Wie die Königin Fantasie hilft, mit vollen Händen zu spenden

Wilhelm Hauff - Königin Fantasie„In einem schönen, fernen Reiche, von welchem die Sage lebt, dass die Sonne in seinen ewig grünen Gärten niemals untergehe, herrschte von Anfang an bis heute die Königin Fantasie.

Mit vollen Händen spendete diese seit vielen Jahrhunderten die Fülle des Segens über die Ihrigen und war geliebt, verehrt von allen, die sie kannten. Das Herz der Königin war aber zu groß, als dass sie mit ihren Wohltaten bei ihrem Lande stehen geblieben wäre.
Sie selbst, im königlichen Schmuck ihrer ewigen Jugend und Schönheit, stieg herab auf die Erde, denn sie hatte gehört, dass dort Menschen wohnen, die ihr Leben in traurigem Ernst, unter Mühe und Arbeit hinbringen.

Diesen hatte sie die schönsten Gaben aus ihrem Reiche mitgebracht, und seit die schöne Königin durch die Fluren der Erde gegangen war, waren die Menschen fröhlich bei der Arbeit, heiter in ihrem Ernst.

Auch ihre Kinder, nicht minder schön und lieblich als die königliche Mutter, sandte sie aus, um die Menschen zu beglücken. Einst kam Märchen, die älteste Tochter der Königin, von der Erde zurück. Die Mutter bemerkte, daß Märchen traurig sei, ja, hier und da wollte ihr bedünken, als ob sie verweinte Augen hätte …“

Nun, warum das Märchen traurig ist und ihre Brüder, die Träume, „Leichtfüße“ sein sollen und sich niemals mit dem Märchen messen können, erfahren Sie in diesem wunderschönen Märchen von Wilhelm Hauff.

Sie dürfen außerdem gespannt sein, ob es dem Märchen gelingt, die seltsamen „Wächter“ der Menschen von der Notwendigkeit des Märchens zu überzeugen, den Menschen wieder Glück, Liebe und Zuversicht zu bringen.

Schließlich handelt es sich bei Märchen (Mittelhochdeutsch: Mär = Botschaft, Kunde, Bericht, Erzählung) um ein Genre, das gar nichts mit dem in der Gesellschaft missbräuchlich verwendeten Begriff „Lüge“ zu tun hat.

Märchen (Volksmärchen) schildern selbstverständlich keine historischen Geschehnisse, sondern sprechen in fantasievollen „Seelenbildern“ innere Reife- und Entwicklungsprozesse des Menschen an, die eigentlich nur mit dem Herzen „gelesen“ oder „gehört“ werden können. Insofern sind sie reeller, als viele Menschen gemeinhin glauben. Schließlich bestimmt ja unsere innere Haltung, wie wir unser äußeres Leben gestalten möchten.

>>> Klicken Sie hier, um zum vollständigen Märchen zu gelangen <<<

Aber auch Sie können Töchterchen Märchen dabei helfen!

Vielleicht wäre das ErzählerIn-Lernprogramm „Märchen erzählen lernen beginnt schon zu Hause“ für Sie als mögliche Märchen- und Geschichtenerzählerin ein erster Anfang, Kindern und Erwachsenen märchengemäß und erlebnisorientiert zu präsentieren, wie wichtig es besonders heutzutage ist, …

… Träume, die man hat, auch zu VERWIRKLICHEN.

Oder Sie schöpfen direkt aus Ihrer innersten Quelle und schreiben in Zusammenarbeit mit der „Königin Fantasie“ Ihre eigenen Märchen und Geschichten oder noch vieles andere? Wie das geht? Ganz einfach, mit dem Schreibkurs-Lernprogramm „Märchenhaft und kreativ schreiben lernen“. So schenken Sie mehr Lebensfreude für sich und vielleicht sogar andere Menschen!

Die Fantasie nicht verkümmern lassen!

Denn stellen Sie sich einmal eine Gesellschaft vor, in der die Menschen keine Kultur, keine Bildung, keine Fantasie und schließlich keine Träume mehr haben? Eine Menschheit ohne Kultur, Mitgefühl und Fantasie verroht nahezu gänzlich, so dass Gier und Zwietracht noch viel mehr um sich greifen.

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter

Klicken Sie auf eines der nachfolgenden Bilder, um zu einem möglichen märchenhaften Anfang zu gelangen:

Märchenhaft kreativ schreiben lernen

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Die Hoffnung stirbt zuletzt – oder???

Hoffnung stirbt zuletztHoffnung – oder was von einem Frosch zu lernen ist!

Zwei Frösche hüpften einmal hinaus in die weite Welt, um sie kennen zu lernen. Sie hatten ihr armseliges und langweiliges Leben im Tümpel satt, waren voller Tatendrang und auf große Abenteuer aus. Weit jedoch kamen sie nicht. Es war sehr heiß, die Landstraße staubig und weit und breit war kein einziges Wasserloch zu finden. Ihr Durst wurde schließlich so groß, dass sie am Abend heimlich durch die Türe eines nahegelegenen Bauernhauses schlüpften.

Auf dem Küchentisch stand eine Schale voll Milch. Sie konnten ihr Glück einfach nicht fassen, sprangen geschwind auf den Stuhl, dann auf den Tisch und schließlich stürzten sie sich übermütig in die Milchschale hinein. Sie tranken und tranken, bis ihr Durst gestillt war. Schließlich wollten sie wieder aus der Schale heraus, aber das misslang. Sie waren so vollgesoffen und der Rand der Schale so rutschig, dass sie immer wieder an der glatten Wand in die Milch hineinfielen. Das ging so lange, bis sie ihre dünnen Beinchen vor Erschöpfung kaum noch bewegen konnten. Da sprach der eine: „Was soll’s? Kein Plagen hilft mehr! Es ist aus mit uns beiden!“ Kaum hatte er das gesagt, ließ er sich zu Boden sinken und ertrank.

Der zweite Frosch jedoch gab die Hoffnung nicht auf. Er nahm seine letzte Kraft zusammen und strampelte und schwamm und strampelte, ja er schwamm und strampelte die ganze Nacht hindurch. Am anderen Morgen, als die Sonne aufging, da saß er ganz überrascht auf einem Butterklumpen. Mit letzter Kraft konnte er nun über den Rand der Schale klettern und war gerettet.

