Die Wahrheit und das Märchen

Die Wahrheit und das Märchen
Eine jüdische Geschichte

Märchen sind KEINE Lügengeschichten! Ihre Geheimnisse können nicht mit dem Verstand, sondern nur mit dem Herzen erlebt und entschlüsselt werden. Wie eng Wahrheit und Märchen zusammen leben, hören Sie in der jüdischen Geschichte, erzählt vom Märchenerzähler Karlheinz Schudt. Klicken Sie dazu auf das Video oben oder folgen Sie untenstehendem Link:

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Glücklich leben – Märchen und Geschichten als innere Reisebegleiter

Glücklich leben

© aboutpixel.de, Konstantin Gastmann

Ein Kaufmann wollte von einem weisen Mann wissen, was das Geheimnis eines erfolgreichen und erfüllten Lebens sei. Da sagte der Weise: „Um glücklich leben zu können, mach jeden Tag einen Menschen glücklich!“ Als nachträglichen Gedanken fügte er noch hinzu: „…selbst wenn dieser Mensch Du selbst bist.“ Nur einen Augenblick später sagte er: „Vor allem, wenn dieser Mensch Du selbst bist!“

(nach einer alten orientalischen Lehrgeschichte)

Wie viele Menschen hasten ihr Leben lang dem Glück, der Liebe, dem Erfolg und der Gesundheit hinterher und bemerken nicht, dass diese wertvollen Lebensbereiche schon immer – egal wo sie sich befinden – in ihnen selbst sind!

Märchen und Lehrgeschichten geben einen tiefen Einblick in viele Kulturen der Menschheit. Jedes Märchen ist von der Kultur und der Mentalität des entsprechenden Landes geprägt und kann durchaus als kultureller Reiseführer dienen.

Märchen können aber noch viel mehr! Über alle kulturellen Eigenheiten setzt sich die tiefe Weisheit des Märchens hinweg und führt den Menschen zum Kern seines eigenen Wesens – in sein Herz!

Märchenbilder und -stimmungen sind Reisestationen auf dem Weg in die eigene, innere Seelenwelt. Erkunden Sie einmal Ihre inneren, märchenhaften Landschaften und staunen Sie über so manche spannende Überraschung und glückliche Verwandlung, die zu einem großartigen und unvergesslichen Erlebnis werden kann.

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter
Schreibkurs für kreative - kreativ schreiben lernen

Schon wieder in die Lügenmärchen-Falle getappt

Lügenmärchen

Auf einen Beitrag in einem sozialen Netzwerk antwortete mir ein Mitglied aus einer Gruppe in Bezug auf ein von mir eröffnetes Thema „(Lebens-)Märchen von Glück, Liebe, Erfolg und Gesundheit“:

„Hallo und Aha? Sie erzählen Märchen? Wollen Sie uns „Märchen“ erzählen? Na ich denke mal, aus dem Alter sind wir heraus (oder ich), Politiker und andere erzählen uns schon genügend, medial verbreitete Märchen, aber witziger Ansatz.“

Leider ist die gängige Meinung immer noch die, dass Märchen nichts anderes als erfundene und an den Haaren herbeigezogene „Lügengeschichten“ sind. Selbst Menschen, von denen man eine gewisse Aufgeschlossenheit für seelisch-spirituelle Dinge erwartet, fallen immer noch in die Falle der bis heute in der Öffenlichkeit propagierten Meinung „Märchen seien Lügen-Geschichten“.

Dass es sich aber bei den Volksmärchen um einfache Weisheiten aus der ganzen Welt handelt, die sinnbildlich (also in Seelenbildern) Lebensprozesse und Lösungs-Möglichkeiten für festgefahrene Probleme schildern und viel mehr unser „Herz“, als unseren meist überbetonten Verstand ansprechen, wird nahezu völlig ignoriert.

Wie eng Märchen und Wahrheit in Wirklichkeit beieinander stehen, wird anhand des folgenden jüdischen Volks-Märchens sehr schön verdeutlicht:

Die Wahrheit und das Märchen

Die Wahrheit ging durch die Straßen ganz nackt, wie am Tag ihrer Geburt. Kein Mensch wollte sie in sein Haus einlassen. Jeder, der sie traf, flüchtete voller Angst vor ihr. Eines Tages ging die Wahrheit wieder in Gedanken versunken durch die Straßen. Sie war sehr betrübt und verbittert.

