Zwei Dinge, die man wissen sollte, um den Himmel zu erreichen

HimmelEinmal kam ein junger Mann zu einem Weisen und sprach: „Guter Mann, sagt mir doch, was muss ich tun, um den Himmel zu erreichen?“ Da lächelte der Weise und sprach: „Wenn Du den Himmel mit all seiner Liebe und Weisheit erreichen willst, musst Du zwei Dinge wissen: Erstens, dass alle Deine Bemühungen und Dein Streben vergeblich sind, IHN zu erreichen.“

Wie war da der junge Mann enttäuscht, als er dies hörte, aber schließlich siegte die Neugier doch und er fragte weiter: „Ja, und zweitens?“ Abermals lächelte der Weise in solch‘ unermesslicher Güte und kindlicher Weisheit still und vergnügt vor sich hin, bis er schließlich antwortete: „Zweitens, Du musst handeln, als ob Du das erste nicht wüsstest.“

Nach einer alten Lehrgeschichte aus der Märchenzeitschrift,
bearbeitet von Karlheinz Schudt.

Nicht der Wille führt zum Ziel

Wie viele Menschen gibt es, die im Leben mit ihrem Verstand etwas erreichen WOLLEN! Doch wie so oft bleibt mit dieser Einstellung nicht nur die spielerische Lebensfreude und Kreativität auf der Strecke, sondern auch noch der zu erwartende Erfolg.

Alle willentlichen Bemühungen, die ohne Freude und „Herzblut“ verrichtet werden, führen letztendlich zu mehr Frust als Lust. Gerade wir Erwachsenen denken viel zu lange über abstrakte „Zustände“ wie z. B. den Himmel nach, philosophieren, theologisieren und schaffen so mit unserem Verstand eine künstliche Welt, wie es „dort oben“ aussehen bzw. welche paradiesischen Zustände wir dort vorfinden könnten.

Kinder sind da völlig anders. Sie können noch ihrem Naturell gemäß in „beiden“ Welten leben,  „unten“ UND „oben“. Warum? Weil sie (noch) nicht trennen. Für sie ist alles EINS. Sie LEBEN wirklich noch ganzheitlich und sind nicht auf ihren Verstand alleine reduziert. Leider ändert sich dies im Laufe des Älter werdens auf Kosten von Kreativität und Phantasie.

Unser Verstand stört nicht, er verläuft sich nur häufig

Wahre Offenbarungen, Ideen oder Lösungen aber können nicht mit unserem Verstand gefunden werden, dessen Aufgabe mehr das Erinnern, Organisieren, Strukturieren und Verwalten unseres Lebens ist. Weitaus mehr in dieser Beziehung kann da unser spielerisches, intuitives und kreatives Gemüt. Schließlich lebt es ja, wie das Kind selbst, sowohl mitten im Alltag, wie auch in dieser himmlischen „paradiesischen“ Welt.

Und somit ist der „Himmel“ gar nicht so weit weg,  wie wir vermuten, sondern wirkt bereits und seit jeher in unserem ALLERINNERSTEN. Wir sollten uns nur an IHN (oder ES)  erinnern, anstatt mit künstlichen Übungen, dogmatischen Diskussionen und eisernem Willen IHN (den Himmel) in weiter Ferne zu suchen. Womöglich entdecken wir dann in unserem Leben und unserem so scheinbar völlig normalen und gewöhnlichen Alltag eine solch himmlische Qualität, die wir vielleicht nur noch in Erinnerungen aus unserer Kindheit kennen.

© Karlheinz Schudt
MärchenerzählerAutorSeminarleiter

Betrachtung Märchen: Im Paradiesgarten der Frau Holle

Wie der Verstand auf die Nase fiel

verstandEinst betrat Nasrudin einen Laden. Da sprach der Inhaber des Ladens heimlich zu einem Kunden: „Das ist der dümmste Mensch der Welt! Ich werde es dir gleich beweisen!“ Er grüßte Nasrudin und hielt ihm seine beiden Hände entgegen. In der einen waren fünf Geldstücke und in der anderen nur zwei. Dann sprach er: „Nun, Nasrudin, willst du das Geld in dieser oder in jener Hand haben?“ Nasrudin überlegte nicht lange und ließ sich die zwei Geldstücke schenken. Dann verließ er den Laden. Der Kunde schaute ganz ungläubig und war sichtlich erstaunt über die vermeintlich unsinnige Handlung Nasrudins. Der Ladeninhaber aber lachte etwas gehässig und sprach: „Na, was habe ich dir gesagt? Dümmer gehts nicht!“

Als nun der Kunde den Laden verlassen hatte, da traf er zufällig Nasrudin, der gemütlich vor einem Teehaus saß und den köstlichsten Tee trank, den er sich für die zwei Geldstücke gekauft hatte. Noch immer ganz verwundert über die törichte Handlung Nasrudins, sprach er diesen an: „Sag einmal, Nasrudin, warum hast du denn nicht die fünf Geldstücke genommen, die dir angeboten wurden. Die sind doch viel mehr wert als nur zwei?“ Da lächelte Nasrudin gewitzt, trank noch genüsslich ein Schlücken Tee und sprach: „Hätte ich heute die fünf Geldstücke genommen, dann wäre das ganze Spiel vorbei gewesen und ich hätte meinen Tee selbst bezahlen müssen.“

Nach dem Motiv einer alten Lehrgeschichte,
neu erzählt von Karlheinz Schudt.

Mulla Nasrudin oder Till Eulenspiegel?
Von der Weisheit der Narren!

