Geschichten vom Esel, dem Vater und seinem Sohn

Wie es einem ergehen kann, wenn man auf Besserwisser oder Meinungen hört, anstatt sich selbst treu zu sein, beschreibt eine von vielen Weisheits-Geschichten:

Ein Vater zog mit seinem Sohn und einem Esel in der Mittagshitze durch die staubigen Gassen einer Stadt. Der Sohn führte und der Vater saß auf dem Esel. „Der arme kleine Junge“, sagte ein vorbeigehender Mann. „Seine kurzen Beinchen versuchen mit dem Tempo des Esels Schritt zu halten. Wie kann man so faul auf dem Esel herumsitzen, wenn man sieht, dass das kleine Kind sich müde läuft.“

Der Vater nahm sich dies zu Herzen, stieg hinter der nächsten Ecke ab und ließ den Jungen aufsitzen. Es dauerte nicht lange, da erhob schon wieder ein Vorübergehender seine Stimme: „So eine Unverschämtheit. Sitzt doch der kleine Bengel wie ein König auf dem Esel, während sein armer, alter Vater nebenherläuft.“

Dies tat dem Jungen leid und er bat seinen Vater, sich mit ihm auf den Esel zu setzen.
„Ja, gibt es sowas?“ sagte eine alte Frau, „So eine Tierquälerei! Dem armen Esel hängt der Rücken durch, und der junge und der alte Nichtsnutz ruhen sich auf ihm aus. Der arme Esel!“

Vater und Sohn sahen sich an und stiegen beide vom Esel herunter und gingen neben dem Esel her. Dann begegnete ihnen ein Mann, der sich über sie lustig machte: „Wie kann man bloß so dumm sein. Wofür hat man einen Esel, wenn er einen nicht tragen kann?“

Der Vater gab dem Esel zu trinken und legte dann die Hand auf die Schulter seines Sohnes. „Egal, was wir machen“, sagte er, „es gibt immer jemanden, der damit nicht einverstanden ist. Ab jetzt tun wir das, was wir selber für richtig halten!“ Der Sohn nickte zustimmend.

(Nach einer orientalischen Geschichte,
aus dem Buch von Nossrat Peseschkian. „Der Kaufmann und der Papagei“)

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© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter
Schreibkurs für kreative - kreativ schreiben lernen

Sinn des Lebens

Sinn des Lebens

Wie der Sinn des Lebens auch ohne viele Umwege und Ablenkungen gefunden werden kann, beschreibt folgende Geschichte: 

Ein Mann kam eines Tages zu einem Weisen und sprach: „Was habe ich nicht schon alles getan, um den Sinn des Lebens zu finden.

Ich habe viele spirituelle Lehrer aufgesucht, habe auf der Suche nach Glück und Selbstverwirklichung alle Vergnügungen aufgegeben, habe gefastet, übte mich in Enthaltsamkeit und meditierte Tage und Nächte lang.

Ich habe alles getan, was von mir verlangt wurde, ja ich habe alles aufgegeben und jede Qual auf mich genommen. Nichts hat geholfen. Den Sinn des Lebens konnte ich bis heute nicht finden. Was soll ich tun?“

Der Weise lächelte und sprach:
„Gib das Jammern auf!“

(Nach einer alten Lehrgeschichte, bearbeitet von Karlheinz Schudt)

Haben Sie sich nicht auch schon die vier wesentlichen Fragen des Lebens gestellt:

1. Was ist der Sinn des Lebens und mein höchstes Ziel?

2. Kann ich mich und andere wahrhaftig lieben oder empfinde ich Lieben als etwas, mit dem ich Besitz ergreife oder gar Macht ausübe?

3. Welche Beziehung habe ich zu meinem Erfolg, meinem Job, meiner Berufung oder gar zu Geld? Lebe ich bereits in Fülle oder hadere ich noch mit meiner finanziellen Mangelsituation.

4. Was ist wahre Gesundheit und wie kann ich diese natürlich und einfach erhalten bzw. wiederherstellen?

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© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter
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Das Glück ist viel näher, als wir oftmals denken!

Glück

Das Glück ist ganz nahe!

Ein Mönch hörte eines Tages von einem Ort, an dem der Himmel die Erde küssen solle. Jeder, der diesen Ort aufsuche, wäre sofort mit unendlicher Weisheit, fortwährendem Glück und nie versiegendem Wohlstand gesegnet.

