Innere Prozesse: Das Glück liegt in mir selbst!

Innere Prozesse

© Foto von aboutpixel.de, Rainer Sturm

Gewiss, es klingt schon etwas vermessen, so etwas zu behaupten! In einer Zeit, in der die meisten Menschen ihr Glück, die Liebe, den Erfolg und die Gesundheit fast ausschließlich im Äußeren suchen. Schließlich ist es ja sehr bequem, andere für das eigene Wohlbefinden verantwortlich zu machen.

So manche Weltanschauung würde auf den Kopf gestellt werden, denn es würde ja bedeuten, dass nahezu alles, was ich äußerlich antreffe, bzw. jede Situation, in die ich gerate, das Resultat von dem ist, was ich gedacht, gefühlt und getan habe. Folglich gibt es auch keine „äußere Instanz“, die Einfluss auf mein Leben oder Glück hat, es sei denn, ich habe mich mit ihr irgendwann einmal arrangiert und sie zu einer solchen gemacht.

Also liegt es doch an mir, ob ich mich z. B. für mein Glück und meine Gesundheit oder mein Unglück bzw. meine Krankheit entscheide?

Gewiss, es ist kein leichtes Unterfangen, sich aus alten Gesellschafts-Konventionen auszuklinken und neue Sichtweisen zu erforschen oder wenigstens in Betracht zu ziehen. Kaum ein Mensch würde doch jemals daran zweifeln, dass Krankheit ein notwendiges Übel sei. Folglich muss sie mit allen meist äußerlichen Mitteln ausgemerzt werden. Ob dies wirklich gelingt und welche „Nebenwirkungen“ langfristig dabei entstehen, ist eine andere Sache.

Aber wer käme jemals auf die Idee, zu glauben, dass z. B. Krankheit nichts anderes ist, als eine Konsequenz dessen, was ich an Herausforderungen in der Vergangenheit nicht annehmen wollte bzw. wo ich meinem eigenen Lebensweg, meiner wahren Lebensaufgabe und meinem Herzens-Ziel nicht treu geblieben bin.

Unter diesem Gesichtspunkt würde die Krankheit kein Übel mehr sein, sondern eine „Türe“, ein Hinweis oder eine Chance, sich wieder auf das Wesentliche im Leben zu konzentrieren. Das wiederum setzt aber voraus, sich innerlich zu öffnen und die Welt mit mehr als „nur“ zwei Augen oder einem Blickwinkel zu betrachten!

Märchen schildern innere Prozesse

Dabei können Märchen helfen! Leider werden immer noch die Märchen mit äußeren, historischen Begebenheiten in Verbindung gebracht. Das mag zu einem kleinen Teil richtig sein, aber niemand hat in der Geschichte der Menschheit jemals erlebt, dass z. B. ein einfacher und armer Schneider zum König gekrönt wurde (siehe das Märchen „Vom tapferen Schneiderlein“, Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm).

Auch werden in den echten Märchen Könige oder Königinnen nicht mit Namen genannt. „Es war einmal ein König und eine Königin …“ so beginnen zahlreiche Märchen und es lässt darauf schließen, dass hier der König und die Königin in jedem Menschen gemeint sind, denn sie „leben ja noch heute“. Es geht nicht um äußere machtvolle Monarchen oder diktatorische Herrscher, deren wahres „Königsein“ und „Menschsein“ zuweilen mehr als fragwürdig erscheinen.

Folglich schildern Märchen innere Prozesse, innere Prüfungen, Wandlungen und Lösungen, die es JEDEM Menschen ermöglichen, seinen inneren König, seine innere Königin zu entdecken und zu leben. Denn die echten Märchen führen immer zu der „Höchsten Instanz“ in sich selbst.

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter
Frei erzählen lernen von Geschichten und Märchen

Wer vom Wasser des Lebens trinkt, der wird gesund!

Wasser des Lebens

Ich bin doch immer wieder erstaunt darüber, wie wenig die Märchen der Brüder Grimm bei Erwachsenen bekannt sind. Und selbst die bekanntesten Märchen werden nur fragmentarisch oder in einem ganz anderen Zusammenhang  wiedergegeben, sobald man nach dem Inhalt fragt.

Eigentlich schade, denn diese Märchen sind voll von unschätzbaren Weisheiten und aktueller denn je! Gerade das Märchen vom „Wasser des Lebens“ zeigt, welche Konsequenzen die Absichten eines Menschen mit sich bringen.

Das Wasser des Lebens

So ziehen drei Königssöhne aus, um das Wasser des Lebens zu suchen. Nur mit diesem Wasser kann ihr Vater, der König, wieder gesunden. Die Absicht der ersten beiden ist sinngemäß: Bringen wir dem Vater das Wasser des Lebens, so sind wir die Nr. 1 und erben das ganze Königreich!

Der Jüngste aber hatte keine Hintergedanken, seine Absicht war eindeutig: Wenn ich dem Vater das Wasser des Lebens bringe, so wird er wieder gesund.

Welche Konsequenzen solche Einstellungen haben, erfahren Sie in diesem überaus spannenden, aktuellen und tiefgehenden Märchen am Ende der E-Mail im Tages-Tipp.

Sollten Sie nun aus den Absichten der beiden älteren Söhne Parallelen zu den großen Einrichtungen wie z. B. dem Gesundheitswesen oder der Wirtschaft ziehen, dann liegen Sie sicherlich nicht falsch.

Im Märchen-Erlebnis-Wochenende werden Sie entdecken, wie diese Weisheiten Ihr eigenes Leben bereichern und sehr naheliegende Lösungen für oftmals festgefahrene Probleme zeigen können.

Weitere Infos und Anmeldemöglichkeit finden Sie hier:
http://www.maerchen-erzaehler.de

Ich kann Ihnen jedenfalls versprechen, dass die Weisheiten in den (Volks-)Märchen äußerst alltagstauglich sind und wenn Sie nach diesem Seminar ein Grimmsches Märchen noch frei vor Publikum erzählen können, dann werden Sie sicherlich auch Menschen aus Ihrem Umfeld damit begeistern.

Mein TAGES-TIPP:

Nun ist es ja immer leicht, Verantwortungen oder Schuld an andere abzugeben,besonders wenn es sich um große Institutionen handelt. Doch ändern kann ich nur selbst etwas, andere werden und können es nicht für mich tun. Beobachten Sie doch einmal, mit welcher Absicht Sie selbst Ihre tagtäglichen Handlungen bestimmen. Dient es Ihrem UND dem Wohl der anderen? Dient es dem Wohl der Natur, etc.? Lassen Sie sich ruhig etwas inspirieren von diesem Märchen, das Sie hier finden: http://erfolgsmaerchen.de/wasserdeslebens

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter
maerchenausbildungblog