(Nach Aesop, neu geschrieben von © Karlheinz Schudt)

Die Hoffnung stirbt zuletzt – so heißt es – aber kann Hoffnung sterben?

Martin Luther soll einmal gesagt haben: „Wenn morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.“ Nun weiß man ja nicht so genau, ob er das wirklich verlautbaren ließ oder ob es nur ein Sinnbild seiner eigenen Einstellung zum Leben war. Wie auch immer, jedenfalls spricht daraus eine Eigenschaft, die man selbstverständlich jedem Menschen wünscht auf dieser Erde, am meisten allerdings jenen, die ungewöhnliche Aufgaben, Visionen und Projekte zu verwirklichen haben und die ihrer Zeit meist weit voraus sind und als Außenseiter oder Spinner abgetan werden.

Jeder weiß, wie schwer es ist, etwas verwirklichen zu wollen, vor allen Dingen wenn es im gesellschaftlichen Umfeld auf großen „Gegenwind“ stößt. Aber das ist das Gesetz des Widerstandes. Jeder Aufstand erzeugt immer Widerstand, jede Aktion schafft eine Reaktion und jede Initiative erlebt irgendwann eine Gegenbewegung. Im seelischen Bereich ist das nicht anders. Die Frage ist eben nur, ob ich den Widerstand als Strafe betrachte oder als Möglichkeit, neues zu entdecken, neues zu lernen und über meinen „Schatten“ zu springen bzw. über meinen „Tellerrand“ hinaus zu blicken. Denn mal ehrlich, wenn alles reibungslos im Leben ginge, wie langweilig wäre es und wo könnten wir uns wirklich noch entwickeln bzw. innerlich wachsen?

Die Hoffnung stirbt nicht, wenn sie zur Gewissheit wird!

Nun sagt sich das immer leichter, als es sich dann im Alltag verwirklichen lässt. Aber was bleibt uns letztendlich übrig? Zumindest die Entscheidung können wir treffen, welcher Frosch sich in unserem Gemüt ausbreitet. Ist es derjenige, der den sprichwörtlichen „Kopf in den Sand“ steckt und in seiner eigenen Hoffnungslosigkeit „ertrinkt“ oder vielleicht eher jener, der weitermacht und sich von nichts mehr abhalten lässt, selbst wenn er nicht einmal weiß, wie weit das Ziel noch entfernt ist bzw. ob er es jemals erreicht? Aber vielleicht ist das Ziel gerade dann ja ganz nahe, wenn man den Entschluss gefasst hat, weiterzumachen!? Oder anders ausgedrückt, vielleicht standen viele kurz vor dem Ziel, hätten sie nur nicht aufgegeben!?

Bringen auch Sie mehr Hoffnung, Urvertrauen
und Lebensfreude unter die Menschen!

Wie auch Sie als Geschichten- und MärchenerzählerIn mehr Hoffnung, Gewissheit, Urvertrauen und Lebensfreude entdecken und unter die Menschen bringen können, das erfahren Sie in der Ausbildung zum(r) Märchen- und GeschichtenerzählerIn oder im Lernprogramm „Märchen erzählen lernen beginnt schon zu Hause“.

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter

Erzählerkurs, Lernprogramm Märchen erzählen lernen

Scherben bringen Glück, aber nur dem, der loslassen kann!

Scherben bringen GlückEin in spirituellen Dingen weit bekannter und hochgeschätzter Mann sieht eines Tages in der Küche seine Frau weinen. „Was ist mit Dir?“, fragte er besorgt, „Warum bist Du so traurig?“ „Ach“, schluchzte da die Frau, „Weil alle Dinge so vergänglich sind!“ Der Mann schaute sie ganz ernst an und erwiderte besserwissend und belehrend:

„Da musst Du noch härter werden und Dich daran gewöhnen, dass alles auf dieser Welt vergänglich ist.“ Plötzlich zieht die Frau aus ihrer Tasche eine Hand voller Porzellanscherben hervor, streckt sie ihrem Mann unter die Nase und sagt: „Nun, dann bin ich aber erleichtert, Deine Lieblings-Teetasse ist gerade eben ins Vergängliche entschwunden …“

(Nach einer alten Zen-Lehrgeschichte,
bearbeitet von Karlheinz Schudt)

Wie hätten Sie geantwortet?

Wie nun dieser höchst spirituelle Mann auf diese gewitzte Antwort seiner weisen Frau reagierte, darüber lässt uns die Geschichte im Dunkeln. Wir können es nur vermuten und uns selbst fragen, wie jede/r Einzelne von uns denn gehandelt hätte. Aber mal ehrlich, ist es nicht in vielen Fällen so, dass wir gerne Meinungen ungeprüft übernehmen und weiter „plappern“ oder Dinge von anderen erwarten, die wir nicht einmal selbst oder nur im Ansatz bewältigen bzw. umsetzen können?

Im Volksmund gibt es ein sehr weises Sprichwort:
„Was Du nicht willst, das man Dir tut, das füg‘ auch keinem andern zu!“
In einem anderen Zusammenhang könnte dies auch bedeuten:
„Was Du selbst nicht bereit bist zu tun, das erwarte auch nicht von einem anderen!“

„Sie predigten öffentlich Wasser und tranken heimlich Wein!“

Ich bin mir ziemlich sicher, dass in den meisten gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, politischen und spirituellen Kreisen, in denen gerne große Worte gemacht werden, Ernüchterung einkehren würde, wenn einer dieser obigen Grundsätze verinnerlicht würde.

Denn solange kein Staatsmann (oder keine Staatsfrau), kein/e Manager/in und auch kein/e noch so hochgeschätzte/r spirituelle/r „Oberlenker/in“ die wirklichen Probleme erlebt hat (oder zumindest wahrhaftig mitfühlen kann), die der „schwächste“ Mensch in seinem gesellschaftlichen Umfeld, seinem Regierungsbezirk, seiner Firma oder unter seiner spirituellen Verantwortung durchleidet, desto länger wird es bei jenen „großen Worten“ bleiben, denen wirklich selten auch große Taten folgen.

Die eigene Ausstrahlung und Anziehung machts!

Aber wie bereits erwähnt, fangen wir lieber bei uns selbst an, dort haben wir wahrlich genügend zu tun. Wie schwer, ja nahezu unmöglich es ist, jemand oder etwas anderes verändern zu wollen, ist vielen Menschen im Grunde ihres Herzens eigentlich bekannt. Und wer weiß, vielleicht ändert sich vieles um uns herum ganz natürlich und von alleine, wenn wir uns selbst verantwortlich fühlen für all das, was wir im Leben ausstrahlen und anziehen.

