Adler oder Huhn? Wir sehen die Welt nur so, wie wir sie sehen wollen!

Adler oder Huhn?Vom Adler, der glaubte ein Huhn zu sein.

Eines Tages fand ein Mann ein Adlerei. Dies legte er in das Nest eines gewöhnlichen Huhns. Nach einiger Zeit schlüpfte daraus ein Adlerjunges, das zusammen mit den gewöhnlichen Hühnerküken aufwuchs.

Sein ganzes Leben lang benahm sich der Adler wie ein Hühnerküken. Schließlich kannte er es ja nicht anders und er dachte, er sei ein Küken aus dem Hinterhof. Manchmal gackerte er und zuweilen flog er auch ein Stück – eben so, wie ein Hühnerküken. Viele Jahre vergingen und der Adler wurde sehr alt.

Eines Tages sah er einen herrlichen Vogel hoch über sich am Himmel. Majestätisch und elegant schwebte er durch die Lüfte, ohne groß mit seinen kräftigen Flügeln zu schlagen. Der alte Adler blickte staunend und sehnsüchtig empor und fragte dann seine Nachbarin, ein Huhn: „Wer ist das?“ Das Huhn sprach: „Das ist der Adler, der König der Vögel. Aber reg dich nicht auf. Du und ich gehören nicht dazu.“

So dachte der alte Adler nicht weiter an den Vogel. Er starb in der Überzeugung, ein Küken im Hinterhof zu sein.

(Nach einer alten Lehrgeschichte,
bearbeitet von Karlheinz Schudt)

Adler oder Huhn?
Wir sehen die Welt nur so, wie wir sie sehen wollen!

Sie kennen sicherlich die Geschichten von Pippi Langstrumpf, dem kleinen, selbstbewussten und starken Mädchen, das mit ihren Tieren in einer alten Villa lebte und gemeinsam mit ihren beiden Freunden viele lustige Abenteuer erlebte. Die Autorin dieser Pippi Langstrumpf Geschichten, Astrid Lindgren, hatte sich für Pippi ein schönes Liedchen ausgedacht, in dem im Refrain folgender Satz vorkam: … „ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt.“…

Steckt in diesem kleinen Satz nicht eine große Wahrheit, die sowohl das Leben der Kinder bestimmt, als auch das von uns Erwachsenen? Ob dies von der Autorin beabsichtigt war oder ob es sich einfach um ein Kinderlied handelte, das sich „nur“ reimen sollte, sei jetzt einfach einmal dahin gestellt. 

Wir Menschen mit unseren großartigen Fähigkeiten und Möglichkeiten sehen meist nur das im Leben, was wir angeblich nicht gut können oder was uns im Alltag belastet. Und wie in der obigen Geschichte identifizieren wir uns mit unserem Umfeld, von dem wir glauben, dass die Umstände es geschaffen haben und wir uns Zeit unseres Lebens damit abfinden müssen. Wen wundert es, dass wir allmählich einen „Lebensstil“ entwickeln, der uns nötigt, nur noch die vermeintlich anderen für unser Wohl und Wehe verantwortlich zu machen. Und dabei übersehen wir immer mehr jene großartigen Fähigkeiten, Stärken und Möglichkeiten in uns, so dass wir am Ende glauben, das zu sein, was wir oder andere von uns glauben oder halten. 

Märchen und Weisheitsgeschichten als Hilfe zur Selbstverwirklichung 

Ein Hühnerküken oder Huhn hat natürlich in den „Augen“ der Schöpfung oder Natur dieselbe Daseinsberechtigung wie ein Adler und somit dasselbe Recht zu leben. Und dennoch drückt diese Geschichte sinnbildlich aus, dass wir Menschen eher das in uns sehen, was klein, hilflos und unfähig ist, anstatt uns der „königlichen“ Natur in uns bewusst zu werden und uns über altgewohnte Glaubenssätze hinaufzuschwingen in jene „Spähren“, die uns weitaus mehr Möglichkeiten und Chancen offenbaren, als wir in unserem selbstgebauten „Gefängnis“ jemals zu erträumen wagten. 

Gewiss, erheben sollten wir uns schon selbst und zugegeben, der Schritt ist nicht einfach, vor allen Dingen, wenn wir schon so viele Jahre in diesem selbstgebastelten „Gefängnis“ sitzen. Aber Gott sei Dank gibt es ja eine Menge an Hilfsmitteln, die uns auf diesem Wege unterstützen könnten. Weisheitsgeschichten und Märchen jedenfalls gehören dazu und wer sie mit dem Herzen hört, der weiß welche nahezu unerschöpflichen Kraftquellen darin verborgen sind. 

Ach ja, und wer mit diesen in Seelenbildern ausgedrückten „Kraftquellen“ auch noch andere Menschen, ob Kinder oder Erwachsene, beglücken möchte, für den ist z.  B. der Beruf eines Geschichten- oder Märchenerzählers, der sowohl als Hobby, neben- oder hauptberuflich ausgeführt werden kann, sehr erfüllend und nützlich. 

