit all den vielen äußeren Verlockungen und Ablenkungen, die es von seinem Weg abbringen. Unter diesem Gesichtspunkt erscheint mir auch die Erkenntnis in einem ganz anderen Licht, die Rotkäppchen am vermeintlichen Ende des Märchens offenbart: ‚Du willst dein Lebtag nicht wieder allein vom Wege ab in den Wald laufen, wenn dir’s die Mutter verboten hat.'“

Wenn auch Sie eine besondere und freilassende Methode kennenlernen möchten, mit der Sie nicht nur die offensichtlichen Seiten von Märchenbildern und -prozessen (oder die des Lebens) erkunden, sondern auch und besonders jene Offenbarungen, die weitaus tiefer (oder höher) liegen, dann besuchen Sie doch eines unserer Seminare, z. B. die Ausbildung zum(r) Märchen- und GeschichtenerzählerIn. Sie werden staunen, wie vielfältig, variationsreich und wahr die Märchen in Bezug auf das Leben eigentlich sind.

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter

Ein Hals, so lang wie ein Kamel

kamelhalsWie wäre es mit einem Hals, so lang wie ein Kamel?

Keine Angst, Sie brauchen sich nicht zu entstellen, denn wer läuft schon gerne als Mensch mit dem Hals eines Kamels herum. Auch so werden Sie ganz natürlich und auf sanfte Weise erleben, wie die Worte, die Sie sprechen, voller Leben und tiefer Weisheit sind. Aber lesen Sie zunächst das Märchen aus Dagestan:

Die Wünsche der drei Männer

Diese Geschichte begab sich unter der Regentschaft von Schah Abbas. Häufig mischte sich der Padischah verkleidet unter das Volk. Eines Tages, als der Schah wiederum durch die Straßen der Stadt schlenderte, hörte er, wie sich drei Männer unterhielten. „Wenn doch nur die Frau von Schah Abbas mir gehörte – einen größeren Wunsch hätte ich nicht“, sagte der erste. „Was soll ich mit seiner Frau – nein, seinen Reichtum möchte ich haben“, meinte der zweite. „Ich hätte gern einen so langen Hals wie das Kamel“, ließ sich der dritte vernehmen. „Mehr brauche ich nicht.“

Als Schah Abbas diese Unterhaltung vernommen hatte, eilte er in seinen Palast zurück und befahl der Palastwache, die drei Männer herbeizuschaffen. Umgehend wurde dieser Befehl ausgeführt. Der Schah hieß die drei Freunde die Rede, die sie geführt hatten, noch einmal vor ihm wiederholen. Wie sie sich auch schämten, sie mussten sich fügen. „Padischah, Allah beschere Euch Gesundheit, ich habe eine ungebührliche Rede geführt, ich habe gesagt, dass ich nichts anderes auf dieser Welt begehre als Euer Weib“, sagte der erste. „Padischah, Allah beschere Euch Gesundheit“, rief der zweite, „ich Unwürdiger, habe den Wunsch geäußert, all Euere Reichtümer zu besitzen.“

Der dritte aber schwieg. „Und was hast du dir gewünscht?“ wandte sich der Padischah an ihn. „Bei Allah, Padischah, ich habe mir gewünscht, einen so langen Hals zu haben wie das Kamel“, erwiderte er leise. Der Schah wunderte sich, dass einer einen Hals haben wollte, lang wie das Kamel, und er fragte den Mann nach dem Grund.

„Nun ja, wenn ich einen Hals hätte, so lang  wie das Kamel“, entgegnete jener, „würde jedes Wort, das ich äußern möchte, einen sehr langen Weg zurücklegen müssen, ehe es mir auf die Zunge kommt. Währenddessen würde ich über seinen Sinn und seine Bedeutung nachdenken. Ich könnte also lange überlegen und schließlich nur den klügsten Gedanken über die Lippen lassen, der keinem wehtäte. Deshalb hätte ich gern einen langen Hals.“ Dem Schah gefiel die Antwort des dritten Mannes. „Ohne deine kluge Antwort wärt ihr alle des Todes gewesen. So will ich deine Freunde entlassen, dich aber behalte ich in meinem Palast und nehme dich in meine Dienste als weisen Ratgeber.“

Sollten Sie nun den tiefen Wunsch verspüren, als MärchenerzählerIn oder GeschichtenerzählerIn mehr Vertrauen, Mitgefühl, Zuversicht und Weisheit in die Welt und unter die Menschen bringen zu wollen, dann zögern Sie nicht lange. Es gibt unzählige bekannte und unbekannte spannende Märchen und weisheitsvolle Geschichten auf der ganzen Welt, die nur darauf warten Kindern und/oder Erwachsenen erzählt zu werden.

Sie könnten gleich hier und heute damit beginnen:
http://www.maerchen-ausbildung.de

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter

märchenerzählenlernen

Intelligenz: Märchen fördern das lebendige Wissen

Märchen fördern die Intelligenz

Haben Sie sich schon einmal gefragt, was der Physiker Albert Einstein mit Märchen zu tun hat? Ja, Sie haben richtig gelesen, jener Albert Einstein, der auch heute noch als Inbegriff des ungewöhnlichen und humorvollen Forschers und Genies gilt. Er nutzte seine große Bekanntheit auch fernab der naturwissenschaftlichen Fachwelt bei seinem unermüdlichen Einsatz für mehr Völkerverständigung und Frieden.