Mulla Nasrudin gehört ja zu jenen Gestalten des Orients, die durchaus etwas mit dem europäischen Till Eulenspiegel gemein haben. Sie führen gerne durch ihre für den menschlichen Verstand nicht nachvollziehbaren weisheitsvollen Handlungen (Eule) den Menschen ihre Eitelkeit, Oberflächlichkeit und Rechthaberei auf humorvolle Weise vor Augen (Spiegel).

Noch mehr von solchen Weisheits-Prozessen, die dem Verstand seine Grenzen aufzeigen, finden wir in den unterschiedlichsten Motiven der Märchen mit ihren seelisch-spirituellen Bildern. Ein besonders humorvolles Märchen aus der Sammlung der Brüder Grimm ist der rechthaberische „Meister Pfriem“, der im Himmel so seine Erfahrungen machten musste, wie beschränkt doch der menschliche Verstand ist.

Hier ein kleiner Auszug:

… Er ging weiter und sah einen Wagen, der in einem tiefen Loch steckengeblieben war. „Kein Wunder“, sprach er zu dem Mann, der dabeistand, „wer wird so unvernünftig aufladen? Was habt Ihr da?“

„Fromme Wünsche“, antwortete der Mann, „ich konnte damit nicht auf den rechten Weg kommen, aber ich habe den Wagen noch glücklich heraufgeschoben, und hier werden sie mich nicht steckenlassen.“ Wirklich kam ein Engel und spannte zwei Pferde vor.

„Ganz gut“, meinte Pfriem, „aber zwei Pferde bringen den Wagen nicht heraus, viere müssen wenigstens davor.“ Ein anderer Engel kam und führte noch zwei Pferde herbei, spannte sie aber nicht vorn, sondern hinten an.

Das war dem Meister Pfriem zuviel. „Tolpatsch“, brach er los, „was machst du da? Hat man je, solange die Welt steht, auf diese Weise einen Wagen herausgezogen? Da meinen sie aber, in ihrem dünkelhaften Übermut, alles besser zu wissen.“ Er wollte weiterreden, aber einer von den Himmelsbewohnern hatte ihn am Kragen gepackt und schob ihn mit unwiderstehlicher Gewalt hinaus. Unter der Pforte drehte der Meister noch einmal den Kopf nach dem Wagen und sah, wie er von vier Flügelpferden in die Höhe gehoben ward. …

Das vollständige Märchen finden Sie hier:
„Meister Pfriem“

Quadratisch oder rund? Verstand oder Intuition?
Was bevorzugen Sie?

Tja, so gehts im Alltag, wenn wir uns nur auf unseren Verstand verlassen. Der ist nämlich für Lösungen gänzlich unbrauchbar und kann nur das wiederkäuen, was er aus der Vergangenheit einmal gelernt hat. Situationsbedingte, gegenwartsbezogene Probleme aber, die weitaus mehr (höhere oder tiefere) Blickwinkel benötigen, Einfühlungsvermögen, Offenheit, Mut und Vertrauen erfordern, können wir aber nur mit unserem Allerinnersten lösen, unserer inneren Stimme, Intuition oder all den „Werkzeugen“, die aus eben jener „Verwandtschaft“ stammen.

Als MärchenerzählerIn oder GeschichtenerzählerIn werden Sie mit diesen „Werkzeugen“ immer mehr in Berührung kommen und in der Lage sein, diese weisheitsvollen Märchen und Geschichten Kindern oder Erwachsenen frei zu erzählen. Sie werden ferner darüberhinaus noch entdecken, dass diese Berufung (als Hobby, Neben- oder Hauptberuf) sogar Ihre Intuition und Lebensfreude in kurzer Zeit steigern kann. Und diese haben zwangsläufig positive Auswirkungen auf Ihr Glück, Ihre Liebe, Ihren Erfolg und last but not least, auf Ihre Gesundheit!

Ein Versuch wäre es sicherlich wert 😉

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter

Frei erzählen lernen von Geschichten und Märchen

 

Was eine sprechende weiße Taube mit himmlischer Inspiration zu tun hat

taubeIn der Sammlung der Brüder Grimm finden sich einige Märchen, in denen sprechende weiße Tauben vorkommen. Aber auch in biblischen Darstellungen wird die weiße Taube als Überbringerin himmlischer Botschaften dargestellt. Ob es sich dabei z. B. um das Märchen Aschenputtel, die Drei Sprachen oder die Weiße Taube handelt – immer spielen diese Vögel eine bedeutende Rolle, die meist mit einer Botschaft oder Nachricht an die Märchenheldin oder den Märchenhelden in Verbindung zu bringen sind.

In einer ganz einfachen Betrachtung über solche Märchenbilder entdecken die TeilnehmerInnen der Geschichten- und MärchenerzählerIn-Ausbildung, wie erfüllend es sein kann, nicht gleich irgendwelche in der Vergangenheit von berühmten Koryphäen geäußerten Aussagen oder Interpretationen über solche oder andere Symbole zu übernehmen. Viel wichtiger ist es, im eigenen INNEREN und ganz INDIVIDUELL diese seelisch-spirituellen Bilder zu entdecken und zu ERLEBEN, so dass sich das Geheimnis jener Botschaften einfach, natürlich und ganz von alleine offenbaren kann.

Himmlische Inspiration, die JEDEM Menschen zuteil werden kann

Es liegt doch nahe, dass es sich bei einer sprechenden weißen Taube wohl nicht um ein reelles Tier handelt. Zwar steht die besondere Fähigkeit eines solchen Tieres im Vordergrund. Und diese Fähigkeit wurde früher verwendet, um Botschaften über eine lange Strecke hinweg zu übermitteln. Noch heute kennen wir den Begriff „Brieftaube“. Die Taube kann also über große Distanzen hinweg ihr Bestimmungs-Ziel finden und darüberhinaus an ihren Ursprungs-Ort wieder zurück fliegen.

