Positive Gedanken – wir haben nur 3 % pro Tag davon!

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Positive Gedanken: Haben Sie auch schon öfter die Äußerung gehört: „Ach Märchen, das sind doch nur Lügengeschichten, Kinderkram!“? Doch selbst Kinder sind sich dessen bewusst, dass sich z. B. niemand von einem Tier in einen Menschen verwandeln kann, wie das ja in den Märchen oft genug vorkommt.

Kinder haben es einfach leichter, von der sogenannten „realen“ Welt in die „Märchenwelt“, „Traumwelt“ oder „Innenwelt“ zu wechseln. Für sie gibt es da keine Trennung, es ist alles noch „Eins“. Das mag wohl auch der Grund sein, warum die meisten Kinder diese Tier/Mensch-Verwandlung in der Märchenwelt ganz intuitiv in ihrer wahren Bedeutung erfassen.

Wir Erwachsenen könnten uns da ein Vorbild nehmen, zumal wir selbst nicht einmal in der Wirklichkeit zu Hause sind. Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie oft Sie mit einer alltäglichen Sache praktisch beschäftigt, mit Ihren Gedanken aber ganz woanders sind? Wir essen z. B. einen leckeren Salat und sind dabei gleichzeitig mit unseren Gedanken bei einer Pizza, die wir vor Jahren einmal irgendwo gegessen haben.

Wie positive Gedanken unser Leben bestimmen könnten

Und was das alles für Gedanken sind, mit denen wir uns täglich beschäftigen? Verschiedene Nachforschungen haben ergeben, dass der erwachsene Mensch ca. 60.000 Gedanken pro Tag hat. Davon sind

3 % hilfreiche und positive Gedanken, die Ihnen u. anderen nutzen.
25 % destruktive Gedanken, die Ihnen und anderen schaden.
72 % flüchtige, unbedeutende Gedanken, die völlig belanglos sind.

Nur 3 % wohlwollende und lebensbejahende Gedanken (und Gefühle) hat ein sogenannter Durchschnitts-Mensch am Tag! Ist das nicht erschreckend?

Doch gerade mit Märchen und Weisheitsgeschichten könnten wir auf spielerische und entspannende Art viele innovative Ideen und Lösungsmöglichkeiten aus dieser „Innenwelt“ schöpfen und so die „Seelenlandschaft“ in uns selbst immer mehr entdecken und schätzen, aus der schließlich unser praktisches Handeln in der sogenannten realen Welt resultiert.

Mein TAGES-TIPP:

Beschäftigen Sie Ihre Gedanken doch mit aufbauenden Inhalten! Märchen, Weisheits- und Lehrgeschichten sind dafür besonders gut geeignet. Ärgern Sie sich nicht, wenn doch immer wieder auch destruktive Gedanken und Gefühle wie z. B. Zweifel, Ärger, Angst, etc. kommen, wir haben sie ja lange genug (ein-)trainiert. Je öfter Sie Ihre Gedanken aber mit lebensbejahenden, Ihnen und anderen nützliche Inhalte beschäftigen, desto mehr wird sich auch Ihre Lebensfreude und der Mut zur Tat regen!

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter

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Wie Dornröschen hilft, Deinen Traum zu leben!

Dornröschen - Märchen gesammelt von den Brüdern Grimm

Als Tschuang Tschou nach seinem Traum unter einem Baum erwachte, so sprach er zu sich:

„Im Traum da war es mir, als ob ich als Schmetterling durch die Lüfte flog. Nun weiß ich nicht, bin ich jetzt ein Mensch, der träumte ein Schmetterling zu sein, oder bin ich ein Schmetterling, der träumt ein Mensch zu sein?“

Gleichnis des altchinesischen Philosophen Zhuangzi

Die Realitäten sind also recht verschieden und manch einer entdeckt, dass der Traum eine Menge Aufschluss über das innere Wesen eines Menschen geben und demzufolge positiv das Alltagsgeschehen beeinflussen kann.

Im Grunde ist es eine Frage des „Schlüssels“, den ein Mensch benützt, um in diesen Welten sich zurechtzufinden. Die Traumwelt ist kein notwendiger Umstand unseres Schlafes, sondern die Botschaft einer Welt, die sich jenseits unseres rationalen Vorstellungsvermögens befindet und durchaus auch bewusst betreten werden kann.

Diese oder eine ähnliche Welt finden wir ebenso in den Märchen. Gerade in dem Märchen Dornröschen geht es ja auch um den Schlaf, das Verschlafen und den Zustand danach, den man gemeinhin als Erwachen oder Bewusstsein bezeichnet.

