Was ist, wenn die Arbeit in Zukunft Maschinen übernehmen?

zukunft arbeitImmer mehr Maschinen bzw. Roboter nehmen dem Menschen die Arbeit weg. Ist das nun ein Fluch oder eher ein Segen? Gewiss, ein Mensch ohne Arbeit wird krank – aber auch ein Mensch mit einer Arbeit, die ihn nicht erfüllt und unglücklich macht. Und mal ehrlich, wer will denn wirklich täglich 8 Stunden z. B. in einer Fabrik stehen und Schrauben entgraten oder unzählige Male den Start-Knopf einer riesigen und lärmintensiven Karroserie-Presse drücken? Und das womöglich noch ein ganzes Leben lang!

Wie Maschinen das bedingungslose Grundeinkommen ermöglichen.

Neulich traf ich beim Bezahlen in einer Tankstelle zwei Bauarbeiter und sprach sie auf ihre doch recht anstrengende Arbeit beim Straßenbau an. Da lächelte der eine und sagte: „Ach wissen Sie, das ist heute gar nicht mehr so tragisch, wie das in früheren Zeiten mal der Fall war. Wir haben mittlerweile so viele hilfreiche Maschinen, die den Großteil unserer Schwerstarbeit übernehmen. Und das, was früher mit einer ganzen Mannschaft in Tagen bewältigt wurde, schaffen wir heute mit ein paar Männern weitaus gelassener und günstiger in wenigen Stunden.“

Nach Ansicht des Zukunftsforschers Sven Gábor Jánszky (von „2b AHEAD ThinkTanks“, der „Inovativen Denkfabrik“ aus Leipzig) gehen in naher Zukunft so viele Menschen in Rente, dass Millionen Jobs besetzt werden müssen. Ab 2040 soll es somit immer weniger Berufe geben, die mit der Herstellung von Produkten zu tun haben. Zwangsläufig werden neue Berufe entstehen. Wir wissen zwar nicht, was dies für Berufe im einzelnen sein werden – nur dass sie kommen!

Bis im Jahre 2070 wird des dann nach Ansicht des Zukunftsforschers das weltweite bedingungslose Grundeinkommen geben. Was nun die Zukunft genau bringen mag, das weiß sicherlich niemand so recht. Doch wenn alle immer weniger arbeiten, muss es zwangsläufig auch anders werden.

Berufe, die bisher belächelt wurden, gewinnen in Zukunft großen Wert.

„Wenn die Menschen keine Produkte mehr herstellen, weil das Maschinen übernommen haben, da diese besser, effizienter und viel billiger als Menschen sind, dann werden Menschen in die Jobs gehen, die Identität, Zwischenmenschlichkeit produzieren …

Jene aber, die andere motivieren und sie auf zwei oder drei Schritte begleiten können, die vielleicht eher als „Coach“ agieren, die werden gewinnen. Wir werden in Zukunft also immer mehr solche Menschen sehen, die als Coach im Finanzwesen, in der Bildung, Kultur, im Risikobereich, im Gesundheitswesen, eigentlich in jedem Bereich, in dem wir leben, aktiv sind …

Heute sehen wir Arbeit als etwas, womit man hart Geld verdienen muss. Das ist aber nur eine Definition von Arbeit und wenn genau diese Arbeit von Maschinen übernommen wird und somit die Dinge sehr kostengünstig produziert werden, dann wird sich der menschliche Fokus mehr auf die Tätigkeiten richten, die tatsächlich etwas anderes herstellen, wie z. B. Zwischenmenschlichkeit. Dann kommen eben solche Jobs zustande, die man heute ein bißchen belächelt. Nehmen Sie beispielsweise die Klinik-Clowns, also Menschen, die in Hospitäler hineingehen und Menschen zum Lachen bringen. Gerade solche Jobs werden in Zukunft immer mehr an Wert gewinnen.“

Auszüge aus dem Interview mit Sven Gàbor Jánszky
in der Kulturzeit von 3sat am 02.05.2016

Märchenerzähler, Klinik-Clowns und Co.
„Neue Berufe für Neue Zeiten“!

Was nun die Zukunftsforscher neuerdings prognostizieren, liegt voll in der Arbeit, die die Initiatoren und das Team des Märchenhaft leben Impulses seit Anfang der 1980er Jahre bereits ganz praktisch tun.

Eine Ausbildung zum Klinik-Clown können wir Ihnen zwar nicht bieten, aber neben vielen anderen „Neuen Berufen für Neue Zeiten“ besonders eine fundierte, praxisorientierte und auf Ihre persönlichen Bedürfnisse ausgerichtete Ausbildung zum neben- oder hauptberuflichen Geschichten- und Märchenerzähler (Märchenerzählerin).

Sollten Sie also den tiefen Wunsch verspüren, als MärchenerzählerIn oder GeschichtenerzählerIn mehr Zwischenmenschlichkeit, Identität, Inspiration, Vertrauen, Mitgefühl und Zuversicht in die Welt und unter die Menschen tragen zu wollen, dann zögern Sie nicht lange. Sie könnten gleich hier und heute damit beginnen!

