Was haben Querdenker mit Märchen zu tun?

Was haben Querdenker mit Märchen zu tun?Wissen Sie was ein Querdenker ist? Meist denkt man bei diesem Begriff an einen Menschen, der sich nicht anpassen kann oder will und immer eine „Extrawurst“ braucht. Aber nein, es geht hier um Menschen, die über ihren „Tellerrand hinaus schauen“ und auch für schwierige Probleme im Alltag ungewöhnliche Lösungen finden können.

Jeder Mensch ist ein Querdenker

Eigentlich ist jeder Mensch ein Querdenker, denn bei Kindern ist diese Fähigkeit noch sehr stark ausgeprägt. Und da jeder Erwachsene einmal Kind war, trägt er diese Fähigkeit bis zu seinem Lebensende in sich. Querdenker können sich nämlich aus dem engen, scheinbar vorgegebenen Rahmen eines Problems befreien und dieses auf einer höheren, erweiternden Ebene betrachten und schließlich lösen.

Das spielerische Betrachten von Märchenbildern, also jener Figuren, Landschaften, Objekte und Wunder, die insbesondere als seelisch-spirituelle „Brücken“ in den Volksmärchen vorkommen, kann das intuitive Querdenken im Erwachsenen wieder anregen und in Kürze zu ungeahnten Höchstleistungen entfalten. Dies hat rein gar nichts mit schulischem oder universitärem „Pauken“ und „Büffeln“ zu tun.

Das Neunkronen-Problem. Machen Sie den Test!

Aber werden wir doch einmal ganz praktisch. Wenn Sie herausfinden möchten, wie stark Ihr Querdenken ausgeprägt ist, dann machen wir doch folgenden Test, den ich der Einfachheit halber das „Neunkronen-Problem“ nenne:

Intuitive und märchenhafte QuerdenkerSie haben nun die Aufgabe, diese neun Kronen mit einem Stift durch 3 gerade Linien zu verbinden, ohne den Stift abzusetzen.

Was meinen Sie, wie lange werden Sie brauchen? Versuchen Sie es und erinnern Sie sich an die eingangs erwähnten querdenkerischen Fähigkeiten, die in jedem Menschen schlummern und die mehr durch Intuition als Verstand zur Lösung beitragen.

Aber keine Angst, selbst wenn es nicht gleich oder womöglich gar nicht klappt. Das macht nichts. Es geht vielen so, da die meisten Menschen sich lange Zeit von dieser intuitiven Lösungsfindung seit ihrer Kindheit entfremdet haben oder seither mit dieser Möglichkeit kaum oder gar nicht konfrontiert wurden. Viel wichtiger ist die Offenheit und Bereitschaft, sich wieder diesen mehr „inneren“ Lösungsfindungen zuzuwenden und sie zu pflegen.

Und wie erwähnt, gerade Märchenbetrachtungen können dabei eine wertvolle Hilfe sein, sich mit Freude, auf spielerische und intuitive Art so mancher Lösung oder manchem offenbaren Geheimnis im Leben zu nähern, die/das meist viel näher liegt, als wir glauben.

Die Neunkronen-Lösung finden Sie übrigens hier:

Und wenn Sie es gar nicht mehr aushalten, dann dürfen Sie gerne einmal einen Blick auf die Lösung dieses Neunkronen-Problems werfen. Aber bitte – versuchen Sie es und geben nicht gleich auf! Bitten Sie lieber Ihr Innerstes (nicht den Verstand!), Ihnen bei der Lösungsfindung zu helfen.
>>> Zur Lösung – aber erst klicken, wenn es gar nicht mehr geht 😉 <<<

Mehr intuitives Querdenken durch Märchen-Betrachtungen

Ach ja, in Kürze wird Ihnen das Team vom „Märchenhaft leben“ Verein im Märchenshop eine Fülle von Märchen (Märchen aus Lothringen, Märchen gesammelt von den Brüdern Grimm, neue Weisheitsgeschichten, etc.) als eBooks und Broschüren präsentieren, die alle „querdenkerisch“ und sehr ausführlich betrachtet wurden.

Und das Beste daran ist, dass in jeder Broschüre eine CD dabei ist, auf der Sie das Märchen, vom Autor der Märchen-Betrachtungen gesprochen, hören. Gleichzeitig erhalten Sie auf dieser CD eine Anleitung, wie Sie selbst diese Märchen auf Ihre Weise innerlich erkunden, betrachten und für Ihren Alltag sinnvoll nutzen können:
>>> Hier geht’s zum Märchenshop „Märchenhaft leben“ <<<

Machen Sie die Märchen-Betrachtungen
zu Ihrem individuellen und erfüllenden Erlebnis!

Selbstverständlich kann kein Märchen vollständig erkundet werden, da es immer wieder neue Aspekte aufwirft. Es gibt keine allgemeingültige und über allen anderen stehende Deutung der Geschehnisse, die in den Märchen geschildert werden. Jeder Mensch sollte und wird seinem Entwicklungsstand gemäß einen eigenen Zugang zu diesen seelisch-spirituellen „Brücken“ finden.

Hier finden Sie kurze Auszüge von Märchen-Betrachtungen:

>>> Frau Holles Brunnen – vom Tor zum Ursprung der Dinge <<<
>>> Rotkäppchen – oder Gier fressen Seele auf <<<
>>> Wie die 7 Urbilder des Märchens und des Lebens heilsam wirken <<<

Daher können und wollen diese Betrachtungen keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben und sollten mehr als Anregung dienen, sich selbst und immer tiefer mit den Märchen zu beschäftigen. Und je öfter, je offener und mit Freude man sich diesen Märchenbildern widmet, desto mehr geben sie – wie von alleine – von ihrer einfachen und natürlichen Weisheit preis. So lassen sie jeden Menschen aus dem offenbaren Geheimnis schöpfen, das im Brunnen des Lebens allen zugänglich ist.