Ich jedenfalls wäre erfreut gewesen, wenn der Mann in der obigen Geschichte mit Humor und einer gehörigen Portion positiver Selbstkritik auf die wirklich pfiffige und weisheitsvolle Antwort seiner Frau reagiert hätte, anstatt womöglich mit Hochmut, Eitelkeit und Ärger. Und wer weiß, vielleicht sind nicht diejenigen die wahren Weisen, die in der breiten Öffentlichkeit stehen, sondern viel mehr jene, die im Stillen im Hintergrund wirken.

Sollten Sie also den tiefen Wunsch verspüren, als MärchenerzählerIn oder GeschichtenerzählerIn im „stillen Hintergrund“ mit Geschichten und Märchen zu wirken, mehr Zwischenmenschlichkeit, Identität, Inspiration, Vertrauen, Mitgefühl und Zuversicht in die Welt und unter die Menschen tragen zu wollen, dann zögern Sie nicht lange. Sie könnten gleich hier und heute damit beginnen!

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter
Erzählerkurs, Lernprogramm Märchen erzählen lernen

Leben ist JETZT – Eine märchenhafte Geschichte


Das Leben ist JETZT

Einmal lag unter einem Baum ein Mann, der zufrieden mit seinem Leben so vor sich hin träumte. Da sah er doch ein gar seltsames Blatt vor seinen staunenden Augen. Es war nicht so wie all die anderen Blätter am Baum. Nein, es tanzte gar lustig hin und her, mal hierhin, mal dorthin. Einmal war es besinnlich und ruhig, ein andermal beschwingt und lebenslustig.

Je länger der Mann das Blatt beobachtete, desto mehr wurde er selbst von dieser ausgelassenen Lebensfreude angesteckt. Und es dauerte gar nicht lange, da schien es, als ob ihm dieses märchenhafte Zauberblatt wie von Zaubermund die allerschönsten Märchen und Geschichten erzählte, die sich in den farbenprächtigsten Bildern in seinem Inneren zeigten.

Eine Geschichte davon dürfen Sie jetzt hören!

„Einst begegneten sich eine Ameise, eine Schildkröte und ein Mensch. Es war noch zu jenen Zeiten, als alle Wesen die Sprache der anderen verstehen konnten. Die drei führten lange, tief greifende Gespräche über das Leben und als die Zeit schon sehr weit fortgeschritten war, da fing die Ameise an mit unruhiger Stimme zu sprechen: …“

Ja, was die Ameise so aufgeregt von sich gab, was die drei sonst noch über das Leben herausgefunden haben und was dies auch mit Ihrem Leben zu tun haben könnte, erfahren Sie in dem kleinen Kurz-Video gleich oben. Klicken Sie einfach auf das Startersymbol des Bildes am Anfang dieses Beitrages, schalten Ihren Lautsprecher ein, lehnen sich zurück und hören entspannt zu.

Ach ja, und wenn Sie selbst Ihre eigenen Märchen, Geschichten oder Gedichte uvm. schreiben möchten, die aus Ihrer innersten Quelle stammen, dann schauen Sie doch einfach einmal auf folgende Internetseite. Klicken Sie dazu bitte auf diesen Link:
>>> Kreativ und märchenhaft schreiben lernen <<<

Und wenn Sie als MärchenerzählerIn oder GeschichtenerzählerIn im Rahmen Ihres Hobbys, Berufes oder sogar neben- bzw. hauptberuflich aktiv sein möchten, dann lassen Sie sich doch von dieser Internetseite überraschen. Sie werden staunen, welche großartigen Möglichkeiten der Ausbildung es da gibt. Klicken Sie dazu bitte hier:
>>> Ausbildung zum/zur Märchen- und GeschichtenerzählerIn <<< 

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter

Betrachtung Märchen: Im Paradiesgarten der Frau Holle

 

Die Poesie der Märchen – das Fenster zur Innenwelt

Die Poesie der Märchen oder das Fenster zur Innenwelt„Es ist leichter, dem Einfachen etwas hinzu zu träumen,
als dem allzu Reichen etwas weg zu denken.“

Daher kommt es dem spielerischen Naturell des Menschen viel näher, wenn er selbst in seiner Vorstellung, seiner Imagination kreativ ist, als sich unzählige Bilder von außen aufdrängen zu lassen, die weder seiner Natur noch seinem seelischen Wohlbefinden entsprechen.

Je mehr von außen eine dem eigenen Naturell nicht entsprechende Vorstellung oder Dramatik in die Seele des Menschen gebracht wird, desto mehr schwindet seine persönliche Imagination und sein individuelles Erleben. Ähnlich verhält es sich beim Lesen eines Buches. Wie farbenprächtig und stimmungsvoll erleben wir doch mit dem Protagonisten des Märchens, der Geschichte oder des Romans dieses Geschehen vor dem inneren Auge und in unserer Seele.

Anders verhält es sich bei der Verfilmung z. B. jenes Märchens, das wir zuvor beim bildhaften Lesen so klar und lebendig vor unserem inneren Auge hatten. Jetzt hingegen sind wir stark reduziert auf die Bilder- und Stimmungswelten, die der Filmemacher, Regisseur und die Einstellung der Kamera präsentieren.

Der Betrachter erlebt nun das Geschehen durch die Augen der MacherInnen im Hintergrund, die meist hochdramatisch und nach ihren Vorstellungen dieses Geschehen bestimmen. Die Imagination des Betrachters hat somit weder genügend Freiheit noch ausreichend Zeit, um sich auf das Wesentliche so einzulassen, als dass auch die Seele tief berührt wird und Nahrung erhält.

Betrachtung Märchen: Im Paradiesgarten der Frau Holle

Märchen – ein faszinierendes Genre!
Eigene innere Bilder und Stimmungen sind die größten Erlebnisse!

Gerade die Volksmärchen in ihrer einfachen, weisheitsvollen und natürlichen Poesie sind für die individuelle Imagination, Unterhaltung und Entspannung ein faszinierendes Genre! Sowohl Kinder, als auch Erwachsene auf der ganzen Welt lieben diese Erzählungen, die sich in unterschiedlichsten Kulturen finden lassen.