Ohne zu zögern verließ der Mönch seine Klosterzelle und machte sich auf den Weg, diesen Ort zu suchen. Viele viele Jahre wanderte er durch die Welt, traf Philosophen, Schriftgelehrte, Rechthaber und Besserwisser. Aber den Weg zu diesem wunderbaren Ort konnte ihm niemand sagen. Endlich aber, sollte sein Wunsch in Erfüllung gehen und eines Tages stand er vor einem großen Tor, hinter dem sich dieser sagenumwobene Ort befinden sollte.

Ganz aufgeregt und voller Erwartungen öffnete er vorsichtig das Tor und schloß dabei seine Augen. Er trat ein und als er die Augen wieder öffnete, da stand er wieder in seiner eigenen Klosterzelle.

(Nach einer alten Lehrgeschichte, bearbeitet von Karlheinz Schudt)

Haben Sie Ihr Glück gefunden?

Kennen Sie solche Seminare, aus denen man beglückt herauskommt und nach einigen Tagen zu Hause feststellt, dass einen der graue Alltag mit seiner täglichen Routine wieder erfasst hat und allmählich die aus diesem Seminar gewonnenen Glücksmomente zunichte zu machen scheint?

Wie viele Bücher und Schriften haben Sie schon gelesen, wie viele Vorträge haben Sie besucht, die Ihnen ein glücklicheres Leben versprochen haben und von deren Versprechungen sich nur sehr wenige erfüllt haben? Wie oft haben Sie sich selbst schon gefragt, dass Lebensglück, Liebe, Erfolg und Gesundheit Privilegien sind, die nur für auserwählte Persönlichkeiten bestimmt sind? Was haben Sie sich für Ihre innere Entfaltung aus finanziellen Gründen nicht geleistet, weil Sie sich selbst dafür nicht genügend wert gefühlt haben?

Viele Menschen glauben, dass ihre Schwierigkeiten im Leben von äußeren Faktoren abhängig sind und auch nur dort zu lösen sind. Aber das ist ein Irrtum! Krisen oder Probleme sind Chancen, die das Leben einem schenkt, um zunächst die eigene innere Einstellung zu ändern, Konsequenzen aus alten Vorstellungen, Meinungen und Handlungen zu erkennen und sich an das Wesentliche im Leben zu erinnern:

– Was kann ich ohne Zwang und ohne komplizierte Übungen mit Freude tun, um selbst in kurzer Zeit und dauerhaft immer mehr in Lebensglück, Liebe, Erfolg und Gesundheit zu leben?

– Wie kann ich anderen Menschen beistehen, dasselbe zu tun?

Sie möchten sich weiter in dieses Thema vertiefen? Nichts leichter als das!

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter

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Geschichten von Erfüllung oder fünfzig Jahre lang unglücklich?

Geschichten von der Erfüllung

Bild: © aboutpixel.de, Fotos von Markus Gann & Franziska Krause

Ein älteres Ehepaar feierte nach langen Ehejahren das Fest der Goldenen Hochzeit. Beim gemeinsamen Frühstück dachte die Frau:
„Seit fünfzig Jahren habe ich immer auf meinen Mann Rücksicht genommen und ihm das knusprige Oberteil des Brötchens gegeben. Heute will ich mir endlich einmal diese Delikatesse gönnen.“

Sie schmierte sich das Oberteil des Brötchens und gab das untere Teil ihrem Mann. Entgegen ihrer Erwartung war dieser hocherfreut, küsste ihre Hand und sagte:
„Mein Liebling, du bereitest mir die größte Freude des Tages. Über fünfzig Jahre habe ich das Brötchen-Unterteil nicht mehr gegessen, das ich vom Brötchen am allerliebsten mag. Ich dachte mir immer, du sollst es haben, weil es dir so gut schmeckt.“

(Verfasser unbekannt)

Ist das nicht dramatisch in der Geschichte „Fünfzig Jahre lang unglücklich“?

Fünfzig Jahre lang sich nicht den „sehnlichsten Wunsch“ erfüllt! Gut, zugegeben, der Verzicht auf das Unter- oder Oberteil eines Brötchens ist ja noch zu verschmerzen, aber was muss sich da bei diesen beiden Menschen nicht noch alles über diese lange Zeit an verdrängten Wünschen und Sehnsüchten im Verborgenen angestaut haben, das Jahr für Jahr eine immer schlechtere Gemütsstimmung förderte?