Nun, als Genie wird man ja ganz gerne mit einer besonders ausgeprägten Intelligenz in Verbindung gebracht, wenngleich der Begriff Intelligenz doch recht unterschiedlich interpretiert wird.

Wie entsteht Intelligenz?

Ist Intelligenz nun das Wissen, das sich viele Menschen in Schule und Universität aneignen und – sofern es überhaupt im Leben noch gebraucht wird – für anstehende Prüfungen oder Abschlüsse gebetsmühlenartig nachplappern?

Oder geht es mehr um jene „Intelligenz der Gefühle“, die unabhängig von den meisten schulischen und universitären „Wissensfabriken“ vielmehr dem tatsächlichen Leben gerecht wird und ungewöhnliche Lösungen für so manche Alltagssituation bereithält?

Warum werden wirklich wichtige Dinge
wie z. B. Glück, Liebe, Erfolg und Gesundheit nicht vermittelt?

Nebenbei bemerkt – haben Sie sich schon einmal gefragt, warum heute so viel Wert auf jenes nachgeplapperte Wissen gelegt wird, als auf im Leben wirklich wichtige Dinge wie z. B. Glück, Liebe, Erfolg und Gesundheit?

Ist es Eitelkeit, Karriere, Besserwisserei oder einfach nur Dummheit? Oder sind Menschen, die alles nachplappern besser zu handhaben, als jene, die selbstständig und eigenverantwortlich, mit Herz und gesundem Menschenverstand ihr Leben ergreifen?

Aber lassen wir nochmals Albert Einstein zu Wort kommen, der für die damals hochrangigen Personen aus Politik und Wissenschaft immer ein unbequemer Zeitgenosse war:

„Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die menschliche Dummheit; aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“

Gibt es wirklich dumme Menschen?

Nein, bitte verstehen Sie mich nicht falsch, ein Mensch, der ein tiefes und lebendiges, dem Leben gerechtes Wissen besitzt, ist keinesfalls dumm, es sei denn, er plappert es aus rein eigennützigen und wirtschaftlichen Zwecken nach. Aber dann ist dieses Wissen auch nicht mehr lebendig.

Außerdem würde ich persönlich in Einsteins obigem Zitat „Dummheit“ mit „Ignoranz“ ersetzen, zumal ich nicht an angeborene Dummheit glaube, sondern viel mehr an gemachte Dummheit aufgrund fehlender oder vorenthaltener Bildung und Kultur, insbesondere in den Bereichen Glück (= kein Lottogewinn), Liebe (= nicht nur körperliche), Erfolg (= nicht nur finanzieller) und Gesundheit (= nicht nur Pharmaindustrie und Schulmedizin).

Albert Einstein und das Märchen

Aber lassen wir doch einmal das Märchen sprechen, zu dem Einstein ein weiteres Zitat auf Lager hatte:

„Wenn du intelligente Kinder willst, lies ihnen Märchen vor. Wenn du noch intelligentere Kinder willst, lies ihnen noch mehr Märchen vor.“

Ja, jedes echte Märchen zeigt dies besonders im Bild der drei Brüder aufs Neue. Märchenhelden oder Märchenheldinnen sind meist diejenigen, die von anderen ausgeschlossen und verlacht werden. Sie werden kurzerhand Dummling genannt. Jener Dummling aber fragt sich niemals, in welche Schwierigkeiten er denn während seines Lebens geraten könnte.

Der Dummling im Märchen ist nicht dumm,
sondern einfach und natürlich!

Er geht seinen Weg voller Vertrauen auf das Gelingen seines Vorhabens. Aber nicht mit einem Kopf voller Meinungen, Vorurteile und Wissen, sondern mit einem freudigem Gemüt, einer gehörigen Portion Offenheit und Mitgefühl für die Welt und mit der Bereitschaft, ungewöhnliche und lebensbejahende Lösungen zur Bewältigung all seiner Probleme zu finden. Und er kommt damit, wenn auch mit Hindernissen, immer ans Ziel, was man von seinen beiden älteren, meist höchst intelligenten aber eitlen und berechnenden Brüdern nicht sagen kann.

Märchen drücken in Seelenbildern Wahrheiten aus

Echte Märchen fließen somit einfach und unkompliziert in die Seele der ZuhörerInnen ein und wirken dort wie Balsam. Sie steigern die Konzentration, beruhigen das Gemüt und fördern sogar die (lebendige) Intelligenz. Besonders in einer stark verstandesgeprägten und Konkurrenz fördernden Zeit geben sie die Möglichkeit, auch mit dem Herzen dabei zu sein und die Kreativität, das Mitgefühl und die Offenheit nicht verkümmern zu lassen.

So sind gerade Märchenerzähler und Märchenerzählerinnen heute mehr denn je gefragt und sofern nicht jedes Dorf oder jede Stadt in einem Land nicht wenigstens 1 praktizierenden Märchenerzähler oder Märchenerzählerin hat, solange gibt es noch jede Menge zu tun, um dies aufzuholen.

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter

maerchenlernprogramminfo

Lernen und frei erzählen von Märchen, Geschichten, Vorträgen

Lernen: Mit Märchen und Geschichten das Gedächtnis trainieren

„Zwei herausragende Fähigkeiten habe ich von meinen Eltern mitbekommen. Die erste Fähigkeit ist ein sehr gutes Gedächtnis, und die zweite, ach, die hab ich jetzt vergessen!“

Lernen kann Freude machen!