Und wer dann auch noch in den Genuss gekommen ist, diese voller Poesie steckenden Märchen oder Geschichten frei erzählen zu können und dabei sein Publikum direkt anschaut, der fühlt und sieht in den Augen seines kleinen oder großen Publikums, welche märchenhaften, farbenprächtigen Landschaften und wohltuenden, wundervollen Geschehnisse sich da in den Innenwelten seiner ZuhörerInnen auftun.

Märchenerzähler oder Märchenerzählerin,
ein alter und neuer Beruf mit Zukunft!

In der Märchen- und GeschichtenerzählerIn-Ausbildung in Vlotho erleben Sie, wie es möglich ist, frei, bildhaft, stimmungsvoll und natürlich zu erzählen und sein Publikum zu faszinieren. Jede(r) ZuhörerIn kann somit gelassen und in tiefer Ruhe die eigene innere Bilder- und Gefühlswelt entdecken, die noch reicher, farbenprächtiger und stimmungsvoller ist, als es jedes Theaterstück, jeder Film oder jedes noch so von außen künstlich inszenierte Event zu erschaffen vermag.

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter

Was ist, wenn die Arbeit in Zukunft Maschinen übernehmen?

zukunft arbeitImmer mehr Maschinen bzw. Roboter nehmen dem Menschen die Arbeit weg. Ist das nun ein Fluch oder eher ein Segen? Gewiss, ein Mensch ohne Arbeit wird krank – aber auch ein Mensch mit einer Arbeit, die ihn nicht erfüllt und unglücklich macht. Und mal ehrlich, wer will denn wirklich täglich 8 Stunden z. B. in einer Fabrik stehen und Schrauben entgraten oder unzählige Male den Start-Knopf einer riesigen und lärmintensiven Karroserie-Presse drücken? Und das womöglich noch ein ganzes Leben lang!

Wie Maschinen das bedingungslose Grundeinkommen ermöglichen.

Neulich traf ich beim Bezahlen in einer Tankstelle zwei Bauarbeiter und sprach sie auf ihre doch recht anstrengende Arbeit beim Straßenbau an. Da lächelte der eine und sagte: „Ach wissen Sie, das ist heute gar nicht mehr so tragisch, wie das in früheren Zeiten mal der Fall war. Wir haben mittlerweile so viele hilfreiche Maschinen, die den Großteil unserer Schwerstarbeit übernehmen. Und das, was früher mit einer ganzen Mannschaft in Tagen bewältigt wurde, schaffen wir heute mit ein paar Männern weitaus gelassener und günstiger in wenigen Stunden.“

Nach Ansicht des Zukunftsforschers Sven Gábor Jánszky (von „2b AHEAD ThinkTanks“, der „Inovativen Denkfabrik“ aus Leipzig) gehen in naher Zukunft so viele Menschen in Rente, dass Millionen Jobs besetzt werden müssen. Ab 2040 soll es somit immer weniger Berufe geben, die mit der Herstellung von Produkten zu tun haben. Zwangsläufig werden neue Berufe entstehen. Wir wissen zwar nicht, was dies für Berufe im einzelnen sein werden – nur dass sie kommen!

Bis im Jahre 2070 wird des dann nach Ansicht des Zukunftsforschers das weltweite bedingungslose Grundeinkommen geben. Was nun die Zukunft genau bringen mag, das weiß sicherlich niemand so recht. Doch wenn alle immer weniger arbeiten, muss es zwangsläufig auch anders werden.

Berufe, die bisher belächelt wurden, gewinnen in Zukunft großen Wert.

„Wenn die Menschen keine Produkte mehr herstellen, weil das Maschinen übernommen haben, da diese besser, effizienter und viel billiger als Menschen sind, dann werden Menschen in die Jobs gehen, die Identität, Zwischenmenschlichkeit produzieren …

Jene aber, die andere motivieren und sie auf zwei oder drei Schritte begleiten können, die vielleicht eher als „Coach“ agieren, die werden gewinnen. Wir werden in Zukunft also immer mehr solche Menschen sehen, die als Coach im Finanzwesen, in der Bildung, Kultur, im Risikobereich, im Gesundheitswesen, eigentlich in jedem Bereich, in dem wir leben, aktiv sind …

Heute sehen wir Arbeit als etwas, womit man hart Geld verdienen muss. Das ist aber nur eine Definition von Arbeit und wenn genau diese Arbeit von Maschinen übernommen wird und somit die Dinge sehr kostengünstig produziert werden, dann wird sich der menschliche Fokus mehr auf die Tätigkeiten richten, die tatsächlich etwas anderes herstellen, wie z. B. Zwischenmenschlichkeit. Dann kommen eben solche Jobs zustande, die man heute ein bißchen belächelt. Nehmen Sie beispielsweise die Klinik-Clowns, also Menschen, die in Hospitäler hineingehen und Menschen zum Lachen bringen. Gerade solche Jobs werden in Zukunft immer mehr an Wert gewinnen.“

Auszüge aus dem Interview mit Sven Gàbor Jánszky
in der Kulturzeit von 3sat am 02.05.2016

Märchenerzähler, Klinik-Clowns und Co.
„Neue Berufe für Neue Zeiten“!

Was nun die Zukunftsforscher neuerdings prognostizieren, liegt voll in der Arbeit, die die Initiatoren und das Team des Märchenhaft leben Impulses seit Anfang der 1980er Jahre bereits ganz praktisch tun.

Eine Ausbildung zum Klinik-Clown können wir Ihnen zwar nicht bieten, aber neben vielen anderen „Neuen Berufen für Neue Zeiten“ besonders eine fundierte, praxisorientierte und auf Ihre persönlichen Bedürfnisse ausgerichtete Ausbildung zum neben- oder hauptberuflichen Geschichten- und Märchenerzähler (Märchenerzählerin).

Sollten Sie also den tiefen Wunsch verspüren, als MärchenerzählerIn oder GeschichtenerzählerIn mehr Zwischenmenschlichkeit, Identität, Inspiration, Vertrauen, Mitgefühl und Zuversicht in die Welt und unter die Menschen tragen zu wollen, dann zögern Sie nicht lange. Sie könnten gleich hier und heute damit beginnen!

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter

Engel – kosmische Wesen oder süßliche Vorstellung?