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter

Frei erzählen lernen von Geschichten und Märchen

Leben ist JETZT – Eine märchenhafte Geschichte


Das Leben ist JETZT

Einmal lag unter einem Baum ein Mann, der zufrieden mit seinem Leben so vor sich hin träumte. Da sah er doch ein gar seltsames Blatt vor seinen staunenden Augen. Es war nicht so wie all die anderen Blätter am Baum. Nein, es tanzte gar lustig hin und her, mal hierhin, mal dorthin. Einmal war es besinnlich und ruhig, ein andermal beschwingt und lebenslustig.

Je länger der Mann das Blatt beobachtete, desto mehr wurde er selbst von dieser ausgelassenen Lebensfreude angesteckt. Und es dauerte gar nicht lange, da schien es, als ob ihm dieses märchenhafte Zauberblatt wie von Zaubermund die allerschönsten Märchen und Geschichten erzählte, die sich in den farbenprächtigsten Bildern in seinem Inneren zeigten.

Eine Geschichte davon dürfen Sie jetzt hören!

„Einst begegneten sich eine Ameise, eine Schildkröte und ein Mensch. Es war noch zu jenen Zeiten, als alle Wesen die Sprache der anderen verstehen konnten. Die drei führten lange, tief greifende Gespräche über das Leben und als die Zeit schon sehr weit fortgeschritten war, da fing die Ameise an mit unruhiger Stimme zu sprechen: …“

Ja, was die Ameise so aufgeregt von sich gab, was die drei sonst noch über das Leben herausgefunden haben und was dies auch mit Ihrem Leben zu tun haben könnte, erfahren Sie in dem kleinen Kurz-Video gleich oben. Klicken Sie einfach auf das Startersymbol des Bildes am Anfang dieses Beitrages, schalten Ihren Lautsprecher ein, lehnen sich zurück und hören entspannt zu.

Ach ja, und wenn Sie selbst Ihre eigenen Märchen, Geschichten oder Gedichte uvm. schreiben möchten, die aus Ihrer innersten Quelle stammen, dann schauen Sie doch einfach einmal auf folgende Internetseite. Klicken Sie dazu bitte auf diesen Link:
>>> Kreativ und märchenhaft schreiben lernen <<<

Und wenn Sie als MärchenerzählerIn oder GeschichtenerzählerIn im Rahmen Ihres Hobbys, Berufes oder sogar neben- bzw. hauptberuflich aktiv sein möchten, dann lassen Sie sich doch von dieser Internetseite überraschen. Sie werden staunen, welche großartigen Möglichkeiten der Ausbildung es da gibt. Klicken Sie dazu bitte hier:
>>> Ausbildung zum/zur Märchen- und GeschichtenerzählerIn <<< 

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter

Betrachtung Märchen: Im Paradiesgarten der Frau Holle

 

Dunkelheit kann Dunkelheit nicht vertreiben

Dunkelheit kann Dunkelheit nicht vertreibenSie kennen sicherlich das Märchen vom Rotkäppchen!? Bestimmt, es ist jenes Märchen aus der Grimmschen Sammlung (KHM 26 von 1857), das wohl am bekanntesten ist, aber dessen Inhalt bis zur heutigen Zeit auch schon unzählige Male verdreht, verändert, missbraucht oder verstümmelt wurde.

„Ach, wie war ich erschrocken,
wie war’s so dunkel in dem Wolf seinem Leib!“

Die meisten Menschen, die glauben, das Märchen vom Rotkäppchen zu kennen, erinnern sich vielleicht noch an den vermeintlichen Schluss, als Rotkäppchen sagte: „Du willst dein Lebtag nicht wieder allein vom Wege ab in den Wald laufen, wenn dir’s die Mutter verboten hat.“

Ein Schluss, wie er für Moralpädagogen nicht besser im Buche stehen könnte, zumindest wenn man das Märchen mit den moralischen, historischen oder den äußeren „Augen“ betrachtet. Mit anderen Worten könnte das ja heißen, „Wenn Du alles tust, was Deine Mutter oder die wie auch immer geartete Obrigkeit Dir sagt, dann wird es schon seine Richtigkeit haben“.

Daher lässt man auch den eigentlichen Schluss dieses Märchens gerne weg, der – sofern man sich überhaupt noch daran erinnert – auf etwas hinweist, was man nicht gerne hört. Der 1. Wolf wurde dank der Wachheit des „Jägers“ besiegt aber nun kommt ein 2. Wolf ins Spiel bzw. ins Märchen.

Aber lesen Sie zunächst selbst das ganze Märchen im Original:
>>> Rotkäppchen, Brüder Grimm, KHM 26 aus der Fassung von 1857 <<<

Nachdem nun Rotkäppchen aus der Dunkelheit, aus dem Leib des Wolfes wieder ans Licht kam und der Wolf vernichtet war, wird es jetzt mit einem anderen Wolf konfrontiert, der aber im Grunde dieselben betrügerischen Mechanismen anwendet, wie sein Vorgänger.