Man bewundert ja immer wieder das besondere Gedächtnis eines Märchenerzählers oder Geschichtenerzählers, aber ich kann Ihnen versprechen, dass jeder Mensch ein solches besitzt. Vorausgesetzt man lässt die alten Schulmethoden des Lernens hinter sich und nützt das Potenzial, das ganz natürlich in jedem Menschen vorhanden ist.

Was würden Sie davon halten, wenn Sie zu fast jedem familiären, privaten oder betrieblichen Fest, bei dem eine kulturelle Einlage gefragt oder angebracht wäre, sagen könnten:

„Soll ich Euch einmal ein Märchen oder eine Geschichte erzählen?“

Sie werden staunen, wie offen die meisten für diese kostbare Anregung sind. Noch mehr aber werden Ihre Bekannten staunen, die dies von Ihnen womöglich gar nicht erwartet hätten.

Wie mit Märchen und Geschichten
das eigene Gedächtnis mit Freude trainiert werden kann.

Märchen und Geschichten lesen ist zwar schön. Aber sie zu hören, noch viel schöner, vor allen Dingen dann, wenn sie frei und von Herzen erzählt werden. Am schönsten aber ist es, wenn Sie selbst frei vor Publikum diese Märchen und Geschichten erzählen und damit viele große und kleine Menschen entzücken können.

Sie glauben, das können Sie nicht, weil Ihnen das Lernen von Märchen und Geschichten und das freie Sprechen vor Publikum schwer fällt? Das freie Märchen Erzählen und Geschichten Erzählen ist ein ganz natürlicher Prozess ohne Auswendiglernen von Texten. Jeder Mensch und sogar jedes kleine Kind in der Wiege hat das Bedürfnis, seine Erlebnisse mitzuteilen.

Der Märchenerzähler oder die Märchenerzählerin taucht in die Welt der inneren Sinne, in die Märchen- und Traumwelt ein, nimmt dort Stimmungen und Bilder wahr, die das Märchen oder die Geschichte schildert und bringt sie dann durch das freie Erzählen lebendig nach draußen.

Ja und nicht nur das – mit dieser spielerischen und natürlichen Methode, die in dieser ErzählerInnen-Ausbildung 1983 entwickelt und seit dieser Zeit immer weiter vertieft wurde, werden Sie überhaupt viel natürlicher und freier vor anderen Menschen sprechen und je nach Ihrem Interesse sogar Vorträge und Präsentationen lebendig und erlebnisreich vor Publikum halten können.

Lernen durch Verinnerlichen

Dieses Lernen durch Verinnerlichen (nicht „Verkopfen“) ist ein wenig vergleichbar mit einem schönen Urlaubserlebnis. Hier brauchen Sie auch kein Buch oder eine Vorlage, um dieses Erlebnis Ihren Freunden, Bekannten, etc. zu erzählen.

In der Ausbildung zum/r MärchenerzählerIn und GeschichtenerzählerIn lernen und erleben Sie:

Wie Sie die Kunst des freien Erzählens von Märchen und Geschichten mühelos erlernen.
Wie Sie in jedem Alter mit Leichtigkeit und Freude Ihr Gedächtnis trainieren können.

Wie Sie von Herzen und natürlich frei vor Publikum Geschichten und Märchen erzählen.
Wie Sie sogar Vorträge und Präsentationen zu verschiedenen Themen frei halten können.
Wie Sie dadurch mehr Vertrauen und noch mehr Lebensfreude erhalten.
Wie Sie aus Ihrer Lebensfreude eine Berufung und einen Beruf machen können.
Wie Sie auch über diese Ausbildung hinaus von uns gefördert werden können.

Und wenn Sie als Berufstätige/r mit überfülltem Terminkalender in nur wenigen Tagen, überaus effektiv, tief erfüllend, mit weniger Zeitaufwand und geringeren Kosten die Ausbildung zum Erzähler oder zur Erzählerin durchführen möchten, dann finden Sie alle weiteren Infos mit einem Klick auf nachfolgendes Bild:

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter

Frei erzählen lernen von Geschichten und Märchen

Märchen lernen – Ausbildung Märchenerzählerin und Märchenerzähler

monikaerzaehlerin

 

Liebes Märchenteam,

Ihr Angebot, (siehe HIER) in drei Tagen Märchenerzählerin werden zu können, finde ich nicht angemessen, denn Märchenerzählerin wird man nicht in drei Tagen.
J. S.-D., Märchenerzählerin.

Liebe Frau J. S.-D.,

danke für Ihre kritische Anmerkung. Ja, Sie haben recht. Auf den ersten Blick sieht es so aus, als ob es in dieser Zeit nicht möglich ist, als Teilnehmerin oder Teilnehmer genügend „Input“ zu bekommen, um eine neben- oder hauptberufliche Tätigkeit als Märchenerzählerin oder Märchenerzähler ausüben zu können.

Märchen lernen und erzählen – eine intensive und effektive Methode!