EngelSind nun Engel jene kleinen, putzigen Wesen mit Flügelchen, die mit verklärtem, hochheiligem Blick auf vielen alten, aber auch modernen, meist spirituellen Gemälden, zu finden sind? Oder sind sie eher jene geschlechtslosen, menschenähnlichen, mit Flügeln versehenen Gestalten, so wie sie als Skulpturen in vielen Kathedralen und Kirchen dargestellt werden?? Oder was???

Unser menschliches Vorstellungsvermögen ist da recht begrenzt und reicht sehr oft nicht über die personifizierte, ganz individuelle Vorstellung hinaus. Dies mag mitunter daran liegen, dass wir durch die in der Vergangenheit geprägten künstlerischen und/oder kirchlichen Bilder von Engeln vom eigentlichen Wesen und Wirken jener „Kräfte“ abgelenkt werden, da wir SIE viel zu oft im Äußeren vermuten.

Nicht der Glaube ist entscheidend,
sondern das lebendige Wissen und Erleben im eigenen Herzen!

Anstatt die Beurteilung über ihre Existenz und ihr Aussehen allein Künstlern, Theologen, Geistlichen oder sogenannten Engel-Experten zu überlassen, wäre es doch viel sinnvoller, jene himmlischen Wesen in uns selbst wahrzunehmen und zu schätzen.

Ähnlich verhält es sich mit dem Begriff „Gott“. Sowohl gläubige Befürworter jener „Universellen Kraft“ als auch überzeugte Atheisten sind religiöse Menschen. Beide machen sich den Begriff Gott zum zentralen Thema. Sie sind nichts anderes, als zwei gegenüberliegende Extreme von ein und derselben Sache. Jeder ist überzeugt von dem, was er glaubt. Doch leider findet diese Überzeugung meist im Verstand statt. Der Glaube an sich, der weder bewiesen werden kann noch muss, ist somit reine Kopfsache.

Es sei denn, jemand glaubt nicht mehr, sondern weiß! Und dieses tiefe, lebendige Wissen, jene himmlische Offenbarung ist womöglich nur im Herzen eines jeden Menschen zu entdecken und braucht ebenso absolut keinen Beweis, schon gar keinen wissenschaftlichen!

Den Engeln ist es egal, ob wir an SIE glauben!

So ist es den Engeln oder Gott im Grunde völlig egal, wie wir SIE uns vorstellen, wo wir SIE wahrnehmen und ob wir überhaupt von IHRER Existenz überzeugt sind. SIE wirken einfach und natürlich! Ob und wie wir Menschen IHRE Inspirationen, Visionen, Weisheiten oder Kräfte empfangen und in welcher Intensität, hängt gänzlich von unserem unendlichen Vertrauen in den eigenen Lebensplan ab, dem Wissen von unserer individuellen Lebensaufgabe und der tiefen Sehnsucht nach unserem höchsten Lebensziel.

Kontakt zu einem Engel – wie macht es das Märchen?

Wie aber ist es in den Märchen? In den gesammelten Märchen der Brüder Grimm werden Sie nicht allzu viele Schilderungen von Engeln finden, so wie wir SIE uns gerne vorstellen. Eines von wenigen allerdings ist das unbekannte Märchen vom Vogel Phönix, KHM 75, aus der Grimmschen Sammlung von 1812. Darin steigt ein Jüngling zu einem sehr hohen Engel-Wesen empor, das ihm letztendlich hilft, seine Lebensaufgabe und sein Ziel zu verwirklichen.

Dieser Engel jedoch frisst alle Menschen auf, die ihm entgegentreten. ER verzehrt sie, da kein menschlich physischer Körper eine Konfrontation mit einem derart gigantischen Wesen aushalten könnte. So gibt es immer wieder Schilderungen, dass die Ausstrahlung eines Engels so mächtig ist, dass sie z. B. die Licht-Intensität unzähliger Sonnen übersteigt. Engel treten laut Überlieferung häufig in der Funktion von göttlichen und überwältigenden Boten auf, weshalb SIE oftmals „Fürchte Dich nicht!“ sagen (tönen, summen, donnern, jubilieren, …).

In diesem Märchen jedoch hat der Jüngling eine geistige Helferin, die sowohl einen fast gefahrlosen Kontakt zu ihm, wie auch zum Vogel Phönix, ermöglichen kann. Auf diese Weise lässt diese Helferin den Jüngling an dem tiefen Wissen jenes vogelähnlichen Engel-Wesens Anteil haben. Welche Voraussetzungen allerdings der Jüngling dafür mitbringen muss, erfahren Sie in dem Märchen.

Wenn Sie nun immer noch glauben, dass Märchen harmlose Geschichten sind, die man bestenfalls Kindern oder vermeintlich „naiven“ Erwachsenen erzählt, dann sollten Sie sich unbedingt einmal das Berufsbild eines Märchenerzählers oder einer Märchenerzählerin etwas näher anschauen. Es lohnt sich!

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter

Das alte Denken erneuern und den eigenen Traum leben

Das alte Denken erneuernIn einem lettischen Volksmärchen sagt ein armer Vater zu seinem Sohn: „Geh hinaus zum Königsschloss und bring die Prinzessin zum Lachen. Du hast schon immer Glück im Leben gehabt und wirst es auch diesmal haben.“ Ist das nicht schön, wie der alte Vater großes Vertrauen in seinen Sohn setzt und ihm sogar Dinge zutraut, an denen andere, reichere und vermeintlich klügere Männer kläglich scheiterten?

Denken Sie, Sie gehören zu den Glückspilzen?

Können Sie sich in Ihrem Leben an solche Menschen erinnern, die ihnen soviel Mut gemacht und sie in allem bestärkt haben, was zu Ihrem Glück wichtig war? Falls ja, dann gratuliere ich! Sie gehören zu den wenigen Glückspilzen, denen ein solches zuteil wurde.

Falls nein, dann haben Sie bestimmt solche oder ähnliche Sprüche gehört:
„Das schaffst Du nie, das ist unmöglich!“, „Daraus wird nichts, das kannst Du nicht!“, „Das geht nicht!“, usw.

Hätte man auf solche Einflüsterungen gehört, so würde es viele dem Menschen dienliche Neuerungen und Erleichterungen in der Technik, der Kultur, der Kunst, dem Sozialen, dem Gesundheitswesen, der Religionen, u.v.m. auf dieser Erde nicht geben.