Ja, es wird sogar so geschildert, als ob das, was im 1. Wolf lebte, seine Fortsetzung in diesem scheinbaren 2. Wolf findet. Doch diesmal gelingt es dem Rotkäppchen mit der Weisheit der nun wieder zu Kräften gekommenen Großmutter, den Wolf zu durchschauen und ihn aus eigenen Kräften unschädlich zu machen.

Licht und Dunkelheit gehören zum Leben

Wenn die Dunkelheit besiegt ist (z. B. in der Gestalt des Wolfes) oder das, was man gerne als das „Böse“ im Märchen bezeichnet, dann ist nur die Hülle vernichtet, nicht aber der Kern. Der nistet sich in Kürze und meist noch massiver, raffinierter und voller Täuschung dort ein, wo er nicht erkannt wird bzw. wo man ihn nicht vermutet. Offenbar gehört die Dunkelheit zum Leben dazu und ist, wie das Licht, ein notwendiger Bestandteil, damit der Mensch sich seiner allerinnersten Natur bewusst wird, anstatt sich von allerlei äußeren Ablenkungen noch weiter in die Irre führen zu lassen.

Und so können auch die heilsamen Märchenbilder, vorausgesetzt man betrachtet sie mit den inneren Augen, wesentliche Hinweise und Lösungen zeigen, wie wir mit all den inneren und äußeren Kräften, Herausforderungen und Widerständen so umgehen können, dass sie uns und allen Beteiligten wahrhaftig nutzen, anstatt unser Bewusstsein noch mehr zu vernebeln oder zu verdunkeln.

Gerade jetzt, wo gerne sehr einseitig, undifferenziert, höchst emotional, hasserfüllt und gewaltbereit auf politische, gesellschaftliche oder mitmenschliche Geschehnisse reagiert wird, wäre ein bewusstes, mehrere Blickwinkel einschließendes Betrachten bitter nötig, um die wahren Ursachen dahinter besser zu erkennen. Denn Dunkelheit, Hass, Gewalt, Angst und Ignoranz sind KEINE Resultate irgend eines Krieges. Sie verursachen ihn!

Und so möchte ich diesen Blog-Artikel mit einem Zitat von Martin Luther King beenden:

Dunkelheit kann Dunkelheit nicht vertreiben

„Streben wir nach Macht um der Macht willen? Oder sind wir bemüht, das Leben in der Welt und in unserer Nation zu verbessern; denn wenn wir danach streben, kann Gewalt niemals die Lösung bringen. Das größte Übel der Gewalt liegt darin, dass sie gerade das erzeugt, was sie vernichten will. Statt das Böse zu verringern, vermehrt sie es. Durch Gewalt kann man den Hassenden ermorden, aber man tötet den Hass nicht. Gewalt verstärkt den Hass. Das sind Tatsachen. Gewalt mit Gewalt zu beantworten, vermehrt die Gewalt und macht eine Nacht, die schon sternenlos ist, noch dunkler. Dunkelheit kann Dunkelheit nicht vertreiben. Das kann nur das Licht. Hass kann Hass nicht vertreiben. Das kann nur die Liebe.“

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter

Betrachtung Märchen: Im Paradiesgarten der Frau Holle

Was ist, wenn die Arbeit in Zukunft Maschinen übernehmen?

zukunft arbeitImmer mehr Maschinen bzw. Roboter nehmen dem Menschen die Arbeit weg. Ist das nun ein Fluch oder eher ein Segen? Gewiss, ein Mensch ohne Arbeit wird krank – aber auch ein Mensch mit einer Arbeit, die ihn nicht erfüllt und unglücklich macht. Und mal ehrlich, wer will denn wirklich täglich 8 Stunden z. B. in einer Fabrik stehen und Schrauben entgraten oder unzählige Male den Start-Knopf einer riesigen und lärmintensiven Karroserie-Presse drücken? Und das womöglich noch ein ganzes Leben lang!

Wie Maschinen das bedingungslose Grundeinkommen ermöglichen.

Neulich traf ich beim Bezahlen in einer Tankstelle zwei Bauarbeiter und sprach sie auf ihre doch recht anstrengende Arbeit beim Straßenbau an. Da lächelte der eine und sagte: „Ach wissen Sie, das ist heute gar nicht mehr so tragisch, wie das in früheren Zeiten mal der Fall war. Wir haben mittlerweile so viele hilfreiche Maschinen, die den Großteil unserer Schwerstarbeit übernehmen. Und das, was früher mit einer ganzen Mannschaft in Tagen bewältigt wurde, schaffen wir heute mit ein paar Männern weitaus gelassener und günstiger in wenigen Stunden.“

Nach Ansicht des Zukunftsforschers Sven Gábor Jánszky (von „2b AHEAD ThinkTanks“, der „Inovativen Denkfabrik“ aus Leipzig) gehen in naher Zukunft so viele Menschen in Rente, dass Millionen Jobs besetzt werden müssen. Ab 2040 soll es somit immer weniger Berufe geben, die mit der Herstellung von Produkten zu tun haben. Zwangsläufig werden neue Berufe entstehen. Wir wissen zwar nicht, was dies für Berufe im einzelnen sein werden – nur dass sie kommen!

