Als der Mensch den Baum verstand

Baum

Es heißt „Der Weg ist das Ziel“ und meint vermutlich, dass das Gute viel näher ist, als man gemeinhin glaubt und zwar so nahe, dass man es im eigenen Herzen findet. Und doch ist es immer wieder erfüllend, sich auch äußerlich auf den Weg zu begeben und die Wunder der Natur und des Lebens zu bestaunen, selbst wenn man am Ende entdeckt, dass dort, wo das eigene Herz schlägt, auch das Glück zu finden ist und man nur dort wahrhaftig zuhause ist.

Gerade jene, die den Pilgerweg des Lebens auch gerne im Äußeren vollziehen, erleben im Baum ein großartiges Wunder. Besonders in den Märchen spielt der Wald mit seinen wundersamen Bäumen immer wieder eine große Rolle. Der Wald ist Schutz und Lebensgrundlage vieler Märchenfiguren, aber auch geheimnisvoll, unheimlich, dunkel und unüberschaubar.

Waldbaden und das geheime Leben der Bäume

Nicht erst seit dem populärwissenschaftlichen Buch und Bestseller von Peter Wohlleben „Das geheime Leben der Bäume“ weiß man, dass die Bäume in ihrer verborgenen Welt miteinander kommunizieren. Aber auch der japanische Trend „Waldbaden“ ist nicht neu, denn schon seit langer langer Zeit wissen die Menschen auch ohne wissenschaftliche Erklärung, wieviel Ruhe, Stille, Erholung, innere Ausgeglichenheit und gute Luft der Wald dem Menschen für seine Gesundheit schenkt.

Jahrhundertelang erzählten sich die Menschen märchenhafte Geschichten von Zwergen, Elfen, Feen, Wassergeistern, Riesen und vielen anderen zauberhaften Wesen, die gerade diese verborgene Welt der Natur im Allgemeinen und des Waldes im Besonderen in Sinnbildern, Märchenbildern und Märchenfiguren sichtbar machten. Berge werden lebendig, ein Baum erzählt seine geheimnisvollen Geschichten und Bäche singen märchenhafte Lieder, die zwar mit den menschlichen Ohren zu hören, aber nur mit den Märchenohren zu verstehen und mit dem Herzen zu fühlen sind.

Märchenfiguren und Landschaften als Seelenbilder

So findet man in vielen Volksmärchen der Welt, besonders auch aus der Sammlung der Brüder Grimm, eine Fülle von bekannten und unbekannten Märchen, die zeigen, dass auch dort in der Dunkelheit des Waldes, oder vielleicht gerade dort, wo es zunächst nicht mehr weiter zu gehen scheint, dem Märchenhelden sich die ungewöhnlichsten Lösungen auftun, wenn er Herz für die Natur, die Tiere und seine Mitmenschen zeigt.

Und da der oder die Märchenheld:in und alle anderen Figuren im Märchen Sinnbilder für den Menschen sind und somit der Wald oder Baum im Märchen nicht in erster Linie im Äußeren, sondern tief in der menschlichen Seele zu finden ist, können auch hier Märchen und Weisheitsgeschichten sanfte und äußerst effektive Lebenshilfen für alle Menschen sein.

So sagte der vor 250 Jahren (am 20. März 1770) in Lauffen am Neckar geborene Dichter Friedrich Hölderlin: „Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch“.

Der Märchen-Podcast

Hören Sie aber nun in der nachfolgenden Weisheitsgeschichte, was Baum und Mensch voneinander lernen können. Klicken Sie dazu einfach auf das Startsymbol des Mediaplayers links und schalten Ihre Lautsprecher ein:

© 2012 „Als der Mensch die Bäume verstand“: Karlheinz Schudt und Märchenhaft leben e.V.
Weitere Veröffentlichungen dieser Geschichte in Wort, Schrift und Bild außerhalb dieses Blogs nur mit schriftlicher Genehmigung des Autors oder des Verlags.
Dieses Märchen ist in schriftlicher Form auch im eBook „Märchen sind Seelenperlen“ erhältlich.

© 2020 Kleine Betrachtung, Musik und erzählt von Karlheinz Schudt.
Märchenerzähler, Autor, Seminarleiter

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