Die Prinzessin und der Schweinehirte

Die Prinzessin und der Schweinehirte
Ein Märchen von Karlheinz Schudt, im Video frei erzählt vom Autor selbst.
© 2011 Karlheinz Schudt und Verlag Märchenhaft leben e.V.

Schönheit ist nichts, ohne Wahrheit und Güte. Und wer sein Augenmerk zu sehr auf die Schönheit lenkt, der braucht sich nicht wundern, wenn er immer mehr die Wahrheit und Güte vergisst.

So geht es jedenfalls einigen Prinzessinnen (und selbstverständlich auch Prinzen) im Märchen. Eine davon ist ja gut bekannt. Es ist die jüngste Prinzessin, die so schön war, dass selbst die Sonne sich wunderte, wenn sie ihr ins Gesicht schien …

Jene hatte mit einem Wesen zu tun, das sie gar nicht mochte, ja sogar ablehnte und verleugnete, obwohl es ihr zum eigenen Glück verhalf. Doch nahezu alles, was man ablehnt oder verleugnet kommt (meist über die „Hintertüre“) zurück.

Im Märchen von der Prinzessin und dem Schweinehirten geht es um etwas Ähnliches. Aber hören und sehen sie selbst … 

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter

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Traum oder Wirklichkeit?

Neulich träumte ich, ich wäre ein Schmetterling. Und als ich erwachte, da wusste ich nicht, ob ich nun ein Mensch bin, der träumte ein Schmetterling zu sein, oder vielleicht ein Schmetterling, der träumt ein Mensch zu sein?
(Nach dem altchinesischen Philosophen Zhuangzi)

Die Realitäten sind verschieden in der Wahrnehmung, so heißt es jedenfalls. Und nicht selten hört man, dass Träume nichts anderes sind, als „Schäume“, also null und nichtig. Beobachtet man aber Kinder, so gibt es für sie keine Trennung zwischen Traum und Wirklichkeit. Sie sind sowohl in der Traumwelt als auch in der sogenannten Realität gleichzeitig zu Hause.

Wenn nun Träume nicht nur beschränkt werden auf das, was wir in der Nacht erleben können oder darauf, was wir an Wünschen mit uns tragen, dann ist die Traumwelt ja etwas, was viel mehr mit unserer gesamten Innenwelt zu tun hat. Ist sie deshalb unwirklich, nur weil wir diese Innenwelt nicht mit den äußeren Augen sehen oder mit unseren Händen greifen können?

Nahezu alles stammt aus der Traum- oder Innenwelt!

Stammt nicht vieles oder nahezu alles, was wir im Äußeren wahrnehmen oder kreieren, aus der Innenwelt, aus einer Idee, einem kreativen Gedanken, einer Inspiration bzw. einer Eingebung? Kein Mensch, ob Erfinder oder Künstler, etc., hat jemals etwas geschaffen, wenn es nicht zuvor in seinem Traum oder seiner Innenwelt vorhanden war.

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Ausbildung MärchenerzählerIn: Was sie ist und was sie NICHT ist!

Ausbildung Märchenerzähler MärchenerzählerinEin Geschichten- und Märchenerzähler wurde eines Tages von einem König eingeladen, ihn und seinen Hofstaat zu unterhalten. Der Erzähler brachte seine Geschichten und Märchen so schön und lebendig vor, dass alle am Hof sogleich verzaubert waren. Am Ende fragte ihn der König: „Wie machst Du das, all Deine Geschichten so lebendig und voller Begeisterung zu erzählen, so dass man selbst glaubt, in einem inneren Theater zu sitzen?“

Da sprach der Erzähler: „Bevor ich anfing, Euch die Märchen zu erzählen, brachte ich alle meine Zweifel und niederdrückenden Gedanken zur Ruhe. So schuf ich Platz für meine Lebensfreude und konnte meine Seele in Ruhe auf das Erzählen einstimmen. Nach kurzer Zeit hatte ich alles vergessen, was ich durch Euch mit meiner Kunst verdienen könnte. Etwas später hatte ich auch meine Person und den Ruhm, den ich nach Vollendung meiner Erzählertätigkeit erwerben könnte, vergessen. Und schließlich hatte ich auch Euch, oh mein König, als Auftraggeber vergessen.

