Die drei Rätsel des Drachen

Meist sind es wunderschöne Prinzessinnen oder kostbare Schätze, die von einem Drachen bewacht werden. Nun ist ja ein Drache in den Märchen oder Sagen alles andere als die billige Kopie eines Dinosauriers oder das sensationsträchtige Produkt eines aus dem Hirn entsprungenen Hollywood-Filmemachers. Drachen sind Wesen, die in unserer eigenen Seele hausen und die nichts anderes als all jene negativen Gedanken, Gefühle, Widerstände und Abneigungen symbolisieren, die wir im Laufe unseres Lebens angezogen oder geschaffen haben.

Das ist in der Regel nicht unbedingt eine Katastrophe, schließlich gibt es wohl kaum einen Menschen auf dieser Erde, der davon verschont bleibt. Aber wer sie verneint, verdrängt oder sogar bekämpft, der wird bald unangenehm bemerken, dass sie noch wuchtiger werden.

Der Drache als Sinnbild negativer Gedanken und Emotionen

Ein Drache ist also das Sinnbild eines Wesens, das in unserer Seele wohnt. Schließlich kann der Mensch nur das verstehen, was er sich vorstellen kann. Und dafür sind Bilder meist eine geeignete Form, selbst wenn sie völlig unterschiedlicher Natur sind. Sobald wir uns eine Vorstellung von einem Drachen machen, dann müssten wir uns gleich bewusst sein, dass diese Imagination nur ein Versuch ist, unsere innere Welt damit ein klein wenig auszudrücken.

Und so wenig unsere Innenwelt auf Dauer zu verleugnen ist, so wenig lassen sich eben Drachen bekämpfen oder besiegen. Je mehr man gegen sie kämpft, desto mächtiger werden sie. Wie kann man auch etwas bekämpfen oder vernichten, das in unserer eigenen Seele wohnt? Je mehr wir also unsere negativen Gedanken bekämpfen, verleugnen oder verdrängen, desto massiver werden sie sich zeigen und vor uns auftürmen.

In der asiatischen Kultur ist ein Drache oft ein helfendes Wesen, selbst wenn er eine gewaltige Zerstörungskraft in sich trägt. Die Hilfe jedoch kann erst dann wirken, wenn man ihn ständig im Blick behält und mit dem beschäftigt, was allen von Nutzen ist. Schließlich bleibt er ja ein Drachen und verwandelt sich keineswegs in ein braves Schoßhündchen.

Die Prinzessin als Sinnbild des Schönen und der Inspiration

Drachen sind besonders scharf auf Prinzessinnen. Auch hier ist keinesfalls eine reale oder historische Prinzessin gemeint, sondern ein Sinnbild für all das Schöne, Aufbauende, Kreative und Inspirierende in unserer Seele. Der Drache hingegen ist das Sinnbild unserer negativen Gedanken, Gefühle und der Zerstörung. Er beherrscht und unterdrückt die Prinzessin und wird keinerlei Interesse zeigen, diese Vorherrschaft aufzugeben. Es sei denn, er findet seine wahre Aufgabe, die allen dient. Und wenn dies nicht der Fall ist, dann sollten wir ein wenig nachhelfen.

Meist werden wir mit unserem inneren Drachen konfrontiert, wenn wir eine Botschaft unserer Seele missachtet, verdrängt, abgelehnt oder einen sonstigen inneren Mangel nicht genügend ernst genommen haben. Je wacher wir also sind, desto früher werden wir das erkennen und beheben und desto weniger wird der Drache an Macht gewinnen. Und wenn es uns dann noch gelingt, die Drachenkraft in uns so zu verwandeln und einzusetzen, dass sie uns noch schneller an unser gewünschtes und wahrhaftiges Ziel bringt, wäre sicherlich allen geholfen.

Hören und sehen Sie nun im nachfolgenden Erzähl-Video das Märchen „Die drei Rätsel des Drachen“ und erfahren Sie, wie es einem jungen Burschen gelingt, einen Drachen zu besiegen, ohne dabei Gewalt anzuwenden. Klicken Sie einfach auf den Starter-Button unten im Bild und schalten Ihre Lautsprecher ein:

© 2010 Märchen „Die drei Rätsel des Drachen“ Karlheinz Schudt und Märchenhaft leben e.V.
Weitere Veröffentlichungen dieser Geschichte in Wort, Schrift und Bild außerhalb dieses Blogs nur mit schriftlicher Genehmigung des Autors oder des Verlags. Dieses Märchen ist in schriftlicher Form auch in der Broschüre „Wie schmeckt die Freiheit“ und im eBook „Märchen sind Seelenperlen“ erhältlich.

© 2020 Kleine Betrachtung und Video von Karlheinz Schudt.
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