Bis im Jahre 2070 wird des dann nach Ansicht des Zukunftsforschers das weltweite bedingungslose Grundeinkommen geben. Was nun die Zukunft genau bringen mag, das weiß sicherlich niemand so recht. Doch wenn alle immer weniger arbeiten, muss es zwangsläufig auch anders werden.

Berufe, die bisher belächelt wurden, gewinnen in Zukunft großen Wert.

„Wenn die Menschen keine Produkte mehr herstellen, weil das Maschinen übernommen haben, da diese besser, effizienter und viel billiger als Menschen sind, dann werden Menschen in die Jobs gehen, die Identität, Zwischenmenschlichkeit produzieren …

Jene aber, die andere motivieren und sie auf zwei oder drei Schritte begleiten können, die vielleicht eher als „Coach“ agieren, die werden gewinnen. Wir werden in Zukunft also immer mehr solche Menschen sehen, die als Coach im Finanzwesen, in der Bildung, Kultur, im Risikobereich, im Gesundheitswesen, eigentlich in jedem Bereich, in dem wir leben, aktiv sind …

Heute sehen wir Arbeit als etwas, womit man hart Geld verdienen muss. Das ist aber nur eine Definition von Arbeit und wenn genau diese Arbeit von Maschinen übernommen wird und somit die Dinge sehr kostengünstig produziert werden, dann wird sich der menschliche Fokus mehr auf die Tätigkeiten richten, die tatsächlich etwas anderes herstellen, wie z. B. Zwischenmenschlichkeit. Dann kommen eben solche Jobs zustande, die man heute ein bißchen belächelt. Nehmen Sie beispielsweise die Klinik-Clowns, also Menschen, die in Hospitäler hineingehen und Menschen zum Lachen bringen. Gerade solche Jobs werden in Zukunft immer mehr an Wert gewinnen.“

Auszüge aus dem Interview mit Sven Gàbor Jánszky
in der Kulturzeit von 3sat am 02.05.2016

Märchenerzähler, Klinik-Clowns und Co.
„Neue Berufe für Neue Zeiten“!

Was nun die Zukunftsforscher neuerdings prognostizieren, liegt voll in der Arbeit, die die Initiatoren und das Team des Märchenhaft leben Impulses seit Anfang der 1980er Jahre bereits ganz praktisch tun.

Eine Ausbildung zum Klinik-Clown können wir Ihnen zwar nicht bieten, aber neben vielen anderen „Neuen Berufen für Neue Zeiten“ besonders eine fundierte, praxisorientierte und auf Ihre persönlichen Bedürfnisse ausgerichtete Ausbildung zum neben- oder hauptberuflichen Geschichten- und Märchenerzähler (Märchenerzählerin).

Sollten Sie also den tiefen Wunsch verspüren, als MärchenerzählerIn oder GeschichtenerzählerIn mehr Zwischenmenschlichkeit, Identität, Inspiration, Vertrauen, Mitgefühl und Zuversicht in die Welt und unter die Menschen tragen zu wollen, dann zögern Sie nicht lange. Sie könnten gleich hier und heute damit beginnen!

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter

Eine Geschichte vom Leben und Tod

Wenn der Tod kommt, dann ist Sense!

Aber ist das wirklich so? Haben wir nicht eine mit Angst behaftete Vorstellung vom Tod oder von dem, was danach kommt oder kommen könnte? Wissen wir denn überhaupt, wie und ob wir wahrhaftig leben, gemäß unseren Fähigkeiten und Möglichkeiten?

Doch diese Angst ist allzu menschlich. Alles was der Mensch nicht kennt, macht ihn unsicher. Besonders wir westlichen Menschen leben in einer Zeit, in der viel auf Sicherheit gesetzt wird, Versicherungen Hochkonjunktur haben, in politischen Wahlversprechungen kaum ein Satz ohne den Begriff „Sicherheit“ zu hören ist und auch sonst alles Neue meist mit Argwohn betrachtet wird.

Aber wie sieht es denn wirklich aus mit der vermeintlichen Sicherheit?

Auf die kürzliche Frage an einen 19 jähringen jungen Mann, warum er so engagiert und abseits des gesellschaftlichen Sicherheit- und Karriere-Denkens seinem eigenen Herzens-Impuls folgt, antwortete dieser sinngemäß:

„In bin seit meinem 15. Lebensjahr in meiner Freizeit bei einer Hilfsorganisation in Deutschland tätig, die sich als Ersthelfer an Ort und Stelle Menschen widmet, die in einen Unfall verwickelt sind. Wenn ich da in meinen jungen Jahren zusammen mit einem nur wenige Jahre älteren Kollegen oder einer Kollegin alleine oftmals bei Nacht und Nebel am Unfallort eintraf und, noch bevor der Notfallarzt zur Stelle war, dieses Schicksal miterleben musste, das zuweilen für die betroffenen Personen mit dem Tod endetet, dann bekommt der Begriff Sicherheit für mich eine ganz andere Bedeutung. So möchte ich mich in meinem Leben nicht mit Dingen beschäftigen, die nicht mit meinen Fähigkeiten, Möglichkeiten und Stärken in Einklang zu bringen sind. Letztendlich kann ich nur wahrhaftig anderen und schließlich mir selbst gutes tun, wenn ich dem Ruf meines Herzens folge.“

Lebe so, als wäre morgen dein letzter Tag!