Aber wie Sie vielleicht bemerkt haben, ist das besagte Seminar eine Basis-Ausbildung, also das 1. Intensiv-Seminar einer ganzheitlichen Ausbildung, die insgesamt 7 Intensiv-Seminare umfasst und in unserer Berufsbeschreibung noch einmal näher erzaehlerinritaerläutert wird. Es ist also immer eine Frage des Teilnehmers selbst, was er/sie als Märchenerzähler oder Märchenerzählerin letztendlich verwirklichen möchte und daraus macht.

Die Intensiv-Basis-Ausbildung (1. Seminar) ist besonders für jene Menschen eine großartige Hilfe, die mehr die Erzählertätigkeit als Hobby, im Rahmen ihres bestehenden Berufes oder im Bekannten- und Freundeskreis ausüben möchten.

Die gesamte Ausbildung von 7 Intensiv-Seminaren zum Geschichten und Märchen lernen spricht mehr solche Menschen an, die, je nach ihrem eigenen Engagement, neben- oder hauptberuflich als Märchen- und GeschichtenerzählerIn tätig sein möchten.

Die 1. intensive Ausbildung zum/r MärchenerzählerIn und GeschichtenerzählerIn

Doch lassen Sie mich Ihre Kritik zum Anlass nehmen, ein wenig auszuholen, um Ihnen den Weg etwas zu verdeutlichen, wie es zu dieser Entwicklung kam, seit unser Team 1986 in Süddeutschland (Heilbronn) mit der ersten Intensiv-Ausbildung zur Märchen- und GeschichtenerzählerIn begann.

Die ersten TeilnehmerInnen unserer Ausbildung im Rahmen des Troubadour Märchenzentrums e.V. (Gründung 1983) hatten noch das Glück, ein ganzes Jahr lang von morgens bis abends dieser Schulung beiwohnen zu dürfen. Neben praktischen Unterweisungen zum Geschichten und Märchen lernen bis hin zur theoretischen Erarbeitung mitorganisierten und planten die TeilnehmerInnen Auftritte unserer aktiven MärchenerzählerInnen und PuppenspielerInnen. Sie führten mit ihnen gemeinsam diese Veranstaltungen durch, bis hin zu Tourneen im deutschsprachigen Raum.

Das 1. Märchenfest mit Märchentagung

Als praktische Abschlussarbeit veranstalteten sie am Ende ihrer Ausbildung ein Märchenfest mit Märchentagung, was 1987 auf der Burg Stettenfels (Untergruppenbach) in dieser Art zum ersten Mal durchgeführt wurde und damals an einem Wochenende über 2000 Menschen anzog und ein voller Erfolg war.

willierzaehlerSowohl diese intensive und ganztägige Ausbildung zum/r MärchenerzählerIn und GeschichtenerzählerIn war ein Novum, wie auch damals das Märchenfest selbst, das durchaus als „1. Märchenfest der Welt“ bezeichnet werden kann und heute viele Nachahmer findet. Wenngleich die Inhalte so mancher „Nachahmer“- Märchenfeste in Bezug auf Märchen zuweilen recht fragwürdig erscheinen.

Gerade einmal die Europäische Märchengesellschaft bzw. einige ihrer Mitglieder führten zu jener Zeit noch Märchenworkshops oder –Seminare durch, die sich mit Märchen-Interpretationen und dem textgebundenen Erzählen beschäftigten.

Von der Ganztages-Ausbildung, über praxisorientierte Märchenseminare
mit Fernkurs bis zur heutigen Märchen Ausbildung

Nach dieser Zeit hatten wir einen großen Andrang von Interessenten, die uns baten, ja regelrecht dazu drängten, eine Ausbildung zu konzipieren, die auch berufstätigen Menschen ermöglicht, an dieser Schulung teilzunehmen. Wer kann schon als Berufstätiger 1 Jahr lang eine solche Ausbildung nonstop durchführen, ohne sich dafür eine berufliche Auszeit zu gönnen?

Also entwickelten wir einen monatlichen schriftlichen Fernkurs mit Unterweisungen und Aufgaben kombiniert mit verschiedenen Wochen-Seminaren, in denen es in die lernprogrammerzaehlerAusbildungs-Praxis ging.

Ja, und nach verschiedenen inhaltlichen Ergänzungen, Erweiterungen und wesentlichen Vertiefungen, insbesondere durch die 7 Urbilder des Märchens und des Lebens (Urheber Jean Ringenwald), kamen wir schließlich zu unserer „klassischen“ Ausbildungs-Form.

Diese praktizieren wir seit Anfang der 90er Jahre mit einem Starterset-Lernprogramm, dem Einführungs-Seminar-Wochenende, den 7 Intensiv-Seminaren zu je 1 Woche im Abstand von ca. 3 Monaten und einem abschließenden 4-tägigen Prüfungs-Seminar.

Alles mündete in ein von den TeilnehmerInnen organisiertes und durchgeführtes Märchenfest inkl. Abgabe ihrer schriftlichen Arbeiten über das Märchen.

Als Krönung der klassischen Märchenerzähler-Ausbildung erweiterten wir nun das Konzept mit noch tieferen und auf den Bedarf des Teilnehmers ausgerichteten Inhalten und einer individuellen Begleitung mit viel effektiveren Lernprozessen.