Auch ich musste mir das oft genug anhören, sei es als professioneller Geschichten- und Märchenerzähler, als Autor oder bei jeder anderen ungewöhnlichen Tätigkeit, die mit der Mode, dem aktuellen Trend oder der Tradition nicht konform ging. Wenn ich mich danach gerichtet hätte, wäre wohl kaum etwas Neues entstanden und selbst wenn ich noch heute in so manchen Kreisen belächelt werde, kann nichts darüber hinwegtäuschen, dass ich es doch, durch viele Höhen und Tiefen hindurch, verwirklicht habe und weiterhin praktiziere.

Neues Denken: „Sich mehr beflügeln als belasten!“

Aber was treibt Menschen dazu, andere (und am meisten sich selbst) mit diesen negativen Glaubenssätzen zu belasten, anstatt sie zu beflügeln? Ist es der Neid, das mangelnde Vertrauen, der Mangel an sich oder die Angst, plötzlich mit Offenbarungen konfrontiert zu werden, die schon lange im tiefsten Innersten schlummern und auf Verwirklichung warten?

Wahrscheinlich mag von allem etwas eine Rolle spielen. Wer aber seine innerste Vision, seinen Traum entdeckt hat und sich mit Begeisterung und Herzblut daran macht, sie/ihn zu verwirklichen, der muss sich keinesfalls mit anderen Personen vergleichen und auch niemandem beweisen, was für ein toller Mensch er oder sie doch ist.

Was hätten diese Menschen nicht alles verwirklichen können, würden sie genügend auf ihr Urvertrauen hören und mit Selbstvertrauen handeln! Schließlich sind beide Kräfte nötig, um die eigene Vision verwirklichen zu können.

Mein Tipp:

Spüren Sie doch selbst einmal nach, was Sie denn von Herzen gerne im Leben alles verwirklicht hätten und was Sie davon, zu Gunsten anderer Tätigkeiten, aufgegeben haben? Welcher Mensch hat Sie darin bestärkt, Ihrem ursprünglichen Wunsch, Ihrem Traum oder Ihrer Vision treu zu bleiben? Wie können Sie sich heute unabhängig machen, von Meinungen und Ratschlägen anderer, die Sie von Ihrer Vision, Ihrem Traum abhalten wollen? Welche Möglichkeiten gibt es heute, zunächst einmal wenigstens schrittweise, Ihren ursprünglichen Traum zu verwirklichen?

Denken Sie niemals, es ist zu spät!

Vielleicht haben Sie ja den dringenden Wunsch, als Geschichten- oder MärchenerzählerIn neben oder sogar hauptberuflich tätig sein zu wollen? Wenn Sie sich also selbst in Ihrem Alltag inspirieren, entschleunigen, erfüllen und anderen Menschen dabei helfen möchten, dann lassen Sie sich doch einmal von dem Berufsbild eines Märchenerzählers und Geschichtenerzählers oder einer Märchenerzählerin und Geschichtenerzählerin überraschen.

Mehr darüber finden Sie hier:
http://www.maerchen-ausbildung.de

Oder Sie klicken gleich anschließend auf eines der Bilder unten und staunen, wie schnell und effektiv es möglich ist, eine solche Wunsch-Berufung mit dem Lernprogramm zuhause zu beginnen und anschließend, mit persönlicher Terminabsprache und ganz individuell, in unserem Basiskurs zu erlernen.

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter

Märchen helfen bei Demenz

DemenzDass Märchen besonders in der Seele heilsame Wirkungen hervorrufen können, beschreibt schon der Dichter Christian Morgenstern mit seinen Worten:

„Man wird wieder aus Himmel und Sternen Bilder machen
und die Spinnweben alter Märchen auf offene Wunden legen.“

Wenn man nun in diesen „offenen Wunden“ die seelischen Verletzungen sieht, die ein Mensch im Laufe seines Lebens durchmacht, dann ist es mehr denn je an der Zeit, dass gerade Märchenerzähler eine weitaus größere Anerkennung in der Gesellschaft haben sollten, als dies gegenwärtig der Fall ist.

Gerade heute wird der Begriff „Märchen“ (leider auch von Menschen, die solchen mehr inneren Themen aufgeschlossen sind) immer noch mit Lügengeschichten in Verbindung gebracht. Obwohl längst bekannt sein dürfte, dass es sich hier um Seelenbilder handelt, die innere Prozesse ausdrücken und nicht selten sogar Lösungen für Probleme zeigen.

So ist es höchst erfreulich, dass im Katharinenhof am Berliner Preußenpark (Laut Ärzte- Zeitung vom 06.05.2015) das Märchen erzählen ein Teil eines ungewöhnlichen Forschungsprojektes wurde. Professor Ingrid Kollak will mit ihrem Team von der Alice-Salomon-Hochschule in Berlin herausfinden, ob und wie Märchen auf Menschen mit einer Demenz- oder Alzheimererkrankung wirken.

Das Herz wird nicht dement …

„Das Herz wird nicht dement“, sagt eine dort tätige Märchenerzählerin. Jahrelang hat sie in fünf Pflegeeinrichtungen in vier verschiedenen Bundesländern Märchen erzählt, insbesondere die aus der Sammlung der Brüder Grimm.

„Die Alzheimer- und Demenzpatienten reagieren einfach ohne viel Nachdenken. Ein aufkommendes Gefühl drücken sie sofort aus“, sagt sie. Weiterhin habe sie beobachtet, dass sich die Demenzkranken in die Märchen und Geschichten versenkten und für einige Minuten bis wenige Stunden aus ihren Verhaltensmustern ausstiegen. Unruhige Dauerläufer blieben sitzen und hörten zu und jene, die andauernd kauten und schmatzten, vergaßen ihre Nervosität und entspannten sich für Momente.

Man darf gespannt sein, was nun die Forschungen des Hochschul-Teams am Ende herausbringen werden. Eines jedoch ist jetzt schon sicher: Es gibt noch einige andere aktive Märchenerzähler und Märchenerzählerinnen, die im Laufe ihrer jahrzehntelangen beruflichen Tätigkeit solche und ähnliche positive Erfahrungen beim Erzählen von Märchen vor demenzkranken Menschen gemacht haben.

Die Welt braucht mehr Märchen- und Geschichtenerzähler/innen!