Wie schnell kann man überraschend aus dem Leben gerissen werden und jede noch so gute und teure Versicherung oder Sicherheits-Versprechung kann dies verhindern.

Der Mystiker, Lyriker, Theologe und Arzt Johann Scheffler (alias Angelus Silesius, 1624 – 1677) offenbarte in seinem Werk „Der cherubinische Wandersmann“ folgendes:

In jedem lebt ein Bild des,
der er werden soll;
solang er dies nicht ist,
ist nicht sein Frieden voll.

Wer nicht stirbt,
bevor er stirbt,
der verdirbt,
bevor er stirbt.

Mensch, werde wesentlich;
denn wenn die Welt vergeht,
so fällt der Zufall weg.
Das Wesen, das besteht.

Wird Christus tausendmal zu Bethlehem geboren
und nicht in dir,
du bleibst noch ewiglich verloren.

Wie in der im Video gehörten „Geschichte vom Leben und vom Tod“ ist letztendlich die eigene Sichtweise und Einstellung zu jenem unausweichlichen Zustand entscheidend. Sie kann so dem Leben eine wesentlich erfüllendere und glücklichere Komponente schenken, als die lange Jahre geschürte aber auch selbstgemachte Angst vor dem letztendlich Unvermeintlichen. Und wer weiß, vielleicht ist es doch nicht „Sense“ mit dem Tod, sondern es geht da weiter, wo es aufgehört hat.

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter
Geschichte vom Leben und Tod - Weisheitsgeschichte

Advent mit Märchen, Licht, Leben und Liebe

Zur Winterszeit, als einmal ein tiefer Schnee lag, musste ein armer Junge hinaus gehen und Holz auf einem Schlitten holen. Wie er es nun zusammengesucht und aufgeladen hatte, wollte er, weil er so erfroren war, noch nicht nach Hause gehen, sondern sich erst Feuer anmachen und sich ein bisschen wärmen.

Da scharrte er den Schnee weg, und wie er so den Erdboden aufräumte, fand er einen kleinen goldenen Schlüssel. Nun glaubte er, wo der Schlüssel wäre, müsste auch das Schloss dazu sein, grub in der Erde und fand ein eisernes Kästchen. Wenn der Schlüssel nur passt! dachte er. Es sind gewiss kostbare Schätze in dem Kästchen.

Er suchte, aber es war kein Schlüsselloch da, endlich entdeckte er eins, aber so klein, dass man es kaum sehen konnte. Er probierte, und der Schlüssel passte glücklich. Da drehte er einmal herum, und nun müssen wir warten, bis er vollends aufgeschlossen und den Deckel aufgemacht hat, dann werden wir erfahren, was für wunderbare Kostbarkeiten in dem Kästchen lagen.

Der Goldene Schlüssel,
Märchen aus der Sammlung der Brüder Grimm

Adventskalender

Advent-Zeit, Zeit für Märchen und Geschichten

Wenn es draußen dunkler wird, dann sehnt sich der Mensch nach Licht und Wärme.
Gerade in der Adventszeit können Sie erleben, wie es in Ihnen allmählich lichter wird obwohl es die dunkelste Zeit im Jahr ist.

Mit jeder Kerze, die Sie in der Advents-Zeit anzünden, wird es heller im Zimmer und ebenso im eigenen Inneren, in Ihrem Herzen, in der Seele der Kinder oder der anderen Mitglieder der Familie.

Wenn Sie ein Zimmer betreten, in dem nur eine Kerze brennt, fällt Ihnen gewiss die Ruhe auf, die davon ausgeht. Diese Stimmung lässt Sie und Ihre Lieben von der Hektik des Tages aufatmen. Allmählich werden Sie leise die Lebensfreude spüren und die sanften Regungen Ihrer liebevollen Zuneigung.

Es ist eine Wonne, in einem Zimmer, das mit Kerzenlicht erhellt ist und Geborgenheit und Wärme ausstrahlt, Märchen zu hören, zu lesen oder vorzulesen. Denn diese weisheitsvollen, bunten und spannenden Geschichten erzählen vom erlebnis- und erfolgreichen Lebensweg,  der durch Tiefen und Höhen zum Glück und zum erfüllten Leben führt.

Märchenhafte und lichtvolle Adventskalender

Ein märchenhafter, besinnlicher und schöner Adventskalender wird Ihnen zur wohltuenden, erholsamen Stimmung und zu einer erfüllenden Zeit verhelfen können.