Noch intensiver, noch erfüllender, noch effektiver

Diese individuell begleitete SOLO-MärchenerzählerIn-Ausbildung ist nicht nur eine Alternative zur Klassischen Märchenerzähler Ausbildung, sondern übertrifft diese sogar noch bei Weitem in wesentlichen Punkten:

1. Der/die Teilnehmer/in bestimmt den Zeitpunkt dieser 3 Tage eines jeden Intensiv-Seminares, d. h. es gibt keine lästige Wartezeit mehr auf einen nächsten Kurs, da die Termine zwischen TeilnehmerIn und Ausbilder immer individuell abgesprochen werden und somit auch für Berufstätige mit vollem Terminkalender flexibel gehandhabt werden können.

2. Der/die Teilnehmer/in wird individuell und bedarfsorientiert gefördert, d. h. die Inhalte werden auf die jeweiligen Fähigkeiten, Stärken und Neigungen des Teilnehmers so abgestimmt, dass er/sie den größtmöglichen Nutzen daraus ziehen kann.

3. Der/die Teilnehmer/in erlebt tiefe Erfüllung, ohne Gruppen-Ablenkung, d. h. alle Inhalte auf dem äußeren Weg in der „Erzähler-Werkstatt“ und auf dem inneren Weg „Märchenhaft leben“ werden intensiv und ganz individuell praktiziert und erlebt, da das ganze Ausbildungs-Team nur für die Teilnehmerin zur Verfügung steht.

So schön es auch sein kann, innerhalb einer Gruppe als Teilnehmer eine solche Ausbildung zu absolvieren, so groß ist auch die Ablenkung von den eigentlichen und wesentlichen Inhalten einer solchen Schulung. Schließlich kommt die Teilnehmerin wegen der Inhalte und nicht z. B. aufgrund eines vermeintlich guten Gesprächs oder Kontaktes mit einem anderen Teilnehmer.

logoerzaehler4. Der/die Teilnehmer/in bekommt in jedem Intensiv-Seminar das nötige „Gewusst wie“ mit auf den Weg, um nicht erst am Ende seiner Erzähler-Ausbildung als Märchenerzählerin oder Geschichtenerzähler aktiv zu sein. Er kann unmittelbar nach jedem Intensiv-Seminar praktizieren, je nach seinem eigenen Engagement, seinen entwickelten Fähigkeiten und Möglichkeiten und mit regelmäßigen Coachings durch das Ausbildungs-Team.

Diese Märchenerzähler und Geschichtenerzähler Ausbildung ist keine universitäre oder schulische Ausbildung, sondern im wahrsten Sinne des Wortes eine praktische Lebensschule, die nicht stehen bleibt, sich ständig erweitert, wächst und sich innovativ auf den wahren Bedarf des heutigen Menschen einstellt.

Jede Ausbildung ist nur so gut,
wie die TeilnehmerInnen das Erlebte auch praktisch umsetzen

Doch jede Schulung ist eben immer nur so gut, wie der Teilnehmer oder die Teilnehmerin auch bereit ist, die Inhalte aufzunehmen und das Erlebte bzw. Gelernte im Alltag praktisch und regelmäßig umzusetzen.

So gibt es Teilnehmer/innen, die nach der Ausbildung das Märchen Erzählen als Hobby betreiben und die durch die Inhalte dieser Schulung für sich selbst eine inspirierende, innerlich erfüllte und besonders für ihr Selbstvertrauen stärkende Zeit erlebt haben.

Andere wiederum nehmen diese Ausbildung zum Anlass, gelegentlich nebenberuflich Märchen und Geschichten zu erzählen und bekommen dafür ein für diesen Berufsstand angemessenes Honorar.

Und schließlich gibt es noch jene, die den Sprung in die Selbstständigkeit wagen und als Märchenerzählerin oder Geschichtenerzählerin freiberuflich tätig sind. Auch dies ist möglich, setzt natürlich voraus, dass man sich selbst und seinen Dienst schätzt, alle notwendigen Schritte regelmäßig vollzieht (Werbung!), um das Publikum bzw. die Zielgruppe zu finden, welche die Dienste eines Märchenerzählers gerne in Anspruch nimmt und dem Berufsstand entsprechend angemessen honoriert.

Wieviele Auftritte mit angemessener Gage im Monat dies für einen Märchenerzähler bedeutet, um davon leben zu können, lässt sich – gemessen an dem individuellen Lebensstandard des einzelnen – leicht ausrechnen. Wie und wo man im einzelnen erfolgreich akquiriert und wieviel Zeit man dafür als freiberuflicher Märchenerzähler einkalkulieren sollte, erfahren die TeilnehmerInnen u. a. in den Profi-Seminaren nach der Basis-Ausbildung, sofern sie diesen Weg des neben- oder hauptberuflichen Erzählens forcieren.

Märchen lernen: Pioniere mit neuen Methoden!

Wir haben als Pioniere die intensive Schulung zum Märchenerzähler oder Geschichtenerzähler seit 1986 in Deutschland maßgeblich mitgeprägt und seit dieser Zeit ausbildungsgruppeunzählige Menschen in kleinen und großen Gruppen (teilweise bis zu 30 Personen pro Gruppe) ausgebildet. Wir haben ihre Stärken, ihren Bedarf aber auch ihre Sorgen, Nöte und Schwächen kennengelernt und angemessen darauf reagiert, indem wir unsere Lern-Methoden verfeinert und effektiver gestaltet haben, sodass sie den bestmöglichen Nutzen daraus ziehen konnten.