Doch wenn im Märchen ein solches weibliches Wesen geschildert wird, das sich in den Lüften (im Himmel) bewegt, spricht (zum Herzen des Menschen) und darüberhinaus auch noch weiß (rein, ursprünglich) ist, dann können wir ziemlich sicher sein, dass es sich hier um eine Art himmlische Inspiration handelt, die JEDEM Menschen zuteil werden kann, sofern er sich dafür öffnet. Und dies ist völlig unabhängig von jedweder Religion, Konfession oder Glaubensrichtung.

Pfingsten – die weiße Taube in der christlichen Tradition

So wird die weiße Taube auch mit dem christlichen Fest Pfingsten in Verbindung gebracht, das erstmals im Jahre 130 erwähnt wurde und die Entstehung des „Heiligen Geistes“ zum Inhalt hat. Wen oder was nun jener geheimnisvolle Heilige Geist letztendlich symbolisieren soll, ist trotz vielerlei theologischer Erklärungen nicht einleuchtend. So liegt in der christlichen Dreieinigkeit „Vater, Sohn und Heilige Geist“ die Vermutung nahe, dass es sich beim „Heiligen Geist“ um das mütterliche oder weibliche „Prinzip“ handelt und in der menschlichen Urbeziehung „Vater, Kind UND Mutter“ seine Wurzeln findet.

Warum nun diese von der Schöpfung angelegte Urbeziehung (besonders das mütterliche bzw. weibliche Prinzip) als Entstehung jedes menschlichen Lebens von christlicher Seite her so rätselhaft umschrieben und mysteriös verklärt wird, ist wohl eine andere Geschichte. Ein wesentlicher Hinweis wäre wohl darin zu finden, dass gerade große Teile der kirchlichen Führung (aber auch anderer Religionen) in Bezug auf ihre geschichtliche Vergangenheit und Gegenwart schon immer eine sehr zweifelhafte und gespaltene Beziehung zu allem „Weiblichen“ hatten.

Dringender Reform-Bedarf: „Vater-Gott, Mutter-Gott, Kind-Gott“

Es wäre schon längst an der Zeit, dieses Dogma schnellstens zu reformieren und dieser Dreieinigkeit „Vater, Sohn, Heiliger Geist“ einen neuen, gleichwertigeren und gleichberechtigteren Stellenwert einzuräumen, der in der Bezeichnung „Vater-Gott, Mutter-Gott, Kind-Gott“ einen zeitgemäßen, einfachen und natürlichen Ausdruck fände und dem wahren Leben sicherlich am Nächsten käme.

Wenn auch Sie den Eindruck haben, dass dies ein wesentlicher Ansatz wäre, um sich wieder diesen Aspekt jener weiblichen Kraft bewusst zu machen, die ganz besonders in der heutigen Zeit für Frau und Mann notwendiger denn je wäre, um aus dem Kreislauf der unendlichen Diskussionen, Besserwisser und Rechthaber allmählich herauszukommen, dann besuchen Sie doch die Märchen- und Lichttage.

Sie finden jährlich und regelmäßig zu Himmelfahrt im Märchenzentrum in Vlotho, zu Pfingsten in der Lebenskunstschule „Die Blaue Rose“ bei Fischerhude, voraussichtlich im Juni im Märchen- und Lichthaus Großarl (Salzburger Land) und im September im Märchen- und Lichthaus Hannover statt. Diese festlichen, entspannenden und erfüllenden Kreativ-Tage widmen sich u. a. den 7 weisheitsvollen Urbildern des Lebens und des Märchens sowie den 4 wichtigsten Bereichen des Alltags „Glück, Liebe, Erfolg und Gesundheit“.

Hier die nächsten Termine der Märchen- und Lichttage im Überblick:

04. bis 08. Mai 2016 in Vlotho (Märchenzentrum)
14. bis 16. Mai 2016 Fischerhude, Ottersberg (Die Blaue Rose)
Juni 2016 in den Salzburger Bergen (Großarl, Österreich)
09. bis 11. September 2016 Märchen- und Lichthaus in Hannover

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter

Was ist, wenn die Arbeit in Zukunft Maschinen übernehmen?

zukunft arbeitImmer mehr Maschinen bzw. Roboter nehmen dem Menschen die Arbeit weg. Ist das nun ein Fluch oder eher ein Segen? Gewiss, ein Mensch ohne Arbeit wird krank – aber auch ein Mensch mit einer Arbeit, die ihn nicht erfüllt und unglücklich macht. Und mal ehrlich, wer will denn wirklich täglich 8 Stunden z. B. in einer Fabrik stehen und Schrauben entgraten oder unzählige Male den Start-Knopf einer riesigen und lärmintensiven Karroserie-Presse drücken? Und das womöglich noch ein ganzes Leben lang!

Wie Maschinen das bedingungslose Grundeinkommen ermöglichen.