Schenken Sie sich und Ihren Lieben einen märchenhaften und lichtvollen Schatz, von dem Sie nicht genug haben können und der Ihnen viel Freude, Frieden und Liebe schenkt.

Ab dem 1. Dezember erhalten Sie jeden Tag – je nach Wahl Ihres Adventskalenders – per E-Mail ein Märchen, Lehrgeschichten, Meditative Texte und Anleitungen für ein kreatives Gestalten in der Adventszeit.

Adventskalender

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Geister Geschichten: Die Geister, die ich rief …

geistertreiben… werd‘ ich nun nicht wieder los!

Wer wünscht sich nicht einen dienstbaren Geist, der einem die sehnlichsten Wünsche erfüllt, wie in einer von vielen Geister Geschichten gleich anschließend? Nun ist aber das Wesen der Wünsche schon etwas tückisch, denn ist ein Wunsch einmal erfüllt, dann kommt auch gleich der nächste. Ist der erfüllt, dann lässt auch der übernächste nicht lange auf sich warten. Doch eigentlich sind nicht die Wünsche das Problem, sondern die Einstellung des Menschen zu ihnen. Leider glauben wir immer noch, dass äußere Wunscherfüllung gleich zu setzen ist mit innerer Erfüllung. Und das wiederum ist ein großer Trugschluss.

Also dann doch lieber keinen Geist???

Ist vielleicht besser so, denn so manches, was man zunächst als großen Segen betrachtet hat, wird auf einmal zum Fluch. Davon berichten ja viele Märchen (Z. B. „Vom Fischer und seiner Frau“, Kinder- und Hausmärchen, gesammelt durch die Brüder Grimm oder „Die drei Wünsche“ Deutsches Märchen aus der „Frau Holle Sagen- und Märchen-Sammlung“).

Aber Gott sei Dank gibt es ja weitaus ungefährlichere Wege ohne dienstbaren Geist, sich seine Wünsche zu erfüllen, vorausgesetzt man ist offen für neue Sicht- und Denkweisen und dem eigenen, wahren Herzens-Ziel. Von diesem Ziel aus mit Begeisterung gefühlt und mit Liebe und Weisheit gedacht wird sich so manches ganz von alleine verwirklichen, ohne es willentlich forcieren zu müssen.

Das Leben als die größte und spannendste Herausforderung!

Und mal ehrlich, was gäbe es denn sonst noch für uns auf dieser Erde zu tun, wenn alles von einem dienstbaren Geist erledigt würde? Wie sonst könnten wir uns entwickeln, etwas aufbauen und das Dasein entdecken, wenn wir keine Widerstände mehr als Herausforderungen erleben dürften?

Vielleicht kann Ihnen ja folgender Video-Film eine schöne Inspiration sein, Ihr eigenes Herzens-Ziel zu entdecken und/oder zu leben.

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter

Der dienstbare Geist

Einmal, da kam ein unzufriedener Mann zu einem alten Weisen. Er war mit seinem Leben nicht einverstanden und klagte: „Ach, hätte ich doch nur einen dienstbaren Geist. Ich bräuchte mich um nichts mehr zu kümmern, alles würde er für mich tun und ich könnte ein Leben in Glück und großem Reichtum führen.“ Der Weise lächelte und sprach: „Nun, es ist für mich eine Kleinigkeit, dir einen Geist zu besorgen, der dir all deine Wünsche erfüllt. Aber ich muss dich warnen, er muss immer beschäftigt werden und darf keinen Moment zur Ruhe kommen, sonst frisst er dich auf.“ Der Mann lachte laut auf und rief: „Ich habe so viele Wünsche, dass ich ihn mein ganzes Leben lang beschäftigen kann.“

Also gab ihm der Weise eine Lampe und sprach: „Wenn du zuhause bist, dann reibe an der Lampe und der Geist wird erscheinen. Zu Hause angekommen, da rieb er an der Lampe und wenige Augenblicke später, stand vor ihm ein riesenhafter Geist, der sich ehrerbietig vor ihm verneigte und sprach: „Was befiehlt mein Gebieter?“ Der Mann lies sich das nicht zweimal sagen. „Ich wünsche mir ein wunderschönes Schloss mit prächtigem Garten und viel Platz.“ Kaum hatte er dies gesagt, so verschwand der Geist und nach einigen Minuten kam er wieder und brachte den Mann dorthin, wo er das Gewünschte vorfand.

Erstaunt und voller Freude trat er ins Schloss ein, um sich die Pracht etwas genauer anzuschauen. Doch der Geist verneigte sich abermals vor ihm und sprach: „Was wünscht mein Gebieter nun?“ „Ich wünsche mir Bedienstete, schöne Frauen, Gold und Edelsteine und viele Ländereien.“ Wieder kaum ausgesprochen, so verschwand der Geist und nach kurzer Zeit war auch dies erfüllt. Dann sprach er: „Was soll ich jetzt für meinen Gebieter tun?“ Der Mann wurde immer unsicherer und ängstlicher, sah er doch wohl, dass der Geist binnen weniger Augenblicke all seine Wünsche erfüllen konnte.