Methoden wie Meditation, Bilderreisen, das freie Erzählen, Erkunden und Märchen lernen anhand von inneren Bildern und Stimmungen, u. v. m. waren damals für viele noch undenkbar, noch weniger die Tatsache, dass man aus dieser Berufung des Märchen und Geschichten Erzählens einen Beruf machen kann, der einem den nötigen Lebensunterhalt ermöglicht. Wir leben dies seit über 30 Jahren auch vor!

Gerade die Verantwortlichen der Europäischen Märchengesellschaft bekämpften uns damals recht massiv, obwohl keiner jener meist promovierten AkademikerInnen sich mit dieser Ausbildung wirklich auseinandergesetzt, geschweige denn selbst den Beruf des Märchenerzählers freiberuflich ausgeübt und sich damit den Lebensunterhalt verdient hatte.

zeitschriftneuDie 1. Märchenzeitschrift der Welt

Weitere Furore machte in jenen akademischen Kreisen die von uns gegründete und 1987 zum ersten Mal erschienene 1. Märchenzeitschrift der Welt, die dann alle 2 Monate regelmäßig publiziert wurde. Bis zu diesem Jahr gab es so etwas noch nicht, vor allen Dingen nicht für die Öffentlichkeit, die wir damals mit der Zeitschrift in recht hohen Auflagen über Mitglieder, Abonnenten, im Freiverkauf, über Bahnhofs- und Zeitschriftenkioske und andere Verteilerstellen versorgten.

Original oder Kopie?
„Auf mehreren Hochzeiten gleichzeitig tanzen“

Auch einige unserer damaligen SchülerInnen und deren SchülerInnen nahmen ihre Ausbildung zur MärchenerzählerIn zum Anlass, mit unseren Inhalten in verschiedenen Ecken von Deutschland, Österreich und der Schweiz „Nachahmer-ErzählerInnen-Ausbildungen“ ins Leben zu rufen. Obwohl dies von uns keineswegs so angelegt war, da dafür die nötige Ausbildung und das erforderliche Hintergrundwissen fehlten, um als AusbilderIn für diese Inhalte tätig sein zu können.

„Konkurrenz belebt das Geschäft“ heißt ein Sprichwort, und es ist absolut nichts dagegen einzuwenden, dass es verschiedene Richtungen gibt, in denen man sich erfolgreich zum Märchenerzähler und Geschichtenerzählerin ausbilden lassen kann. Doch wenn ursprüngliche Inhalte nicht weiterentwickelt werden und mit anderen, meist sachfremden Inhalten vermischt und „verwässert“ werden, dann bleibt vom eigentlichen Impuls nur noch ein seichtes „Wässerchen“ oder eine billige Kopie übrig.

Wer „auf mehreren Hochzeiten gleichzeitig tanzt“ und sich hauptsächlich an anderen orientiert, als an seinem eigenen schöpferischen Inneren, der muss sich nicht wundern, wenn er stehen bleibt.

Aus seinem Innersten schöpfen!

Die Zeiten ändern sich und der Verstand kann Dinge nicht erfassen, die er nicht nachvollziehen kann. Das ist menschlich. Um aber hinter die Dinge zu schauen, bräuchte man Vertrauen, Offenheit und Mitgefühl, so wie es uns viele Märchenhelden und -Heldinnen immer wieder im Märchen vorleben.

Wenn Sie möchten, dürfen Sie gerne einmal an einem unserer Seminare oder Schulungen teilnehmen und sich selbst ein Bild davon machen. Denn selbst als praktizierende Märchenerzählerin kann man ja niemals auslernen. Es gibt ja noch genug und so viel Neues zu entdecken!

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter

Frei erzählen lernen von Geschichten und Märchen

Märchen Kindergarten – Brauchen Kinder überhaupt Märchen?

maerchenkindergarten

Der Märchen Kindergarten – Brauchen Kinder Märchen?

Im Zeitalter von Radio, Fernsehen, Kino, Computer und Internet stellt sich doch die Frage, ob die Form des freien Erzählens von Märchen und Geschichten vor Kindern noch angebracht ist. Ist es nicht einfacher, die Kinder vor den Fernseher zu setzen, um sie dort meist höchst dramatische und nicht selten überzogene Bilder und Gefühle erleben zu lassen, bei denen ihre eigene Vorstellung und individuelle Empfindung für die Dauer des Films in den Hintergrund gestellt werden?

Sicherlich wäre es nicht ratsam, diese technische Entwicklung zu verleugnen oder gar zu bekämpfen, gehört sie offenbar zu einem menschlichen Entfaltungs-Prozess dazu, der durchaus auch seine positiven Seiten beinhaltet. Dies zeigt u. a. das starke Interesse an der „Bild- und Stimmungs-Sehnsucht“ der Kinder und Erwachsenen, die im Grunde ein tiefes Bedürfnis nach inneren Bildern und Empfindungen sichtbar macht.

Freies Erzählen von Märchen und Geschichten im Kindergarten

Wer aber einmal bei einer Märchen-Veranstaltung z. B. im Kindergarten frei erzählte Märchen von unterschiedlichen MärchenerzählerInnen erlebt und dabei sich selbst und auch die Kinder beobachtet hat, der kann sehr schnell feststellen, dass die aktive Art des Märchen Hörens ganz anders auf die menschliche Seele wirkt, als z. B. „Bilder und Stimmungen aus der (Steck-)Dose“.