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter

Schreibkurs für kreative - kreativ schreiben lernen

Kinder – weniger erziehen, sondern wachsen lassen!

Märchen im Kindergarten„Dort wo Kinder sind, ist ein goldenes Zeitalter“

sagte einst der Dichter Friedrich von Hardenberg, alias Novalis. So ähnlich verhält es sich auch mit den Märchen.

Nicht um die alten Könige oder Königinnen, Väter oder Mütter geht es, sondern um die Kinder, die ausziehen und Erfahrungen sammeln, bis sie selbst ihr Leben selbstständig und konstruktiv meistern.

Am Eindrücklichsten ist dabei immer der Prozess der Trennung und des Hinausziehens in eine Welt, die zwar Neues, aber auch Unbekanntes und nicht selten Gefahrvolles bietet.

Unzählige Trennungsmotive können Sie im Märchen entdecken: Ob die Kinder nun möglichst verantwortlich auf ihre neue Selbstständigkeit vorbereitet  werden (siehe z. B. „Rotkäppchen“), ob sie von ihren Eltern verstoßen werden (siehe z. B. „Hänsel und Gretel“) oder ob sie ihre Freiheit von den Eltern erkämpfen müssen (siehe z. B. „Die goldene Gans“), die Skala dieser Loslösungsprozesse ist bunt und weit, die Parallelen zum sogenannten wirklichen Leben jedoch zum Greifen nahe.

Raus aus dem goldenen Käfig!

Wieviele Kinder werden lange Jahre, meist sogar noch weit über die Pubertät hinaus, von ihren Eltern in „Watte“ gehüllt und in einem „goldenen Käfig“ gehalten, um ja die „böse“ Welt nicht erfahren zu müssen? Wieviele Kinder verlieren schon sehr frühzeitig ihre Eltern (siehe z. B. „Sterntaler“) oder werden gar von ihnen gewaltsam verstoßen?

Nun, Kinder entfalten sich oftmals völlig unterschiedlich, selbst wenn sie dasselbe Elternhaus bzw. diesselben oder ähnliche Entwicklungs-Voraussetzungen hatten und nicht selten sind gerade jene besonders selbstständig und kreativ, die in der Kindheit nicht im „goldenen Käfig“ saßen.

Lebensaufgabe und Lebensvision entdecken!

Wie auch immer das Elternhaus bzw. die Umstände für die Kinder auch sein mögen, besonders wichtig ist das Entdecken ihrer Lebensaufgabe und ihrer Lebensvision. Schließlich sollten die neuen Impulse der Kinder die Erde befruchten und erneuern, anstatt das häufig verknöcherte und verstaubte Erwachsenenmuster stur weiterzuführen .

Voraussetzung dabei ist natürlich, dass die Kinder wachsen und sich gemäß ihren Stärken und Fähigkeiten auch entwickeln dürfen. Gerade hier wäre es wichtig, dass Eltern, ErzieherInnen und LehrerInnen sie dabei liebevoll unterstützen, weisheitsvoll fördern und lebensorientiert fordern und nicht nach einem ebenso von Erwachsenen erdachten, meist für alte Strukturen brauchbaren System, erziehen.

Ach ja, da fällt mir doch folgende Geschichte dazu ein:

Ein kleiner Junge hatte von seinen Eltern ein Kätzchen geschenkt bekommen und brachte es eines Tages in die Schule mit, um es seinen Mitschülern und seiner Lehrerin zu zeigen. Alle standen begeistert um das schnuckelige Kätzchen herum und freuten sich über dessen Anblick.

Da sagte die Lehrerin zu dem kleinen Jungen: „Hänschen, da hast du aber ein schönes Kätzchen bekommen. Das musst du nun aber schön erziehen!“ Klein Hänschen schaute etwas ängstlich seine Lehrerin an und nach einigem Zögern sagte er dann: „Nein, Frau Lehrerin, nicht ziehen, wachsen lassen!“

Kinder – Meister oder Plagegeister?

Vor einiger Zeit fiel mir die Überschrift eines Artikels in einer Zeitschrift auf: „Kinder – Meister oder Plagegeister?“ Als betroffenes Elternteil mit mittlerweile 4 erwachsenen Kindern weiß ich sehr wohl, wie schwierig es sein kann, wenn Kinder sich von ihren Eltern (und umgekehrt) lösen und wie oft sich hier sehr leicht der Gedanke eines Plagegeistes einschleichen kann.

Doch ein Meister, der gleichzeitig kein Plagegeist ist, ist bestimmt kein guter Meister. Wir müssten eigentlich froh sein, dass wir so viele kleine Meister um uns herum haben, bewahren sie uns doch vor jeglichem inneren und äußeren Stillstand, vor geistigem und seelischem Einrosten und nicht selten verhelfen sie den Eltern (oder Großeltern) zu einem Gemüt, das nicht mehr so leicht aus der Fassung zu bringen ist.

Gerade als Märchenerzähler und Geschichtenerzähler kann ich „ein Lied davon singen“ bzw. „ein Märchen davon erzählen“.

Und wenn auch Sie erleben möchten, welche Faszination offene Kinderaugen und – herzen beim freien Märchen und Geschichten erzählen auf Sie ausüben können,

wenn Sie darüber hinaus auch noch als MärchenerzählerIn oder GeschichtenerzählerIn mehr Vertrauen, Mitgefühl, Zuversicht und neue Ideen in die Welt und unter die Menschen – ob Kinder oder Erwachsene – bringen möchten,

dann zögern Sie nicht lange, Sie können gleich hier und heute damit beginnen.

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter

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