Da begegnete sie dem Märchen. Das Märchen war geschmückt mit herrlichen, prächtigen und vielfarbigen Kleidern, die jedes Auge und jedes Herz entzückten. Da fragte das Märchen die Wahrheit: “Sage mir, geehrte Freundin, warum bist du so bedrückt und drehst dich auf den Straßen so betrübt herum?” Da antwortete ihm die Wahrheit:

“Es geht mir sehr schlecht. Ich bin alt und betagt und kein Mensch will mich kennen.” Hierauf erwiderte ihr das Märchen: “Nicht weil du alt bist, lieben dich die Menschen nicht. Auch ich bin sehr alt, und je älter ich werde, desto mehr lieben mich die Menschen.  

Siehe, ich will dir das Geheimnis enthüllen: Sie lieben es, daß jeder geschmückt ist und sich ein wenig verkleidet. Ich werde dir solche Kleider borgen, mit denen ich angezogen bin, und du wirst sehen, daß die Leute auch dich lieben werden.”  

Die Wahrheit befolgte diesen Rat und schmückte sich mit den Kleidern des Märchens. Seit damals gehen Wahrheit und Märchen zusammen, und beide sind bei den Menschen beliebt.

© Beitrag, Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter
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Wenn der Tod kommt, dann ist Sense!

sonnedunklewolken

Wenn der Tod kommt, dann ist Sense!

Die lateinische Redewendung „taliter aliter“ (vollkommen anders) hat ihren Ursprung in einer mittelalterlichen Erzählung von zwei Mönchen, die sich das Jenseits in den schönsten Farben ausmalten, und sich dann gegenseitig versprachen, dass der, welcher zuerst sterben würde, dem anderen im Traum erscheinen und ihm nur ein einziges Wort sagen solle.

Entweder „taliter“ – es ist so, wie wir uns das vorgestellt haben, oder „aliter“ – es ist anders, als wir es uns vorgestellt haben. Nachdem der erste gestorben war, erschien er dem anderen im Traum, aber er sagte sogar zwei Worte: „Taliter aliter!“ – Es ist VOLLKOMMEN ANDERS als in unserer Vorstellung.

Stellen Sie sich einmal vor, Sie haben Ihr ganzes Leben lang meditiert, gebetet, eine spirituelle Übung nach der anderen gemacht, sich unzählige Vorstellungen über ein „Leben nach dem Tod“ zurechtgelegt, Vorträge, Kurse und Seminare besucht und sich eine Meinung nach der anderen gebildet.

Eines sicheren Tages werden wir Menschen ja alle diesen „Weg ins Jenseits“ gehen, aber kam Ihnen auch schon einmal der Gedanke, dass alles „dort“ ganz anders sein könnte, als wir es uns jemals ausmalen konnten?

Alles ist ganz anders!

Nun stellt doch der religiöse Mensch auf einmal fest, dass „Gott“ ganz anders ist und sich überhaupt nicht an seine menschlichen Vorstellungen hält und der Atheist erkennt plötzlich die geistige Fülle des Universums und dass „Gott“ im Grunde niemand anderes war und ist, als er selbst.

Wie viele Vorstellungen, Bilder und Meinungen machen wir uns doch im Laufe des Lebens? Wir bewegen uns voll von alten Erfahrungen nur noch in der Vergangenheit, sind von politischen und spirituellen Meinungen über etwas zum ziellosen Dahinvegetieren getrieben, klammern uns an Geld, materiellem Gut, Besitz und äußerem Reichtum fest und bemerken nicht einmal, dass wir unseren „Rucksack“ fürs Leben mit „altem Zeug“ nur noch voller packen. Das eigentliche Leben rauscht an uns vorbei und wir, wir sind nur noch mit der Last unseres Rucksackes beschäftigt.

So kommen wir eines Tages an dieGrenzen unseres so scheinbar mühsamen Lebens und überschreiten die Schwelle zum Tod – und was erleben wir?

Dunkelheit, Regungslosigkeit und absolute Stille!

Erschreckt Sie der Gedanke? Und wenn ja, was erschreckt Sie daran? Ist es die Tatsache, dass Sie plötzlich vollkommen auf sich gestellt sind, dass es keine Flucht mehr in äußere Ablenkungen gibt, dass die jahrzehntelangen Vorstellungen und Meinungen über etwas sich urplötzlich auflösen in „Schall und Rauch“?

Ist es die scheinbare Leere, die Sie vielleicht antreffen?