Das innerlich aktive Hören und ganz besonders das ruhige, individuelle und lebendige FREIE Erzählen von Märchen mit direktem Blickkontakt zu den Kindern bewirkt, dass sich das Gemüt der Kinder auf eine sanfte und friedliche Weise beruhigt. Die Konzentration wird auf spielerische Weise gestärkt, die Kreativität ganz natürlich angeregt und neue Ideen können „empfangen“ werden, da sich die Kinder ihre eigenen inneren Bilder und Stimmungen machen, ohne dabei durch manipulative und wirkungspsychologische Darstellungen von häufig einseitigen Film- und Fernsehbildern abgelenkt zu werden.

Märchen mit Happy End im Kindergarten

Leider gibt es heute noch Menschen, die der Meinung sind, dass Märchen grausam sind und aus der „mittelalterlichen Folterkammer“ stammen. Doch Märchen schildern nichts Historisches und wurden ursprünglich auch nicht erzählt, um Kindern angst zu machen, sondern im Gegenteil, um ihnen in Gleichnissen und Seelenbildern zu zeigen, dass jeder Mensch mit Urvertrauen und Mitgefühl, selbst durch die schwierigsten Lebens-Situationen hindurch, zu seinem Ziel gelangen kann, dass „äußeres“ Glück nur durch „inneres“ Glück entstehen und bestehen kann, und dass selbst jedes „Unglück“ den Keim zu einer glücklichen Wendung in sich trägt.

Das typische Märchenalter beginnt ja mit ca. 4 Jahren, also im Kindergarten. Selbstverständlich gibt es auch Kinder, die durchaus schon mit 3 Jahren höchst interessiert zuhören können, wohingegen andere wiederum erst einige Jahre später für Märchen zu begeistern sind. Auch wenn sich bestimmte Entwicklungs-Zyklen im menschlichen Leben ablesen lassen, so ist das individuelle Kind (und auch der Erwachsene) keine „Schraube“, die nach einer DIN Norm festgelegt werden kann. Dieses Prinzip der Gleichmacherei hat im technischen am Beispiel der Schraube durchaus seinen Vorteil, für das Kind jedoch birgt es die größte Gefahr, da so die eigene Persönlichkeit massiv in den Hintergrund gestellt wird und individuelle Fähigkeiten und Neigungen kaum zum Tragen kommen geschweige denn angemessen gefördert werden können.

So können Sie Märchen im Kindergarten erzählen

Im Alltag sind wir unzähligen Herausforderungen ausgesetzt, die ganz schön an unseren Kräften zehren. Kinder machen da übrigens keine Ausnahme, schaut man einmal auf den gut durchstrukturierten Tagesplan eines heutigen Kindes, bei dem der Punkt „Spielen“ (und damit ist Smartphone und Co. NICHT gemeint) nur noch selten zu finden ist.

Manchmal reicht einfach eine kurze Zeit, um nach Innen zu gehen und zu entspannen. Wie gut, dass es da die Märchen und Geschichten gibt, die zur Ruhe führen und gleichzeitig beim Hören ohne viele Erklärungen tiefe Lebens-Weisheiten vermitteln. Dieses Hören von Märchen und Geschichten ohne überzogene Dramatik stärkt und nährt wohltuend die menschliche Seele, da die eigene innere Bilderwelt noch im Vordergrund steht, sowohl im Kindergarten, in der Schule und auch später noch in der Berufswelt.

Sollten Sie als Erzieherin oder Erzieher im Kindergarten, als Lehrerin oder Lehrer in der Schule oder sonst in einem pädagogischen Umfeld tätig sein, dann erzählen Sie doch die Märchen und Geschichten frei, mit direktem Blickkontakt zu den Kindern. Es ist viel einfacher als man gemeinhin denkt, vor allem aber weitaus beglückender für alle Beteiligten. Fordern Sie gleich anschließend und kostenlos die 7 Märchentipps zum freien Erzählen von Märchen und Geschichten an.

Ich wünsche Ihnen und Ihrem Publikum dabei viel Freude und tiefe Erfüllung.

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter
märchenerzählenlernen

In nur 21 Tagen zum/r Märchen- und GeschichtenerzählerIn

Im 3-Tage Basisseminar zum (zur) Hobby-Märchenerzähler (in).
Märchen sind wertvoll und zeitgemäß!

„Sind Märchen wirklich wertvoll und zeitgemäß?“ Nun, sie werden sicherlich verstehen, dass ein/e MärchenerzählerIn oder GeschichtenerzählerIn eine solche Frage eindeutig mit „JA“ beantwortet.

Ungeachtet unzähliger Forschungen über Sinn und Gehalt der Märchen und deren positive Wirkung auf das Kind UND den Erwachsenen, spricht auch unsere über 30 jährige praktische Erfahrung dafür, dass die echten Märchen Urvertrauen, Mitgefühl und Zuversicht vermitteln.

Besonders FREI ERZÄHLTE Märchen und Geschichten sind dabei überaus wohltuend für das menschliche Gemüt, da man sich hinter keinem Buch oder gar einer Vorlage verstecken muss, schließlich sind die Augen Spiegel der Seele. Und solange es nicht mindestens ein/e aktive/n Märchen- und GeschichtenererzählerIn in jedem Dorf oder jeder Stadt gibt, der/die regelmäßig diese märchenhaften Kostbarkeiten Kindern und Erwachsenen erzählt, werden die unzähligen echten Märchen aus der ganzen Welt ihre wohltuenden Seelenbilder nur einem kleinen, bescheidenen Publikum zugänglich machen können.