Neulich traf ich beim Bezahlen in einer Tankstelle zwei Bauarbeiter und sprach sie auf ihre doch recht anstrengende Arbeit beim Straßenbau an. Da lächelte der eine und sagte: „Ach wissen Sie, das ist heute gar nicht mehr so tragisch, wie das in früheren Zeiten mal der Fall war. Wir haben mittlerweile so viele hilfreiche Maschinen, die den Großteil unserer Schwerstarbeit übernehmen. Und das, was früher mit einer ganzen Mannschaft in Tagen bewältigt wurde, schaffen wir heute mit ein paar Männern weitaus gelassener und günstiger in wenigen Stunden.“

Nach Ansicht des Zukunftsforschers Sven Gábor Jánszky (von „2b AHEAD ThinkTanks“, der „Inovativen Denkfabrik“ aus Leipzig) gehen in naher Zukunft so viele Menschen in Rente, dass Millionen Jobs besetzt werden müssen. Ab 2040 soll es somit immer weniger Berufe geben, die mit der Herstellung von Produkten zu tun haben. Zwangsläufig werden neue Berufe entstehen. Wir wissen zwar nicht, was dies für Berufe im einzelnen sein werden – nur dass sie kommen!

Bis im Jahre 2070 wird des dann nach Ansicht des Zukunftsforschers das weltweite bedingungslose Grundeinkommen geben. Was nun die Zukunft genau bringen mag, das weiß sicherlich niemand so recht. Doch wenn alle immer weniger arbeiten, muss es zwangsläufig auch anders werden.

Berufe, die bisher belächelt wurden, gewinnen in Zukunft großen Wert.

„Wenn die Menschen keine Produkte mehr herstellen, weil das Maschinen übernommen haben, da diese besser, effizienter und viel billiger als Menschen sind, dann werden Menschen in die Jobs gehen, die Identität, Zwischenmenschlichkeit produzieren …

Jene aber, die andere motivieren und sie auf zwei oder drei Schritte begleiten können, die vielleicht eher als „Coach“ agieren, die werden gewinnen. Wir werden in Zukunft also immer mehr solche Menschen sehen, die als Coach im Finanzwesen, in der Bildung, Kultur, im Risikobereich, im Gesundheitswesen, eigentlich in jedem Bereich, in dem wir leben, aktiv sind …

Heute sehen wir Arbeit als etwas, womit man hart Geld verdienen muss. Das ist aber nur eine Definition von Arbeit und wenn genau diese Arbeit von Maschinen übernommen wird und somit die Dinge sehr kostengünstig produziert werden, dann wird sich der menschliche Fokus mehr auf die Tätigkeiten richten, die tatsächlich etwas anderes herstellen, wie z. B. Zwischenmenschlichkeit. Dann kommen eben solche Jobs zustande, die man heute ein bißchen belächelt. Nehmen Sie beispielsweise die Klinik-Clowns, also Menschen, die in Hospitäler hineingehen und Menschen zum Lachen bringen. Gerade solche Jobs werden in Zukunft immer mehr an Wert gewinnen.“

Auszüge aus dem Interview mit Sven Gàbor Jánszky
in der Kulturzeit von 3sat am 02.05.2016

Märchenerzähler, Klinik-Clowns und Co.
„Neue Berufe für Neue Zeiten“!

Was nun die Zukunftsforscher neuerdings prognostizieren, liegt voll in der Arbeit, die die Initiatoren und das Team des Märchenhaft leben Impulses seit Anfang der 1980er Jahre bereits ganz praktisch tun.

Eine Ausbildung zum Klinik-Clown können wir Ihnen zwar nicht bieten, aber neben vielen anderen „Neuen Berufen für Neue Zeiten“ besonders eine fundierte, praxisorientierte und auf Ihre persönlichen Bedürfnisse ausgerichtete Ausbildung zum neben- oder hauptberuflichen Geschichten- und Märchenerzähler (Märchenerzählerin).

Sollten Sie also den tiefen Wunsch verspüren, als MärchenerzählerIn oder GeschichtenerzählerIn mehr Zwischenmenschlichkeit, Identität, Inspiration, Vertrauen, Mitgefühl und Zuversicht in die Welt und unter die Menschen tragen zu wollen, dann zögern Sie nicht lange. Sie könnten gleich hier und heute damit beginnen!

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter

Engel – kosmische Wesen oder süßliche Vorstellung?

EngelSind nun Engel jene kleinen, putzigen Wesen mit Flügelchen, die mit verklärtem, hochheiligem Blick auf vielen alten, aber auch modernen, meist spirituellen Gemälden, zu finden sind? Oder sind sie eher jene geschlechtslosen, menschenähnlichen, mit Flügeln versehenen Gestalten, so wie sie als Skulpturen in vielen Kathedralen und Kirchen dargestellt werden?? Oder was???

Unser menschliches Vorstellungsvermögen ist da recht begrenzt und reicht sehr oft nicht über die personifizierte, ganz individuelle Vorstellung hinaus. Dies mag mitunter daran liegen, dass wir durch die in der Vergangenheit geprägten künstlerischen und/oder kirchlichen Bilder von Engeln vom eigentlichen Wesen und Wirken jener „Kräfte“ abgelenkt werden, da wir SIE viel zu oft im Äußeren vermuten.

Nicht der Glaube ist entscheidend,
sondern das lebendige Wissen und Erleben im eigenen Herzen!

Anstatt die Beurteilung über ihre Existenz und ihr Aussehen allein Künstlern, Theologen, Geistlichen oder sogenannten Engel-Experten zu überlassen, wäre es doch viel sinnvoller, jene himmlischen Wesen in uns selbst wahrzunehmen und zu schätzen.

Ähnlich verhält es sich mit dem Begriff „Gott“. Sowohl gläubige Befürworter jener „Universellen Kraft“ als auch überzeugte Atheisten sind religiöse Menschen. Beide machen sich den Begriff Gott zum zentralen Thema. Sie sind nichts anderes, als zwei gegenüberliegende Extreme von ein und derselben Sache. Jeder ist überzeugt von dem, was er glaubt. Doch leider findet diese Überzeugung meist im Verstand statt. Der Glaube an sich, der weder bewiesen werden kann noch muss, ist somit reine Kopfsache.

