Märchenhafte Feste in Vlotho, Hannover und Fischerhude

In fast allen Seminaren und Schulungen des Märchenhaft leben Impulses sind zu über 80% Frauen vertreten und auch andere Seminarveranstalter, die seelisch-spirituelle Inhalte anbieten, sprechen von einem ähnlichen Phänomen. Sind Frauen nun besonders empfänglich für seelisch-geistige Inhalte oder nehmen sie sich einfach viel mehr Zeit, sich solchen, für viele Männer befremdlichen Themen, zuzuwenden?

Dass Frauen weniger verstandesbetont sind als ihre männlichen Kollegen, ist ein Trugschluss, aber bedingt durch ihr weibliches Naturell haben sie es gewiss leichter, sich diesen mehr inneren Themen zu öffnen. Dies muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass Männer zu diesen Welten keinen Zugang finden, aber ihre Angst vor dieser inneren Tiefe, ihrer Konfrontation mit sich selbst oder ihrer eigenen Weiblichkeit lässt sie vor solchen Themen zurückschrecken.

Der Weg des Herzens

Gerade der weibliche Weg, der Weg des Herzens, der Weg der Intuition wäre in Anbetracht der vielen Krisen und Naturkatastrophen in der Welt eine Möglichkeit, nach innen zu gehen, um dort, direkt an der „Quelle“, Lösungen für viele scheinbar unlösbare Probleme im Alltag zu finden. Vor allen Dingen könnte man so allmählich eine lebensbejahende Perspektive für die Zukunft schaffen, die jedem Menschen, ob Mann oder Frau, zugänglich wäre.

„Das ewig Weibliche zieht uns hinan“,
sagte bereits Johann Wolfgang von Goethe.

Wäre dies nicht ein wesentlicher Ansatz, um sich wieder diesen Aspekt jener Kraft bewusst zu machen, die ganz besonders in der heutigen Zeit notwendiger denn je wäre, um aus dem Kreislauf der unendlichen Diskussionen, Besserwisser und Rechthaber allmählich herauszukommen?

4 mal im Jahr gibt es „Die Märchen- und Lichttage“

Die Märchen- und Lichttage finden jährlich und regelmäßig zu Himmelfahrt im Märchenzentrum in Vlotho, zu Pfingsten in der Lebenskunstschule „Die Blaue Rose“ bei Fischerhude, voraussichtlich im Juni im Märchen- und Lichthaus Großarl (Salzburger Land) und im September im Märchen- und Lichthaus Hannover statt. Diese festlichen, entspannenden und erfüllenden Kreativ-Tage widmen sich besonders den 7 weisheitsvollen Urbildern des Lebens und des Märchens und den 4 wichtigsten Bereichen des Alltags „Glück, Liebe, Erfolg und Gesundheit“.

Das Hauptthema 2016 der Märchen- und Lichttage wird sein:

Lebe Dein Helfer-Dasein,
im Inneren, wie im Äußeren.
Gib und empfange die Hilfe,
die gebraucht wird.

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter

Die Märchen- und Lichttage in Vlotho

Märchenfilm – Erfüllendes über den Märchen- und Lichtimpuls

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Wenn man bedenkt, mit wie viel Anstrengungen heute die Menschen eine ausgeklügelte Technik vorantreiben, um ihren Körper über diese Erde zu bewegen, ihn zu nähren und zu unterhalten und wie wenig Aufmerksamkeit sie den „inneren Welten“, ihrem Seelenleben widmen, dann ist es nicht verwunderlich, dass noch niemand so recht glücklich damit geworden ist.

Wenn das eine „Spielzeug“ seinen Zweck nicht mehr erfüllt, dann wird es weggeworfen, um sich mit den größten Anstrengungen ein Neues zu (ver-)schaffen.

Gegensätze ziehen sich an
und bringen sich wieder ins Gleichgewicht

Kein äußerer Wohlstand oder Reichtum ohne tieferen Lebenssinn kann einen Menschen glücklich machen, genauso wenig wie innerer Reichtum ohne eine zumindest materielle und würdige Grundversorgung ihn jemals zufriedenstellen wird.

Seit uralten Zeiten gibt es den Begriff der „Goldenen Mitte“. Dieses Lebensprinzip bewirkt immer den Ausgleich der Polaritäten, der Gegensätze, der Extreme und bringt sie wieder ganz natürlich ins Gleichgewicht.

Es ist meist alles nur eine Frage der Zeit.