Und so wäre es wünschenswert, dass gerade der Beruf des Märchen- und Geschichtenerzählers wieder mehr in den Blickpunkt gerät, insbesondere die kulturell, soziale und heilsame Komponente, die gerade beim freien Erzählen von Märchen und Geschichten sich offenbaren kann.

© Karlheinz Schudt
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter

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Sind Märchen Lügengeschichten?

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Zu einem Beitrag u. a. in Facebook mit dem Titel: „Ausbildung zum/r MärchenerzählerIn“ erreichten mich Kommentare, von denen ich hier einige veröffentlichen möchte. Bei Interesse können Sie gerne auf einen der Links in den Texten klicken und sich über diese Thematik ein wenig mehr informieren.

Falls Sie selbst Lust haben, einen Kommentar zum Titel dieses Blog-Beitrages zu verfassen, dann freue ich mich auf Ihre Zusendung.

Der „Stein“ des Anstoßes:
Ausbildung zum/r MärchenerzählerIn

Evy L.:

Dazu muss man viele gar nicht erst ausbilden …

Karlheinz Schudt:

Hallo Evy, verstehe ich Dich richtig, dass Du in Deinem Kommentar mit Märchen Lügengeschichten meinst? Leider wird heute vieles sehr missbräuchlich verwendet. Und dazu gehören auch die echten Märchen, die keineswegs historischer Natur sind, sondern in Seelenbildern innere Prozesse des Menschen ausdrücken und zuweilen sogar ungewöhnliche Lösungen für so manchen Engpass im Alltag zeigen könnten.

Evy L.:

Hallo Herr Schudt, erst einmal sorry, wenn wir Ihnen mit unseren Albernheiten zu nahe getreten wären. Anhand der allgemeinen Reaktionen auf Ihr sicherlich gut gemeintes und interessantes Ausbildungsangebot haben Sie ja nun gemerkt, dass der Name Märchenerzähler leider mit Asoziationen behaftet ist, die unwillkürlich ins Lächerliche und Negative abdriften. Märchenerzählter = Lügenerzähler. Dass dies von Ihnen nicht so gewollt ist, dessen bin ich mir sicher. Nicht ärgern über unsere Witzeleien! Sondern sie einfach als „Anregung“, betrachten, Ihr Seminar anzubieten evtl. unter der viel seriöseren und unanstößigen Bezeichnung „Ausbildung zum Vortragskünstler für Märchen.“ Ich wünsche Ihnen jedefalls viele interessierte Teilnehmer.

Karlheinz Schudt:

Hallo Evy, danke für Ihren Tipp! Ja, heute ist vieles mit Assoziationen behaftet, aber das liegt wohl weniger am Begriff, sondern eher daran, dass viel Unkenntnis und Zynismus dahinter stecken. Klar, man kann natürlich alles verkomplizieren und intellektualisieren, um ja nicht aus dem Trend der Zeit zu fallen. Nehmen Sie es mir nicht übel, aber dann verwende ich doch lieber den Begriff, der das ausdrückt, was es ist – selbst wenn oder gerade weil die wahre Bedeutung für andere Zwecke oft missbraucht wird. Nein, ich ärgere mich nicht darüber, im Gegenteil, es gibt mir wieder Gelegenheit, auch einen anderen Blickwinkel ins Bewusstsein zu rufen, bevor der „Massentrend“ und die „Mode“ sich wieder breit machen. Ich wünsche Ihnen noch eine erfüllende und märchenhafte Zeit!

Kerstin M.:

Heilende Märchen – das ist das, was Mütter, auch ich, ihren Kindern erzählen. Schade nur, dass die Ausbildung so teuer ist.

Karlheinz Schudt:

Hallo Kerstin, ja nahezu alle echten Märchen (besonders die Volksmärchen aus aller Welt) sind auf seelisch-spirituelle Weise heilsam. Was die Kosten dieser Ausbildung betrifft, da gibt es natürlich immer Vor- und Nachteile. Die Initiatoren dieser Ausbildung (seit 1983) haben in dieser Zeit noch keine öffentlichen oder sonstige Subventionen erhalten und leben seit dieser Zeit von ihrer Tätigkeit. Dieses professionelle, praxisorientierte und unabhängige Arbeiten über diese Zeit hinweg spiegelt sich natürlich äußerst positiv im Inhalt und der Qualität dieser Ausbildung wieder. Allerdings erfordert ein solcher Dienst auch einen realen (ungeschönten) Preis. Aber schon viele Menschen mit weniger finanziellen Mitteln, konnten sich diese Ausbildung bereits erlauben. Schließlich gibt es nicht nur im Märchen ungewöhnliche Lösungen. Frag doch einfach einmal nach: http://www.maerchen-ausbildung.de

Silvia D.:

Ihr solltet Ehemänner ausbilden! Es wär dann interessanter …

Karlheinz Schudt:

Hallo Silvia, gerne, dann schick uns doch welche. Der männliche Anteil unter unseren SchülerInnen könnte wesentlich höher sein!

Renate S.:

Fragt doch mal im Bundestag nach! Da sind die größten Märchenerzähler aller Zeiten!

Karlheinz Schudt:

Hallo Renate, wenn wirklich echte Märchen dort erzählt würden, dann würde vieles womöglich schneller, kreativer und lösungsorientierter zugehen.

Friederike S.:

Märchen sind für mich wunderbare Geschichten in einfachen Worten. Höre oder lese ich ein Märchen, nehme ich sogleich Innere Bilder wahr. Was mich immer wieder begeistert sind die ungeahnten Lösungen, die gefunden werden. Das stärkt mein Lebensglück und mein Vertrauen, wenns mal nicht so läuft in meinem Leben: ALLES wird gut 🙂

Steffi B.:

Machen das nicht schon die Politiker genug!?

 Karlheinz Schudt:

Hallo Steffi, eigentlich geht es hier um Märchen = Kunde, Botschaft, Nachricht und weniger um das, was uns zuweilen die Politiker (oder auch andere „Verkäufer“) erzählen. Märchen haben keinen oder kaum historischen Bezug, sondern schildern in Seelenbildern innere Prozesse.

Christine W.:

Ich habe schon als Kind Märchen geliebt und wenn ich einmal krank war, schnappte ich mir mein schönes dickes Märchenbuch, lag im Bett und habe mich „gesund gelesen“. So sind für mich Märchen auf keinen Fall Lügengeschichten! Im Gegenteil, für mich wirken sie eher heilsam. Auch heute lese ich oft noch Märchen und als Künstlerin schöpfe ich aus ihnen viele Inspirationen.