Es sei denn, jemand glaubt nicht mehr, sondern weiß! Und dieses tiefe, lebendige Wissen, jene himmlische Offenbarung ist womöglich nur im Herzen eines jeden Menschen zu entdecken und braucht ebenso absolut keinen Beweis, schon gar keinen wissenschaftlichen!

Den Engeln ist es egal, ob wir an SIE glauben!

So ist es den Engeln oder Gott im Grunde völlig egal, wie wir SIE uns vorstellen, wo wir SIE wahrnehmen und ob wir überhaupt von IHRER Existenz überzeugt sind. SIE wirken einfach und natürlich! Ob und wie wir Menschen IHRE Inspirationen, Visionen, Weisheiten oder Kräfte empfangen und in welcher Intensität, hängt gänzlich von unserem unendlichen Vertrauen in den eigenen Lebensplan ab, dem Wissen von unserer individuellen Lebensaufgabe und der tiefen Sehnsucht nach unserem höchsten Lebensziel.

Kontakt zu einem Engel – wie macht es das Märchen?

Wie aber ist es in den Märchen? In den gesammelten Märchen der Brüder Grimm werden Sie nicht allzu viele Schilderungen von Engeln finden, so wie wir SIE uns gerne vorstellen. Eines von wenigen allerdings ist das unbekannte Märchen vom Vogel Phönix, KHM 75, aus der Grimmschen Sammlung von 1812. Darin steigt ein Jüngling zu einem sehr hohen Engel-Wesen empor, das ihm letztendlich hilft, seine Lebensaufgabe und sein Ziel zu verwirklichen.

Dieser Engel jedoch frisst alle Menschen auf, die ihm entgegentreten. ER verzehrt sie, da kein menschlich physischer Körper eine Konfrontation mit einem derart gigantischen Wesen aushalten könnte. So gibt es immer wieder Schilderungen, dass die Ausstrahlung eines Engels so mächtig ist, dass sie z. B. die Licht-Intensität unzähliger Sonnen übersteigt. Engel treten laut Überlieferung häufig in der Funktion von göttlichen und überwältigenden Boten auf, weshalb SIE oftmals „Fürchte Dich nicht!“ sagen (tönen, summen, donnern, jubilieren, …).

In diesem Märchen jedoch hat der Jüngling eine geistige Helferin, die sowohl einen fast gefahrlosen Kontakt zu ihm, wie auch zum Vogel Phönix, ermöglichen kann. Auf diese Weise lässt diese Helferin den Jüngling an dem tiefen Wissen jenes vogelähnlichen Engel-Wesens Anteil haben. Welche Voraussetzungen allerdings der Jüngling dafür mitbringen muss, erfahren Sie in dem Märchen.

Wenn Sie nun immer noch glauben, dass Märchen harmlose Geschichten sind, die man bestenfalls Kindern oder vermeintlich „naiven“ Erwachsenen erzählt, dann sollten Sie sich unbedingt einmal das Berufsbild eines Märchenerzählers oder einer Märchenerzählerin etwas näher anschauen. Es lohnt sich!

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter

Das alte Denken erneuern und den eigenen Traum leben

Das alte Denken erneuernIn einem lettischen Volksmärchen sagt ein armer Vater zu seinem Sohn: „Geh hinaus zum Königsschloss und bring die Prinzessin zum Lachen. Du hast schon immer Glück im Leben gehabt und wirst es auch diesmal haben.“ Ist das nicht schön, wie der alte Vater großes Vertrauen in seinen Sohn setzt und ihm sogar Dinge zutraut, an denen andere, reichere und vermeintlich klügere Männer kläglich scheiterten?

Denken Sie, Sie gehören zu den Glückspilzen?

Können Sie sich in Ihrem Leben an solche Menschen erinnern, die ihnen soviel Mut gemacht und sie in allem bestärkt haben, was zu Ihrem Glück wichtig war? Falls ja, dann gratuliere ich! Sie gehören zu den wenigen Glückspilzen, denen ein solches zuteil wurde.

Falls nein, dann haben Sie bestimmt solche oder ähnliche Sprüche gehört:
„Das schaffst Du nie, das ist unmöglich!“, „Daraus wird nichts, das kannst Du nicht!“, „Das geht nicht!“, usw.

Hätte man auf solche Einflüsterungen gehört, so würde es viele dem Menschen dienliche Neuerungen und Erleichterungen in der Technik, der Kultur, der Kunst, dem Sozialen, dem Gesundheitswesen, der Religionen, u.v.m. auf dieser Erde nicht geben.

Auch ich musste mir das oft genug anhören, sei es als professioneller Geschichten- und Märchenerzähler, als Autor oder bei jeder anderen ungewöhnlichen Tätigkeit, die mit der Mode, dem aktuellen Trend oder der Tradition nicht konform ging. Wenn ich mich danach gerichtet hätte, wäre wohl kaum etwas Neues entstanden und selbst wenn ich noch heute in so manchen Kreisen belächelt werde, kann nichts darüber hinwegtäuschen, dass ich es doch, durch viele Höhen und Tiefen hindurch, verwirklicht habe und weiterhin praktiziere.

Neues Denken: „Sich mehr beflügeln als belasten!“

Aber was treibt Menschen dazu, andere (und am meisten sich selbst) mit diesen negativen Glaubenssätzen zu belasten, anstatt sie zu beflügeln? Ist es der Neid, das mangelnde Vertrauen, der Mangel an sich oder die Angst, plötzlich mit Offenbarungen konfrontiert zu werden, die schon lange im tiefsten Innersten schlummern und auf Verwirklichung warten?