Die 7 Urbilder des Märchens und des Lebens

Wir alle kennen diese „irdische“ Komödie in vielerlei Hinsicht, wie z. B. in gesellschaftlichen und politischen Zusammenhängen sowie in zwischenmenschlichen Beziehungen.

Gerade mit den 7 Urbildern des Märchens- und des Lebens kann jeder Mensch in sich selbst entdecken, wie er sein Leben gelassener, erfüllter, zuversichtlicher und mit Weitblick gestaltet. So wird er in kürzester Zeit, meist rechtzeitig, dieses nicht selten recht schmerzhafte „Spielchen“ zwischen den Polaritäten durchschauen und allmählich wieder ins Gleichgewicht bringen.

Diese 7 Urbilder des Märchens und des Lebens bilden die Grundlage sämtlicher Methoden und Verfahren des Märchen- und Lichtimpulses, die von 1983 – 2013 entstanden sind und ganz praktisch in Veranstaltungen, Seminaren, Schulungen, Festen, Schriften, Videos, CDs und vielem mehr angewandt wurden und werden.

Märchenfilm – Video-Trailers über den Märchen- und Lichtimpuls

Klicken Sie sich einfach mal rein in unser Märchenfilm Video-Archiv und schauen sich zu den bereits genannten Themen, insbesondere aber zu den vier wichtigsten Lebensbereichen Glück, Liebe, Erfolg und Gesundheit unsere erlebnisreichen Video-Trailers an.

Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen, Entspannung und Inspiration dabei:
Märchenfilm-Video-Archiv

Übrigens, in der NEUEN erlebnisorientierten Märchenzeitschrift „Mit den 7 Urbildern zu Weisheit und Liebe“ bekommen Sie einen tiefen Einblick in diese Ur-Prozesse. Am Ende dieses Beitrages können Sie sich sogar gratis eine Kostprobe aus dem Inhalt dieser Märchenzeitschrift bestellen.

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter

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Pilgern nach Innen – Eine märchenhafte Pilgerreise

Pilgern zum eigenen Herzen

Es heißt „Der Weg ist das Ziel“ und meint vermutlich, dass das Gute oder das Glück viel näher ist, als man gemeinhin glaubt und zwar so nahe, dass man es im eigenen Herzen findet.

Und doch ist es immer wieder erfüllend, sich auch äußerlich auf den Weg zu begeben, um die Wunder der Natur und des Lebens zu bestaunen, selbst wenn man am Ende entdeckt, dass nicht in der Ferne, sondern dort, wo das eigene Herz schlägt, das Glück zu finden und man nur dort wahrhaftig zuhause ist. Gerade jene, die den Pilgerweg des Lebens auch gerne im Äußeren vollziehen, erleben in den Bäumen ein großartiges Wunder, das die Natur hervorgebracht hat.

Besonders in den Märchen spielt der Wald mit seinen wundersamen Bäumen immer wieder eine große Rolle. Der Wald ist Schutz und Lebensgrundlage vieler Märchenfiguren, aber auch geheimnisvoll, unheimlich, dunkel und unüberschaubar.

Was ein Pilger dort so alles erleben kann, lesen Sie in folgender Weisheitsgeschichte:

Als der Mensch die Bäume verstand
© 2012 Karlheinz Schudt und Troubadour Verlag Vlotho

Ein Wanderer ging eines Tages durch einen großen Wald. Majestätisch und hochgewachsen standen die Bäume auf beiden Seiten des Weges. Ihre Blätter rauschten sanft in den Gipfeln und diese wiegten sich im milden Abendwind behutsam hin und her. Unzählige Strahlen der rötlich-goldenen Abendsonne blitzten aufgeregt zwischen den Ästen und Blättern hindurch und tanzten verspielt auf dem Waldboden.

Ein wundersames, kaum hörbares Tönen erfüllte plötzlich die Luft und die Bäume sprachen untereinander: „Seht, ein Mensch! Ist er nicht klein und zierlich? Keiner von ihnen hat jemals die Größe und Stattlichkeit eines Baumes erreicht. Niemand ihrer Sippe ist so stark wie wir und doch ist er zu etwas fähig, was keiner unserer Brüder und Schwestern jemals vollbringen mag: Er geht seinen Weg!“

Dieses Gespräch unter Bäumen wäre eigentlich für ein menschliches Ohr unhörbar gewesen, aber der Wanderer war schon lange Zeit einsam und alleine auf seinem Pilgerweg und hatte gelernt, auf seine innere Stimme zu hören.