In 21 Intensiv-Tagen zum neben- oder hauptberuflichen Märchenerzähler!
Sie bestimmen den Termin des Seminares!

„Ach, gerne würde ich eine solche Schulung machen, aber das klappt nie so richtig mit den vorgegebenen Terminen!“ Ja, das kennen wir und so geht es vielen. Als berufstätiger Mensch hat man kaum noch Möglichkeiten, sich seinem tiefsten Herzenswunsch zu widmen, z. B. Märchen- und GeschichtenerzählerIn zu werden. Nie will es so richtig klappen mit den Terminen. Hätte man einmal Zeit, dann gibts kein Märchen-Seminar und wenn eines angeboten wird, dann ist man schon verplant.

Doch das ist jetzt ganz anders, denn Sie bestimmen den Termin, an dem Sie dieses erste 3-Tages-Intensiv-Basisseminar (= 3 Tage) oder die weiteren und aufbauenden 6 x 3 Tages-Intensiv-Seminare (= 18 Tage) bis hin zur professionellen Tätigkeit als MärchenerzählerIn und GeschichtenerzählerIn durchführen möchten. Ob dieser Termin über ein Wochenende geht, unter der Woche stattfindet, in den Schulferien, während der Urlaubszeit – das ist völlig egal. Denn Sie schlagen uns Ihre freien Wunsch-Termine vor und wir machen es möglich.

Noch individueller, noch intensiver, noch erfüllender!
Hier die Vorteile in Kürze:

logoerzaehlerDiese individuell begleitete SOLO-MärchenerzählerIn-Ausbildung ist nicht nur eine Alternative zur Klassischen Märchenerzähler Ausbildung, sondern übertrifft diese sogar noch bei Weitem in wesentlichen Punkten:

1. Durch ein erweitertes Konzept mit speziellen Inhalten, individueller Begleitung und effektiveren Lernprozessen wird der/die Teilnehmer/in mit weniger Kosten in kürzester Zeit diese Schulung absolvieren können.

2. Der/die Teilnehmer/in bestimmt den Zeitpunkt dieser 3 Tage eines jeden Intensiv-Seminares, d. h. es gibt keine lästige Wartezeit mehr auf einen nächsten Kurs, da die Termine zwischen TeilnehmerIn und Ausbilder immer individuell abgesprochen werden und somit auch für Berufstätige mit vollem Terminkalender flexibel gehandhabt werden können.

3. Der/die Teilnehmer/in wird individuell und bedarfsorientiert gefördert, d. h. die Inhalte werden auf die jeweiligen Fähigkeiten, Stärken und Neigungen des Teilnehmers so abgestimmt, dass er/sie den größtmöglichen Nutzen daraus ziehen kann.

4. Der/die Teilnehmer/in erlebt tiefe Erfüllung, ohne Gruppen-Ablenkung, d. h. alle Inhalte auf dem äußeren Weg in der „Erzähler-Werkstatt“ und auf dem inneren Weg „Märchenhaft leben“ werden intensiv und ganz individuell praktiziert und erlebt, da das ganze Ausbildungs-Team nur für die Teilnehmerin zur Verfügung steht.

So schön es auch sein kann, innerhalb einer Gruppe als Teilnehmer eine solche Ausbildung zu absolvieren, so groß ist auch die Ablenkung von den eigentlichen und wesentlichen Inhalten einer solchen Schulung. Schließlich kommt die Teilnehmerin wegen der Inhalte und nicht z. B. aufgrund eines vermeintlich guten Gesprächs oder Kontaktes mit einem anderen Teilnehmer.

5. Der/die Teilnehmer/in bekommt in jedem Intensiv-Seminar das nötige „Gewusst wie“ mit auf den Weg, um nicht erst am Ende seiner Erzähler-Ausbildung als Märchenerzählerin oder Geschichtenerzähler aktiv zu sein. Er kann unmittelbar nach jedem Intensiv-Seminar praktizieren, je nach seinem eigenen Engagement, seinen entwickelten Fähigkeiten und Möglichkeiten und mit regelmäßigen Coachings durch das Ausbildungs-Team.

Diese Märchenerzähler und Geschichtenerzähler Ausbildung ist keine universitäre oder schulische Ausbildung, sondern im wahrsten Sinne des Wortes eine praktische Lebensschule, die nicht stehen bleibt, sich ständig erweitert, wächst und sich innovativ auf den wahren Bedarf des heutigen Menschen einstellt.

Alle weiteren Infos zum 3-tägigen Intensiv-Basiskurs sowie
die Voraussetzungen für die Anmeldung erhalten Sie hier:

http://klickjetzt.de/intensivbasiskurs

Und wenn Sie das freie Geschichten und Märchen Erzählen (lernen) gleich zu Hause starten möchten, dann ist das einmalige Starterset-Lernprogramm eine ausgezeichnete Möglichkeit dazu, das übrigens auch die Voraussetzung ist, um die 3-tägige Basis-Ausbildung machen zu können, die übrigens auch auf diesem Lernprogramm aufbaut:

http://klickjetzt.de/maerchenlernprogramm

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter
märchenerzählenlernen