So konnte ich sanft und ohne zu werten meine inneren Seelenlandschaften betrachten und siehe da, ganz zwanglos und wie von selbst tauchten die Bilder der Märchen in leuchtenden Farben und wohltuenden Formen in mir auf. Auch fühlte ich die beglückenden Stimmungen in meinem Herzen. So fing ich an, voller Freude und ganz natürlich zu erzählen. Hätte ich nur auf meinen Verstand und nicht auf mein Innerstes gehört, ich hätte die Arbeit lassen müssen.“

© Karlheinz Schudt, inspiriert durch ein altes Lehrgeschichten-Motiv.

In obiger Geschichte ist im Grunde das Wesen der gesamten MärchenerzählerIn-Ausbildung zu finden. Gerade als MärchenerzählerIn kann man ja besonders gut (innere oder äußere) Geschehnisse bzw. Alltagssituationen in Geschichten packen und diese lebendig und erlebnisreich einem Publikum präsentieren.

Bei dieser Gelegenheit möchte ich Ihnen ein paar kurze Anmerkungen ans Herz legen, was diese Ausbildung zum/r Märchenerzähler/in (vom Märchenhaft leben e. V., eingetragener und gemeinnütziger Verein)  ist und was nicht:

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Der halbe Mann und sein Schicksal

Über das Schicksal
Der halbe Mann – eine Geschichte aus Nepal

Wir Menschen sind doch recht seltsame Wesen. Wir vergleichen uns gern mit anderen Menschen, freuen uns wenn wir vermeintlich besser sind und ärgern uns, wenn wir nicht so gut sind, wie der oder die andere.

Dabei übersehen wir unsere wahre Natur, unsere besonderen Eigenschaften, Stärken und Fähigkeiten und sind nur noch mit dem beschäftigt, was uns immer weiter von unserer wahren Natur entfernt.

Wir sind mit nichts längere Zeit zufrieden im Leben und wünschen uns ein anderes, ein besseres Los, ohne dabei zu bedenken, dass jedes andere, vermeintlich bessere Schicksal, ebenso seine Tücken und Fallen hat.

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Der Narr und das Glück

Der Narr und das Glück
Eine märchenhafte Weisheitsgeschichte

Was macht eigentlich das wahre Glück im Leben aus? In den Märchen können wir jedenfalls eine Menge Hinweise dazu finden. Wie es aber jemandem geht, der sein Glück von anderen oder den äußeren Umständen abhängig macht, das erfahren wir in der Geschichte „Der Narr und das Glück“, frei erzählt vom Märchenerzähler Karlheinz Schudt:

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Was ein Esel mit Lust und Liebe zu tun hat!

Lust, Liebe, Glück: Äußeres Glück kann nur durch inneres Glück entstehen und jedes Unglück trägt auch den Keim zu einer glücklichen Wandlung in sich. Davon berichten nicht nur viele der fast über 200 gesammelten Märchen der Brüder Grimm, sondern unzählige Märchen und Weisheitsgeschichten aus der ganzen Welt.

Mit Urvertrauen und Mitgefühl zu Glück und Zufriedenheit
Märchen und Geschichten zum Schmunzeln und Träumen aus aller Welt

So heißt das abendliche Erzähl-Programm für Erwachsene von Karlheinz Schudt. Der Märchenerzähler führt das Publikum mit seinen Märchen und Geschichten bildhaft und stimmungsvoll, mal besinnlich, mal mit Humor, mal frech und gewitzt in drei „innere Länder“ oder Seelenlandschaften. Das erste Land ist das der „falschen und wahren Wünsche“, im zweiten Land erleben die ZuhörerInnen, „wie Herausforderungen gemeistert werden können“ und im dritten Land hören sie „von der Lust, dem Glück und der Liebe“.

Wenn zwei sich lustvoll der Liebe hingeben,
hat ein Esel dabei nichts verloren …

Eigentlich geht es im Leben ja immer um die Liebe. Und das wissen wir nicht erst seit den Beatles mit ihrem Lied „All You need is love!“ In der Geschichte im obigen Video geht es allerdings mehr um die Lust, ober besser gesagt um einen „Esel“, der nichts, aber auch gar nichts bei einem Liebespaar zu suchen hatte, das sich – so glaubte es jedenfalls – ungestört und lustvoll den Freuden der Liebe hinzugeben wünschte.

Viel Vergnügen dabei!

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Wie die Selbstgerechtigkeit vom Blitz erschlagen wurde.

Selbstgerechtigkeit - eine Geschichte

Selbstgerechtigkeit: Kennen Sie den Spruch: „Wer den Splitter im Auge des anderen sieht, erkennt den Balken im eigenen Auge nicht!“ Wenn mich nicht alles täuscht, handelt es sich hier um ein Zitat aus der Bergpredigt. Wie leicht rutscht einem dieser Spruch über die eigenen Lippen, vor allem dann, wenn man damit die Untugenden oder Unzulänglichkeiten anderer Menschen verdeutlichen oder verurteilen möchte.