Wie viele Menschen gehen heute einer Tätigkeit, einem Beruf nach, den sie hauptsächlich aus finanziellen Gründen tun, obwohl sie Jahr für Jahr feststellen, wie gerade diese berufliche Tätigkeit auf Kosten ihres Glücks und ihrer Gesundheit geht, ohne letztlich wirklich in finanzieller Fülle zu leben?

Aber wie heißt es so schön, „Jammern füllt keine Kammern, sich regen bringt Segen!“ Wer sein bestes Können anbietet, wird von dieser Tätigkeit erfüllt sein und sie wird Zukunft haben, vor allem wenn sie den Menschen und der Natur dient. Schließlich leben wir in einer aufregenden und spannenden aber auch beunruhigenden Zeit, in der es immer weniger Arbeitsstellen für Angestellte geben wird, in der die aggressive Vermarktung allmählich dem wahren Bedarf des Menschen und der Natur weichen muss und in der großartige neue Berufe und Jobs möglich sind.

Vielleicht wäre ja die Berufung des Märchen und Geschichten Erzählens eine von vielen neuen und ungewöhnlichen Möglichkeiten, die eigenen Stärken und Fähigkeiten sinnvoll und erfüllend einzusetzen?

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter
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Wie Mullah Nasrudin sich selbst verlor …

… oder der Mulla und sein Esel

„Eines Morgens ging Mulla Nasrudin vor seinem Hause im Kreis herum und murmelte immer wieder vor sich hin, ‚Gott sei Dank, Gott sei Dank!‘ Dies ging eine ganze Weile so, bis die Nachbarn auf den Mulla aufmerksam wurden und ihn ansprachen: ‚Aber Mulla, was läufst Du denn die ganze Zeit im Kreis herum und worüber bist Du denn so erleichtert?‘ ‚Ach‘, sprach da der Mulla, ‚Mein Esel ist mir verloren gegangen und ich bin froh, dass ich nicht auf ihm saß, sonst wäre auch ich verloren gegangen!'“

(Lehrgeschichte)

Fremdbestimmt?

Fühlen Sie sich auch oft genug wie z. B. Mullah Nasrudin fremdbestimmt durch die äußeren Umständen? Wie oft schieben wir unsere „Missgeschicke“, unser „Versagen“ auf Äußerlichkeiten, ohne dabei zu bedenken, dass vielleicht wir gerade diese „Äußerlichkeiten“ mit unseren meist negativen Gedanken und Gefühlen über eine lange Zeit hinweg anziehen.

Ein dummer Gedanke?
Vielleicht, vielleicht aber auch nicht!

Verfolgen Sie doch einfach einmal nach einem Missgeschick in einer kleinen inneren Rückschau, welche Gefühlsstimmungen sie im Laufe der vergangenen Tage, Wochen und (je nach Erinnerungs-Vermögen) Monate zuvor gepflegt haben und sie werden entdecken, wie unsere Gefühle und Gedanken (meist Ängste und Sorgen) das äußere Leben bestimmen und vielleicht sogar hervorrufen.

Der Mulla war weise genug, vorher von seinem „Esel“ abzusteigen, bevor er sich selbst verliert. Möge es uns ebenfalls so ergehen – aber rechtzeitig!

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter
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Gott kommt selten so, wie man es gerne hätte!

Gott kommt gelegentlich als Hund

Vor langer Zeit lebte einmal ein Mann, der sich so sehr wünschte, dass Gott ihn einmal besuche, um mit ihm gemeinsam Mittag zu essen. Eines Tages meldete sich Gott im Traum und versprach ihm, am Freitag, pünktlich um 12.00 Uhr, zum Mittagessen zu kommen.

Der Mann hingegen lud nun alle Freunde ein, damit auch sie sich an SEINER Gegenwart freuen konnten. Als nun der besagte Freitag kam, bereitete der Mann eine festliche Tafel mit allerlei erlesenen Speisen vor und als die Uhr 12.00 Uhr schlug, da waren wohl all seine Freunde zugegen, nur Gott fehlte. Der Mann konnte es nicht glauben und sprach bei sich: „Es kann doch nicht sein, dass Gott zu spät kommt. Menschen kommen zu spät, aber nicht Gott.“ Etwas verwirrt beschloss er, noch eine halbe Stunde zu warten. Doch Gott kam einfach nicht.