Silvia K.:

Muss man Märchen erzählen lernen? Ich denke, wer sich als Kind damit beschäftigt hat und dann später mit dem Älterwerden seinen Kindern und Enkelkindern die Märchen immer weiter gegeben hat, der braucht dies nicht zu lernen. Märchen gehören zum Leben dazu.

Karlheinz Schudt:

Hallo Silvia, ja Du hast recht, das Erzählen von Geschichten und Märchen muss der Mensch zunächst nicht lernen. Schon im Kindesalter fängt er an durch das „Lallen“ (Babysprache) Dinge zu offenbaren, selbst wenn wir Erwachsenen dieses Erzählen intellektuell wohl nicht verstehen. Wer allerdings mit dem Herzen hinhört, wird staunen, was das Kind da offenbart. Wohl dem Kind, das noch Eltern oder Großeltern hat (hatte), die ihm so ab dem 3./4. Lebenjahr im kleinen Familienkreise Märchen erzählen oder wenigstens vorlesen konnten. Wenn aber jemand mehr über die tieferen Lebensgeheimnisse der echten Märchen erfahren und vor fremden Publikum (z. B. 30, 70 oder weit über 100 Menschen) in der Öffentlichkeit neben- oder hauptberuflich frei erzählen, das Märchen auch beruflich, z. B. in der Kunst, der Pädagogik und Therapie einsetzen möchte, für den ist eine praxisorientierte und ganzheitliche Ausbildung sehr empfehlenswert und wichtig.

Karin Z.:

Gibt es nicht schon genug OFFIZIELL gewählte Märchenerzähler?
Perfekter kann man nicht werden
!

Karlheinz Schudt:

Hallo Karin, leider nein, wenn Du allerdings unsere Politiker oder eine ähnliche Gattung damit meinst, dann haben jene mit Märchen nichts zu tun. Denn Märchen schildern in Seelenbildern innere Prozesse und ungewöhnliche Lösungsmöglichkeiten und die haben mit Wahlversprechungen, staats- und menschenführender „Taktik“ und dergleichen nichts zu tun.

Karin Z.:

Ich bin Märchenfreund seit ich lesen kann, Märchenbücher liegen immer bereit und fast täglich lese ich mindestens ein Märchen, weil es für mich nichts Besseres gibt. Ich glaube auch daran, dass in den Märchen viel Wahrheit und Wegweisung stecken. Traurig ist nur, dass die große Mehrheit sie kaum noch liest. Mein Kommentar war „böse“ gegen die genannten Personen gemeint. Tut mir leid, die Märchen haben das nicht verdient, sie als „Seitenhieb“ zu missbrauchen.

Annika S.:

Sind da auch all unsere Politiker gewesen?

Karlheinz Schudt:

Hallo Annika, ich glaube nicht, denn dann würden sie sicherlich richtige Märchen erzählen und keine erfundenen Geschichten!

Trudi S.:

Wo findet die Ausbidung denn statt? In Berlin, im Bundeskanzleramt?

Karlheinz Schudt:

Hallo Trudi, leider nein, es geht ja um Märchen = Seelenbilder, nicht um Schönrederei, Verschleierung und dergleichen. Aber wenn Du mir einen Kontakt besorgen kannst, dann bin ich gerne bereit, auch im Bundeskanzleramt diese Ausbildung anzubieten. Das wäre für so manche kreative und ungewöhnliche Lösungsfindung, von der sicherlich alle Menschen profitieren, sehr dienlich!

Martina S.:

Märchen zu erzählen, das hat eine lange Tradition. Mündliche Weitergabe war in Zeiten sehr wichtig, als nur wenige Menschen lesen und schreiben konnten. Es gehören aber auch Gestik und Rhetorik dazu, um das Erzählte zu unterstreichen – je besser, desto nachhaltiger. Modern gesprochen, man spult ein Kopfkino vor dem geistigen Auge des Zuhörers ab. Die Erinnerung an das gesprochene Wort manifestiert sich. In vielen Gegenden der Erde ist Märchenerzähler, erweitert sogar mit Neuigkeiten und Begebenheiten des Alltags, heute noch ein „richtiger“ Beruf.

Karlheinz Schudt zu einem Artikel in einem Gesundheits-Blog:

Lieber René G.,
 
herzlichen Dank erstmals an dieser Stelle für Ihre mutigen und kritischen Beiträge in Bezug auf die Schulmedizin, die ich theoretisch und auch aus eigener Erfahrung sehr gut nachvollziehen und begrüßen kann.
 
Allerdings fällt mir auf, dass Sie zumindest in letzter Zeit öfter (leichtfertig?) das Wort Märchen verwenden und damit indirekt auf Lügengeschichten hinweisen.
 
Das finde ich schade, zumal Märchen keinesfalls etwas mit Lügengeschichten zu tun haben. Märchen (mittelhochdeutsch auch Mär oder Märe = Kunde, Botschaft, Nachricht, kleine Geschichte) sind keine historischen Begebenheiten, sondern Seelenbilder (innere Prozesse) des Menschen oder Schilderungen aus seiner Innenwelt. Sie stehen in keiner Beziehung zu Lügengeschichten, Täuschungen, Verschleierungen und Schönrederei.
 
Es wäre schön, wenn Sie diesen Begriff in Zukunft etwas vorsichtiger verwenden würden oder zumindest so, wie es seiner wahren Bedeutung gemäß ist. Oder benützen Sie doch gleich ein Wort, das dem entspricht, was Sie damit ausdrücken möchte, wie z. B.: Lüge, Täuschung, Verschleierung, Schönrederei, etc.?
 
Nichts für ungut, ich wünsche Ihnen jedenfalls weiterhin viel Erfolg bei Ihrer wichtigen und aufklärerischen Arbeit.

Antwort darauf von René G.:

Sehr geehrter Herr Schudt,

Sie haben absolut Recht! Dabei schätze ich die Weisheit der Märchen sehr. Ich werde das mit den Märchen mal aus meinem Sprachgebrauch streichen und versuchen zu ersetzen. Manchmal spreche ich ja auch von Legoland – was ja eigentlich auch eine Verharmlosung darstellt.

Frei erzählen lernen von Geschichten und Märchen