So wünschte er sich alles Mögliche und Unmögliche, nur um ja den Geist zu beschäftigen. Aber es dauerte nicht lange, da waren sogar die seltsamsten Wünsche erfüllt und der Geist bat um neue Anweisungen. Doch der Mann hatte keine neuen Wünsche mehr und er sah schon, wie der Geist unruhig wurde und ihn mit feurigen, wütenden Augen anstarrte. Er stammelt noch die letzten und ausgefallensten Wünsche und trug sie dem Geist vor. Augenblicklich verschwand der Geist, um sie in kurzer Zeit zu erfüllen.

Unser Mann aber lief eilig zum Weisen und bat um seine Hilfe: „Rettet mich vor diesem arbeitswütigen Geist. Ich habe keine Wünsche mehr und kann diese Verantwortung nicht mehr tragen und befürchte, er wird mich nun töten.“ „Da wirst du wohl recht haben“, sprach der Weise. „Aber ich will dir helfen“. Er zog sich ein Haar aus dem Kopf, nahm es zwischen seine beiden Fingernägel und zog solange daran, bis es sich kräuselte. Dann sprach er: „Gib dem Geist das Haar und befiehl ihm, er soll es wieder gerade ziehen.“ Der Mann ging nach Hause und reichte das gekräuselte Haar dem Geist mit eben jenem Befehl des Weisen. Der Geist zog das Haar gerade, aber in dem Moment, wo er es wieder losließ, da kräuselte es sich. Er zog es erneut gerade, aber beim Loslassen, da kräuselte es sich wieder.

Seit dieser Zeit hatte der Mann seine Ruhe. Er hatte auch gar keine Sehnsucht mehr, nach einem dienstbaren Geist und freute sich über jeden Tag seines Lebens, der ihm geschenkt wurde. Der Geist aber, der zieht noch heute an diesem Haar und er wird es auch sicherlich noch eine lange lange Zeit tun. Oder???

(Nach einer alten Lehrgeschichte, bearbeitet von Karlheinz Schudt)
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Geschichten von der Einzigartigkeit jedes Menschen

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Ist das nicht ein unbeschreibliches Wunder, wie einzigartig alle Wesen auf dieser Welt doch sind? Noch deutlicher wird es beim Menschen, ob Kind oder Erwachsener. Keiner gleicht dem anderen – alle sind wir Individualitäten mit unterschiedlichen Stärken und Fähigkeiten. Doch viele Menschen leben heute ein Leben, das überhaupt nicht ihren Fähigkeiten und Neigungen entspricht und sie immer unglücklicher und kränker macht.

Geschichten, die das wahre Leben schreibt

Was haben wir nicht alles in der Schule gelernt, meist soviel, dass es zur Abschluss-Prüfung reichte. Aber wie wenig verwenden wir noch von all diesem Wissen im täglichen Leben? Warum wurden gerade jene lebenswichtigen Fächer des Lebens wie Glück, Liebe, Erfolg und Gesundheit in der Schule nicht gelehrt und folgende lebenswichtige Fragen vernachlässigt?

Wie finde ich meine individuellen Stärken heraus und lerne sie immer mehr zu entfalten und im Alltag umzusetzen?

Was benötige ich, um glücklich, geliebt, erfolgreich, und gesund zu leben?

So können Märchen, Geschichten und Meditative Texte helfen

Gott sei Dank gibt es ja die Märchen, die trotz aller Widrigkeiten immer gut ausgehen und uns gerade jene Tugenden auf bildhafte und spielerische Weise näher bringen, die wir für ein glückliches Leben benötigen. Oder Lehrgeschichten bzw. Weisheitsgeschichten, die auf humorvolle und besinnliche Art Lösungen für Probleme zeigen können.

Eine weitere, sehr tiefgehende Möglichkeit sind Meditative Texte, die helfen, die eigene innere Stimme immer besser wahrzunehmen oder innere Bilderreisen, die entspannen, auf ein erstrebenswertes Ziel lenken und innere Blockaden lösen.

Mehr über diese großartigen Möglichkeiten erfahren Sie hier!

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter
Schreibkurs für kreative - kreativ schreiben lernen

Märchen-Zeitschrift für Erwachsene: lichtvoll und märchenhaft

Märchen Zeitschrift

Im Märchen und im Leben geht es zunächst alles andere als lichtvoll zu, denn die Märchenheldinnen und -helden begegnen zuweilen Herausforderungen, die sie an die Grenzen ihrer Möglichkeiten bringen. Dennoch scheuen sie sich nicht, diese Herausforderungen dankbar, ohne Jammern und Klagen anzunehmen, und jede/r MärchenliebhaberIn weiß, dass die Prüflinge gerade daran wachsen und ihrem Ziel immer näher kommen. Nur so können sie es schließlich auch erreichen!