Wahrscheinlich mag von allem etwas eine Rolle spielen. Wer aber seine innerste Vision, seinen Traum entdeckt hat und sich mit Begeisterung und Herzblut daran macht, sie/ihn zu verwirklichen, der muss sich keinesfalls mit anderen Personen vergleichen und auch niemandem beweisen, was für ein toller Mensch er oder sie doch ist.

Was hätten diese Menschen nicht alles verwirklichen können, würden sie genügend auf ihr Urvertrauen hören und mit Selbstvertrauen handeln! Schließlich sind beide Kräfte nötig, um die eigene Vision verwirklichen zu können.

Mein Tipp:

Spüren Sie doch selbst einmal nach, was Sie denn von Herzen gerne im Leben alles verwirklicht hätten und was Sie davon, zu Gunsten anderer Tätigkeiten, aufgegeben haben? Welcher Mensch hat Sie darin bestärkt, Ihrem ursprünglichen Wunsch, Ihrem Traum oder Ihrer Vision treu zu bleiben? Wie können Sie sich heute unabhängig machen, von Meinungen und Ratschlägen anderer, die Sie von Ihrer Vision, Ihrem Traum abhalten wollen? Welche Möglichkeiten gibt es heute, zunächst einmal wenigstens schrittweise, Ihren ursprünglichen Traum zu verwirklichen?

Denken Sie niemals, es ist zu spät!

Vielleicht haben Sie ja den dringenden Wunsch, als Geschichten- oder MärchenerzählerIn neben oder sogar hauptberuflich tätig sein zu wollen? Wenn Sie sich also selbst in Ihrem Alltag inspirieren, entschleunigen, erfüllen und anderen Menschen dabei helfen möchten, dann lassen Sie sich doch einmal von dem Berufsbild eines Märchenerzählers und Geschichtenerzählers oder einer Märchenerzählerin und Geschichtenerzählerin überraschen.

Mehr darüber finden Sie hier:
http://www.maerchen-ausbildung.de

Oder Sie klicken gleich anschließend auf eines der Bilder unten und staunen, wie schnell und effektiv es möglich ist, eine solche Wunsch-Berufung mit dem Lernprogramm zuhause zu beginnen und anschließend, mit persönlicher Terminabsprache und ganz individuell, in unserem Basiskurs zu erlernen.

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter

Der Drache als Seelenbild

DracheSie wissen sicherlich, welche Schätze Drachen bewachen? Richtig, meist sind es Prinzessinnen oder gewaltige Schatztruhen. Nun ist ja ein Drache in den Märchen oder Sagen alles andere als die billige Kopie eines Dinosauriers oder das sensationsträchtige Produkt eines aus dem Hirn entsprungenen Hollywood – Filmemachers.

Drachen sind Wesen, die in unserer eigenen Seele hausen und die, weiß Gott, nichts anderes als all jene negativen Gedanken, Gefühle, Widerstände und Abneigungen symbolisieren, die wir im Laufe unseres Lebens angezogen oder sogar eintrainiert haben.

Das ist in der Regel nicht unbedingt eine Katastrophe, schließlich gibt es wohl kaum einen Menschen auf diesem Erdenrund, der von solchen einseitig emotionalen und  verstandesbetonten Extremen verschont wird. Aber wer sie verneint, verdrängt oder sogar bekämpft, der wird bald unangenehm bemerken, dass sie noch wuchtiger werden.

Der Drache als ein Bild unserer Seele

Doch wie wir ja wissen sind Drachen, bzw. die bildliche Vorstellung jener Wesen, aus unserer Fantasie entstanden. Schließlich kann der Mensch nur das verstehen, was er sich vorstellen kann. Und dafür sind Bilder meist eine geeignete Form, selbst wenn sie völlig unterschiedlicher Natur sind.

Sobald wir uns eine Vorstellung von jenen Wesen machen, dann müssten wir uns gleich bewusst sein, dass diese Imagination nur ein Versuch ist, unsere innere Welt damit ein klein wenig auszudrücken.

Und so wenig unsere Innenwelt auf Dauer zu verleugnen ist, so wenig lassen sich eben Drachen bekämpfen bzw. besiegen. Je mehr man gegen sie kämpft, desto mächtiger werden sie.

Wie kann man auch etwas bekämpfen, das in unserer Seele steckt? Denn je mehr wir unsere negativen Gedanken bekämpfen, verleugnen oder weghaben wollen, desto massiver werden sie sich zeigen und vor uns aufbäumen.

Den Drachen bekämpfen oder besser integrieren?

Doch wie können wir all jene negativen Gedanken sinnvoll integrieren, so dass sie uns ständige Helfer sind auf unserem Weg zum Ziel?

Und was können wir tun, damit wir jederzeit rechtzeitig erkennen, wenn der Drache wieder sein giftiges Feuer versprüht bzw. die negativen Gedanken unseren Alltag beherrschen?

In der asiatischen Kultur ist ein Drache eher ein helfendes Wesen, selbst wenn er eine gewaltige Zerstörungskraft in sich birgt. Die Hilfe jedoch kann erst dann dienen, wenn man ihn nun ständig im Blick behält und mit dem beschäftigt, was allen auch von Nutzen ist. Schließlich bleibt er ja ein Drache und verwandelt sich keineswegs in ein braves Schoßhündchen.

Die Prinzessin als Symbol für Schönheit und Inspiration

Nun ist uns ja bekannt, dass ein Drache besonders scharf auf Prinzessinnen ist. Mit anderen Worten könnte das bedeuten, dass die Prinzessin das Schöne und Inspirierende in uns ist. Der Drache allerdings, als Sinnbild unserer negativen Gedanken und Gefühle, beherrscht und unterdrückt sie und wird keinerlei Interesse zeigen, diese Vorherrschaft aufzugeben.