Und wer in tiefer Ruhe mit seiner inneren Stimme stets Zwiesprache hält, für den ist das Tor bereits weit geöffnet, um auch das Wesentliche und Wahre hinter den äußeren Dingen zu erkennen. So war es nicht verwunderlich, dass auch er in diesem Augenblick die Sprache der Bäume verstand. Und je länger er zuhörte, desto nachdenklicher wurde er und als das Tönen der Bäume langsam verstummte, da antwortete er …

Welche Erkenntnis der Pilger nun aus der Zwiesprache mit seiner inneren Stimme und den Bäumen zog und was er darauf antwortete, können Sie in obigem Video in vollständiger Länge hören und sehen.

Das vollständige E-Book „Als der Mensch die Bäume verstand“ mit dieser und weiteren neuen märchenhaften Weisheitsgeschichten von Karlheinz Schudt, erschienen im Troubadour-Verlag Vlotho, finden Sie hier: http://klickjetzt.de/baeume

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter
Schreibkurs für kreative - kreativ schreiben lernen

Märchen- und Lichtfest: Finde die Kraft des Lebens in Dir selbst

Märchen- und Lichtfest zu Himmelfahrt in Vlotho. Jedes Jahr NEU!

Jedes Jahr zu Himmelfahrt findet das Märchen- und Lichtfest in Vlotho statt. Im Jahr 2013 hatte es das Thema:

„Finde DIE KRAFT des LEBENS in Dir selbst,
und SIE entfaltet sich einfach und natürlich.“

Durch spielerisches Kennenlernen der anderen, vor allem aber der Kraft in sich selbst, eröffnete dieses Märchen- und Lichtfest den TeilnehmerInnen eine Fülle von praktischen und erkenntnisreichen Erlebnissen, die eigene Lebensfreude, Einzigartigkeit und innere Kraft zu entdecken und zu entfalten.

Ein besonderer Höhepunkt im Jahr!

Dieses Märchen- und Lichtfest mit einer Fülle von märchenhaften Spielen, weisheitsvollen Märchen, besinnlichen und humorvollen Geschichten, fröhlichen Liedern zum Mitsingen, Märchentheater, einfühlsamer Musik und wohltuenden meditativen Texten bietet den TeilnehmerInnen einen ganz besonderen Höhepunkt im Jahr.

Erfüllende Natur- und Bildbetrachtungen, Entspannung, innere Einkehr, Seele und Geist nährende und inspirierende Erlebnisbetrachtungen regten die TeilnehmerInnen dazu an, sich in einem herzlichen, mitfühlenden und nicht selten hurmorvollen inneren und äußeren Austausch sich ihrer (Herzens-)Kraft und Natürlichkeit bewusst zu werden.

Ungewöhnliche Ideen für das eigene Glück im Alltag!

Besonders in der schöpferischen Stille der inneren Einkehr fanden die TeilnehmerInnen oftmals ungewöhnliche Ideen für das eigene Glück und Lösungsmöglichkeiten, Probleme und Sorgen im Alltag kraftvoll zu meistern und sie zu verwandeln.

Auch die Natur hatte einen großen Anteil an diesem jährlichen Erlebnis. Nicht nur die Augen staunten über die Schönheit, das Blühen und Wachsen der Pflanzen und Bäume, sondern das Herz öffnete sich ganz besonders dem inneren Wesen dieser so kraftvollen Natur voller „stiller“ Lebensfreude und vor allen Dingen der heutzutage noch nie so dringenden und überlebenswichtigen Notwendigkeit, wie man sie inniglicher schätzen, achten und lieben kann.

Im kreativen Malen, im Spiel und im Märchentheater wurde die eigene Lebensfreude und Einzigartikeit eines jeden Menschen vertieft, um sich leichter und allmählich mit sich selbst zu versöhnen.

Die Besonderheit dieses Märchen- und Lichtfest war die Fülle von neu geschöpften Texten, Märchen und Geschichten zum Schmunzeln und Träumen, von denen die meisten noch unveröffentlicht und in keiner Bibliothek der Welt zu finden waren.

Vielleicht ist dieses Märchen- und Lichtfest auch für Dich etwas Großartiges?

Jedes Jahr zu Himmelfahrt gibt es erneut ein Märchen- und Lichtfest. Du bist jetzt schon herzlich dazu eingeladen.

Und falls Du solange nicht warten möchtest, dann findest Du gleich hier einen wunderschönen Kurs dazu, nach Wunsch auch mit persönlichen Coachings, wie Du gleich zuhause mit diesen erfüllenden Inhalten Deinen Alltag märchenhafter, erfüllter und glücklicher gestalten kannst.

Viel Freude dabei!