Dornröschen und die Brüder Grimm

So berichten die Brüder Grimm in der von ihnen bearbeiteten Dornröschen Fassung aus dem Jahre 1857:

„…Es stieg die enge Wendeltreppe hinauf, und gelangte zu einer kleinen Türe. In dem Schloss steckte ein verrosteter Schlüssel …“

>>> Klicken Sie hier für den vollständigen Märchentext von 1857 <<<

In der Urfassung von Dornroeschen – also jener, wie sie die Brüder Grimm mündlich überliefert bekamen – heißt es im Jahre 1810:

„… so ging sie im Schloss herum und gelangte endlich an einen alten Turm. In den Turm führte eine enge Treppe, da kam sie zu einer kleinen Tür, worin ein gelber Schlüssel steckte…“

>>> Klicken Sie hier für den vollständigen Märchentext von 1810 <<<

Das Märchen als Schlüsselerlebnis zum Erwachen

Oberflächlich betrachtet könnte man an diesem „Schlüssel-Erlebnis“ nichts Ungewöhnliches entdecken. Schlüssel ist Schlüssel und die Funktion liegt eben darin, etwas Verborgenes aufzuschließen, sichtbar zu machen, am allerliebsten, wenn es noch – wie in so manchen Märchen – verboten ist.

Dennoch erleben wir hier zwei völlig gegensätzliche Schlüsselqualitäten. Ein verrosteter Schlüssel weist eher auf etwas altes, sterbendes, sich auflösendes und vergangenes hin, wohingegen ein gelber Schlüssel den Hinweis auf etwas neues, aufbauendes, lichtes und zukünftiges gibt.

Da wäre gleich die Frage an uns selbst zu stellen, mit welchem Schlüssel wir gerne unser Bewusstsein aufschließen und mit welchen Qualitäten wir unser Bewusstsein füllen.

Sind es die Gedanken, mit denen wir uns immer und immer wieder an unseren scheinbaren Mangel, unsere Krankheiten und unsere Unfähigkeit erinnern oder lenken wir lieber unsere Gedanken und Gefühle auf das, was uns voranbringt, aufbaut und Vertrauen schenkt?

Der Mensch ist im Grunde Gott,
der träumt, ein Mensch zu sein.

Das seelisch-spirituelle Erwachen ist heute keinesfalls mehr in irgendwelchen Einweihungsstätten, Kraftorten oder heiligen Zentren zu finden, sondern ganz praktisch im Alltag und im Denken und Fühlen, wie jeder Mensch sein eigenes Leben einfach und natürlich gestaltet und Mitgefühl für sein Umfeld aufbringt.

Nicht wenige Zeitgenossen und -genossinen verschlafen ihr Erwachen in den höchsten geistigen Höhen und warten noch immer vergeblich, bis der Königssohn sie wach küsst. Die so viel gepriesenen und angestrebten spirituellen Höhen sind eben nicht irgendwo, meist weit, weit weg zu finden, sondern im oftmals so scheinbar eintönigen und langweiligen Alltag.

Fangen wir also an, unseren Alltag zu einem Fest zu machen. Schätzen und bejahen wir die alltäglichen und allnächtlichen Dinge und sie werden ganz von alleine ihre tiefsten Geheimnisse offenbaren.

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter

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Gedanken und Gefühle wirken!

Gedanken und GefühleSie kennen sicher das alte Sprichwort, „so wie man in den Wald hineinruft, kommt es auch wieder heraus!“ Aber nicht nur das wirkt, was man äußerlich mit Worten vollzieht, sondern auch und ganz besonders unsere Gedanken und Gefühle.

Tipp: Gibt es nicht eine/n Nachbarn, Bekannten oder ArbeitskollegIn in Ihrem Umfeld, den oder die Sie absolut nicht ausstehen können? Versuchen Sie doch einfach einmal beim nächsten Anflug von Ärger dieser Person gegenüber, die Gunst der Stunde zu nutzen und sich in sie ein wenig positiv einzufühlen und ihr innerlich wohlwollende Gedanken und Gefühle zukommen zu lassen.

Wenn es auch nicht gleich beim ersten Mal klappt, ich kann Ihnen garantieren, je öfter sie die Gunst der Stunde nutzen, desto freundlicher werden Ihnen mit der Zeit die vormals so scheinbar unausstehlichen Menschen entgegenkommen.