Es sei denn, er findet seine wahre Aufgabe, die allen dient. Und wenn dies nicht der Fall ist, dann sollten wir ein wenig nachhelfen.

Mein Tipp für den Alltag:

Beobachten Sie immer wieder Ihre Gedanken und Gefühle. Doch werten Sie nicht. Meist werden wir mit unserem inneren Drachen konfrontiert, wenn wir eine Botschaft unserer Seele missachtet, verdrängt, abgelehnt oder einen sonstigen inneren Mangel nicht genügend ernst genommen haben. Je früher wir das erkennen und rechtzeitig beheben, desto weniger wird der Drache an Macht gewinnen. Fragen Sie sich, wo könnte Ihr „Seelen-Drache“ sinnvoll dienen? Märchen und Weisheitsgeschichten können dabei besonders helfen!

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter

maerchenausbildungblog

Märchen helfen bei Demenz

DemenzDass Märchen besonders in der Seele heilsame Wirkungen hervorrufen können, beschreibt schon der Dichter Christian Morgenstern mit seinen Worten:

„Man wird wieder aus Himmel und Sternen Bilder machen
und die Spinnweben alter Märchen auf offene Wunden legen.“

Wenn man nun in diesen „offenen Wunden“ die seelischen Verletzungen sieht, die ein Mensch im Laufe seines Lebens durchmacht, dann ist es mehr denn je an der Zeit, dass gerade Märchenerzähler eine weitaus größere Anerkennung in der Gesellschaft haben sollten, als dies gegenwärtig der Fall ist.

Gerade heute wird der Begriff „Märchen“ (leider auch von Menschen, die solchen mehr inneren Themen aufgeschlossen sind) immer noch mit Lügengeschichten in Verbindung gebracht. Obwohl längst bekannt sein dürfte, dass es sich hier um Seelenbilder handelt, die innere Prozesse ausdrücken und nicht selten sogar Lösungen für Probleme zeigen.

So ist es höchst erfreulich, dass im Katharinenhof am Berliner Preußenpark (Laut Ärzte- Zeitung vom 06.05.2015) das Märchen erzählen ein Teil eines ungewöhnlichen Forschungsprojektes wurde. Professor Ingrid Kollak will mit ihrem Team von der Alice-Salomon-Hochschule in Berlin herausfinden, ob und wie Märchen auf Menschen mit einer Demenz- oder Alzheimererkrankung wirken.

Das Herz wird nicht dement …

„Das Herz wird nicht dement“, sagt eine dort tätige Märchenerzählerin. Jahrelang hat sie in fünf Pflegeeinrichtungen in vier verschiedenen Bundesländern Märchen erzählt, insbesondere die aus der Sammlung der Brüder Grimm.

„Die Alzheimer- und Demenzpatienten reagieren einfach ohne viel Nachdenken. Ein aufkommendes Gefühl drücken sie sofort aus“, sagt sie. Weiterhin habe sie beobachtet, dass sich die Demenzkranken in die Märchen und Geschichten versenkten und für einige Minuten bis wenige Stunden aus ihren Verhaltensmustern ausstiegen. Unruhige Dauerläufer blieben sitzen und hörten zu und jene, die andauernd kauten und schmatzten, vergaßen ihre Nervosität und entspannten sich für Momente.

Man darf gespannt sein, was nun die Forschungen des Hochschul-Teams am Ende herausbringen werden. Eines jedoch ist jetzt schon sicher: Es gibt noch einige andere aktive Märchenerzähler und Märchenerzählerinnen, die im Laufe ihrer jahrzehntelangen beruflichen Tätigkeit solche und ähnliche positive Erfahrungen beim Erzählen von Märchen vor demenzkranken Menschen gemacht haben.

Die Welt braucht mehr Märchen- und Geschichtenerzähler/innen!

Und so wäre es wünschenswert, dass gerade der Beruf des Märchen- und Geschichtenerzählers wieder mehr in den Blickpunkt gerät, insbesondere die kulturell, soziale und heilsame Komponente, die gerade beim freien Erzählen von Märchen und Geschichten sich offenbaren kann.

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter

maerchenlernprogramminfo

Märchenhaft und kreativ schreiben lernen

Märchenhaft und Kreativ schreibenMärchen und Geschichten zu lesen ist schön, sie zu hören ist zuweilen aber noch schöner. Wer sie aber frei und von Herzen erzählen kann, hat eine beglückende Tätigkeit für sich und andere gefunden. Und wenn es sich dabei auch noch um die EIGENEN Märchen oder Geschichten handelt, dann ist das Glück komplett!

Kreatives Schreiben ist Erfüllung und Lebensfreude

Sie haben ein Thema, können aber NICHT FORMULIEREN?
Sie können formulieren, haben aber KEIN THEMA?

Jeder Mensch trägt ein tiefes inneres Wissen in sich. Dieses lebendige Wissen möchte und sollte geborgen und anderen Menschen zugänglich gemacht werden. Aber wie soll das gehen? „Gibt es nicht schon genügend Bücher und Schriften? Wäre es nicht sinnvoll, einem weitaus geübteren und berufeneren Menschen das Schreiben zu überlassen?“

Nein, keinesfalls! Denn Sie sind einzigartig! Und selbst wenn es bessere Autoren gäbe, dann kann niemand Ihr inneres lebendiges Wissen so wiedergeben, wie Sie selbst! Denn kreativ Schreiben für sich selbst und andere ist ERFÜLLUNG und LEBENSFREUDE!