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter
himmelfahrt2015

Märchenhaft Pilgern in einer frei spirituellen Gruppe

Haben Sie auch schon einige Zeit die Idee im Kopf, entspannt und ohne Stress einen Pilger-Weg zu gehen, dem Alltagsleben einige Tage einfach „Tschüs“ zu sagen und auf neue Gedanken zu kommen für mehr Qualität in Ihrem Leben?

So richtig bekannt und modern in unserer Zeit wurde das Pilgern besonders durch den Jakobsweg, jener Pilgerweg, der zum angeblichen Grab des Apostels Jakobus in Santiago de Compostela in Galicien (Spanien) führt. Darunter wird in erster Linie der Camino Francés verstanden, jene hochmittelalterliche Hauptverkehrsachse Nordspaniens, die von den Pyrenäen zum Jakobsgrab reicht.

Aber auch in Deutschland gibt es wunderschöne Pilgerwege mit einer reichen und innerlich erfüllenden Kultur, zu der wir Sie ganz herzlich einladen möchten.

Das Kloster Volkenroda ist wahlweise Ziel oder Beginn des ca. 290 km langen Pilgerweges Loccum-Volkenroda. Er verbindet das 1131 gegründete Zisterzienserkloster Volkenroda mit seinem Tochterkloster Loccum (gegr. 1163). Der Weg folgt der Unstrut, Leine und Weser; er führt durch Solling, Vogler und Wesergebirge vorbei an zahlreichen Klöstern und alten Kirchen und überquert die ehemalige deutsch-deutsche Grenze.

In der Stille und Schönheit der Natur findet der Pilger zur inneren Einheit und gewinnt einen neuen Blick auf sich und das Leben.

Wir würden uns freuen, Sie in unserer lebensfreudigen und frei spirituellen Pilgergruppe begrüßen zu dürfen und stehen Ihnen gerne für weitere Fragen bzgl. Inhalt und Anmeldung unter der Telefon-Nummer 05733-962410 (Monika Zehentmeier) oder auf unserer Webseite jederzeit zur Verfügung.

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter
märchenerzählenlernen

Frau Holle Märchen und Sagen

In welchem Märchen kommt dieses Motiv vor: „Ein Mädchen springt in einen Brunnen und wacht im „Himmel“ wieder auf!“

Haben Sie es erkannt?

Ja, es ist das von den Brüdern Grimm gesammelte Märchen der „Frau Holle“,das landläufig unter „Goldmarie und Pechmarie“ bekannt ist. Aber vielleicht wissen Sie bereits, dass es viele Märchen und Sagen von der Frau Holle gibt und jede dieser weisheitsvollen Geschichten übt eine besondere Faszination aus. Ob es sich nun um „die 3 Wünsche“, „Goldener“, „Die Blaue Blume von Tirol“ oder „Die Herrin vom Rosengarten“ handelt, sie alle und noch viele mehr beschreiben die „Große Mutter“ oder „Urmutter“, so wie sie auch gerne gerufen wird, als helfendes aber auch strafendes Wesen.

Frau Holle, der Hohe Meißner und der Frau Holle Teich

Frau Holle, Frau Hulda, auch Berchta, Frau Gode, Frau Herke oder Große Mutter genannt, ist als bedeutendste mythologische Gestalt oder wesenhafter Naturgeist in Sagen und Märchen überliefert. Sie wacht besonders über die häusliche Ordnung und Liebestreue. Bekannt ist sie vor allem aus dem Märchen der Brüder Grimm, aber auch durch die vielen Sagen, deren Heimat der Hohe Meißner ist, der „König der hessischen Berge“. Besonders vertraut ist dieser 740 m hohe Berg durch den Frau-Holle-Teich, der seine Wasser zu gleichen Teilen ostwärts zur Werra und nach Westen hin in die Fulda entsendet. Bei Münden treffen sie dann wieder in der Weser zusammen.

Über diesen mystischen Ort des Frau-Holle-Teichs
wissen die Brüder Grimm folgendes zu berichten
:

„Dieser Teich, an der Ecke einer Moorwiese gelegen, hat gegenwärtig nur vierzig bis fünfzig Fuß Durchmesser; und nicht selten sind auf ihr Pferde versunken. Von dieser Holle erzählt das Volk vielerlei, Gutes und Böses. Weiber, die zu ihr in den Brunnen steigen, macht sie gesund und fruchtbar, die neugeborenen Kinder stammen aus ihrem Brunnen, und sie trägt sie daraus hervor. Blumen, Obst, Kuchen, das sie unten im Teiche hat und was in ihrem unvergleichlichen Garten wächst, teilt sie denen aus, die ihr begegnen und zu gefallen wissen …