Gerade Märchen, Lehrgeschichten und Weisheitsgeschichten können dabei von unschätzbarem Nutzen sein, Menschen und Situationen nicht nur von einem Blickwinkel aus zu betrachten, sondern von mehreren. Durch ihre sinnbildliche und entspannende Art beschreiben sie weniger körperliche, sondern vielmehr seelisch-geistige Zusammenhänge.

So können viele schwierige und zunächst unlösbare Probleme im Alltag von einer „übergeordneten“ Warte aus betrachtet und erkannt werden. Nicht selten ergeben sich daraus Lösungen, die einem vorher nie in den Sinn gekommen wären.

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter
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Wie Mullah Nasrudin sich selbst verlor …

… oder der Mulla und sein Esel

„Eines Morgens ging Mulla Nasrudin vor seinem Hause im Kreis herum und murmelte immer wieder vor sich hin, ‚Gott sei Dank, Gott sei Dank!‘ Dies ging eine ganze Weile so, bis die Nachbarn auf den Mulla aufmerksam wurden und ihn ansprachen: ‚Aber Mulla, was läufst Du denn die ganze Zeit im Kreis herum und worüber bist Du denn so erleichtert?‘ ‚Ach‘, sprach da der Mulla, ‚Mein Esel ist mir verloren gegangen und ich bin froh, dass ich nicht auf ihm saß, sonst wäre auch ich verloren gegangen!'“

(Lehrgeschichte)

Fremdbestimmt?

Fühlen Sie sich auch oft genug wie z. B. Mullah Nasrudin fremdbestimmt durch die äußeren Umständen? Wie oft schieben wir unsere „Missgeschicke“, unser „Versagen“ auf Äußerlichkeiten, ohne dabei zu bedenken, dass vielleicht wir gerade diese „Äußerlichkeiten“ mit unseren meist negativen Gedanken und Gefühlen über eine lange Zeit hinweg anziehen.

Ein dummer Gedanke?
Vielleicht, vielleicht aber auch nicht!

Verfolgen Sie doch einfach einmal nach einem Missgeschick in einer kleinen inneren Rückschau, welche Gefühlsstimmungen sie im Laufe der vergangenen Tage, Wochen und (je nach Erinnerungs-Vermögen) Monate zuvor gepflegt haben und sie werden entdecken, wie unsere Gefühle und Gedanken (meist Ängste und Sorgen) das äußere Leben bestimmen und vielleicht sogar hervorrufen.

Der Mulla war weise genug, vorher von seinem „Esel“ abzusteigen, bevor er sich selbst verliert. Möge es uns ebenfalls so ergehen – aber rechtzeitig!

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter
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Wie das Lebenswasser zu finden ist

Lebenswasser

Das Lebenswasser im Märchen und Alltag

Der größte Teil unserer Aufmerksamkeit heutzutage wird dem äußeren Schein gewidment, obwohl wir doch ganz tief in uns wissen, dass gerade unsere Träume, Visionen, Ideen, Sehnsüchte, Gefühle, etc. weitaus umfassender und wichtiger sind, da sie sogar maßgeblich den Verlauf unseres äußeren Lebens bestimmen.

Nun verrät im Brüder Grimm Märchen vom „Wasser des Lebens“ der Zwerg dem jüngsten Königssohn, dass das Wasser des Lebens aus einem Brunnen quillt, im Hof eines verwünschten Schlosses.

Der Begriff „verwünscht“ deutet darauf hin, dass es sich nicht um ein historisches oder existierendes Schloss handelt, in dem dieses besondere Wasser zu finden ist, sondern um eine Welt, die sich in jedem Menschen abspielt.

Leicht ist es zunächst nicht (vor allem für Menschen, die nur noch Augen für das Äußere haben), die „eiserne Pforte“ in diese Welt bzw. in das „verwünschte Schloss“ zu überschreiten und sich darin zurechtzufinden, denn nicht selten verschläft man dort den entscheidenden Moment. Doch mit der richtigen Absicht gelingt alles, und so kann auch der jüngste Königssohn das Wasser des Lebens erlangen.

Wenn Sie selbst lernen möchten, wie Sie diese tiefgründigen Weisheiten der Märchen auf Ihre Weise erkunden und für Ihren Alltag nutzen können, dann empfehle ich Ihnen das einmalige Lernprogramm oder das Märchen-Erlebnis-Wochenende. Hier erhalten Sie auch eine Anleitung, wie Sie diese Weisheiten der Märchen zu Hause entdecken und anwenden können, denn selbstverständlich enthält dieses Lernprogramm gleichzeitig Anweisungen, wie Sie Märchen am besten verinnerlichen und frei erzählen können.

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter
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