Dabei möchten Ihnen alle Autorinnen und Autoren dieser zeitlosen Märchenzeitschrift „Alles fließt in Fülle“ mit ihren Anregungen beistehen. Aber bitte erwarten Sie nicht, dass diese Zeitschrift nur etwas für’s „Köpfchen“ ist! Seit jeher ist der Märchen und Licht-Impuls bestrebt, den Menschen zu zeigen, dass wahre Lebensfreude, Schöpferkraft, das Glück und die Liebe aus dem Herzen kommen! Auf diesem Wege kann uns das „Köpfchen“ ein wenig dienen, aber auch nicht mehr! Daher unsere Empfehlung:

Lesen Sie diese Zeitschrift von Herzen! Spüren Sie nach, was die einzelnen Beiträge, Mini-Seminare, Märchen und Lehrgeschichten oder Meditativen Texte in Ihnen bewegen, was sie auslösen an Lichtvollem und zuweilen auch weniger Lichtvollem! Es hat alles etwas mit Ihrem Weg zu tun! Nützen Sie es als Hinweis, als Chance, Ihren eigenen Alltag noch glücklicher, liebevoller und erfolgreicher zu gestalten!

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter
Schreibkurs für kreative - kreativ schreiben lernen

Liebe – die ganze Welt dreht sich darum!

Liebe

© aboutpixel.de, maçka

Es gibt sicherlich nicht einen Begriff in unserer Gesellschaft, der so belastet ist, wie das Wort Liebe. Kein Wunder, alle Menschen sehnen sich danach und keiner weiß im Grunde so richtig, nach was er oder sie sich sehnt.

Ist es nun jenes karitative, süßliche Gefühl, das so manche(r) missionsbeauftragte Mitbürger oder Mitbürgerin seinen „Glaubensschäfchen“ vermitteln möchte, um dadurch ewiges Seelenheil zu erlangen?

Vielleicht ist es gar der sentimentale und heroische Zustand, den uns so unzählige „Hollywood“-Filme (oder deren europäische Kopien) vermitteln und die uns zuweilen so manches Tränchen aus den Augen rollen lassen?

Kann es sein, dass sich Liebe in einer besitzergreifenden Zweisamkeit erschöpft nach dem Motto „Ich bin dein und du bist mein“?

Oder ist es schließlich die so viel gepriesene sexuelle Freiheit, mit der doch eine ganze Menge Menschen die Suche nach der Liebe begonnen und vor lauter „Freiheit“ vergessen haben, weswegen sie sich eigentlich auf die Suche begaben?

Was also ist nun jener Gefühlszustand, Gedanke oder Seins-Zustand Liebe?

Es geht nur um die Liebe

Fragen über Fragen, aber schauen Sie sich doch einfach einmal in Ihrem Umfeld um und beobachten Sie einmal, wo Ihnen das Wort Liebe begegnet. Achten Sie besonders einmal auf den Rummel, den die Menschen um diesen Zustand Liebe vollführen (besonders gut in der Vor- und Weihnachtszeit zu beobachten). Im Grunde dreht sich in der ganzen Welt alles nur darum. Selbst der Hass ist eine ins Gegenteil umgekehrte Liebesenergie.

Nahezu jeder Mensch versucht nun mit allen Mitteln diesen Zustand zu bestimmen, einzuordnen und zu kategorisieren. Vergeblich – eine solche Kraft lässt ich nicht zwingen, ein- bzw. verkaufen oder gar vermoralisieren – SIE IST EINFACH!

Und vor diesem, wie auch allen anderen unberechenbaren, wissenschaftlich nicht festzulegenden Zuständen haben die Menschen eben Angst. So ist es nicht verwunderlich, dass die meisten Bekundungen zur Liebe eher überlaute Hilfeschreie aus Angst vor dem „Selbst-nicht-geliebt-zu-werden“ sind, als tatsächliche Offenbarungen!

Was Märchen mit Liebe zu tun haben

Die echten Märchen sind da viel direkter und unkomplizierter! Sie schildern keine heftigen und überzogenen Gefühlswallungen des Märchenhelden, sie schildern auch sonst nicht sehr viel von seiner Gedankenwelt.

Was sie uns aber zeigen ist, dass jede(r) Märchenheld(in) mit einer gewaltigen Portion Urvertrauen in die Welt geht, sein/ihr Leben voller Kraft und Zuversicht in die Hand nimmt und Probleme meistert, da er/sie seinen/ihren Blick nur noch auf das Ziel richtet:

die Verbindung mit der zweiten Hälfte, seiner (ihres) inneren Braut (Bräutigams), die Verbindung der Gegensätze, das Auflösen und Vereinigen der Widersprüche, Polaritäten und schließlich das Eintauchen in jene universelle Kraft, die die Religionen gemeinhin als „göttlich“ bezeichnen und deren Wirken durch die Kraft der Liebe am Besten erfasst werden kann.

Vielleicht können uns auch hier die echten Märchen und weisheitsvollen Geschichten helfen, den Begriff Liebe unter weitaus mehr Blickwinkeln zu betrachten (und vor allen Dingen zu erleben), als wir dies bisher geahnt oder getan haben.

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter
Frei erzählen lernen von Geschichten und Märchen