So offenbaren sich die Geheimnisse Ihrer „Inneren Quelle“

Wie Sie mit Freude und Begeisterung aus Ihrer „Inneren Quelle“ schöpfen und kreativ schreiben und dies auch anderen Menschen in Form von Geschichten, Märchen, Romanen, Biographien, Lebenshilfen, Berichten, Artikeln, usw. zugänglich machen können, erfahren Sie im NEU erschienen Schreibkurs: „Märchenhaft schreiben lernen“.

Holen Sie sich die kostenlose Leseprobe zum kreativ Schreiben und staunen Sie, wie nahezu jeder Mensch Zugang zu dieser Inneren Quelle hat und wie diese ihre erfüllenden Geheimnisse offenbart: http://klickjetzt.de/kreativschreibkurs

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter

Schreibkurs für kreative - kreativ schreiben lernen

Entschleunigen mit Märchen und Geschichten

Entschleunigen mit Märchen und Geschichten

© Foto von aboutpixel.de, maçka

Neulich fragte mich eine Erzieherin nach einer Märchen-Erzähl-Veranstaltung: „Haben Sie auch den Eindruck, dass sich die Kinder und Jugendlichen in den letzten 20 Jahren seltsam verändert haben und immer unruhiger werden?“

Ich war zunächst etwas verblüfft, denn auch ich hatte mir immer wieder einmal in den nun über 30 Jahren meiner Tätigkeit als Märchenerzähler und Geschichtenerzähler u. a. in Kindergärten und Schulen diese Frage gestellt, ohne sie mir jemals erschöpfend beantwortet zu haben.

Sind Kinder und Jugendliche heute gehetzter als früher?

Aber jetzt, wo ich die Frage von einem Menschen hörte, der ebenfalls viele Jahrzehnte mit Kindern und Jugendlichen zu tun hatte, da musste ich ihr insofern zustimmen, als dass viele davon in den letzten 15 Jahren immer gehetzter und unkonzentrierter wirkten, als dies Jahrzehnte früher der Fall war.

Selbstverständlich kann man dies nicht für alle jungen Menschen sagen und derartige Pauschal-Aussagen sollte man immer mit Vorsicht genießen, denn es gibt – insbesondere was das Märchen und Geschichten erzählen betrifft – noch unzählige Kinder (und auch Jugendliche), die liebend gerne zuhören. Ganz besonders auch jene, die gerne als notorische Störenfriede betrachtet werden.

Doch gerade dieses „Gehetzte“, dieses immer woanders sein wollen, als da, wo man gerade ist, fällt mir besonders extrem im Vergleich zu früher auf. Wen wundert’s, sieht man sich einmal den „Terminkalender“ eines heutigen Kindes an, so ist dieser fast vergleichbar mit dem eines berufstätigen Erwachsenen. Neben dem Kindergarten oder der Schule gibt es frühkindliche Erziehung, Reiten, Sport, Tanzen, Ballet, Nachhilfe und vieles mehr.

Mehr entschleunigen als beschleunigen!

Neulich kam mir ein kleiner 4 jähriger Junge entgegen, der ein T-Shirt trug mit der Aufschrift: „ABI 2028“. Wer unter einem solchen (Karriere-)Druck steht oder leidet, der kann sich kaum noch dem wahrhaft kindlichen Spiel hingeben und innere Ruhe, Ausgeglichenheit und Lebensfreude entfalten oder sich bewahren.

Welcher Jugendliche mit einer solchen Kindheit hat da noch Muse und Raum, sich seiner inneren (Lebens-)Vision, seiner wahren Berufung im Leben hinzugeben? Alles steht unter einem gewissen Erfolgs-Druck: schöner, besser, größer, reicher und intelligenter zu sein.

Klar, Märchen sind kein Allerheil-Mittel, aber durch ihre Art und Weise entschleunigen sie wie von alleine, verschaffen besonders den Kindern (aber auch den Jugendlichen und Erwachsenen) innere Erholungsphasen, in denen sie sich selbst wieder wahrnehmen sowie ihr Mitgefühl, ihre innere Ruhe, Konzentration und Inspiration pflegen können.

Mit Märchen und Geschichten entschleunigen

Für die meisten Kinder sind die Märchen eine Tatsache, da sie in dieser „Welt“ leben, ohne dass man sie ihnen erklären müsste. Wir Erwachsenen sind leider schon all zu sehr von unserem überbetonten Verstandes-Muster vereinnahmt, so dass wir kaum noch Zeit und Muße finden, uns auf das Wesentliche der Märchen(-Sprache) einzulassen. Schließlich zeigen sie, wie man trotz aller Ablenkungen, Verirrungen und Herausforderungen in unserer Zeit zu innerem Glück finden kann.

Anhand von (Sinn-)Bildern und Stimmungen vermitteln sie eine weisheitsvolle und lebensbejahende Sichtweise, die den Zugang zu manch ungewöhnlichen Lösungen für Alltagskonflikte in den vier wichtigsten Bereichen Glück, Liebe, Erfolg und Gesundheit ermöglichen könnte.

Und wenn Sie sich selbst in Ihrem Alltag entschleunigen und gleichzeitig innerlich erfüllen und auch noch anderen Menschen dabei helfen möchten, dann lassen Sie sich doch einmal von dem „Berufsbild“ eines Märchenerzählers und Geschichtenerzählers oder einer Märchenerzählerin und Geschichtenerzählerin überraschen.

Mehr darüber finden Sie hier:
http://www.maerchen-ausbildung.de

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter

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