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter

Rotkäppchen oder Gier fressen Seele auf!

Rotkäppchen, RotkaeppchenKennen Sie das Märchen vom Rotkäppchen? Jene scheinbar harmlose Geschichte, die von einem kleinen Mädchen berichtet, das von einem Wolf verschlungen wird und am Ende lebendig wieder heraus kommt? Dieses Märchen vom Rotkäppchen gehört wohl zu den bekanntesten Märchen aus der Sammlung der Brüder Grimm, aber auch zu jenen, die eine Menge Rätsel aufwerfen und dafür nicht selten unzählige Male belächelt, verniedlicht oder zynisch missbraucht wurden.

Mit dem ersten oberflächlichen Blick betrachtet, ist das wohl auch nicht verwunderlich,  denn wer hat schon einmal einen Wolf gesehen, der sprechen kann, gleichzeitig eine alte Frau verschluckt, anschließend ein kleines Mädchen verschlingt und am Ende beide wieder lebendig heraus lässt?

Der Weg des Menschen vom Ursprung zu den geistigen Wurzeln

Dabei ist dieses Märchen alles andere als harmlos, schildert es mitunter den Weg des Menschen vom Ursprung (dem Mütterlichen) zu seinen geistigen Wurzeln oder dem Ziel (dem Urmütterlichen).

Dass diese geistigen Wurzeln nicht mehr im Bewusstsein sind und in Vergessenheit geraten, zeigt der Hinweis, dass gerade die Großmutter, die Urmutter alles Ursprünglichen (hat nichts mit „Oma“ zu tun), nicht mehr im Besitz ihrer Kräfte ist und dringend neue Nahrung benötigt, um wieder zu gesunden und zu wirken.

Ob nun die Urmutter alles Ursprünglichen wirklich „krank“ ist oder sein kann, sei einmal dahingestellt, da jene Urkräfte eigentlich immer wirken und weder Gesundheit noch Krankheit kennen. Womöglich ist es der Mensch, der krank und schwach wurde, da er sich nicht mehr an jene Kräfte erinnert bzw. sich von IHNEN getrennt hat. Folglich lässt auch die Wirkung für ihn nach.

Die geistigen Kräfte wieder neu beleben

Und diesen Auftrag hat nun der Mensch bekommen, hier im Bilde des „unschuldigen“ Rotkäppchens. Er soll sie wieder mit Nahrung versorgen (Kuchen und Wein). Dabei geht es jetzt nicht um körperliches Mästen der Großmutter, sondern darum, dass er, der Mensch, sich wieder an jene Urkräfte erinnert, sie schätzt, achtet und neu belebt, damit sie auch wieder für ihn in vollem Umfang wirken können.

Dass dieses Unterfangen eigentlich gar nicht einmal so schwer gewesen wäre, zeigt schon der Hinweis, dass Rotkäppchen mit den wichtigsten Dingen ausgestattet ist, die nötig sind, um einen solchen Auftrag auszuführen: Urvertrauen und Selbstvertrauen.

Das Selbstvertrauen zeigt sich in der Äußerung Rotkäppchens, als die Mutter ihr jede Menge Belehrungen mit auf den Weg gibt. Und so antwortet Rotkäppchen, indem es der Mutter verspricht:

„Ich will schon alles gut machen!“

Seltsamerweise ist in all den Belehrungen der Mutter nicht erwähnt, dass sie sich vor dem Wolf in Acht nehmen soll. Kennt das Ursprüngliche dieses seltsame und gefährliche Wesen nicht?

Vom Wolf, der eigentlich gar kein Wolf ist

Wer sich schon ein wenig mit Märchen vertraut gemacht hat, der weiß, dass es sich bei jenem Wesen selbstverständlich nicht um ein wirkliches Tier handelt, sondern um ein Wesen, mit bestimmten Eigenschaften, die einem solchen Tier auch zu eigen sind. Und wenn man einmal einen Wolf beobachtet, wie er in der freien Natur seine Beute gierig zerreißt und verschlingt, dann ist der Schritt nicht mehr weit, zu erkennen, um welches Wesen im Märchen (und im Leben) es sich da wirklich handelt. Das Märchen schildert eben, in für das Vorstellungsvermögen des Menschen verständlichen Bildern, seelisch-spirituelle Prozesse.

Wer mit so viel Urvertrauen und Selbstvertrauen ausgestattet ist, der kann seinen Auftrag nicht verfehlen, es sei denn, er lässt sich von der oberflächlichen Schönheit verblenden (hier im Bild der schönen Blumen), von seinem Ziel ablenken und schließlich von SEINEM ureigenen Weg abbringen.

Nur die Angst bringt uns vom eigenen Weg ab

Und das weiß der Wolf oder die Gier. Er oder sie weiß aber auch, dass dies nur gelingen kann, wenn der Mensch auf seinem Weg die Angst kennen lernt. Und Angst bedeutet immer, dass man etwas verlieren könnte, am meisten das Urvertrauen, das Geliebt- und Geborgen-Sein.