Schließlich sprachen seine Freunde zu ihm: „Wir hatten zunächst Zweifel an Deiner Einladung. Warum sollte Gott gerade dich besuchen? Wir sehen, dass du nur Lügen für uns übrig hattest und werden jetzt alle nach Hause gehen.“ Der Mann aber entgegnete: „Nein, bitte, bleibt doch hier. Vielleicht ist er ja direkt ins Esszimmer gegangen. Ich will gleich nachsehen.“

Als er nun ins Esszimmer kam, sah er einen schwarzen Hund, der auf dem Tisch stand und von den köstlichen Speisen fraß. Ganz entrüstet rief der Mann: „Aha, Gott hat gemerkt, dass ein Hund das Mittagessen frisst und wollte deshalb nicht kommen.“ Er nahm einen Stock und verprügelte den Hund. Der lief heulend davon und mit ihm ganz enttäuscht auch all seine Freunde. Ganz beschämt und verärgert betete er abermals zu Gott und vereinbarte mit ihm erneut einen Termin.

An diesem Termin erschien Gott, aber sein Körper war voller Wunden und Verbände. „Was ist passiert“, fragte der Mann. „Hattest Du einen Unfall?“ „Nein“, sprach Gott, „es war kein Unfall, das warst Du!“ Der Mann war ganz verwirrt und rief: „Ich, keinesfalls, Du bist heute zum ersten Mal bei mir. Zum ersten vereinbarten Termin bist Du nicht gekommen. Warum gibst Du mir die Schuld an Deinen Verletzungen?“

„Weil ICH pünktlich zum Mittagessen bei Dir war und zu essen begann. Dann kamst Du und hast MICH geschlagen und mir die Knochen gebrochen. ICH kam als schwarzer Hund, damit ICH dein Essen so richtig genießen konnte“.

Nach einer alten Lehrgeschichte, bearbeitet von Karlheinz Schudt
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Unterschied zwischen Tier und Mensch oder Gott kommt rum

Einmal wurde ein Weiser gebeten, den Unterschied zwischen einem Menschen und einem Tier zu erklären. Der Weise lächelte und sprach: „Wenn wir z. B. eine Ratte in ein Labyrinth mit 4 Tunneln setzen und am Ende des 4. Tunnels ein Stück Käse legen, dann wird die Ratte schließlich lernen, dass sie den köstlichen Käse immer im 4. Tunnel findet und somit auch immer gleich in den 4. Tunnel gehen. Das lernt der Mensch auch. Wenn er Käse möchte, dann geht er ebenfalls in den 4. Tunnel.

Wenn aber eines Tages DIE große Schöpfung des Lebens den Käse nun in einen anderen Tunnel legt, dann wird die Ratte weiterhin in den 4. Tunnel gehen und zwar so lange, bis sie kapiert, dass dort der Käse nicht mehr zu finden ist. Irgendwann aber hört sie auf, dort hineinzugehen und sucht in einem anderen Tunnel, bis sie den Käse findet.

Hier zeigt sich jetzt der Unterschied zwischen Tier und Mensch. Menschen gehen immer in den 4. Tunnel, denn sie sind davon überzeugt! Ratten sind von nichts überzeugt, sie interessieren sich für den Käse. Der Mensch aber konstruiert eine Weltanschauung über den 4. Tunnel und davon ist er überzeugt. Er hält es für wichtig, immer in den 4. Tunnel zu gehen, denn das ist seine Überzeugung, sein Glaube. Es ist gar nicht mehr so wichtig, ob dort Käse drin ist oder nicht. Der Mensch hat lieber recht als seinen Käse (oder sein Glück!).

Also merkt euch gut, dass ihr den Käse nie bekommt, wenn ihr ihn dort sucht, wo er gerade noch war. Gott oder DIE große Schöpfung des Lebens verlegt ständig den Käse. Ihr aber werdet nie glücklich werden, wenn ihr nur noch an eure Überzeugungen, an euren „4. Tunnel“ glaubt.

Wenn es euch einmal gelingen sollte, Gott (oder wie immer ihr IHN, SIE, ES nennen mögt) zu begegnen, dann lasst euch keinesfalls von euren Überzeugungen und eurem Verstand steuern und versucht nicht, IHN dort noch einmal zu treffen, denn Gott kommt rum!“

Nach einer alten Zen-Geschichte, bearbeitet von Karlheinz Schudt
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