Wer nicht stirbt, bevor er stirbt, verdirbt, wenn er stirbt.
(Jacob Böhme, Mystiker und Schuster von Görlitz, 1575 – 1624)

Vielleicht aber hat diese Leere gar nichts mit dem eigentlichen Tod zu tun, sondern nur mit unserer Einstellung zum „vorangegangenen“ Leben? Eventuell ist sie nichts anderes, als die Konfrontation mit unserem ureigenen Selbst? Möglicherweise zeigt sie uns das, was wir ein ganzes Leben lang vernachlässigt haben, da wir viel mehr mit unseren Vorstellungen über das Leben beschäftigt waren, als mit dem Leben selbst!

Auch hier könnte uns das Märchen wertvolle Hinweise bieten, Leben und Tod einmal von einem ganz anderen Blickwinkel aus zu betrachten.

Das Märchen ist in seiner wohlbekannten und vertrauten Art völlig unkompliziert. Wie oft bemerken wir, dass im Märchen die Ebenen sich blitzartig ändern. Der Märchenheld hat Kontakt mit einem Menschen und im nächsten Augenblick unterhält er sich mit Zwergen, sprechenden Tieren oder anderen zauberhaften und übersinnlichen Wesen.

Für das Märchen gibt es die Trennung zwischen Leben und Tod nicht. Der Märchenheld ist wach im Diesseits und wach im Jenseits. Er lässt sich z. B. vom Fährmann über den Strom des Lebens hinüberfahren und trifft am anderen Ufer den Teufel, den er mit Hilfe seiner Ellermutter um drei goldene Haare beraubt, die ihm schließlich zu einem weisen und liebenden König verhelfen.

Der Märchenheld lebt und handelt in einer Welt mit unterschiedlichen „Bewusstseinsebenen“, aber auf jeder Ebene ist er wach und präsent.

So können wir vieles von den Märchenhelden und -heldinnen lernen und so manche Schwellenerlebnisse im Alltag könnten neue Türen öffnen, die wir vorher niemals vermutet hätten.

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter
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Schöpfe Kraft und Inspiration

Schöpfe Kraft und Inspiration im Herzen Deines Wesens und verwirkliche in Gemeinschaft das Werk der Liebe. Jahresmotto 2010 des Märchen- und Lichtimpulses.

Meditativer Text zum Jahresmotto 2010
Schöpfe Kraft und Inspiration

Aus DER LIEBE geboren
bist Du jetzt und immer
in IHR geborgen
und empfängst zu jederzeit
DIE KRAFT, DAS GLÜCK
und DIE FÜLLE DES LEBENS.

Sobald Du die Werte,
die Fähigkeiten und die Möglichkeiten
Deines Lebens in Gang setzt
und sie entflammst,
vertiefst und anwendest,
wird sich auch Deine Energie,
Deine Beweglichkeit
und Deine Lebensqualität
wesentlich vermehren,
ganz besonders, wenn Du Dich
ständig am tiefsten Traum,
Wunsch und Bedarf
Deiner Mitmenschen orientierst.

Strecke Deine helfende Hand aus
und gib von Herzen dem Anderen
was er sich wünscht,
nimm selbst dankbar
die Hilfen Deiner Helfer in Anspruch
und wirke rege und täglich
mit Deinen Helfern zusammen.

Verwirkliche in jedem Augenblick
Deine allerbeste Aufgabe,
Deine inniglichste Berufung,
Dein erfüllendes Lebenswerk
und DAS HOHE WERK DER LIEBE.

Aus dem tiefsten Quell
in Deiner Seele,
schöpfe zu jeder Zeit
Deine Ideen, Deine Vorstellungen,
Deine Vorgehensweise
und Deine Impulse zu Taten
und setze diese gleich um,
mit Begeisterung, Schwung
und Ausdauer.

Bleibe stetig Deinem tiefsten Traum,
Wunsch und Ziel
zugeneigt, treu und aktiv.
Gehe weiter auf DAS LICHT zu
und lasse Dich von IHM
auf Deinem Weg begleiten.

Vollziehe JETZT und allezeit
in Gemeinschaft,
DAS HOHE und WEISE WERK
DER LIEBE.
Schätze, ernte und genieße
in jedem Augenblick
die ewig wahren Früchte des Lebens.

© 2010 Verein „Märchenhaft leben“ Vlotho

maerchenlernprogramminfo