Sobald die Angst das Wesen eines Menschen erfasst, ist er weder mit seinem wahren Ursprung (Woher komme ich?), noch mit seinem höchsten Ziel (Wohin gehe ich?) verbunden. Und wer ständig in dieser Angst lebt, und das tun wir Menschen leider viel zu oft, der hat sich bereits von seinem Ursprung und Ziel getrennt und kann nun in aller Ruhe vom Wolf oder der maßlosen Gier, Selbstsucht, Dunkelheit und allem, was jenes Wesen noch mit sich bringt, verschlungen und einverleibt werden.

Aber wie bei jedem echten und wahrhaftigen Märchen, gibt es auch hier ein Happyend. Wie es dazu kam und was uns die Bilder vom Rotkäppchen für unseren eigenen seelisch-spirituellen Weg noch zeigen könnten, soll an dieser Stelle zu einem anderen Zeitpunkt geschildert werden.

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter

Betrachtung Märchen: Im Paradiesgarten der Frau Holle

Lebenskrise bedeutet eine Lebenschance auf eine erfüllte Berufung

Lebenskrise Lebenschance

Lebenskrise oder Engpass im Leben

Frage von K.

Hallo liebes Märchen-Team,

ich habe mich jetzt 12 Jahre in meinem Lehrbetrieb hinhalten und ausnutzen lassen. Dies hat mir einen Nervenzusammenbruch mit anschließender Diagnose „Burn-out“ gebracht. Ich fühle mich so richtig tief drin in einer Lebenskrise. Bin jetzt schon seit langer Zeit krankgeschrieben und möchte nicht mehr in meinen früheren Betrieb, auch nicht mehr in die Branche (Einzelhandel) zurück. Würde gerne etwas anderes, z. B. Handwerkliches lernen.

Gibt es für mich in dieser Lebenskrise überhaupt noch Chancen auf eine zweite Ausbildung mit 30 Jahren? Gibt es irgendwelche Zuschüsse, da meine fixen Kosten (Miete, Kredit, Versicherungen, etc.) ja weiter laufen? Alle Infos, die ich bis jetzt dazu bekommen habe, machen es fast unmöglich in eine andere Branche zu wechseln.

Antwort dazu:

Hallo lieber K.,

gerade in den Märchen werden ja auf bildhafte Weise, also in Seelenbildern, Lebenskrisen geschildert und auch so manche Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt, sofern man dafür innerlich offen ist. Wenn Dir klar ist, welche Neigungen, Stärken und Fähigkeiten Du persönlich hast und eine Portion Mut und Vertrauen in Deinen eigenen Lebensweg, dann nimm doch diese Lebenskrise zum Anlass, Deinen bisherigen Blickwinkel in Bezug auf das Leben zu ändern.

Den Blickwinkel ändern!

Wer weiß, vielleicht ist gerade diese Krise eine Chance, um Dein wirkliches Potenzial zu entdecken und kreativ zu entfalten. Also ich würde Schritt für Schritt meine Fähigkeiten und Stärken zum Beruf bzw. zur Berufung machen. Das mache ich persönlich seit 1983 so.

Gewiss, es war und ist nicht immer leicht und eine „Goldene Nase“ habe ich bis heute nicht. Aber viele neue Errungenschaften und Projekte sind auf diese Weise entstanden, die sowohl Kindern, wie auch Erwachsenen großen Nutzen bringen. Auch meine Familie, meine Kinder wurden mit der Berufung ihres Vaters groß, ohne dass ich jemals arbeitslos war oder mich vom Staat finanziell abhängig machen musste.

Da brauchst Du auch mit 30 keine zweite Ausbildung mehr, denn nach Deinen Ausführungen zu urteilen, wirst Du Dich überall in einem Angestellten-Verhältnis ausgenutzt fühlen, ob als Lehrling, Geselle oder in welchem späteren Status auch immer.

Die innere Einstellung machts!

Es würde selbstverständlich zu weit führen, in dieser Antwort alles zu behandeln, aber ich kann aus meinem Leben nur so viel berichten, dass ein Beruf, der zur Berufung wird (und das ist völlig unabhängig von der Ausbildung, dem Studium, etc.) innerlich erfüllt und das Leben enorm bereichert.

Alles andere macht auf Dauer unzufrieden, abhängig und krank.

Vielleicht ist es ja gerade diese innere Einstellung zum Leben, zum Beruf und zu den Mitmenschen, die Dich (u. a.) in solche schwierigen Situationen bringt? Doch diese Einstellung kannst Du ändern, vielleicht nicht sofort, aber Schritt für Schritt, mit oder ohne zweite Ausbildung.

Vielleicht können Dir folgende Links weitere Anregungen in dieser Richtung geben:

Ein Lebens-Einkommen für jeden Menschen
Das Partnerprogramm vom Märchenshop

Ich wünsche Dir jedenfalls viel Erfolg dabei und eine Berufung, die Dich wahrhaftig innerlich erfüllt!

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter
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