… Gern zieht sie die Kinder in ihren Teich, die guten macht sie zu Glückskindern, die bösen zu Wechselbälgen. Jährlich geht sie im Land um und verleiht den Äckern Fruchtbarkeit, aber auch erschreckt sie die Leute, wenn sie durch den Wald fährt, an der Spitze des wütenden Heers. Bald zeigt sie sich als eine schöne weiße Frau in oder auf der Mitte des Teiches, bald ist sie unsichtbar, und man hört bloß aus der Tiefe ein Glockengeläut und finsteres Rauschen.“

Vom historischen Schauplatz zu märchenhaften Seelenbilder

Doch wenden wir uns wieder diesem uns bekannten Motiv der Brüder Grimm zu. Ist es nicht seltsam, dass jemand in den Brunnen springt und im Himmel wieder erwacht, schließlich schüttelt das Mädchen die Betten aus und es schneit auf der Erde.

Dass es sich bei diesen sinnbildlichen Schilderungen, auch wenn sie sich an historischen Orten abspielen oder abspielen sollen, nicht um historische Prozesse sondern um Seelenbilder handelt, dürfte jedem Menschen einleuchten, der vorurteilsfrei, offen und von Herzen dieses Märchen betrachtet.

Im sogenannten realen Leben stehen wir nicht selten vor einer schier unlösbaren Aufgabe und nur das Urvertrauen und die Zuversicht auf das gute Ende treibt uns voran. Wie es ausgeht, wissen wir nicht, aber unsere Ahnung oder innere Stimme sagt uns, dass diese Herauforderung gerade jetzt für unsere Entwicklung entscheidend und notwendig ist, auch wenn wir mit unzähligen Zweifeln zu kämpfen haben.

Das Mädchen stellt sich seinen Herausforderungen, springt in den Brunnen, verliert die „irdische Besinnung“ und erwacht in einer „anderen Dimension“. Und gerade in jener Dimension, nennen wir sie „Anderswelt“, „Traumwelt“, „Himmel“, etc. erhält es die Hilfe, die es schließlich zu Glück und Reichtum führt. Dies alles ist aber nur möglich, weil es selbst mitfühlend und demütig (nicht unterwürfig) genug ist, anderen ihr Herz (Brot, Apfelbaum, Frau Holle) zu öffnen und nahezu selbstlos zu handeln.

Wie es aber denen letztendlich ergeht, die eine solche Gesetzmäßigkeit schamlos nur für ihre eigene Gier, Habsucht und Macht missbrauchen, zeigt uns sinnbildlich die Gestalt der Pechmarie.

Nicht nur die Goldmarie, sondern auch die Pechmarie lebt in uns!

Aber „Hand aufs Herz“, so gerne wir uns mit der „Goldmarie“ identifizieren, so gerne wir die Rolle des „Gutmenschen“ spielen, so gerne wir die Gestalt der „Pechmarie“ nur in den anderen Menschen sehen und verurteilen, so ungern müssen wir uns auch eingestehen, dass wir das Wesen der „Pechmarie“ ebenso in unserer eigenen Seele tragen, auch wenn wir es nicht wahrhaben wollen.

Aber ist es denn wirklich so schlimm? Gehören nicht beide zu einem vollkommenen (nicht perfekten) Menschen oder hat DIE SCHÖPFUNG alles verkehrt gemacht?

Schlimm wird es erst, wenn wir an diesem Anteil der „Pechmarie“ hängen oder in gar verdrängen, denn dann können wir auch nicht die letztendlich wichtigen Fragen stellen:

>>> WIE erkennen wir diesen Anteil in uns, vor allem die Konsequenzen auf Mit-Mensch und Natur und
>>>
WAS machen wir konstruktives und lebensbejahendes für alle daraus?

Wie Sie selbst diese märchenhaften Seelenbilder entschlüsseln und für ein erfüllteres Leben anwenden können, wie gerade jene Sinnbilder ungewöhnliche Lösungen für festgefahrene Probleme im Alltag weisen können und wie man damit Erwachsene und Kinder beglücken kann, erfahren Sie

>>> im einmaligen Lernprogramm-Starterset
>>>
im Einführungs-Seminar der Märchen-ErzählerInnen-Ausbildung,
>>> oder im Intensiv-Basiskurs der individuell begleiteten SOLO-Ausbildung
(Weitere Infos dazu beim Klicken der obigen Links)

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter
Im Paradiesgarten der Frau Holle