Aber mal ehrlich, ob wir damit die Selbstgerechtigkeit anderer überführen möchten oder womöglich selbst zu jenen Selbstgerechten gehören, die immer nur die Schuld bei den anderen suchen, wir nehmen in jedem Falle eine Position ein, mit der wir uns im Recht wähnen. Nur allzugerne identifizieren wir uns mit den vermeintlich „Guten“ im Leben, mit dem, was wir kennen, lieben und schätzen.

Wehe aber, es schleicht sich etwas ein, was uns unbekannt ist, was wir nicht lenken oder überblicken können. Das macht uns unsicher und Angst und gerade diese lässt uns dann mit einem solchen Eifer Dinge tun, von denen wir glauben, dass sie im Dienst einer guten Sache stehen. In Wirklichkeit repräsentieren diese Taten aber oft nichts anderes als unsere Engstirnigkeit, Einseitigkeit und unseren Fanatismus und bewirken genau das Gegenteil von dem, was wir als das „Gute“ meinten.

Aber sind wir gespannt, was die Geschichte über die Selbstgerechtigkeit zu sagen hat:

Die vier selbstgerechten Bauern

Einmal waren fünf Bauern bei einem schrecklichen Unwetter auf dem Weg nach Hause. Ihr Weg führte sie über einen hohen Berg und als sie dort ankamen, war das Unwetter so heftig, dass an kein Weiterkommen mehr zu denken war. Es stürmte und regnete so gewaltig, dass sie glaubten, stehenden Fußes ertrinken zu müssen. Gleichzeitig fing es auch noch an zu donnern und zu blitzen, als hätte sich die Hölle selbst weit aufgetan.

Glücklicherweise fanden sie auf dem Gipfel des Berges neben einem Baum eine kleine Hütte, in die sie Schutz suchend flüchteten. Dort wollten sie das Unwetter vorüberziehen lassen. Doch das Unwetter dachte gar nicht daran. Es hatte sogar den Anschein, als ob es gerade über dieser Hütte zum Stehen kam und seine ganze Gewalt erst recht entfaltete. Blitze fuhren herab und schlugen unweit der Hütte ein. Andere wiederum kreisten gefährlich am Himmel.

Die Bauern beratschlagten, was sie denn nun tun sollten. Ihre Angst war groß aber die Furcht vor den Göttern noch viel größer. Schließlich glaubten sie, dass ein Sünder unter ihnen die Ursache dieses lebensbedrohlichen Unwetters wäre und die Götter solange keine Ruhe gäben, als bis jener vermeintliche Sünder seiner gerechten Strafe zugeführt würde.

Unter ihnen war ein stiller und bescheidener Bauer, der keine großen Worte machte und auch sonst wegen seiner Ansichten als komischer Sonderling galt. Schließlich verschworen sich die vier anderen gegen ihn und waren sich einig, dass jener Sonderling der Sünder wäre und den Zorn der Götter auf sie alle gelenkt habe. Da wäre es doch recht und billig, wenn gerade jener aus der Hütte hinaus in das Unwetter müsse, um sich vom Blitz erschlagen zu lassen. Nur so wären die Götter zu besänftigen.

Unbarmherzig stießen sie den armen Bauern hinaus und überließen ihn seinem schrecklichen Schicksal, in der Hoffnung, dass nun das Gewitter bald ein Ende nähme. Wie nun der Bauer so alleine, ausgeliefert und hilflos draußen stand, vom Sturm und Regen umpeitscht und von dem Licht der Blitze hell erleuchtet, da kreiste ein ganz besonders mächtiger Blitz am Himmel, fuhr plötzlich mit einer solchen Wucht herab und schlug krachend in die Hütte ein, in der die vier selbstgerechten Bauern saßen.

Nach einer asiatischen Lehrgeschichte, neu geschrieben von Karlheinz Schudt.

© 2018 Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter

Sollten auch Sie den tiefen Wunsch verspüren, als MärchenerzählerIn oder GeschichtenerzählerIn unter den Menschen wirken und mehr Zwischenmenschlichkeit, Vertrauen, Mitgefühl und Zuversicht in die Welt und unter die Menschen tragen zu wollen, dann zögern Sie nicht lange. Sie könnten gleich hier und heute beginnen:

maerchenlernprogramminfo


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