Wie der Lebensbaum gesund wurde

Wie der Lebensbaum gesund wurde

Es mutet doch recht sonderbar an, wenn ein Mädchen oder eine junge Frau wegen einer Spindel in einen Brunnen springt und dann plötzlich auf einer paradiesischen Wiese wieder erwacht. Ja und diese Wiese befindet sich keineswegs auf dem Grund eines Brunnens oder gar in irgendeiner Untiefe, sondern in den himmlischen Welten. Das wird deutlich, wenn gerade eben jenes Mädchen bei der Frau Holle die Betten ausschüttelt und es dann auf der Erde schneit. Sie kennen sicherlich dieses wohl bekannteste Märchen unter all den anderen Frau Holle Märchen und Sagen, die es gibt. 

In den Märchen finden wir immer wieder solche wunderbaren Tore und Türen in eine sogenannte andere Welt, die sich dem rationalen Vorstellungsvermögen unseres Verstandes entzieht. Ob dies nun ein Brunnen ist, ein Turm, See, Fluss oder sogar ein Baum. Die Protagonisten im Märchen benützen diese wunderbaren Tore auf eine fast selbstverständliche Weise, so als ob es keine Trennung zwischen der äußeren und inneren, der irdischen und himmlischen Welt gäbe. Und tatsächlich, vielleicht gibt es die auch gar nicht. Womöglich existiert diese Trennung nur in unseren Köpfen, in unserem menschlichen Verstand, dessen Hauptaufgabe es ja ist, sich an Altes, Vergangenes zu erinnern, zu trennen und zu analysieren.

Für die Kinder gibt es noch keine Trennung

Bis zu einem gewissen Alter ist das für die Kinder anders. Es gibt für sie keine Trennung zwischen der diesseitigen und jenseitigen Welt. Sie wandern wie die Protagonisten im Märchen mal hier hin und mal dort hin, ganz natürlich und selbstverständlich, ohne großes Aufsehen. Diese andere Welt ist für die Kinder genauso eine Tatsache, wie die Welt, in die sie körperlich hineingeboren wurden. So sind auch die Märchen für sie eine Wahrheit, da sie von all den unterschiedlichen Welten berichten, die am Ende doch alle eins sind. Und das Erstaunliche dabei ist, man muss ihnen die Märchen nicht einmal erklären, es sei denn, sie sind schon von den intellektuellen Belehrungen der Erwachsenen so vereinnahmt, dass sie nur noch ein mechanistisches Weltbild gelten lassen. Aber keine Angst, ich habe bis heute noch von keinem Kind gehört, das in einen Brunnen sprang, um die Frau Holle einmal zu besuchen.

Das innere Kind wieder entdecken und beleben

Wir Erwachsenen sind nämlich schon allzu sehr von unserem überbetonten Verstandes-Muster verblendet, so dass wir kaum Zeit und Muße finden, uns auf die Botschaften und Hinweise jener Anderwelt einzulassen, von denen die Märchen so variationsreich in seelisch-spirituellen Bildern schildern. Wir lassen uns lieber von vielen äußeren Dingen beeinflussen und ablenken. Dabei vergessen wir immer mehr unser „inneres Kind“, unsere persönliche Inspiration, Fantasie, spielerische Leichtigkeit, Lebensquelle und -freude.

Der Märchen-Podcast

Im Märchen „Wie der Lebensbaum gesund wurde“ hören wir nun vom Autor selbst, welche Eigenschaften es braucht, um als Wanderer zwischen den Welten unterwegs zu sein und wie gerade der Austausch beider Welten unsere irdische Welt so befruchtet, dass alle Menschen zufriedener, glücklicher und in Harmonie mit der Natur leben könnten. Klicken Sie dazu einfach auf das Startsymbol des Mediaplayers links und schalten Ihre Lautsprecher ein:

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© 2009 „Wie der Lebensbaum gesund wurde“: Karlheinz Schudt und Verlag Märchenhaft leben e.V.
Weitere Veröffentlichungen dieses Märchens in Wort, Schrift und Bild außerhalb dieses Blogs nur mit schriftlicher Genehmigung des Autors oder des Verlags.

© 2020 Kleine Betrachtung, Musik und erzählt von Karlheinz Schudt.
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter

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Verein Märchenhaft leben e.V. - Wie der Lebensbaum gesund wurde

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